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Thema: Haiku R1 Beta

72 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von schmidicom am Mi, 3. Oktober 2018 um 12:29 #

Der Userland-Startprozess, der früher aus einem Shell-Skript bestand, wurde durch den launch_daemon ersetzt, der wiederum durch Apples launchd inspiriert wurde.
Und vermutlich wird es im Haiku-Universum deswegen eine nicht mal ansatzweise so große "Diskussion" geben wie im Linux-Universum wegen systemd, obwohl da ja eigentlich nahezu das selbe passiert ist.
Dafür beneide und bewundere ich Haiku...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 03. Okt 2018 um 12:46.
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Von Töppke am Mi, 3. Oktober 2018 um 15:05 #

Danke für den interessanten Bericht.

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Von Calabi-Yau am Mi, 3. Oktober 2018 um 19:30 #

Wo liegt der Sinn dieser vielen unterschiedlichen Betriebssysteme und Distributionen? Laut Statcounter hat Linux weltweit auf dem Desktop einen Marktanteil von 1,68 %, der von FreeBSD wird dort mit 0 % angegeben, liegt also wohl unterhalb der Messgrenze. In Deutschland sind die Anteile mit 3,37% bzw. 0,02 % nur unwesentlich besser. Windows beherrscht dagegen mit mehr als 81 % die Szene. Ich habe selbst ein paar Linux-Distributionen ausprobiert, aber es hat mal hier und mal da gehakt, mal mehr und mal weniger. Im Gegensatz zu Windows, wo ich ehrlich gesagt als Anwender keine Probleme hatte und habe. Wäre es nicht besser, die Ressourcen zu bündeln und sich auf wenige Alternativen zu konzentrieren, anstatt das x-te Team zu bilden, das das x-te Betriebssystem oder die x-te Variante entwickelt? Sorry, aber in meinen Augen ist das ein Witz: Das Haiku-Team gründete sich 2001 - und das BS ist immer noch nicht fertig. 16 Jahre von der ersten Version bis zur Beta, so wird man die Vorherrschaft von Windows trotz Virengefahr und Ausspähung der User wohl nie ernsthaft gefährden.

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    Von lilili am Mi, 3. Oktober 2018 um 21:15 #

    Jo, Linux läuft auf nahezu 100% aller Supercomputer wozu braucht man noch Windows?

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    Von lilili am Mi, 3. Oktober 2018 um 21:15 #

    Jo, Linux läuft auf nahezu 100% aller Supercomputer wozu braucht man noch Windows?

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    Von Leszek am Mi, 3. Oktober 2018 um 23:46 #

    Das Ziel ist nicht Windows vom Tron zu stoßen.
    Das Ziel ist eine Leidenschaft, wie hier das nachcoden von BeOS, zu verfolgen, dabei Spaß zu haben, etwas zu lernen, sich mit Kollegen austauschen und eben ein sehr eigenwilliges einzigartiges Betriebssystem nutzen zu können.

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    Von msi am Do, 4. Oktober 2018 um 02:37 #

    Gute Frage.

    Ich denke allerdings, dass man – erstens – die zu Hunderten existierenden Linuxdistributionen (die ja in der Mehrzahl sog. GNU/Linux-Systeme sein dürften) von wirklich verschiedenen Betriebssystemen unterscheiden muss.

    Zweitens ist es bei der Frage nach der Relevanz von Linux- und BSD-Systemen, wie schon oben angedeutet wurde, eine schlechte Idee, sich lediglich auf den Marktanteil im Desktop-Bereich zu beziehen.

    Drittens hat die Existenz wirklich verschiedener Betriebssysteme auch durchaus einen sehr sachlichen Grund, nämlich den, dass sich diese Systeme konzeptionell in wesentlichen Punkten unterscheiden. Bei Haiku läuft die Systementwicklung bspw. im Unterschied zu Linux, wie ebenfalls bereits erwähnt wurde, in C++ und es handelt sich um ein explizit auf PC-Betrieb zugeschnittenes System.

    Noch ein Nachwort zur Unmenge an Linux-Distributionen: Dass es bspw. an die 900 Distributionen gibt, die bei Distrowatch gelistet sind, heißt ja keineswegs, dass in jeder Distribution bis auf den Kernel immer alles neu gemacht werden muss. Ein Großteil sind ohnehin Derivate bestehender Distributionen mit anderen Desktop-Umgebungen etc., deren Sinn sich mir auch nur bedingt erschließt. Aber auch unabhängige Distributionen integrieren ja, bspw. wenn sie Bash oder die GNU Coreutils benutzen, lediglich Software, die unabhängig von ihnen entwickelt wird.

