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Do, 26. September 2019, 09:44

Software::Virtualisierung

Checkmk 1.6 veröffentlicht

Nach einem Jahr Entwicklungszeit hat die Münchner Firma tribe29 die neue Version ihrer Monitoring-Lösung Checkmk 1.6 veröffentlicht. Die Software bietet Monitoring von Cloud- und Container-Infrastrukturen sowie einen neuen Dienst zum dynamischen Konfigurieren von Hosts.

Dashboard von Checkmk

checkmk.de

Dashboard von Checkmk

Die neue Checkmk-Version enthält neue und verbesserte Funktionen zum Überwachen von Cloud-Umgebungen und Containern. AWS- und Azure-Benutzer sollen laut Aussage der Münchner Firma tribe29, die für die Entwicklung verantwortlich zeichnet, besonders von den neuen Features profitieren. So gelangen die Monitoring-Daten der Amazon Web Services über die AWS-HTTP-API direkt zum Spezialagenten, der auf dem Checkmk-Server läuft und die Daten auswertet. Um die Kosten dieser API-Aufrufe gering zu halten, haben die Entwickler den neuen Spezialagenten so angelegt, dass dieser möglichst wenige API-Calls benötigt. Ein eigener Check überwacht außerdem die AWS-Kosten.

Auch für die Microsoft-Cloud stehen ein eigener Spezialagent sowie eine Reihe von Check-Plugins zur Verfügung, die unter anderem Speicher und Datenbanken überwachen. Checkmk kommuniziert über die Azure-API mit der Cloud. Jede Azure-Ressourcengruppe ist in der Monitoring-Software als Host dargestellt. Die Ressourcen innerhalb einer Gruppe werden automatisch in Checkmk integriert, sodass kein gesonderter Konfigurationsaufwand notwendig ist.

Wer Docker, Kubernetes oder OpenShift mit Checkmk überwachen möchte, darf sich ebenfalls über Verbesserungen freuen. Checkmk behält Cluster, Knoten und persistenten Speicher sowie Pods, Deployments und Microservices im Auge. Gerade im Bereich Docker-Monitoring hat sich einiges getan: Die Entwickler haben den Docker-Check komplett überarbeitet. Er funktioniert jetzt auch mit den älteren Docker-Versionen. Mit Version 1.6 führt Checkmk zudem die sogenannten Labels für Hosts und Services ein. Ein Host kann beliebig viele Labels haben. Sie funktionieren ähnlich wie Tags und können als flexible Bedingungen in Regeln verwendet werden.

Fotostrecke: 9 Bilder

Services innerhalb von Checkmk
Monitoring Messwerte
Checkmk: Verfügbarkeitsberechung
Checkmk: Berichte
Checkmk: Nagvis-Visualisierung
Der neue Dynamic Configuration Daemon (DCD) der Checkmk Enterprise Edition (CEE) vereinfacht zudem das Arbeiten in großen Umgebungen. Er erkennt beispielsweise Kubernetes-Nodes, AWS-E C2-Instanzen, Azure-Ressourcengruppen und vSphere-Hosts automatisch und entfernt auch nicht mehr vorhandene Hosts selbstständig. Die neue Version enthält zudem neue Checks zum Überwachen von Elasticsearch, Splunk, SAP Hana, Oracle, Cisco UCS, Enviromux, Checkpoint, Dell, Fujitsu und HP Management Boards. Außerdem arbeitet die Monitoring-Lösung jetzt mit i-doit, Slack, ServiceNow, JIRA, Opsgenie, VictorOps, PagerDuty und Mattermost zusammen. Insgesamt haben die Entwickler über 100 neue Plugins seit der Vorgängerversion 1.5 beigesteuert. Die Gesamtzahl der Checkmk-Erweiterungen ist damit auf 1700 gestiegen.

Die neue Version der Monitoring-Software für heterogene Umgebungen kann ab sofort vom Server des Unternehmens heruntergeladen werden. Die Checkmk Raw Edition (CRE) ist freie Software und steht unter den Bedingungen der GNU GPL. Die Enterprise Edition (CEE) enthält einen eigenen Kern mit zusätzlichen Funktionen und professionellen Support.

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