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Do, 8. Januar 2015, 15:00

Fedora 21

Neu in Fedora 21

Einige weitere Neuerungen lassen sich den Anmerkungen zur Veröffentlichung entnehmen. Die Firewall in Fedora Workstation wurde »entwicklerfreundlicher« gemacht, wie es die Entwickler ausdrücken. Ports unter 1024 sind aus Sicherheitsgründen mit Ausnahme des SSH-Ports und Client-Ports für Samba und DHCPv6 blockiert. Die Ports darüber sind jetzt aber standardmäßig offen. Das bringt nach Ansicht der Entwickler keine Sicherheitsprobleme, da auf diesen Ports normalerweise nichts nach außen lauscht. Trotzdem war die Änderung umstritten, denn die Nachinstallation eines Pakets könnte einen Dienst starten, der unbeabsichtigt von außen zugänglich ist. Selbstverständlich lässt sich das Verhalten aber ändern, Näheres findet man im Wiki.

NetworkManager kann nun mit Portalen umgehen, die Anfragen der Benutzer umleiten, um beispielsweise erst einmal ein kostenpflichtiges Login zu erzwingen. Man kann NetworkManager aber auch anweisen, die Behandlung dem Benutzer zu überlassen.

Interessant sind für die Benutzer die zahlreichen Anwendungen, die Fedora in den Repositorien bereithält. Besonders sind dieses Mal Entwicklerwerkzeuge zu nennen. So wurde die Unterstützung für OpenCL verbessert und pocl aufgenommen. Es gab Updates von Ruby und Tcl/Tk und Erweiterungen der Scala-Entwicklungsumgebung. Für Java wird nicht nur das aktuelle Eclipse Luna angeboten, sondern OpenJDK 8 ist jetzt der Standard-Java-Compiler. Jenkins ist neu mit dabei und ReviewBoard wurde auf Version 2.0 aktualisiert. Außerdem wurde die Toolbox Shogun für maschinelles Lernen aufgenommen.

Fazit

Fedora 21 weist überraschend wenig Veränderungen gegenüber dem Vorgänger auf, wenn man bedenkt, dass doppelt so viel Zeit vergangen ist wie üblich und das Fedora-Projekt tiefgreifende organisatorische Änderungen vornahm. In der Workstation-Distribution ist davon eigentlich nichts zu spüren. Die Entwicklung verlief kontinuierlich. Wie üblich gab es aber eine große Zahl von neuen Paketen und Aktualisierungen.

So bleibt Fedora 21 Workstation eine Distribution von hoher Qualität, bei der es kaum etwas zu beanstanden gibt. Hat man erst einmal den ersten Schritt, die eigentliche Installation, gemeistert, geht es nur noch um Erweiterungen oder die Anpassung an die eigenen Präferenzen. Das ist aber bei jeder Desktop-Distribution der Fall. Fehler können besonders in der Anfangszeit von Fedora 21 auftreten, sind aber selten gravierend. Zudem werden viele anfängliche Fehler schnell behoben.

Fedora bringt reichliche und häufige Updates und ist damit immer aktuell. Doch das ist auch die größte Schwäche der Distribution: Die Basis ändert sich ständig und es gibt keine Version mit langfristigem Support. Alle sechs Monate (sofern Fedora zum früheren Zyklus zurückkehrt) ist das Update auf die neueste Version Pflicht. Damit ist und bleibt Fedora eine der besten Distributionen für Entwickler und alle Benutzer, die immer die neueste Software wollen und auch kein Problem mit den Updates haben. Andere Benutzer sollten sich aber eher bei anderen Distributionen umsehen.

  • Das Werk darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes müssen unter den gleichen Bedingungen weitergegeben werden. Der Name des Autors/Rechteinhabers muss in der von ihm festgelegten Weise genannt werden.

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