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Thema: Unterstützung für die Open Source-Umstellung in Schleswig-Holstein?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Rechter am Do, 5. Juli 2018 um 16:22 #

CDU: Wirtschaft
Grüne: offen
FDP: Wettbewerb
AfD: gegen Ausländer

Wer will mit jemandem mit einem so eingeschränkten Weltbild was machen? Außerdem ist Linux auch wegen Zuviel Hype und zu hohen Erwartungen gescheitert. Lässt die in SH einfach mal in Ruhe machen.

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    Von knarz am Do, 5. Juli 2018 um 17:33 #

    CDU: Wirtschaft
    Grüne: offen
    FDP: Wettbewerb
    AfD: gegen Ausländer

    Eigentlich eher alle Wirtschaft. Bei den Grünen und der FDP ist das was du nennst nur das was sie vor den Wahlen proglamieren. Wenn sie dann in einer Regierung sitzen, dann geht es doch wieder in Richtung Wirtschaftshörigkeit. Natürlich stellen sie sich dann gerne in der Opferrolle da, weil der große Koalitionspartner das ja diktiert, aber im Grunde sind sie da meistens sehr schnell sehr aufgeschlossen.

    Außerdem ist Linux auch wegen Zuviel Hype und zu hohen Erwartungen gescheitert.
    Das sehe ich eigentlich nicht so. Eher ist es auf Grund der teils massiven Lobby-Arbeit dagegen gescheitert.
    Natürlich in gewissem Umfang kombiniert mit falschen Erwartungen und Bequemlichkeit seitens der Anwender, aber der wesentliche Punkt war die Lobby-Arbeit.

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      Von Knirsch am Fr, 6. Juli 2018 um 12:05 #

      Wenn sie dann in einer Regierung sitzen, dann geht es doch wieder in Richtung Wirtschaftshörigkeit. Natürlich stellen sie sich dann gerne in der Opferrolle da, weil der große Koalitionspartner das ja diktiert, aber im Grunde sind sie da meistens sehr schnell sehr aufgeschlossen.

      Was erwartest du? Schliesslich sind sie wie du es sagst der "kleine" Koalitionspartner, damit kann ich natürlich nur einen Bruchteil meines Programmes durchsetzen. So ist halt Politik. Geben und nehmen. Ich stimme dem zu, aber bekomme dafür das von meinem Programm. Auch wäre es wohl ein ziemlich komische Demokartie, wenn der "kleine" Koalitionspartner das volle Programm macht, Schliesslich ist repräsentiert er ja nur den kleineren Teil der Bevölkerung.

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    Von kraileth am Do, 5. Juli 2018 um 19:39 #

    Natürlich sind das Vorurteile, lieber Rechter - allerdings die Deinen. Wo Du in diesem Kontext „gegen Ausländer” hernimmst, ist mir völlig unklar. Die AfD fährt einen ebenso offen auf das Schlagwort Souveränität ausgerichteten Kurs wie die Union einen nicht ganz unmaßgeblichen Wirtschaftsflügel hat. Ich habe bewußt nicht gewertet und z.B. mit dem „vielleicht” kann man - etwas Wohlwollen vorausgesetzt - eine Spekulation eingeleitet sehen. Eventuell sogar eine mit Augenzwinkern, wenn solche Verallgemeinerungen bemüht werden. Aber kleiner Tip: Der Aufruf ist weder politische Kampfschrift noch hat er den Anspruch, eine wissenschaftliche Abhandlung über die bundesdeutsche Parteienlandschaft zu sein.

    Oh, und noch etwas: Es ging auch nicht explizit oder ausschließlich um Linux. Ja, der gute alte Tux drängt sich vielleicht als naheliegend auf, aber theoretisch können wir auch über Minix oder Haiku diskutieren. Aber der eine oder andere stolpert wohl über das eigene beschränkte Weltbild, das er zwanghaft in anderen sieht. :angel:

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      Von Rechter am Do, 5. Juli 2018 um 21:34 #

      Den Kontext entnehme ich dem Artikel in dem die AfD etwas “den Amerikanern entwinden” wollen. Also per se gegen Ausländer eingestellt sind. In Wirklichkeit haben wir Rechte aber nur etwas gegen ganz bestimmte Ausländer, nicht gegen alle.

      Außerdem wollte ich Limux gescheitert schreiben, nicht Linux gescheitert.

