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Do, 10. Juni 2010, 16:00

Ubuntu-Installation für Laien

Update-Installation

Unter Ubuntu ermöglicht das Update-System eine einfache Installation aller Updates. Das Problem ist aber, dass das aus dem nichts auftauchende Fenster zur Aktualisierungsverwaltung von den meisten Anwendern konsequent ignoriert wird. Windows macht das meiner Meinung nach besser, lädt die Updates still und leise herunter und installiert sie beim nächsten Herunterfahren des Rechners. Bis Ubuntu das auch kann, lautet meine Lösung:

sudo apt-get install unattended-upgrades

Anschließend muss die Datei /etc/apt.conf.d/10periodic ein wenig modifiziert werden:

APT::Periodic::Update-Package-Lists "1";
APT::Periodic::Download-Upgradeable-Packages "1";
APT::Periodic::AutocleanInterval "5";
APT::Periodic::Unattended-Upgrade "1";

Alle sicherheitskritischen Updates werden damit ohne Rückfrage automatisch installiert. Optimal ist diese Lösung auch nicht, aber sie stellt zumindest sicher, dass wichtige Updates tatsächlich installiert werden. (Wenn nicht nur Sicherheits-Updates, sondern auch alle anderen Aktualisierungen installiert werden sollen, müssen Sie ein Kommentarzeichen in /etc/apt.conf.d/50unattended-upgrades entfernen.)

Das automatische Erscheinen der Aktualisierungsverwaltung ist somit überflüssig und kann mit den folgenden Kommando deaktiviert werden. Die Benachrichtigung über Updates erfolgt nun wie in älteren Ubuntu-Versionen durch ein Icon im Panel. Dieses Icon wird vermutlich genauso ignoriert wie das Update-Fenster, stört aber weniger.

gconftool -s --type bool /apps/update-notifier/auto_launch false

mlocate

Standardmäßig ist das Paket mlocate installiert. Damit wird regelmäßig [code[updatedb] aufgerufen, um eine Datenbank aller Dateien für das Kommando locate zu erzeugen. Da die meisten Linux-Einsteiger locate nie verwenden, ist die zeitaufwändige Aktualisierung dieser Datenbank sinnlos. Also:

apt-get remove mlocate

Nachwort

Im Kreis meiner Verwandten und Bekannten installiere ich Linux eher selten. Warum? Wenn etwas nicht funktioniert, bin ich zumeist der einzig denkbare Ansprechpartner. Und die Hilfe scheitert dann an zu großen geografischen Abständen, an mangelnder Zeit etc.

Eine Windows-Installation ist da viel bequemer. Bei Problemen kann man zuerst gemeinsam über Windows schimpfen. Und danach empfehle ich, eben irgendeinen anderen Bekannten, der in der Nähe wohnt, zu Rate zu ziehen. Mit Windows kennt sich schließlich jeder aus (oder nicht?).

Kurzum, als Linux-Buchautor verpflichtet jede Linux-Installation zu lebenslanger persönlicher Betreuung. Für Windows gilt das nicht.

Autoreninformation

Dieser Artikel ist ebenfalls auf der Seite des Autors unter kofler.info veröffentlicht worden. Darüber hinaus führt Michael Kofler einen Blog zum Thema.

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