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Do, 6. Juni 2019, 15:00

Fedora 30

Allgemeines zum System

Der Schwerpunkt des Artikels liegt zwar auf den Desktopumgebungen Gnome und KDE, aber auch die Änderungen in den anderen Fedora-Varianten sollen kurz aufgeführt werden. Außerdem soll auch die Software, die allen Varianten gemeinsam ist, in diesem Abschnitt zur Sprache kommen. Das meiste davon kann nur kurz beschrieben werden, da es sich einem eingehenden Test entzieht.

Alle Varianten von Fedora 30 verwendeten bei der Freigabe den Linux-Kernel 5.0, der zahlreiche Optimierungen, AMD Freesync und einen energiesparenderen Scheduler bringt. Inzwischen hat Fedora bereits auf Linux 5.1 aktualisiert mit unter anderem fairer Bandbreitenverteilung bei WLAN, atomarem Ersetzen von Live-Patches, heterogener Speicherverwaltung in Nouveau und vielen weiteren Optimierungen und neuen Funktionen.

Fedora Workstation bootet nun »flackerfrei« - vom Start bis zum Login-Bildschirm des Display-Managers gibt es keinerlei Ausgaben auf dem Bildschirm. Das wird allerdings nur bei einer Neuinstallation wirksam, bei Updates kann man es manuell aktivieren. GnuPG ist jetzt in Version 2 installiert.

In Fedora 30 wurden zwei Aspekte der RPM-Pakete optimiert. Zum einen wurden viele Installations-Skripte aus den Paketen entfernt, da sie mittlerweile nicht mehr nötig sind. Zum anderen kam eine Linker-Option zum Einsatz, die nicht benötigte Bibliotheken aus Anwendungen entfernt. Dadurch werden die Abhängigkeiten zwischen den Paketen reduziert. Beide Maßnahmen machen die Paketverwaltung ein klein wenig schneller und effizienter.

Das in Fedora 29 eingeführte Modulsystem sah keine wesentlichen Fortschritte. Die mit dem Kommando dnf module verwalteten Module bestehen aus diversen Programmiersprachen, Web- und Cloud-Anwendungen und Gimp - und nicht wesentlich mehr. Hier bleibt abzuwarten, was daraus noch wird. Flatpak ist in Version 1.2.4 enthalten und Flatpak-Pakete werden jetzt über die Fedora Registry verteilt.

Fedora 30 startet wie sein Vorgänger sehr schnell. Schon nach wenigen Sekunden ist in dieser Testkonfiguration der Login-Prompt erreicht. Wie immer ist SELinux eingebunden und aktiviert. Als normaler Benutzer merkt man davon allerdings nichts. In Fedora 30 wie auch in der Vorversion trat kein sichtbares Problem im Zusammenhang mit SELinux auf. Für den Fall, dass ein Problem auftritt, sei es nach der Installation von zusätzlicher Software oder anderen Änderungen, steht ein Diagnosewerkzeug zur Verfügung.

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