Login
Newsletter
Werbung

Thema: Softmaker Office 2018

55 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von NeinzumVendorLockIn am Do, 17. Mai 2018 um 16:11 #

Und schon wieder: Neue Version von Softmaker, neuer Bericht (Werbung?!?).

Um es nochmals klar zu machen:
- Es ist proprietäre Software. Freie Software wäre mir lieber, aber kann jeder selbst entscheiden, wie er dazu steht. ABER
- Es kann KEINE Dokumente im freien ODF-Format speichern. Zur Erinnerung: ODF ist standardisiert und quelloffen und ist der originale freie Austauschstandard. Alle entsprechenden Institutionen empfehlen dessen Verwendung, in einigen Ländern ist er für Behörden vorgeschrieben (leider nicht in Deutschland).

Damit ist Softmaker Office meiner Meinung nach absoluter Bullshit. Dann hat man nicht nur einen Vendor-Lock-In mit Microsoft-Dateiformaten, sondern sogar noch einen zweiten mit Softmakers eigenem Format.
Jedes Office-Programm sollte ODF unterstützen. Das ist die Basis. Der Rest ist Mehrwert. Punkt.

  • 0
    Von woweil am Do, 17. Mai 2018 um 17:28 #

    Also ich denke, man kann durchaus auch über proprietäre Software berichten.
    Aber es gibt durchaus Leute, die proprietäre Software gebrauchen, weil die offen Software -hoffentlich nur noch- nicht brauchbar ist. So bspw. bei mir. Von mir als Freiberuflicher im IT-Bereich wird sowohl von Unternehmen als auch Agenturen erwartet, daß ich bspw. mein Profil im docx-Format abliefere. Und Leider gelingt ein Speichern im docx-Format unter LibreOffice nicht sinnvoll. Die Format sind total verfälscht. Bspw. werden Bullets als nicht druckbare Zeichen dargestellt.
    Genauso ist es mit Vertragsunterlagen, die mir häufig im docx-Format zugesandt werden. Auch hier zerhaut Libreoffice das Dokument mehrheitlich. Jetzt könnte ich mit den anderen eine Grundsatzdiskussion führen, käme damit aber sicherlich nicht sehr weit.
    Mich ärgert das genauso. Und Du kannst versichert sein, daß mit jeder Version von LibreOffice dieses entsprechend teste.

    Die Kritik in Sachen ODF-Format teile ich zu 100%. Das ist mir absolut nicht nachvollziehbar, warum sich Softmaker da keine ernsthafte Mühe gibt. Da arbeitet in diesem Zusammenhang sogar MSWORD besser.

    0
    Von Potz Blitz am Do, 17. Mai 2018 um 18:14 #

    Neue Version von Softmaker, neuer Bericht (Werbung?!?).
    Ich empfand den Bericht als vergleichsweise kritisch. Auch das Fehlen eines Features oder Eindrücke zu Stabilität und Performance sind wichtige Informationen. Im übrigen sind die Leute von Pro-Linux.de bestimmt froh, wenn jemand so umfangreiche Artikel verfasst. Und ich bin froh, wenn ich es lesen kann! Dafür vielen Dank an Jonas Knudsen und alle anderen Autoren, die hier schreiben.

    • 0
      Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 09:16 #

      Ich kritisiere ja nicht den Autor, der sich tatsächlich viel Mühe gemacht hat und relativ kritisch ist.
      Ich kritisiere, das regelmäßig auf pro-linux.de über Softmaker berichtet wird, oft in Form kurzer Mitteilungen (vermutlich die reinen Pressemitteilungen). Dabei wird oft der Vorteil (angeblich gute Kompatibilität zu MS-Formaten) herausgestellt, der Nachteil keine ODF speichern zu können, aber überhaupt nicht erwähnt. Geschweige denn, mal kurz erläutert, warum das schlecht ist.

