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Thema: Softmaker Office 2018

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 11:17 #

Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe absolut nichts gegen kommerzielle Software. Ganz klar, es darf mit Software Geld verdient werden. Ich finde die Erfolge von Red Hat und SUSE z.B. sehr gut.

Ich habe zum einen etwas gegen unfreie Software - aber auch da bin ich so tolerant, das es jedermanns eigene Entscheidung ist, diese einzusetzen oder nicht (ich setze in ganz seltenen Fällen auch unfreie Software ein).
Insbesondere, und das ist mir sehr wichtig, bin ich aber gegen Software, die FREIE FORMATE nicht unterstützt. Und das ist hier der Fall - Softmaker ignoriert die standardisierten, zertifizierten Austauschformate des ODF weitgehend (ODT/Textverarbeitung reicht nicht). Und das ist ein NoGo.

  • 1
    Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 12:01 #


    Insbesondere, und das ist mir sehr wichtig, bin ich aber gegen Software, die FREIE FORMATE nicht unterstützt. Und das ist hier der Fall - Softmaker ignoriert die standardisierten, zertifizierten Austauschformate des ODF weitgehend (ODT/Textverarbeitung reicht nicht). Und das ist ein NoGo.

    Ich räum mal von hinten auf :)

    Was ein NoGo ist und was nicht liegt allein bei dir. Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

    Allerdings denke ich das man immer so vorgehen sollte, sich in die Gründe, Entscheidungen und ihre Entwickler hinein zu versetzen.

    Welchen Sinn macht es, Features zu implementieren welches von eigenen Kunden womöglich gar nicht genutzt wird. Softmaker wirbt schließlich mit hohen oder vollen Kompatibilität zu MS-Office und nicht LibreOffice, und deren Format ist nun mal nicht .odf, .odt oder irgenwas anderes. Willst du .odf, nimm LibreOffice.

    Aus beruflichen Gründen weiß ich, wie aufwändig es ist eine Software entwickeln und pflegen zu müssen. Man muss nicht alles einbauen was möglich sein könnte. Seil man dann dem maximalen Aufwand zu minimalem Nutzen gegenüber steht.

    Softmaker macht es also genau richtig.

    • 1
      Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 12:14 #

      > Was ein NoGo ist und was nicht liegt allein bei dir. Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

      Der Vorposter hatte auch überhaupt nichts Gegenteiliges angedeutet. Er tut ausdrücklich nur seine Meinung kund.

      > Man muss nicht alles einbauen was möglich sein könnte.

      Nö. Aber wenn hier eine Office-Suite vorgestellt wird, die kein ODF kann, wird man das ja wohl mal kritisch erwähnen dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das hier für einige Leute _das_ NoGo an Softmaker ist...

      > Softmaker macht es also genau richtig.

      Andere können, dürfen und sollen hier einer anderen Meinung sein.

      • 0
        Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 15:12 #

        Nö. Aber wenn hier eine Office-Suite vorgestellt wird, die kein ODF kann, wird man das ja wohl mal kritisch erwähnen dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das hier für einige Leute _das_ NoGo an Softmaker ist...

        Kritisch erwähnen kann man es, wenn der ODF-Support angepriesen und nicht eingehalten wird. Softmaker macht das aber nicht. Sie bewerben explizit MS-Office Kunden, das sie eben den MS-Format unterstützen. Es wird niemand belogen, es ist ihr Busines-Plan und ich finde das okay so. Die Kritik kommt von der falschen Seite. Der Kritiker mit dem langem Namen, hat eigentlich nichts zu kritisieren, weil er schon gar nicht im Fokus ist.

        Seine Art der Kritik ist in etwa so als ob man in einem Nachrichtenportal für Autos einen Kommentar mit Titel, "Hört auf über dieses Auto zu berichten, weil es zwar mit Benzin fährt, aber keinen Diesel verträgt", hinterlässt. Ich finde das ist bedenklich.

        • 0
          Von Josef Hahn am Fr, 18. Mai 2018 um 15:52 #

          Naja, man darf ja auch Sachen kritisieren, die nichts mit einem gebrochenen Versprechen zu tun haben.

          Dein Autovergleich hinkt, wie Autovergleiche halt immer so hinken :) Es ist bei benzinbetriebenen Autos nicht besonders üblich, dass sie auch Diesel vertragen. Bei Office-Suites ist der ODF-Support aber sonst absolut gängig - i.d.R. parallel zum MSO-Support. Das ist sogar bei MS Office so!

