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Thema: Softmaker Office 2018

11 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Alzheimer am Fr, 18. Mai 2018 um 10:35 #

Ich denke schon, dass man auch über kommerzielle Software berichten kann. Linux ist schließlich nur ein Betriebssystem und keine intolerante Religion mit harten Regeln. Wen gehts was an, wer kommerzielle Software entwickelt wird und ob darüber berichtet wird? Niemanden. Soviel Freiheit muss sein.

Aber ganz ehrlich: Softmaker Office ist keine wirkliche Bereicherung, weil es - obwohl es Geld kostet - kaum einen höheren Nutzen bringt, als die ganzen freien Office-Suiten. Wer unbedingt den Duden für seine Rechtschreibung braucht, kann sich die Duden-Soft auch so kaufen. Und auch für DOCX braucht man keine Kauf-Software.

Da ich nicht erkennen kann, was an diesem Programm so viel besser als an Libreoffice sein soll, würde ich mir es nicht kaufen. Wenn es Libreoffice in seinen Möglichkeiten vollkommen überlegen wäre - dann vielleicht. Wer kommerzielle Software entwickelt - und das betrifft nicht nur Linux - sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie mindestens mehr bieten muss, als jegliche freie Lösungen. Und das ist hier kaum erkennbar.

  • 1
    Von BlaBlaBlub am Fr, 18. Mai 2018 um 10:54 #

    Wer unbedingt den Duden für seine Rechtschreibung braucht, kann sich die Duden-Soft auch so kaufen.
    Wo bekommt man eine aktuelle Version des Duden-Korrektors für LibreOffice?

    dass sie mindestens mehr bieten muss, als jegliche freie Lösungen. Und das ist hier kaum erkennbar.
    SoftMaker Office bietet genau das, aber das kannst du Dampfplauderer nicht wissen.

    • 0
      Von noob am Fr, 18. Mai 2018 um 21:04 #

      Anhand des angebotenene Feature-Sets ist die Zielgruppe von Softmaker Office recht genau umrissen.

      Wer das nicht bemerkt, der benötigt auch kein Softmaker Office. Von daher schadet diese unfreie Software keinem.

      Ziemlich unnötig finde ich auch anhand der Tatsache, dass man dieses Office auf 5 PCs installieren darf, allerdings die offenbar eingebaute Aktivierung, die im Bericht kaum vorkommt.

      Dies bedeutet, dass man dieses Office offenbar nicht offline benutzen kann bzw. nicht mehr installieren kann, wenn die Herstellerfirma einmal das Zeitliche segnen sollte und der zugehörige Aktivierungsserver abgeschaltet wurde.

      IMO ist das für Linuxnutzer mittlerweile wirklich "ungewohnt".

    1
    Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 11:02 #

    Zum Thema Freiheit gebe ich dir absolut recht. Zum anderem Teil nicht mehr so. Problem von LibreOffice ist nicht das er Funktionsarm ist, sondern Kompatibilität zu MS-Office Formaten. Und da kann ich dem Berichterstatter nur recht geben, das die meisten MS-Office Dokumente, LibreOffice nicht gut verarbeitet. Meine Frau arbeitet im Home-Office und nach 2 Tagen LibreOffice, wurde es durch MS-Office ersetzt. Wie im Bericht, war beinahe jedes Dokument kaputt, teilweise nur noch Zeichensalat. Funktionstechnisch hat sie nichts vermisst, aber wenn sie jedes Dokument erstmal aufwändig wieder restaurieren muss, wird schnell klar das sie ihrer Arbeit nicht nachkommt und die Schuld nicht bei ihr liegt.


    Deswegen hat mMn. Softmaker Office schon seinen Mehrwert, falls die Kompatibilität MS-Office tatsächlich besser sein soll, als in LibreOffice. Würde ich von diesem Software Paket eher etwas wissen, würde ich es definitiv ausprobieren. Von LibreOffice bin ich in diesem Punkt absolut nicht überzeugt.

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    Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 11:17 #

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe absolut nichts gegen kommerzielle Software. Ganz klar, es darf mit Software Geld verdient werden. Ich finde die Erfolge von Red Hat und SUSE z.B. sehr gut.