      Dadurch verfestigt sich bei regelmäßigen Lesern der Eindruck, das es sich um ein relevantes Produkt handelt und eine Alternative zu LibreOffice und anderen freien, ODF-kompatiblen Produkten ist.
      Ich würde das als den "steter Tropfen höhlt den Stein"-Effekt bezeichnen. Das ist ein gewünschter Werbeeffekt.

      Und das geht mir tatsächlich gegen den Strich bei einer Seite, die Pro freies Betriebssystem eingestellt ist und somit - von mir unterstellt - eine Affinität zu freier Software und freien Standards haben sollte.
      Da wäre zumindest zu erwarten, das schon im Aufmacher auf solche Nachteile "proprietär", "nicht ODF-kompatibel" hingewiesen wirdl

    0
    Von pointer am Do, 17. Mai 2018 um 18:44 #

    Wie bitte - "Hört bitte auf, ständig darüber zu berichten"?

    Ziemlich anmaßend.

    Proprietär oder nicht: Natürlich soll pro-Linux darüber berichten. Hier geht's ja wohl um Informationen rund um Linux. Und jeder kann dann schließlich selbst entscheiden, was er damit macht.

    Ich persönlich brauche jedenfalls keine ideologisch getönte Bevormundung. Dagegen bin ich allergisch.

    • 0
      Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 09:25 #

      Warum anmaßend? Ich bitte doch höflich ;)

      Und was die Ideologie angeht: Linux und freie Software sind ideologiegetrieben. Linus mag das manchmal anders sagen und sich als Pragmathiker geben, aber im Kern ist die freie Software Bewegung natürlich ideologisch getrieben.
      Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, aber Fakt ist, das eine Seite PRO-Linux im Kern natürlich auch ideologisch pro freie Software ist. Das bedeutet für mich, das, wenn man informiert, dann eben auch die Punkte, die dem entgegenstehen, klar herausstellt.

      Da wäre zumindest zu erwarten, das schon im Aufmacher eines Artikels auf Nachteile wie "proprietär", "nicht ODF-kompatibel" hingewiesen wird.

      • 0
        Von pointer am Fr, 18. Mai 2018 um 13:41 #

        Anmaßend, weil das einem Aufruf zum Vorenthalten von Informationen gleichkommt. Getrieben offenbar von der arroganten Vorstellung, dass andere sich kein eigenes Urteil bilden können oder sollten. Ein ganz übler Ansatz, gleichzusetzen mit Zensur. Und das Gegenteil von "frei".

        Soweit ich weiß, wollte Torvalds ein OS bauen und keine "Bewegung" starten. Und ein pragmatischer, lösungsorientierter Ansatz ist mir auch viel sympathischer als irgendein quasireligiöser Ideologie-Quatsch.

        Ideologen sind erfahrungsgemäß verbohrte, vernagelte Menschen, die eher um's Verrecken (anderer!) die Realität verbiegen, als zuzugeben, dass etwas mit ihrer Ideologie nicht stimmen könnte.

        Wobei ich nichts gegen eine Idee als Leitlinie habe. Aber das heißt für mich nicht, dass es nichts anderes geben darf oder dass dies per se schlechter sein muss. "Ideologie-Lock-In" ist für mich genauso mies wie "Vendor-Lock-In".

        Und übrigens: Gäbe es Open/Libre Office überhaupt ohne ihre proprietäre Basis, nämlich StarOffice?

        • 0
          Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 13:57 #

          Also zusammengefasst:
          Du hast inhaltlich keine Argumente zu den von mir kritisierten Punkten vorzutragen, findest aber Ideologie schlecht.

          Toll.

          Mein Hauptkritikpunkt ist übrigens nicht das proprietäre, sondern das nicht-Unterstützen der freien Dokumentenstandards.

          • 0
            Von Kritiker am Fr, 18. Mai 2018 um 14:19 #

            Zusammengefasst stimme ich pointer in seinen Punkten zu.

            Du maßt dich an, was andere denken und tun sollen. Du verbreitest falsche Informationen, keine Argumente und wurdest darauf hingewiesen. Unbeirrt machst du weiter und verbreitest deinen ideologischen unsinn.