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        Von kraileth am Do, 5. Juli 2018 um 22:27 #

        Du mußt Dich nicht gegen einen Angriff verteidigen, der nie erfolgt ist. Woher weißt Du, daß ich nicht selbst politisch rechts zu verorten wäre? Im Internet könnte jeder Gesprächspartner bekanntlich sogar ein Hund sein - warum nicht auch ein Gesinnungsgenosse? Ich vermute, Du hast oft genug schlechte Erfahrungen gemacht, das tut mir leid. Von mir wirst Du nicht für ein Etikett (über den Kern Deiner Anschauungen hast Du ja nicht gesprochen) angefeindet werden. Tatsächlich habe ich als undogmatischer Mensch das Gespräch mit genügend vielen Vertretern von weit links bis ganz rechts gesucht und Bekanntschaften in beiden Lagern. Fühle Dich von mir bitte nicht auf den Schlips getreten, ich unterstelle weder Dir noch anderen pauschal irgendetwas - am allerwenigsten in einem bewußt unpolitischen Text. Ich bin durchaus darüber im Bilde, daß es nicht nur die Klischee-Glatze mit weiß geschnürten Springerstiefeln gibt, sondern auch kultiviertere Rechte, die ihre Weltanschauung philosophisch begründen können. Übrigens gibt es auch gar nicht wenige Menschen, welche die Machenschaften des Imperiums verurteilen und Deutschland gerne frei von dessen Einfluß sehen, ohne daß sie ansonsten besonders politisch interessiert wären oder sich aber politisch links sehen. Mit Ausländerfeindlichkeit hat das nichts zu tun. Aber all das tut hier eigentlich rein gar nichts zur Sache.

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    Von Knirsch am Fr, 6. Juli 2018 um 12:08 #

    Außerdem ist Linux auch wegen Zuviel Hype und zu hohen Erwartungen gescheitert.

    Erm... Nein, das waren ganz andere Gründe warum Limux gescheitert ist.

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Von man-draker am Do, 5. Juli 2018 um 16:47 #

Aus dem Antrag: "Das Zentrale IT-Management wird gebeten, bis zum ersten Quartal 2020 zu berichten, wie und in welchem Zeitfenster das Ziel der vollständigen Ablösung von Closed Source durch Open-Source-Software zu erreichen ist."

Die Antwort wird lauten: Gar nicht!

Denn zumindest die Steuerverwaltung SH wird nicht mitmachen. Die bundeseinheitliche Fachanwendung KONSENS läuft unter Windows (Niedersachsen als lbisher etzter Hort der Vernunft wird bald von Linux auf Windows migrieren) und Ende im Gelände.

Dort - in Niedersachsen - ist der Versuch, die Polizei auf Linux umzustellen, krachend gescheitert. Meiner Meinung nach wegen des nicht zu zügelnden Spieltriebs der Polizisten. Die waren wohl entsetzt, dass auf den Linux-Kisten ihre üblichen Spielchen ncht zu installieren waren.
OK, der Anbieter der Fachanwndung war wohl auch nicht der Hellste.

Gegen die Macht des Mobs, äh der Bediensteten in der Landesverwaltung, haben so ein paar Abgeordnete keine Chance. Da barucht es nicht mal Geld aus Redmont.
Wenn man nicht im Wettbewerb überleben muss, ist es kein Problem, IT-Vorhaben auszubremsen.

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    Von Christian Imhorst am Do, 5. Juli 2018 um 18:52 #

    Danke für die Infos. Weißt du näheres darüber, dass die Steuerverwaltung NDS. von Linux weg nach Windows migrieren will? Gibt es dazu Links?

    Aktuell suchen sie wohl einen Linux-Admin:

    https://twitter.com/lughannover/status/1014794504862396416?s=19

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      Von man-draker am Do, 5. Juli 2018 um 19:23 #

      Steht etwas verklausuliert im Koalitionsvertrag SPD/CDU von 2017, Zeilen 3453 bis 3456.
      Link: https://www.ndr.de/home/niedersachsen/groko230.pdf

      Windows wird nicht explizit erwähnt, aber ich weiß aus erster Hand, dass nur in Richtung Windows gedacht wird.

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    Von Sindbad am Fr, 6. Juli 2018 um 07:01 #

    danke für die Infos.
    Warum gerade das Steuerwesen properitäre Software einsetzen muss, verwundert. Die Umsetzung der hier benötigten formale Vorgänge wäre doch besonders gut mit einer Open-Source-Lösung durchführbar, denn hier könnte ein gemeinsamer Standards für Bund, Länder und Gemeinden entwickelt werden. Zudem sind die Daten der Finanzämter z.B. für Werbeindustrie besonders wertvoll und müssen daher besonders gut geschützt werden. Software die sich mit MS-SharePoint oder Google-Cloud synchronisiert ist da ja wohl raus.

