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Di, 10. September 2019, 11:07

Software::Desktop::KDE

Kate soll konkurrenzfähiger werden

Auf der Konferenz Akademy 2019 trafen sich die Entwickler des KDE-Texteditors Kate, um über die Zukunft der Anwendung zu beraten.

Der Texteditor Kate

kde.org

Der Texteditor Kate

Was das Editieren von Code angeht, sind Qt und KDE mit dem Editor Kate und den integrierten Entwicklungsumgebungen KDevelop und Qt Creator bereits ganz gut aufgestellt. Bei den Editoren haben sich allerdings in den letzten Jahren neben den seit langem etablierten Apps wie Emacs oder Vim mit Sublime, Atom und Visual Studio Code Anwendungen hervorgetan, die mit gesteigerter Funktionalität und besserer Benutzbarkeit in ihren grafischen Oberflächen punkten wollen. Auf der in dieser Woche in Mailand stattfindenden KDE-Konferenz Akademy 2019 trafen sich einige Entwickler von Kate, um zu diskutieren, wie der Editor im Licht der allgemeinen Entwicklungen weiter vorangebracht werden soll.

Bisher existieren nur ungefähre Vorstellungen von möglichen Verbesserungen. Als Erstes greift der Beitrag auf der Webseite des Editors eine Idee auf, die eine Entwicklung rückgängig machen würde, die mit dem Umstieg von KDE 4.x auf KDE Frameworks in Kate umgesetzt wurde. Damals war die spezifische Kate-Plugin-Schnittstelle zugunsten der eher generischen KTextEditor-Schnittstelle aufgegeben worden. Damit sollte mehr Portabilität zwischen den Plugins von Kate und KDevelop möglich werden. Allerdings wurde diese Möglichkeit nie wirklich breit genutzt, lediglich zwei Plugins machen davon überhaupt Gebrauch. Von daher ist diese Schnittstelle heute eher ein Hindernis, da neue Funktionalität für Kate-Plugins binärkompatibel bleiben muss.

Die Funktion »Projekte«, die derzeit in einem Plugin residiert, soll zur Kernfunktion werden, um beispielsweise eine bessere Suche in Projekten zu gewährleisten. Weiterhin soll Kate künftig das Language Server Protocol (LSP) als Standard unterstützen. Diese von Microsoft für Visual Studio Code entwickelte Sprachintegration ist ein offener Standard für den Einsatz zwischen Editoren oder IDEs und Servern, die programmiersprachenspezifische Funktionen bieten. Damit könnten unter anderem bei Kate die Plugins für die Codevervollständigung bei den Sprachen Rust und D überflüssig werden. Weitere Ideen betreffen eine bessere Git-Integration und sehen als Viewer für Diffs und Patches KDiff3 und Kompare vor. Besonderes Augenmerk soll auf die überlappenden Funktionen von Kate und KDevelop gelegt werden. Die Diskussion soll auf Reddit mit öffentlicher Beteiligung fortgesetzt werden.

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