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Do, 7. Juni 2018, 15:00

Fedora 28

Installation

Installation: Übersicht

Hans-Joachim Baader

Installation: Übersicht

Fedora Workstation kann von Live-Images (für DVD oder USB-Stick) oder minimalen Bootmedien installiert werden. Die primäre Download-Option ist der Media Writer für USB-Sticks. Er ermöglicht die Auswahl des passenden Images, lädt es herunter und schreibt es auf einen bootfähigen USB-Stick. Für diesen Artikel war der Media Writer nicht relevant, da die virtuellen Maschinen gut über das ISO-Image zu starten sind.

Für die Installation werden mindestens 1 GB RAM empfohlen. Mit weniger als 768 MB ist die Installation noch mit Einschränkungen möglich, man muss aber unter Umständen auf die textbasierte Installation, VNC oder Kickstart ausweichen. Für den Betrieb werden mehr als 1 GB empfohlen. Das ist klar, da bereits mit einem Webbrowser und der einen oder anderen Anwendung schnell einmal 4 GB Speicherbedarf erreicht werden, bei anspruchsvollen Anwendungen auch noch mehr.

Äußerlich hat sich die Installation gegenüber Fedora 27 kaum geändert. Die einzige markante Änderung ist, dass das Anlegen von Benutzerkonten auf den ersten Start nach der Installation verschoben wurde. Diese Maßnahme war eine von mehreren, um Redundanzen zwischen Installation, der nach der Installation laufenden Willkommen-Programm und dem Erste-Schritte-Programm von Gnome zu beseitigen.

Unter der Haube wurde der Anaconda-Installer allerdings grundlegend umgeschrieben und in mehrere Komponenten aufgespalten. Dabei sind mehrere Module entstanden, die über ein DBus-API kommunizieren. Damit soll erreicht werden, dass sich die einzelnen Module besser testen, pflegen und integrieren lassen. Add-ons sollen den gleichen Stellenwert haben und die gleiche Handhabung bieten wie Module.

Die Installation beginnt wie immer mit der Sprachauswahl. Danach gelangt man zur Übersichtsseite. Hier ermittelt das Installationsprogramm im Hintergrund bereits einige Dinge, es steht einem aber frei, diese abzuändern, und zwar weitgehend in beliebiger Reihenfolge. Alle Punkte, die vom Benutzer zwingend noch bearbeitet werden müssen, sind mit einem gelben »Warndreieck« markiert. Zu beachten ist aber, dass der Installer manchmal einen Moment braucht, um die Anzeige neu zu berechnen. Die einzige zwingende Aktion ist die Auswahl des Installationsziels. Die erkannten Festplatten werden durch ein Icon angezeigt. Auf eine oder mehrere davon muss man ein Häkchen setzen. Wenn man nicht Gnome, sondern eine andere Oberfläche installieren will, sollte man sich die Software-Auswahl vornehmen.

Willkommensprogramm, Schritt 1: Begrüßung

Hans-Joachim Baader

Willkommensprogramm, Schritt 1: Begrüßung

Bei der Partitionierung sind die gewohnten Optionen wie die Verschlüsselung der gesamten Festplatte oder einzelner Partitionen, RAID, LVM und LVM Thin Provisioning vorhanden. Auch das Dateisystem Btrfs wird unterstützt, einschließlich seiner spezifischen Funktionen wie Subvolumes. Btrfs ist eine der möglichen Optionen, wenn man die automatische Partitionierung wählt. Außer Btrfs sind auch »normale« Partitionen und eine LVM-Installation möglich, letztere ist die Standardeinstellung. LVM- und Btrfs-Installation legen eine 1000 MB große /boot-Partition mit dem Dateisystem ext4 an. Bei LVM wird der Rest als Root-Partition verwendet, mit Btrfs wird eine separate /home-Partition angelegt, die sich aber aufgrund der besonderen Eigenschaften von Btrfs den Plattenplatz mit der Root-Partition teilt. Im Endeffekt ist die Btrfs-Lösung noch flexibler als LVM.

Schritt 2: Datenschutz

Hans-Joachim Baader

Schritt 2: Datenschutz

Die eigentliche Installation läuft dann ohne weiteres Zutun und ist sehr schnell vollendet. Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich, mit dem man einmalig in die Fedora-Willkommens-Anwendung gelangt. Diese ermöglicht Einstellungen zum Datenschutz, Online-Konten und das Anlegen eines Benutzers. Es wird kein Passwort mehr für Root gesetzt oder verlangt. Damit folgt Fedora nun erstmalig dem Vorbild von Ubuntu, wo der Root-Account nur über sudo erreicht werden kann. Wer weiterhin den direkten Root-Login benötigt, kann natürlich ein Passwort für Root vergeben (einfachste Variante: sudo passwd).

Beim KDE-Spin und möglicherweise auch bei anderen ist diese Änderung allerdings nicht erfolgt, hier legt man nach wie vor ein Root-Passwort fest und kann auch Benutzer anlegen.

Fedora 28 startet wie sein Vorgänger sehr schnell. Schon nach wenigen Sekunden ist in dieser Testkonfiguration der Login-Prompt erreicht. Wie immer ist SELinux eingebunden und aktiviert. Als normaler Benutzer merkt man davon allerdings nichts. In Fedora 28 wie auch in der Vorversion trat kein sichtbares Problem im Zusammenhang mit SELinux auf. Für den Fall, dass ein Problem auftritt, sei es nach der Installation von zusätzlicher Software oder anderen Änderungen, steht ein Diagnosewerkzeug zur Verfügung.

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