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      Von man-draker am Fr, 6. Juli 2018 um 08:56 #

      Das Verfahren KONENS ist eine Fortentwicklung aufbauend auf den Altverfahren der Bayern.
      Und welches Betriebssystem ist in BY gesetzt? Eben.

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        Von Sindbad am Fr, 6. Juli 2018 um 10:55 #

        Aus einem Monatsbericht 2015 des BMF:

        ...haben die Finanzminister der Länder im Einvernehmen mit dem Bundesminister der Finanzen einstimmig ...einheitlicher Software für das Besteuerungsverfahren in dem Vorhaben KONSENS (die Koordinierte neue Software-Entwicklung der Steuerverwaltung) festgelegt
        Das klingt gut.
        Warum zum Teufel kennen denn die Verantwortlichen nur MS-Windows? Selbst der letzte IT-Depp würde hier doch betriebssystemunabhängig denken.

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          Von man-draker am Fr, 6. Juli 2018 um 12:10 #

          Der sitzt aber nicht in M$-BY.
          Da gibt es neben Windows nichts auf der Welt.

          Die Redmonder konnten noch nie anständige Software herstellen, aber das Marketing war immer gut. Die wissen schon, an welchen Stellen die schwarzen Koffer am besten wirken.

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    Von WoodyEllen am So, 8. Juli 2018 um 15:24 #

    Also ich hatte ein Gespräch mit einem niedersächsischen Polizisten. Der hat bei Linux die Augen verdreht. Der Grund war, dass er mit OpenOffice eine Datenbank-Anwendung entwickteln wollte und daran scheiterte, dass für seine Bedürfnisse die OpenOffice-Version veraltet war. Mit einer neueren Version wäre es gegangen (hat er privat ausprobiert).

    Was das jetzt allerdings mit Linux zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel. Das hätte so auch auf Windows passieren können, weil die IT-Abteilung so schnarchnasig ist. Aber wenn man ein Haar in der Suppe finden will, schmeißt man es manchmal selbst rein.

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      Von Knirsch am Mo, 9. Juli 2018 um 08:36 #

      Stimmt, hat rein garnichts mit Linux zu tun, und wäre unter Windows genauso passiert, wenn man dort OpenOffice eingesetzt hätte.

      Von schnarchnasigen IT-Abteilungen, insbesondere Windowsadmins, könnte ich mehrere Bücher voll schreiben. Dazu noch ein paar über Behörden & Beamte. Sehr oft liegt das Problem aber auch im Management.

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Von Anonymous am Do, 5. Juli 2018 um 17:08 #

Immer nur an Geldkoffern.

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Von Töppke am Do, 5. Juli 2018 um 21:33 #

Gute Entscheidung.
Hoffentlich kommt keine Exotendistrie zum Einsatz, was die Leute überfordert.
Siehe München mit LiMux.

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    Von Töppke am Do, 5. Juli 2018 um 21:41 #

    Nachtrag:

    LiMux

    Web site: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/LiMux.html (not active)
    Origin: Germany
    Category: Desktop
    Desktop environment: KDE
    Architecture: x86
    Based on: Ubuntu
    Wikipedia: LiMux
    Media: Live DVD
    The last version | Released: 5.0 | November , 2014

    LiMux – a project by the city of Munich (third-largest city in Germany) to migrate their software systems from closed-source, proprietary Microsoft products to free and open-source software.

    Die GUI: https://archiveos.org/images/limux.png

    Quelle: https://archiveos.org/limux/

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Von noName am Fr, 6. Juli 2018 um 08:12 #

Hallo zusammen,

zunächst :up: für den Autor der die Initiative ergreift und hier einen Aufruf startet. Ich finde es immer gut, wenn jemand für die Gesellschaft/Allgemeinheit etwas Gutes tut. Solche Menschen werden immer weniger hat man das Gefühl.

Da ich nicht aus dem Bereich Software-Entwicklung komme, kann ich nicht wirklich helfen. Mein winziger Betrag ist, nur hier ein Kommentar schreiben, dass ich die Idee sowie das Engagement unterstütze und wertschätze.

Für alle andere, die hier Zweifeln haben (was absolut berechtig ist) würde ich bitten das Thema nicht tot zu reden. Es ist schon ein Beitrag wenn ihr es unterlässt. Man kann alles tot reden wenn man will. Von daher denk positiv und sei konstruktiv.

Aus den vielen Ideen wird nicht alles erfolgreich sein, ja VIELLEICHT wird auch nichts aus den vielen Ideen. Aber wenn man schon von Anfang an alles tot redet wird SICHER nichts.

In diesem Sinne, Danke Micheal!
noName (der Name ist nicht wichtig)

Pro-Linux
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