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 04. Okt 2018 um 02:41.
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    Von niradis am Do, 4. Oktober 2018 um 12:48 #

    Ressourcen bündeln und alle gemeinsam an einem Projekt entwickeln klingt vernünftig? Nur durch mehr Personen wurde noch kein Projekt besser. Manche Ideen und Konzepte stehen im Widerspruch zu anderen Ansätzen. Nicht jeder kann mit jedem im Team arbeiten.

    Mancher findet systemd genau richtig, andere bevorzugen den "alten" Weg. Wiederum andere wollen etwas wie systemd, nur nicht so wie es jetzt ist. Die verschiedenen Entwickler wird man nie wirklich im Team an einer gemeinsamen Lösung unter einen Hut bekommen. Dann ist es besser, wenn die unterschiedlichen Ansätze angeboten werden.


    Alte Software besteht zum Teil aus konzeptionell überholtem Code, der sich nur schlecht ersetzen lässt. Dann ist es manchmal besser komplett neu anzufangen.

    Spezialisierte Aufgaben. Der Anwendungsbereich von Linux geht von Embedded bis zu Großrechnern. Diese Flexibilität macht es erschwert es, das System an die Bedürfnisse "normaler" Benutzer anzupassen. Deshalb basiert MacOS zwar auf FreeBSD und Android auf Linux, haben mit dem ursprünglichen System jedoch nicht mehr viel gemein. So kann auch ein Haiku für viele Szenarien ohne den Ballast das bessere System sein, wenn es fertig ist.

    Alles andere wäre ein zurück in die Planwirtschaft und das hat den technischen Fortschritt nicht wirklich gefordert.

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      Von Calabi-Yau am Fr, 5. Oktober 2018 um 09:42 #

      @niradis
      Ich kann Deine Argumentation nachvollziehen, aber sollte man das Ganze nicht mal mit den Augen des normalen Anwenders sehen? Der will nämlich unter Umständen weg vom faktischen Monopolisten Microsoft (ist ja in gewisser Weise ebenfalls Planwirtschaft), findet aber keine ihn befriedigende Alternative. Und ich habe zumindest die Hoffnung, wenn viele Entwickler gemeinsam an der Benutzerfreundlichkeit feilen würden, anstatt parallel an unterschiedlichen Distributionen herumzuwerkeln, könnte das vielleicht sogar gelingen. Wenn meine Annahme falsch ist, wird sich in nächster Zeit an der jetzigen Situation wohl nichts ändern.
      Ich kenne ein paar Nutzer (inklusive meiner Person), die durchaus Sympathie für Linux haben, aber von den kleinen oder auch großen Klippen genervt sind und deshalb wieder Windows benutzen.

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        Von msi am Fr, 5. Oktober 2018 um 12:58 #

        Und ich habe zumindest die Hoffnung, wenn viele Entwickler gemeinsam an der Benutzerfreundlichkeit feilen würden, anstatt parallel an unterschiedlichen Distributionen herumzuwerkeln, könnte das vielleicht sogar gelingen.

        Das wäre dann natürlich auch keine „Planwirtschaft“.

        Dass eine größere Zahl Entwickler an einer vernünftigen Desktop-Umgebung (z. B. auf Basis von Tk) arbeiten, wäre aber in der Tat wünschenswert.

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        Von linuxuser123 am Sa, 6. Oktober 2018 um 22:23 #

        Ende der 90er- und Anfang der 00er-Jahre wurde das "GNU Linux-Betriebssystem" in Teilen stark von Windows inspiriert. Oder es gab sogar den Druck sich da Sachen abzugucken - und da waren nicht nur gute Sachen bei. Vermutlich ist Ubuntu Desktop 64bit die Distribution deiner Wahl, die bietet so ziemlich genau das, was du suchst.

        Ich persönlich werde demnächst zu Fedora wechseln weil es mir solidere Security und Packagemanagement bietet. Für mich gut, für dich wahrscheinlich ein Albtraum, wenn du mal irgendein "random Programm aus dem Internet" installieren willst.

        P.S.: Viele sind zu macOS gewechselt, d.h. Microsoft hat zumindest auf dem Desktop kein Monopol mehr

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Von Anon am Mi, 3. Oktober 2018 um 21:24 #

Schön auf den Screenshots zu erkennen, dass die scheiß Werbung selbst die Autoren so stark nervt, dass sie Werbeblocker einsetzen. Weiter so.

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Von msi am Do, 4. Oktober 2018 um 00:37 #

...verbesserte Unterstützung für die Dateisysteme btrfs, exFAT, ext2, ext3, ext4...

Als ich dem aktuellen Haiku einen USB-Stick mit ext4-Dateisystem angeboten habe, passierte gar nichts. ext2 konnte lediglich gelesen werden. (ext3 habe ich nicht getestet.) Andererseits wird man herumtragbare Speichermedien wohl ohnehin meist mit FAT formatieren.