            Was du propagierst ist halt so ziemlich bdas Gegenteil davon, was du eigentlich erreichen möchtest. So ist das.

            • 0
              Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 14:28 #

              Ich verbreite keine falschen Informationen.

              Softmaker unterstützt ODF nicht, nur ODT, also nur Textverarbeitung!
              Office besteht aber aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Grafikerstellung, ggfs. noch Formelerstellung.

              Und "was ich propagiere ist halt so ziemlich bdas Gegenteil davon, was du eigentlich erreichen möchtest." - was soll das bitte heißen? Geht das auch in verständlich?

            0
            Von pointer am Fr, 18. Mai 2018 um 17:07 #

            Die Headline Deines Beitrags: "Proprietär - Vendor Lock In - Hört bitte auf, ständig darüber zu berichten"

            "Proprietär" kommt sogar an erster Stelle. Und der Bezug zwischen "Proprietär" und "Hört bitte auf, ständig darüber zu berichten" ist doch wohl offenkundig.

            Aber egal. Was mich in erster Linie stört ist, dass Du Pro-Linux dazu aufforderst, seinen Lesern bewußt und zielgerichtet Informationen vorzuenthalten. Und das finde ich aus schon genannten Gründen anmaßend, dumm und unverschämt.

            Die Leser hier sind intelligent genug, aus Informationen ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Die brauchen keine Bevormundung durch Zensur. Und wenn's Dir tausendmal nicht passt!

            • 0
              Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 17:52 #

              Da war die Headline meines ersten Beitrags wohl ziemlich plakativ/provokativ und nicht so differenziert, wie ich hoffentlich in der Folge noch erkennbar versucht habe zu argumentieren.
              Sorry.

              Aber hat ja immerhin für eine beachtliche Diskussion gesorgt, in der die intelligenten Leser jeder Seite ihre Argumente vortragen konnten - was viele Menschen für den originären Zweck eines Forums halten ;)

              Und ja, ich wünsche mir immer noch, das PL nicht jede Pressemitteilung von Softmaker einfach kommentarlos veröffentlicht. Diese fallen für mich in die Kategorie Werbung für ein "vergiftetes" Produkt. Vergiftet, weil Vendor Lock In (nicht, weil proprietär, aber beides kann man erwähnen).

    0
    Von ärgerer am Do, 17. Mai 2018 um 20:03 #

    Es kann KEINE Dokumente im freien ODF-Format speichern. Zur Erinnerung: ODF ist standardisiert und quelloffen und ist der originale freie Austauschstandard.

    Du verwechselst die Freie Version mit der Kommerziellen Version. Die kommerzielle Version kann mit dem ODF-Format umgehen.

0
Von Janka am Do, 17. Mai 2018 um 19:01 #

Vor zehn Jahren noch undenkbar: Keine MS-Office-Kenntnisse! Ja, es musste natürlich sogar in der Schule unbedingt ein MS-Office-Kurs angeboten werden, sonst lernen die Kinder unter Umständen noch, wie man sich mit jeder beliebigen Software durchfummelt.

Denn, ehrlich gesagt, mehr war das nie, mit integrierten Office-Suiten. 1% der Leute hat mehr gemacht als das Schreibprogramm als Schreibmaschine (ohne Tabulatoren natürlich!) zu missbrauchen. Tabellenkalkulation nur, wenn irgendjemand mit einem klaren Verstand eine Tabelle vorbereitet hat. Präsentation: zum Herumspielen, Ergebnis sowieso in jedem Fall für alle Beteiligten einfach nur ermüdend. Zeichnungen selbst machen? Viel zu fummelig! Dokumente inhaltlich verknüpfen, wie es der Sinn eines Office-Paketes sein sollte? Nur um die IT-Abteilung zu beschäftigen oder irgendeiner drittklassigen Softwarebude von umme Ecke (Saufkumpel vom Amtsleiter) irgendein dahingemurkstes "Fachverfahren" zuzuschanzen.