          Und ferner hätte ich Linux-Usern schon eine gewisse Nähe zur Freier Software unterstellt. Ich will nicht sagen, dass man über Softmaker nicht berichten soll. Aber die Kritik an fehlender Unterstützung des freien Formats darf man auf jeden Fall anbringen!

          Wenn du sie nicht teilst, gut, das ist auch dein Recht ;)

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      Von NeinzumVendorLockIn am Fr, 18. Mai 2018 um 12:36 #

      Nein, Softmaker macht es nicht richtig, Softmaker macht es falsch.

      OASIS Open Document Format for Office Applications (Kurzform: OpenDocument, ODF – engl. „Offenes Dokumentformat für Büroanwendungen“) ist ein international genormter quelloffener Standard für Dateiformate von Bürodokumenten wie Texten, Tabellendokumenten, Präsentationen, Zeichnungen, Bildern und Diagrammen.[...]
      Im Rahmen der internationalen Normung ist das OpenDocument-Format unter der Nummer ISO/IEC 26300 als Open Document Format for Office Applications (OpenDocument) v1.0 genormt.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument

      Also, ODF ist ISO-Standard für den Austausch von Office-Dokumenten.
      Die Entscheidung, das nicht zu unterstützen ist in etwas vergleichbar mit der Entscheidung eines Browserherstellers, die Standards des W3C nicht umzusetzen und dafür eigene zu schaffen.
      Was wir mit dem Internet Explorer (6) schon mal hatten, mit bekannt negativen Folgen. (So ein Zufall, auch da war Microsoft im Spiel...)

      Ich arbeite auch in der Software-Entwicklung, aber ein ISO-Standard ist kein "könnte man umsetzen". Das ist die absolute Basis.

      Und hört bitte auf zu glauben, das eine Drittanbieter-Software jemals vollständig kompatibel zu MS Office sein könnte! Nicht mal MS Office (in älteren Versionen) ist voll kompatibel zu MS Office.
      Es ist ABSICHT, das immer wieder kleine, nervige Inkompatibilitäten eingebaut werden. Die Kunden SOLLEN die neuen Versionen von Office kaufen und Drittanbieter SOLLEN Probleme haben.
      Meine Güte, habt ihr das nach über 40 Jahren Microsoft noch immer nicht begriffen, wie diese Firma arbeitet?

      P.S.: Natürlich ist das alles meine MEINUNG. Ich glaube aber, das die recht gut begründet ist.

      • 0
        Von recht geber am Fr, 18. Mai 2018 um 15:35 #

        Und hört bitte auf zu glauben, das eine Drittanbieter-Software jemals vollständig kompatibel zu MS Office sein könnte! Nicht mal MS Office (in älteren Versionen) ist voll kompatibel zu MS Office.

        Das sind die freien Office Pakete unter einander aber auch nicht, trotz ODF.

        Es ist ABSICHT, das immer wieder kleine, nervige Inkompatibilitäten eingebaut werden. Die Kunden SOLLEN die neuen Versionen von Office kaufen und Drittanbieter SOLLEN Probleme haben..

        Ja... auf der freien Software Seite, nennt man das technische Probleme :D

        Ich arbeite auch in der Software-Entwicklung, aber ein ISO-Standard ist kein "könnte man umsetzen".

        Die Art wie du dich zu diesem Thema äußerst, lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln. Wer Software entwickelt wird den Aufwand sicherlich kennen und auch verstehen, das hier nichts einfach so mal gemacht werden soll. Vielleicht ist die Integration von ODF auch nicht besonders schwer. Aber mit der Integration allein ist es nicht getan, es muss dann immer und immer wieder gepflegt und geprüft werden.

        Das ist personeller und finanzieller Aufwand und ein Unternehmen stellt sich immer die Frage ob sich dieser Aufwand lohnt. Wenn ich mir ihr Produkt und Werbung anschaue, würde ich wohl auch ODF nicht einpflegen wollen. Es findet schlicht keine Nutzer, vor allem weil mit LibreOffice hier eine kostenlose Alternative bereit steht. Ich sorge dann dafür das ein Teil der Manpower für nichts vergeudet wird.

        So bin raus. Schönes Wochenende.

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