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Von Ghul am Do, 4. Oktober 2018 um 18:33 #

Die Open Source Hasser, die hier ein paar Threads unter den Treshold gevotet haben, haben sicherlich die gleiche IP und stammen von der gleichen Person. Ich würde empfehlen, die Doppelaccounts mal zu deaktivieren.

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Von asdgfghjjkll am Fr, 12. Oktober 2018 um 19:27 #

Ich habe Haiku R1 Beta auf alten und antiken Rechnern getestet, wobei mir auffiel, dass ein Teil der Software (u.a. Webpositive und alles, was mit KDE/Qt4/Qt5 zu tun hat, sowie offenbar auch LibreOffice, womit u.U. auch GTK2-/GTK3-Software betroffen wäre), SSE2 benötigt. Das betrifft somit u.a. AthlonXP-, PIII- und PII-CPUs.

Unter einem Athlon XP-System (1,8GHz, 2GB RAM) tritt dann der beschriebene Effekt auf (aufgrund des damaligen Intel-SSE2-Patentgehabes), ein PIV-System mit Intel 865-Uraltgrafik (2GHz, 1,5GB RAM), das SSE2 versteht, startet leider nicht (u.U. gibt es hier Probleme mit dem Intel-Grafiktreiber?).

Klaglos läuft Haiku Beta R1 auf einem alten Phenom-Quadcore-System (4x3GHz, 8GB RAM).

Tatsache ist aber, dass aktuell die Haiku-Betriebssystem-Basissoftware noch kein SSE2 zwingend benötigt, so dass man die alte BeOS-Software auch unter Haiku Beta R1 auf alten, nicht SSE2-fähigen Systemen wieder bzw. weiter benutzen kann.

Ansonsten macht Haiku einen guten Eindruck (zu nennen sind Webpositive, Iconomatic, Wonderbrush und der alte "BeOS-Stil", wie er u.a. in Drive Setup und im Installer zum Ausdruck kommt), das "alte" Becasso lässt sich über Haiku-Depot nachinstallieren. Auch BeOS-Software wie Groovemaker und Gobe Productive soll ja unter der 32bit-Variante verwendbar sein, was ich allerdings noch nicht selbst getestet habe.

Das nur als Anmerkung. Warum die uralten Mainboards mit antiken CPUs nun schon rund 20 Jahre halten, verstehe ich selbst nicht ganz. Aber alles, was darauf noch läuft, ist höchstwillkommen und bereitet einen herrlichen Spaß. Deshalb einen herzlichen Dank an das Haiku-Team. :-)

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    Von abc am So, 14. Oktober 2018 um 11:29 #

    Haiku macht ganz sicher Spaß.

    Allerdings habe ich mir beim Installieren von Software aus dem Haiku-Depot irgendwie das System bootunfähig gemacht. Zu allem Überfluss führt beim Hochfahren das Drücken der Shift-Taste nicht zum erwarteten Ergebnis.

    Dass Haiku noch nicht einmal USB-Sticks, die mit FAT32 oder sogar BeFS formatiert sind, beschreiben kann oder will, das verstehe ich überhaupt nicht. Das lesende Kopieren funktioniert aber.

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      Von Paradoxon am Di, 16. Oktober 2018 um 06:42 #

      USB Sticks mit Fat32 oder BeFS können schon seit knapp 10 Jahren beschrieben werden.. meistens kommt eine Meldung ob der Stick Beschreibbar oder nur lesbar eingehängt werden soll (noch dem Beta Status geschuldet).

      Zu dem nicht bootbaren System ... das ist echt heftig. In den letzten 5 Jahren (bei Updates teilweise alle 3/4 Tage und verschiedenstens Softwareinstallationen) hattte ich das nur einmal
      und ich konnte immer auf eine alte revision zurückbooten. Deswegen mal die Frage:
      Was passiert biem schift drücke beim Boot Prozess?
      Welche Software hast du installiert?

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        Von asdfghhjkl am Mi, 17. Oktober 2018 um 23:14 #

        "Was passiert beim Shift-Drücken beim Boot Prozess?"

        Leider nichts.

        "Welche Software hast du installiert?"

        Vor allem zuviel Software aus dem Haiku-Depot (auch einige unnötige Translatoren). Dass so etwas passieren könnte, daran dachte ich auch, nur rechnete ich nicht damit, per Shift-Taste nicht mehr ins System zu kommen.

        Das ist aber halb so wild. Ich habe Haiku R1 inzwischen auf einen 16GB-USB-Stick installiert, den ich von solchen Experimenten verschone. Mit dem Installer ist ein zerschossenes System so schnell ersetzt.

        Beta heißt nun einmal Testen, dazu gehören auch alle Webbrowser sowie KDE- und GTK-Software. Ohne ein Office und stabiles Webbrowsing wird Haiku keine Chance haben können.

        Ein Problem ist auch aktuell Grub2, der Haiku nicht automatisch einbindet wie z.B. ein Windows98.

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