Alles Schnee von gestern, Handy und Tablet haben einen riesigen Zoo von "Computerkenntnissen" erschaffen, der nicht mehr einzufangen ist. Wenn du heute "MS-Office-Kenntnisse" in ein Stellenangebot reinschreibst, lachen sich die Leute kaputt, in welchem Jahrhundert du lebst. Tolle Entwicklung eigentlich.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 17. Mai 2018 um 19:01.
  • 0
    Von hanserich am Do, 17. Mai 2018 um 19:34 #

    Bisschen wirr, der letzte Absatz. Denn ein Zoo ist ein Zoo, und wer darin lebt, ist schon zuvor eingefangen worden (oder dort geboren bzw. woanders eingekauft). Und Deine Rede von "Computerkenntnissen" meint ja, dass es gar keine echten, sondern nur scheinbare Computerkenntisse sind, sonst stünden sie nicht in Anführungszeichen. Ich will mal versuchen zu verstehen. Also Du meinst, wenn ein Arbeitgeber von Stellenbewerbern MS-Office-Kenntnisse verlangt, bräuchte man nur mit dem Handy zu winken und zu sagen:"Ich kann Handy und Tablet - was brauche ich MS-Office?!" - Und schon hat er/sie die Stelle? - Ich arbeite beim LVR, der hat 19000 Beschäftigte, und MS-Office-Kenntnisse werden hier von fast jedem verlangt, vom Verwaltungsangestellten bis zur Krankenschwester. Also muss auch ich mich damit herumärgern. - Oder wolltest Du vielleicht etwas ganz anderes sagen?

    0
    Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 10:34 #

    Das ist erträglich für beide Seiten: Die 'etwas älteren' Semester, die wirklich in der Schule noch Inhalte vermittelt bekommen haben, haben vermutlich wenig Angst von diesen Telefonjunkies, deren größter unerreichbarer Traum es bleiben wird, sich selbst zur 'App' zu migrieren...

    Ich habe ein Smartphone (mit Lineage und ohne Google Store), und benutze das auch schonmal für Mails, Wikipedia und das Eine oder Andere. Aber in den Handy- und Tabletzoo möchte ich _niemals_...

1
Von Alzheimer am Fr, 18. Mai 2018 um 10:35 #

Ich denke schon, dass man auch über kommerzielle Software berichten kann. Linux ist schließlich nur ein Betriebssystem und keine intolerante Religion mit harten Regeln. Wen gehts was an, wer kommerzielle Software entwickelt wird und ob darüber berichtet wird? Niemanden. Soviel Freiheit muss sein.

Aber ganz ehrlich: Softmaker Office ist keine wirkliche Bereicherung, weil es - obwohl es Geld kostet - kaum einen höheren Nutzen bringt, als die ganzen freien Office-Suiten. Wer unbedingt den Duden für seine Rechtschreibung braucht, kann sich die Duden-Soft auch so kaufen. Und auch für DOCX braucht man keine Kauf-Software.

Da ich nicht erkennen kann, was an diesem Programm so viel besser als an Libreoffice sein soll, würde ich mir es nicht kaufen. Wenn es Libreoffice in seinen Möglichkeiten vollkommen überlegen wäre - dann vielleicht. Wer kommerzielle Software entwickelt - und das betrifft nicht nur Linux - sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie mindestens mehr bieten muss, als jegliche freie Lösungen. Und das ist hier kaum erkennbar.

  • 1
    Von BlaBlaBlub am Fr, 18. Mai 2018 um 10:54 #

    Wer unbedingt den Duden für seine Rechtschreibung braucht, kann sich die Duden-Soft auch so kaufen.
    Wo bekommt man eine aktuelle Version des Duden-Korrektors für LibreOffice?

    dass sie mindestens mehr bieten muss, als jegliche freie Lösungen. Und das ist hier kaum erkennbar.
    SoftMaker Office bietet genau das, aber das kannst du Dampfplauderer nicht wissen.