    Ich habe zum einen etwas gegen unfreie Software - aber auch da bin ich so tolerant, das es jedermanns eigene Entscheidung ist, diese einzusetzen oder nicht (ich setze in ganz seltenen Fällen auch unfreie Software ein).
    Insbesondere, und das ist mir sehr wichtig, bin ich aber gegen Software, die FREIE FORMATE nicht unterstützt. Und das ist hier der Fall - Softmaker ignoriert die standardisierten, zertifizierten Austauschformate des ODF weitgehend (ODT/Textverarbeitung reicht nicht). Und das ist ein NoGo.

    • 1
      Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 12:01 #


      Insbesondere, und das ist mir sehr wichtig, bin ich aber gegen Software, die FREIE FORMATE nicht unterstützt. Und das ist hier der Fall - Softmaker ignoriert die standardisierten, zertifizierten Austauschformate des ODF weitgehend (ODT/Textverarbeitung reicht nicht). Und das ist ein NoGo.

      Ich räum mal von hinten auf :)

      Was ein NoGo ist und was nicht liegt allein bei dir. Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

      Allerdings denke ich das man immer so vorgehen sollte, sich in die Gründe, Entscheidungen und ihre Entwickler hinein zu versetzen.

      Welchen Sinn macht es, Features zu implementieren welches von eigenen Kunden womöglich gar nicht genutzt wird. Softmaker wirbt schließlich mit hohen oder vollen Kompatibilität zu MS-Office und nicht LibreOffice, und deren Format ist nun mal nicht .odf, .odt oder irgenwas anderes. Willst du .odf, nimm LibreOffice.

      Aus beruflichen Gründen weiß ich, wie aufwändig es ist eine Software entwickeln und pflegen zu müssen. Man muss nicht alles einbauen was möglich sein könnte. Seil man dann dem maximalen Aufwand zu minimalem Nutzen gegenüber steht.

      Softmaker macht es also genau richtig.

      • 1
        Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 12:14 #

        > Was ein NoGo ist und was nicht liegt allein bei dir. Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

        Der Vorposter hatte auch überhaupt nichts Gegenteiliges angedeutet. Er tut ausdrücklich nur seine Meinung kund.

        > Man muss nicht alles einbauen was möglich sein könnte.

        Nö. Aber wenn hier eine Office-Suite vorgestellt wird, die kein ODF kann, wird man das ja wohl mal kritisch erwähnen dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das hier für einige Leute _das_ NoGo an Softmaker ist...

        > Softmaker macht es also genau richtig.

        Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

        • 0
          Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 15:12 #

          Nö. Aber wenn hier eine Office-Suite vorgestellt wird, die kein ODF kann, wird man das ja wohl mal kritisch erwähnen dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das hier für einige Leute _das_ NoGo an Softmaker ist...

          Kritisch erwähnen kann man es, wenn der ODF-Support angepriesen und nicht eingehalten wird. Softmaker macht das aber nicht. Sie bewerben explizit MS-Office Kunden, das sie eben den MS-Format unterstützen. Es wird niemand belogen, es ist ihr Busines-Plan und ich finde das okay so. Die Kritik kommt von der falschen Seite. Der Kritiker mit dem langem Namen, hat eigentlich nichts zu kritisieren, weil er schon gar nicht im Fokus ist.

          Seine Art der Kritik ist in etwa so als ob man in einem Nachrichtenportal für Autos einen Kommentar mit Titel, "Hört auf über dieses Auto zu berichten, weil es zwar mit Benzin fährt, aber keinen Diesel verträgt", hinterlässt. Ich finde das ist bedenklich.

          • 0
            Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 15:52 #

            Naja, man darf ja auch Sachen kritisieren, die nichts mit einem gebrochenen Versprechen zu tun haben.

            Dein Autovergleich hinkt, wie Autovergleiche halt immer so hinken :) Es ist bei benzinbetriebenen Autos nicht besonders üblich, dass sie auch Diesel vertragen. Bei Office-Suites ist der ODF-Support aber sonst absolut gängig - i.d.R. parallel zum MSO-Support. Das ist sogar bei MS Office so!

