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Do, 17. Mai 2018, 15:00

Softmaker Office 2018

Die Office-Suite Softmaker Office ist auch für Linux erhältlich und bietet einen großen Funktionsumfang. Ein ausgedehnter Test zeigt, wie sich die Software im Vergleich zu LibreOffice schlägt.

Jonas Knudsen

Einleitung

Unter Linux ist Libreoffice der Standard in Sachen Bürosoftware. In der Mehrzahl der Distributionen ist es verfügbar und es wird häufig vorinstalliert. Alternativen gibt es wenige. Zu den bekannteren gehört Softmaker Office.

Softmaker Office wird von SoftMaker Software GmbH aus Nürnberg entwickelt. Es besteht aus fünf Teilen:

  • Textmaker: Textverarbeitung
  • Planmaker: Excel-kompatible Tabellenkalkulation
  • Presentations: Präsentationsprogramm
  • Thunderbird »powered by SoftMaker«
  • Duden-Rechtschreibkorrektur und Wörterbücher

Softmaker Office ist keine freie Software. Neben einer Testversion für 30 Tage kann es für 69 Euro in der Standardversion oder 99 in der Professional-Version erworben werden. Die Professional-Version bietet eine Duden-Rechtschreibkorrektur und Wörterbücher von Duden und Langenscheidt.

Unter dem Namen Softmaker Office Universal kann die Software für den Preis von 7 Euro/Monat bzw. 70 Euro/Jahr gemietet werden. Diese Lizenz gilt für fünf PCs unabhängig vom Betriebssystem.

Die Testversion ist Grundlage dieses Textes. Sie beinhaltet die Duden-Korrektur und die Wörterbücher. Die Wörterbücher lassen sich über das Menü Überarbeiten aufrufen. Bei der Installation werden keine gesonderten Startmenüeinträge angelegt. Die genaue Versionsnummer der getesteten Version ist 928.0313.

Als Vergleich wird in diesem Text Libreoffice 5.4 unter Linux Mint 17.3 XFCE (Ubuntu 14.04) und Microsoft Office 2010 auf Windows 7 herangezogen. Ich bin eher ein anspruchsvoller Anwender, der an jedem Werktag mehrere Stunden mit Bürosoftware arbeitet. Für diesen Text habe ich Softmaker Office 2018 zwei Monate lang verwendet.

Installation

Softmaker Office steht auf der Herstellerseite in den Paketformaten DEP, RPM und TGZ zur Verfügung. Es gibt jeweils eine Version für 32 Bit und eine für 64 Bit. Die 64-Bit-Version benötigt unter Debian 9 »Stretch« keine Kompatibilitäts-Bibliotheken.

Außerdem werden Repositories zum Einbinden für Ubuntu, Linux Mint, Debian, Fedora und OpenSuse angeboten.

Falsche Darstellung der Menüs

Jonas Knudsen

Falsche Darstellung der Menüs

Softmaker Office prüft unabhängig vom Installationsweg, ob Updates vorliegen. In den zwei Monaten, in den ich Softmaker Office getestet habe, gab es keine Updates. Das Prüfintervall lässt sich in den Einstellungen ändern.

In der Produktbeschreibung wird Thunderbird »powered by SoftMaker« als vierter Programmbestandteil erwähnt. Jedoch konnte ich diese Software nach der Installation nicht finden. Weder hat die Installation von Softmaker Office Auswirkungen auf einen bereits installierten Thunderbird, noch installiert das Paket Thunderbird, wenn der E-Mail-Client vorher nicht auf der Festplatte war. In der Oberfläche gibt es einen Link auf Thunderbird. Dieser ist ausgegraut, wenn Thunderbird nicht installiert ist.

Nach der Installation von Softmaker Office hatte ich zunächst Probleme mit der grafischen Darstellung der Menüs. Nach dem Deaktivieren von OpenGL in den Einstellungen traten die Probleme nicht mehr auf.

Ich verwende an meinem Notebook vor allem den Trackpoint. Unter Linux hat dieser zwei Funktionen, einerseits dient er zum Scrollen und andererseits zum Einfügen des Inhalts der Zwischenablage. Leider kombiniert Softmaker Office beides, d.h. wenn ich in einem Dokument mit Hilfe des Trackpoints scrolle, fügt Softmaker Office auch den Inhalt der Zwischenablage an der aktuelle Cursor-Position ein. Bei Verwendung einer Maus trat das Problem nicht auf. Es gibt die Option in den Einstellungen, das Einfügen aus der Zwischenablage mit Hilfe der mittleren Maustaste auszustellen. Das funktioniert, jedoch betrifft dieses dann alle Mäuse und auch wenn ich nicht durchs Dokument scrollen möchte, kann ich mit der mittleren Maustaste nicht mehr einfügen. Libreoffice hat diese Probleme nicht.

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