    • 0
      Von noob am Fr, 18. Mai 2018 um 21:04 #

      Anhand des angebotenene Feature-Sets ist die Zielgruppe von Softmaker Office recht genau umrissen.

      Wer das nicht bemerkt, der benötigt auch kein Softmaker Office. Von daher schadet diese unfreie Software keinem.

      Ziemlich unnötig finde ich auch anhand der Tatsache, dass man dieses Office auf 5 PCs installieren darf, allerdings die offenbar eingebaute Aktivierung, die im Bericht kaum vorkommt.

      Dies bedeutet, dass man dieses Office offenbar nicht offline benutzen kann bzw. nicht mehr installieren kann, wenn die Herstellerfirma einmal das Zeitliche segnen sollte und der zugehörige Aktivierungsserver abgeschaltet wurde.

      IMO ist das für Linuxnutzer mittlerweile wirklich "ungewohnt".

    1
    Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 11:02 #

    Zum Thema Freiheit gebe ich dir absolut recht. Zum anderem Teil nicht mehr so. Problem von LibreOffice ist nicht das er Funktionsarm ist, sondern Kompatibilität zu MS-Office Formaten. Und da kann ich dem Berichterstatter nur recht geben, das die meisten MS-Office Dokumente, LibreOffice nicht gut verarbeitet. Meine Frau arbeitet im Home-Office und nach 2 Tagen LibreOffice, wurde es durch MS-Office ersetzt. Wie im Bericht, war beinahe jedes Dokument kaputt, teilweise nur noch Zeichensalat. Funktionstechnisch hat sie nichts vermisst, aber wenn sie jedes Dokument erstmal aufwändig wieder restaurieren muss, wird schnell klar das sie ihrer Arbeit nicht nachkommt und die Schuld nicht bei ihr liegt.


    Deswegen hat mMn. Softmaker Office schon seinen Mehrwert, falls die Kompatibilität MS-Office tatsächlich besser sein soll, als in LibreOffice. Würde ich von diesem Software Paket eher etwas wissen, würde ich es definitiv ausprobieren. Von LibreOffice bin ich in diesem Punkt absolut nicht überzeugt.

    1
    Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 11:17 #

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe absolut nichts gegen kommerzielle Software. Ganz klar, es darf mit Software Geld verdient werden. Ich finde die Erfolge von Red Hat und SUSE z.B. sehr gut.

    Ich habe zum einen etwas gegen unfreie Software - aber auch da bin ich so tolerant, das es jedermanns eigene Entscheidung ist, diese einzusetzen oder nicht (ich setze in ganz seltenen Fällen auch unfreie Software ein).
    Insbesondere, und das ist mir sehr wichtig, bin ich aber gegen Software, die FREIE FORMATE nicht unterstützt. Und das ist hier der Fall - Softmaker ignoriert die standardisierten, zertifizierten Austauschformate des ODF weitgehend (ODT/Textverarbeitung reicht nicht). Und das ist ein NoGo.

    • 1
      Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 12:01 #


      Insbesondere, und das ist mir sehr wichtig, bin ich aber gegen Software, die FREIE FORMATE nicht unterstützt. Und das ist hier der Fall - Softmaker ignoriert die standardisierten, zertifizierten Austauschformate des ODF weitgehend (ODT/Textverarbeitung reicht nicht). Und das ist ein NoGo.

      Ich räum mal von hinten auf :)

      Was ein NoGo ist und was nicht liegt allein bei dir. Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

      Allerdings denke ich das man immer so vorgehen sollte, sich in die Gründe, Entscheidungen und ihre Entwickler hinein zu versetzen.

      Welchen Sinn macht es, Features zu implementieren welches von eigenen Kunden womöglich gar nicht genutzt wird. Softmaker wirbt schließlich mit hohen oder vollen Kompatibilität zu MS-Office und nicht LibreOffice, und deren Format ist nun mal nicht .odf, .odt oder irgenwas anderes. Willst du .odf, nimm LibreOffice.

