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Do, 14. Juni 2018, 15:00

OpenSuse Leap 15

Der Desktop - Gnome

Der Gnome-Desktop

Mirko Lindner

Der Gnome-Desktop

Neben dem Desktop des KDE-Projektes liefert OpenSuse auch den zweiten großen Desktop, Gnome, mit, der standardmäßig in einer Wayland-Umgebung gestartet wird. Bei der Umgebung hinkt OpenSuse allerdings dem momentanen Stand der Entwicklung etwas hinterher und implementiert nicht die neueste verfügbare Version 3.28, sondern das über ein halbes Jahr ältere Gnome 3.26. Gnome ist ebenso wie Plasma bereits vorkonfiguriert. Entscheidet man sich bei der Auswahl des Desktops bei der Installation für Gnome, so werden neben der Umgebung auch Firefox, LibreOffice, Gimp und Inkscape eingerichtet. Die Bürokommunikation erledigt in diesem Fall »Evolution« und für die Medienwiedergabe ist Gnome Musik zuständig.

Gnome 3.26.2 selbst ist eine Veröffentlichung mit eher wenigen Neuerungen, sondern das Resultat von Stabilisierungsbestrebungen des Teams. Am augenfälligsten sind in der neuen Version die Anpassungen beim ehemaligen »Gnome Control Center«, das nun schlicht in »Settings« umbenannt wurde und über eine verbesserte Oberfläche verfügt. Die Gnome-Shell erhielt in der neuen Version eine verbesserte Suchfunktion, die mehr Ergebnisse besser gegliedert darbietet. Im Fenster mit der Anzeige der geöffneten Apps wurden die Thumbnails vergrößert, um die Auswahl der gewünschten Anwendung zu erleichtern. Die Animation beim Vergrößern und Verkleinern von Fenstern sowie beim Andocken an eine Seite des Displays wurde optisch verbessert und bietet nun sanftere Übergänge. Beim Dateimanager Nautilus wurde zudem eine Volltextsuche integriert. Gnome Software erhielt verbesserte Flatpak-Integration und der Browser Epiphany erhielt die Möglichkeit, sich per Firefox Sync über alle Geräte hinweg zu synchronisieren. Boxes zur Virtualisiserung erlaubt nun den Austausch von Ordnern zwischen Host und Gast.

Schon in einer der früheren Versionen haben die Entwickler Gnome um einen »Night Light«-Modus erweitert – eine neue Funktionalität, die die Farben des Desktops abhängig von der Tageszeit ändert und so beispielsweise dafür sorgt, dass das abendliche Verweilen am Rechner weniger ermüdend ist. Zudem wurde der Benachrichtigungsbereich verbessert und »Photos«, der Bildbetrachter von Gnome, verfügt über Verbesserungen bei der Vorschau und ist in der Lage, GPS-Daten anzuzeigen. Weitere Neuerungen gab es in der IRC-Anwendung »Polari«.

Login in Gnome

Mirko Lindner

Login in Gnome

Konfiguration von Gnome

Mirko Lindner

Konfiguration von Gnome

Yast-Module innerhalb von Gnome

Mirko Lindner

Yast-Module innerhalb von Gnome

Wie Plasma ist auch Gnome aufgeräumt und übersichtlich, was unter anderem an der Philosophie von Gnome liegt. Die Anbindung von Gnome-fremden Anwendungen wie Firefox, aber auch KDE-Applikationen kann ebenfalls als gelungen gewertet werden.

Weiterhin bietet OpenSuse Leap 15 diverse andere Desktop-Umgebungen, wie beispielsweise Xfce, LXDE, LXQt, Enlightenment und MATE zur Installation an. Je nach ausgewähltem Repositorium kommen noch diverse weitere Umgebungen hinzu. Genauso wie Gnome präsentieren sie sich dann aufgeräumt und angepasst. Die Umgebungen richten sich dabei an Anwender, die entweder eine schlankere Alternative zu den Platzhirschen brauchen oder denen die Funktionen von Gnome und KDE nicht zusagen. Selbstredend installiert OpenSuse bei der Auswahl der Umgebungen die speziell an die Desktops angepassten Applikationen, gepaart mit eigenen Werkzeugen.

Pro-Linux
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