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Fr, 29. November 2019, 14:40

Gemeinschaft::Organisationen

Mozilla und BMZ kooperieren bei Spracherkennung und -ausgabe

Mozilla hat mit dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Vereinbarung unterzeichnet. Es geht dabei um eine Kooperation zur Erfassung von Sprachen, Spracherkennung Sprachausgabe und die Vermittlung entsprechender Technologien in afrikanischen und später auch asiatischen Ländern.

Hackathon zu Deep Speech und Common Voice in Kigali

Mozilla

Hackathon zu Deep Speech und Common Voice in Kigali

Die gemeinsame Initiative von Mozilla und dem deutschen Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beruht im Wesentlichen auf den Mozilla-Projekten Common Voice und Deep Speech. Common Voice ist ein Projekt, das von Mozilla im Herbst 2017 bei der Freigabe der Engine DeepSpeech und Daten für Spracherkennung begonnen wurde. Mit diesen sollten den den Markt dominierenden proprietären Spracherkennungssystemen freier Code und freie Daten entgegengesetzt werden. Im Rahmen der neuen Initiative sollen zunächst Sprachbeispiele in Kinyarwanda, einer Sprache mit mehr als 12 Millionen Sprechern, und danach weitere Sprachen aus Afrika und Asien hinzukommen.

Vertreter von BMZ und Mozilla

Mozilla

Vertreter von BMZ und Mozilla

DeepSpeech hingegen ist eine Engine zur Spracherkennung, die auf künstlicher Intelligenz beruht. Sie hat nach Angaben von Mozilla eine Erkennungsrate, die derjenigen von Menschen nahekommt. Ihre Wortfehlerrate soll beim LibriSpeech Test-Clean-Datensatz lediglich 6,5 Prozent betragen.

Mozilla und das BMZ wollen neu gegründete afrikanische Unternehmen unterstützen, die Produkte mit Spracherkennung oder Sprachausgabe in den lokalen Sprachen entwickeln. Die Initiative entstand aus einem Pilotprojekt des Open Innovation-Teams und der Machine Learning-Gruppe von Mozilla mit der Organisation »Digital Umuganda« vor einigen Monaten in Kigali, der Hauptstadt von Ruanda. Nun sind auch andere Unternehmen und weitere Länder eingeladen, teilzunehmen.

Das BMZ und Mozilla haben laut Mozilla eine ähnliche Vision bezüglich verantwortungsvoller Entscheidungsfindung durch künstliche Intelligenz. Das BMZ führt bereits zahlreiche Projekte zu diesem Thema durch und Mozilla beschäftigt sich mit vertrauenswürdiger künstlicher Intelligenz im Rahmen der Internet-Gesundheit. Die Kooperation wurde auf dem Internet Governance Forum (IGF) in Berlin bekannt gegeben. Sie ist Teil der BMZ-Initiative »Künstliche Intelligenz für alle: FAIR FORWARD«. Die Übereinkunft wurde am Mozilla-Hauptsitz in Mountain View am 14. November unterzeichnet.

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