      Aus beruflichen Gründen weiß ich, wie aufwändig es ist eine Software entwickeln und pflegen zu müssen. Man muss nicht alles einbauen was möglich sein könnte. Seil man dann dem maximalen Aufwand zu minimalem Nutzen gegenüber steht.

      Softmaker macht es also genau richtig.

      • 1
        Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 12:14 #

        > Was ein NoGo ist und was nicht liegt allein bei dir. Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

        Der Vorposter hatte auch überhaupt nichts Gegenteiliges angedeutet. Er tut ausdrücklich nur seine Meinung kund.

        > Man muss nicht alles einbauen was möglich sein könnte.

        Nö. Aber wenn hier eine Office-Suite vorgestellt wird, die kein ODF kann, wird man das ja wohl mal kritisch erwähnen dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das hier für einige Leute _das_ NoGo an Softmaker ist...

        > Softmaker macht es also genau richtig.

        Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

        • 0
          Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 15:12 #

          Nö. Aber wenn hier eine Office-Suite vorgestellt wird, die kein ODF kann, wird man das ja wohl mal kritisch erwähnen dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das hier für einige Leute _das_ NoGo an Softmaker ist...

          Kritisch erwähnen kann man es, wenn der ODF-Support angepriesen und nicht eingehalten wird. Softmaker macht das aber nicht. Sie bewerben explizit MS-Office Kunden, das sie eben den MS-Format unterstützen. Es wird niemand belogen, es ist ihr Busines-Plan und ich finde das okay so. Die Kritik kommt von der falschen Seite. Der Kritiker mit dem langem Namen, hat eigentlich nichts zu kritisieren, weil er schon gar nicht im Fokus ist.

          Seine Art der Kritik ist in etwa so als ob man in einem Nachrichtenportal für Autos einen Kommentar mit Titel, "Hört auf über dieses Auto zu berichten, weil es zwar mit Benzin fährt, aber keinen Diesel verträgt", hinterlässt. Ich finde das ist bedenklich.

          • 0
            Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 15:52 #

            Naja, man darf ja auch Sachen kritisieren, die nichts mit einem gebrochenen Versprechen zu tun haben.

            Dein Autovergleich hinkt, wie Autovergleiche halt immer so hinken :) Es ist bei benzinbetriebenen Autos nicht besonders üblich, dass sie auch Diesel vertragen. Bei Office-Suites ist der ODF-Support aber sonst absolut gängig - i.d.R. parallel zum MSO-Support. Das ist sogar bei MS Office so!

            Und ferner hätte ich Linux-Usern schon eine gewisse Nähe zur Freier Software unterstellt. Ich will nicht sagen, dass man über Softmaker nicht berichten soll. Aber die Kritik an fehlender Unterstützung des freien Formats darf man auf jeden Fall anbringen!

            Wenn du sie nicht teilst, gut, das ist auch dein Recht ;)

        1
        Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 12:36 #

        Nein, Softmaker macht es nicht richtig, Softmaker macht es falsch.

        OASIS Open Document Format for Office Applications (Kurzform: OpenDocument, ODF – engl. „Offenes Dokumentformat für Büroanwendungen“) ist ein international genormter quelloffener Standard für Dateiformate von Bürodokumenten wie Texten, Tabellendokumenten, Präsentationen, Zeichnungen, Bildern und Diagrammen.[...]
        Im Rahmen der internationalen Normung ist das OpenDocument-Format unter der Nummer ISO/IEC 26300 als Open Document Format for Office Applications (OpenDocument) v1.0 genormt.
        Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument

        Also, ODF ist ISO-Standard für den Austausch von Office-Dokumenten.
        Die Entscheidung, das nicht zu unterstützen ist in etwas vergleichbar mit der Entscheidung eines Browserherstellers, die Standards des W3C nicht umzusetzen und dafür eigene zu schaffen.
        Was wir mit dem Internet Explorer (6) schon mal hatten, mit bekannt negativen Folgen. (So ein Zufall, auch da war Microsoft im Spiel...)