            Und ferner hätte ich Linux-Usern schon eine gewisse Nähe zur Freier Software unterstellt. Ich will nicht sagen, dass man über Softmaker nicht berichten soll. Aber die Kritik an fehlender Unterstützung des freien Formats darf man auf jeden Fall anbringen!

            Wenn du sie nicht teilst, gut, das ist auch dein Recht ;)

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        Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 12:36 #

        Nein, Softmaker macht es nicht richtig, Softmaker macht es falsch.

        OASIS Open Document Format for Office Applications (Kurzform: OpenDocument, ODF – engl. „Offenes Dokumentformat für Büroanwendungen“) ist ein international genormter quelloffener Standard für Dateiformate von Bürodokumenten wie Texten, Tabellendokumenten, Präsentationen, Zeichnungen, Bildern und Diagrammen.[...]
        Im Rahmen der internationalen Normung ist das OpenDocument-Format unter der Nummer ISO/IEC 26300 als Open Document Format for Office Applications (OpenDocument) v1.0 genormt.
        Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument

        Also, ODF ist ISO-Standard für den Austausch von Office-Dokumenten.
        Die Entscheidung, das nicht zu unterstützen ist in etwas vergleichbar mit der Entscheidung eines Browserherstellers, die Standards des W3C nicht umzusetzen und dafür eigene zu schaffen.
        Was wir mit dem Internet Explorer (6) schon mal hatten, mit bekannt negativen Folgen. (So ein Zufall, auch da war Microsoft im Spiel...)

        Ich arbeite auch in der Software-Entwicklung, aber ein ISO-Standard ist kein "könnte man umsetzen". Das ist die absolute Basis.

        Und hört bitte auf zu glauben, das eine Drittanbieter-Software jemals vollständig kompatibel zu MS Office sein könnte! Nicht mal MS Office (in älteren Versionen) ist voll kompatibel zu MS Office.
        Es ist ABSICHT, das immer wieder kleine, nervige Inkompatibilitäten eingebaut werden. Die Kunden SOLLEN die neuen Versionen von Office kaufen und Drittanbieter SOLLEN Probleme haben.
        Meine Güte, habt ihr das nach über 40 Jahren Microsoft noch immer nicht begriffen, wie diese Firma arbeitet?

        P.S.: Natürlich ist das alles meine MEINUNG. Ich glaube aber, das die recht gut begründet ist.

        • 0
          Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 15:35 #

          Und hört bitte auf zu glauben, das eine Drittanbieter-Software jemals vollständig kompatibel zu MS Office sein könnte! Nicht mal MS Office (in älteren Versionen) ist voll kompatibel zu MS Office.

          Das sind die freien Office Pakete unter einander aber auch nicht, trotz ODF.

          Es ist ABSICHT, das immer wieder kleine, nervige Inkompatibilitäten eingebaut werden. Die Kunden SOLLEN die neuen Versionen von Office kaufen und Drittanbieter SOLLEN Probleme haben..

          Ja... auf der freien Software Seite, nennt man das technische Probleme :D

          Ich arbeite auch in der Software-Entwicklung, aber ein ISO-Standard ist kein "könnte man umsetzen".

          Die Art wie du dich zu diesem Thema äußerst, lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln. Wer Software entwickelt wird den Aufwand sicherlich kennen und auch verstehen, das hier nichts einfach so mal gemacht werden soll. Vielleicht ist die Integration von ODF auch nicht besonders schwer. Aber mit der Integration allein ist es nicht getan, es muss dann immer und immer wieder gepflegt und geprüft werden.

          Das ist personeller und finanzieller Aufwand und ein Unternehmen stellt sich immer die Frage ob sich dieser Aufwand lohnt. Wenn ich mir ihr Produkt und Werbung anschaue, würde ich wohl auch ODF nicht einpflegen wollen. Es findet schlicht keine Nutzer, vor allem weil mit LibreOffice hier eine kostenlose Alternative bereit steht. Ich sorge dann dafür das ein Teil der Manpower für nichts vergeudet wird.

          So bin raus. Schönes Wochenende.

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