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So, 22. Februar 2009, 00:00

Nagios - Automatische Überwachung einer IT-Infrastruktur, Teil 2

Erweiterungen

Vorgehen auf dem Monitoring-Host

Zunächst muss NRPE von der Seite www.nagios.org/download heruntergeladen, extrahiert

tar xzf nrpe-<version>.tar.gz

und installiert werden:

./configure
make all
make install-plugin

Anschließend werden die Hosts, Services und Kommandos in den cfg-Dateien definiert, z.B.:

define host {
use linux-server
host_name remotehost
address 192.168.0.1
}
define service {
 use generic-service
 host_name remotehost
 service_description Current Users
 check_command check_nrpe!check_users
}
define command {
 command_name check_nrpe
 command_line $USER1$/check_nrpe -H $HOSTADDRESS$ -c $ARG1$
}

Nach dem man mit der Konfiguration fertig ist, muss man nur noch Nagios neu starten und fertig:

service nagios restart

Windows-Rechner überwachen

Vorgehen auf dem Remote-Host

Hier werden ebenfalls zunächst die Standardplugins

http://www.nagiosexchange.org/cgi-bin/page.cgi?g=Detailed%2F2131.html;d=1

und NRPE

http://www.miwi-dv.com/nrpent/

heruntergeladen. Der NRPE-Dienst wird in C:\NRPE, die Plugins in C:\NRPE\bin entpackt. Nun muss man in nrpe.cfg die IP-Adresse des Monitoring-Host bei allowed_hosts hinzufügen und die Kommandos anpassen. In der Konsole in das Verzeichnis wechseln, in dem nrpe_nt.exe enthalten ist, und dort folgende Befehle eingeben:

nrpe_nt -i
net start nrpe_nt

Schließlich nur noch die Firewalleinstellung für den Port 5666 (TCP) öffnen und fertig.

Vorgehen auf dem Monitoring-Host

Dies ist identisch mit dem Vorgehen bei Linux-Clients (s.o).

SSH

Eine recht einfache und schnelle Möglichkeit, aktiv Linux-Server zu prüfen, ist das Plugin check_by_ssh.

SSH

cjt Systemsoftware AG

SSH

Dabei wird von Nagios eine SSH-Verbindung zum Server aufgebaut und der Check dort ausgeführt. Leider kann dies bei vielen Tests recht schnell zu hoher Auslastung führen, da jedes Mal eine neue Verbindung erstellt werden muss. Das Plugin ist bei der Standardinstallation schon mit enthalten.

Zunächst führt man auf dem zweiten Server folgende Befehle aus:

/usr/sbin/useradd -m nagios
/usr/sbin/groupadd nagios
/usr/sbin/usermod -G nagios nagios
mkdir /home/nagios/.ssh
chown nagios.nagios -R /home/nagios/.ssh

Außerdem installiert man dort die Plugins. Nun erstellen wir auf dem Mainserver ein SSH-Schlüsselpaar als Nagios-User.

mkdir /usr/local/nagios/etc/.ssh
cd /usr/local/nagios/etc/.ssh
ssh-keygen -b 1024 -f id_dsa -t dsa -N ''
scp /usr/local/nagios/etc/.ssh/id_dsa.pub \
 nagios@<ip_des_zweiten_servers>:/home/nagios/.ssh/authorized_keys

Dabei wird ein Key erstellt, der es ermöglicht, dass bei einer SSH-Verbindung kein Passwort benötigt wird. Zum Testen versucht man kurz, eine SSH-Verbindung als Nagios-User, ohne Passworteingabe, zu erstellen:

ssh -i /usr/local/nagios/etc/.ssh/id_dsa <ip_des_zweiten_servers> w

Nun noch schnell ein Beispiel zur Nagios-Konfiguration. Zunächst der Befehl:

define command {
 command_name check_ssh_disk
 command_line $USER1$/check_by_ssh -H $HOSTADDRESS$ -i \
/etc/nagios/.ssh/id_dsa -C "$USER1$/check_disk -w $ARG1$ -c $ARG2$ -p $ARG3$"
}

In service.cfg sieht das schließlich so aus:

define service {
 host_name hostname
 ...
 check_command check_ssh_disk!10%!5%!/
 ...
}

PNP

Nun zu weiteren Möglichkeiten, die Informationen von Nagios zu nutzen, um sie graphisch besser darzustellen. PNP ist ein Addon für Nagios, das es ermöglicht, die von Nagios-Plugins gelieferten Performancedaten zu analysieren und daraus automatisch Graphen zu erstellen.

Der Name steht für »PNP is not PerfParse«, eine Andeutung auf die schwerfällige Konfiguration von PerfParse, einem weiterem Addon, um Graphen zu erstellen, welches hier aber nicht vorgestellt wird.

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