        Ich arbeite auch in der Software-Entwicklung, aber ein ISO-Standard ist kein "könnte man umsetzen". Das ist die absolute Basis.

        Und hört bitte auf zu glauben, das eine Drittanbieter-Software jemals vollständig kompatibel zu MS Office sein könnte! Nicht mal MS Office (in älteren Versionen) ist voll kompatibel zu MS Office.
        Es ist ABSICHT, das immer wieder kleine, nervige Inkompatibilitäten eingebaut werden. Die Kunden SOLLEN die neuen Versionen von Office kaufen und Drittanbieter SOLLEN Probleme haben.
        Meine Güte, habt ihr das nach über 40 Jahren Microsoft noch immer nicht begriffen, wie diese Firma arbeitet?

        P.S.: Natürlich ist das alles meine MEINUNG. Ich glaube aber, das die recht gut begründet ist.

        • 0
          Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 15:35 #

          Und hört bitte auf zu glauben, das eine Drittanbieter-Software jemals vollständig kompatibel zu MS Office sein könnte! Nicht mal MS Office (in älteren Versionen) ist voll kompatibel zu MS Office.

          Das sind die freien Office Pakete unter einander aber auch nicht, trotz ODF.

          Es ist ABSICHT, das immer wieder kleine, nervige Inkompatibilitäten eingebaut werden. Die Kunden SOLLEN die neuen Versionen von Office kaufen und Drittanbieter SOLLEN Probleme haben..

          Ja... auf der freien Software Seite, nennt man das technische Probleme :D

          Ich arbeite auch in der Software-Entwicklung, aber ein ISO-Standard ist kein "könnte man umsetzen".

          Die Art wie du dich zu diesem Thema äußerst, lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln. Wer Software entwickelt wird den Aufwand sicherlich kennen und auch verstehen, das hier nichts einfach so mal gemacht werden soll. Vielleicht ist die Integration von ODF auch nicht besonders schwer. Aber mit der Integration allein ist es nicht getan, es muss dann immer und immer wieder gepflegt und geprüft werden.

          Das ist personeller und finanzieller Aufwand und ein Unternehmen stellt sich immer die Frage ob sich dieser Aufwand lohnt. Wenn ich mir ihr Produkt und Werbung anschaue, würde ich wohl auch ODF nicht einpflegen wollen. Es findet schlicht keine Nutzer, vor allem weil mit LibreOffice hier eine kostenlose Alternative bereit steht. Ich sorge dann dafür das ein Teil der Manpower für nichts vergeudet wird.

          So bin raus. Schönes Wochenende.

0
Von Tester am Fr, 18. Mai 2018 um 21:38 #

Also, meine Erfahrungen mit Softmaker Office sind, dass es nicht zu 100% kompatible ist, zu MS Office!!! Es gibt viele "docx" Dokumente die fehlerhaft dargestellt werden. Natürlich ist LibreOffice nicht besser, aber das kostet auch nicht 70,- Euro und ist OpenSource! Von der "ODF" Unterstützung mal ganz zu schweigen, weiß ich nicht, warum man Softmaker Office kaufen sollte.
Entweder installiere ich MS- Office in einer VM, oder nehme gleich LibreOffice, alles andere macht nicht wirklich Sinn!!!

1
Von Urs_B am Fr, 18. Mai 2018 um 23:32 #

Ich hoffe, dass man in Zukunft auch weiterhin über "proprietäre" Software für Linux lesen kann. Diese Diskussion hier im Forum ist so dermaßen fernab jeder Realität.

Ich bin ein Linux-Nutzer, der zum sinnvollen und professionellen Arbeiten standardmäßig freie Software einsetzt, aber eben auch proprietäre Software, insofern keine vergleichbare freie Software existiert.

Tests proprietärer Software sind übrigens auch für Entwickler freier Software interessant, da man sieht, wo man im Vergleich steht.

Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung