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Do, 9. Februar 2017, 15:00

Traut euch!

Pro-Linux lebt, wie viele Projekte, auch von der Mitarbeit Leser und der Hilfe zahlreicher Unterstützer. Interessenten, die ihre Wissen auch anderen zur Verfügung stellen wollen, sollten deshalb nicht zögern. Denn das Schreiben von Artikeln ist einfacher als man denkt. Traut euch! Ein Aufruf.

Mirko Lindner

Als Pro-Linux gegründet wurde, trieb die Seite die Idee an, Informationen über Linux und freie Software kostenlos und allgemein verfügbar zu machen. Auch 19 Jahre und etliche Häutungen später änderten nichts an dem initialen Anspruch. Pro-Linux war und ist immer eine Quelle von Wissen. Eine Seite von Amateuren und Interessenten, die sich der Vermittlung von Informationen an gleichgesinnte verschrieben hat. Denn trotz der Professionalität sind wir dieselben Geeks und Nerds geblieben, die wir schon bei der Gründung waren. Das merkt man vielen Bereichen der Seite an. Und das ist auch gut so. Denn auch wir wollen nicht unsere Freizeit einem Projekt widmen, das uns keinen Spaß macht.

Die Welt bleibt allerdings nicht stehen – auch für uns nicht. Das Wissen wurde komplexer und die Themenfelder breiter. Reichte es in der Vergangenheit oftmals, sich mit einem Thema kurz zu beschäftigen, erfordern heutige Beiträge nicht selten eine mehrere Tage lang andauernde Recherche, bevor man als Fachfremder auch nur eine Zeile an Text schreiben konnte. Die Welt von freier Software ist komplizierter geworden.

Ein wenig Struktur verlieh der Komplexität in der Vergangenheit das »Freie Magazin«. Es ist kein Geheimnis, dass das Magazin eine schier unerschöpfliche Quelle von qualitativ hochwertigen Artikeln war. Pro-Linux griff deshalb mehr als gerne die enge Kooperation auf und freute sich, jeden Monat etliche der dortigen Artikel auch hier publizieren zu dürfen. Denn die Resonanz auf die Veröffentlichungen war stets groß. Der Zuspruch sowieso. Mit der Einstellung der Publikation hinterließ das »Freie Magazin« deshalb eine Lücke, die auch einen Monat nach der Einstellung spürbar ist. Das dortige Wissen ist zwar weiter in Form von Archiven konserviert, der Fluss ist aber weitgehend versiegt. Die Schockwellen der Einstellung sind bis hierher spürbar.

Es wäre vermessen zu behaupten, das Pro-Linux die Einstellung des Magazins auffangen kann. Der Tod einer solch profilierten Publikation reißt zwangsläufig ein Loch, das nicht geschlossen werden kann. Denn die Erstellung der Wissenssammlung hat eine Zeit in Anspruch genommen, die wir als Zusatzaufgabe nicht tragen können. Sie zu minimieren erscheint uns aber als durchaus machbares Vorhaben. Dazu bedarf es allerdings Hilfe. Hilfe aller, die der Meinung sind, dass sie etwas zu sagen haben.

Deshalb ergeht hier ein Aufruf. Ein Aufruf an alle. All die wissenden Zweifler und Unentschlossenen, die sich uneins darüber sind, ob die Welt ihr Wissen benötigt. All die Könner und Kenner, die schon immer gerne Ihr Thema der Allgemeinheit vorstellen wollten. Und all die Spielnaturen, deren das Ausprobieren und Forschen wichtiger als der praktische Einsatz ist. Euch allen sei versichert, dass eure Themen von Belang sind. Euch allen sei gesagt, dass es leichter ist als ihr glaubt, eurer Wissen zu teilen. Lasst uns euch helfen, euch begleiten und eure Ideen auch anderen zu zeigen. Wir helfen euch. Wir begleiten euch. Macht den Schritt und traut euch! Den nichts ist verschwendeter als eine Idee, die nicht ausgesprochen wurde und Wissen, welches aus falscher Furcht unvermittelt blieb.

Pro-Linux
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