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Do, 18. August 2016, 15:00

Lumo – Comeback eines Genres?

Leuchtende Statue

Dennis Weller

Leuchtende Statue

Grafik und Sound

Insgesamt nett anzusehen, bietet Lumo wie die meisten Indie-Spiele zwar keine fotorealistische Grafik, bei Puzzle-Spielen und Adventures ist das aber keinesfalls ungewöhnlich. Da beschränkt man sich meistens auf einen einfach gehaltenen Comic-Look oder dezentere Optiken, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Lumo macht hier keine Ausnahme. Es wird kein grafisches Feuerwerk abgebrannt, nur hier und da werden ein paar Effekte eingesetzt. Alles in allem ist das für dieses Spiel mehr als ausreichend. Die Texturen sind scharf, sehen hübsch aus und bieten im Zusammenspiel mit Licht und Schatten ein sehr angenehmes Ambiente.

Die musikalische Untermalung wird durch ruhige Triphop-Klänge gestaltet, die sich schön in das Gesamtbild einfügen. Der Soundtrack ist sehr entspannt und wirkt dadurch überhaupt nicht aufdringlich. So kann man sich in aller Ruhe auf das Spiel konzentrieren und wird nicht durch unpassende Töne aus dem Geschehen herausgerissen. Interessierte können den kompletten Soundtrack des Spiels via Bandcamp anhören und bei Gefallen auch kaufen, um den Künstler zu unterstützen. Er steht dann in den Formaten FLAC und MP3 zum Download bereit.

Fazit

Hauptsächlich ist bei Lumo Geschick gefragt; der Schwierigkeitsgrad der Denkspielchen hält sich in Grenzen. Zum Ausprobieren ist man meist nur gezwungen, wenn man versteckte Räume, Abkürzungen und Gegenstände entdecken möchte. Dadurch bleibt das Spiel auch für jüngere und Gelegenheitsspieler interessant, da der Anspruch für das eigentliche Spiel nicht zu hoch ist.

Wer eine größere Herausforderung sucht, für den ist der Old-School Modus. Zusammen mit den Geheimnissen, dem Finden der Abkürzungen und eventuell den Achievements gibt es genug Nüsse zu knacken.

Man merkt, dass der Entwickler mit viel Liebe zum Detail versucht hat, die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Lumo bringt definitiv das Gefühl der 80er-Adventures zurück – und allein dafür lohnt es sich.

Interessierten Lesern ist der Videokommentar des Entwicklers zum kompletten Spiel zu empfehlen.

Lumo ist für den PC und Mac erhältlich auf Steam, GOG und im Humble Store. Den Soundtrack gibt es bei Bandcamp. Die GOG-Version ist selbstverständlich DRM-frei, im Humble Store bekommt man neben dem DRM-freien Download wie bei GOG noch einen Steam-Key dazu.

Autoreninformation

Dennis Weller (Webseite) ist ausgebildeter Mediengestalter, studiert »Digitale Medien« und ist begeisterter Linux-Anhänger. Seit den Tagen von Amiga 500 und Nintento Gameboy spielt er Videospiele.

Der Artikel erschien erstmals bei Games4Linux. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.

  • Das Werk darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes müssen unter den gleichen Bedingungen weitergegeben werden. Der Name des Autors/Rechteinhabers muss in der von ihm festgelegten Weise genannt werden.

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