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Do, 3. August 2017, 15:00

Calibre Web: Bücherverwaltung im Browser

Der freie Dokumentenserver »Calibre Web« setzt auf die Datenstruktur von Calibre auf und erlaubt es, Bücher in einer aufgeräumten Oberfläche zu verwalten. Die Applikation unterstützt verschiedene Dokumenten- und Buchtypen und eignet sich sowohl zum Lesen als auch zum Content-Transport. Wir stellen Ihnen die Anwendung vor.

Allgemein

Calibre Web

Mirko Lindner

Calibre Web

Das freie Programmpaket zur Verarbeitung, Konvertierung und Verwaltung von E-Books »Calibre« ist ein mächtiges Werkzeug, das nicht ohne Grund von zahlreichen Anwendern unter verschiedenen Plattformen genutzt wird. Denn Calibre kann nicht nur zur Verwaltung der digitalen Lesebestände genutzt werden, sondern auch E-Books anzeigen, auf Lesegeräte übertragen oder in andere Formate umwandeln sowie Newsfeeds und Online-Ausgaben von Tageszeitungen als E-Books abspeichern. Die Anwendung steht unter der GPLv3 und wurde in Python implementiert.

Ein Nachteil von Calibre ist allerdings der immense Funktionsumfang, der unter anderem die Installation zahlreicher Bibliotheken und Anwendungen erfordert. Wer Calibre beispielsweise auf einem Server als Content-Anbieter installieren möchte und nicht die komplette Funktionalität der Anwendung benötigt, dürfte deshalb an leichtgewichtigen Alternativen interessiert sein. Eine solche Alternative bietet »Calibre Web«.

Funktionalität

»Calibre Web« stellt einen Fork von »Library« von Raphael Mutschler dar und verfolgt ebenfalls die Zielsetzung, einen Python-basierenden eBook-Server für alle Geräte bereitzustellen. Die Anwendung setzt dazu auf die Datenbank von Calibre auf, beschränkt sich aber weitgehend auf die Aufgaben eines Content-Servers. Mannigfaltige Editierfunktionen und Konvertierungslösungen sucht man deshalb in »Calibre Web« vergebens.

Wie das Original bietet auch die Neuentwicklung die Möglichkeit an, Metadaten von Büchern zu bearbeiten. Dabei verzichtet die Software auf eigene Ablageorte, sondern speichert alle Daten direkt in die Calibre-Datenbank. Das hat den Vorteil, dass jegliche Anpassungen auch direkt an Calibre übergeben werden und nicht erneut vorgenommen werden müssen. Umgekehrt werden alle Änderungen oder Anpassungen in Calibre direkt auch in »Calibre Web« sichtbar. Das ist in der täglichen Arbeit durchaus praktisch und erleichtert die Handhabung von Inhalten erheblich.

Übersicht der Bücher

Mirko Lindner

Übersicht der Bücher

Editierfunktionen

Mirko Lindner

Editierfunktionen

Verwaltung der Anwender

Mirko Lindner

Verwaltung der Anwender

»Calibre Web« kann, wie schon die Originaloberfläche von Calibre zur Ansicht und zum Vertrieb von Büchern, Dokumenten und artverwandtem Inhalt genutzt werden. Darüber hinaus lassen sich direkt in der Weboberfläche neue Bücher hochladen, verschlagworten und mit Zusatzinformationen versehen. Wie bei Calibre ist es auch unter »Calibre Web« möglich, Beschreibungen von Büchern automatisch aus diversen Quellen zu beziehen. Wer also über keine Calibre-installation verfügt, wird auch in »Calibre Web« eine einfache Möglichkeit finden, Bücher und Inhalte zu verwalten.

Bücher können in Bücherregale abgelegt und mittels einer übersichtlichen Weboberfläche betrachtet oder heruntergeladen werden. Ein OPDS-Feed sorgt zudem für stetigen Informationsaustausch mit Fremdgeräten. Damit kein Zugriff durch Fremdnutzer erfolgen kann, schützt » Calibre Web« den Inhalt durch eine Nutzerkontrolle, die sich allerdings nicht individuell – beispielsweise auf bestimmte Verzeichnisse – setzen lässt.

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