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Do, 17. Januar 2019, 15:00

Total War: Warhammer II für Linux

Bernd Ritter

Wie spielt es sich?

Die Spiele der Total War-Reihe spielen sich natürlich grundsätzlich alle gleich. Der interessante und sehr gute gelungene Aspekt hier sind die beiden großen Kampagnen, besonders natürlich die, die sich um großen Mahlstrom dreht. Die vier verschiedenen Fraktionen bieten gute Abwechslung und unterscheiden sich auch in ihrer Lebensweise voneinander, so dass das Spiel hier interessant bleibt.

Das Tutorial wirkt leider etwas überladen. Neben all den Popups und Erklärungen erzählt und erläutert der Mentor noch im Audio-Modus einige Dinge. Zeitgleich erhält man Quests, die man durchführen soll, in der nächsten Runde beginnt dann jedoch gleich schon der nächste Tutorial-Strang. Es wirkt stark so, als ob alle Erklärungen einfach irgendwie untergebracht worden sind, ganz nach dem Motto »drin ist drin«.

Bernd Ritter

Das Spiel selbst beginnt recht behutsam. Nach der Eroberung einiger Provinzen zieht das Tempo dann doch deutlich an. Auf einmal befindet man sich inmitten zahlreicher diplomatischer Verhandlungen mit dem ganzen Kontinent, als die übrigen Völker beginnen, den großen Mahlstrom anzuzapfen.

Grafisch kann das Spiel eigentlich einiges hermachen. Ich sage eigentlich, weil ich in der rundenbasierten Strategiekarte immer den Eindruck hatte, auf einen Pixelbrei zu schauen. Die schönen Karten des Vorgängers sind zwar zu erahnen, viele grafische Effekte lassen die Welt auch lebendig erscheinen. Die Städte sehen sich aber irgendwie ähnlich und haben keinen rechten Schliff. In einem der Screenshots der Strategiekarte kann man den matschigen Wald sehen. Die Grasfelder sehen leider ähnlich schwammig aus. Auch mit anderen Grafikeinstellungen (gespielt wurde in FHD mit Ultra-Einstellungen) sah es leider nicht besser aus. Anders sieht es dagegen in den Echtzeitstrategie-Schlachten aus. Die Panoramen der Umgebungen sehen fantastisch aus. Bei Eroberungen von Städten bekommt man richtig Lust, diese Stadt bald sein eigen nennen zu dürfen.

Ein weiteres kleines Manko, das ich anmerken muss, ist die Hilfe. Zwar werden auch in den Missionsbeschreibungen und Benachrichtigungen grobe Hinweise gegeben, wo man etwas einstellen oder einen Ritus aktivieren muss. Ganz selbsterklärend ist es jedoch nicht und so muss man für ein paar Einstellungen sich schon auf die Suche begeben, um herauszufinden, wo sich diese Schalttafel denn nun befindet.

Kaufen

Das Hauptspiel und die DLCs kann man im Feral-eigenen Shop für 59,99 Euro für das Hauptspiel erwerben. Dort erhält man wie überall einen Steam-Key. Im Humble Store ist es ebenfalls als Steam-Key erhältlich. Oder man kauft es direkt bei Steam selbst. Beim Kauf im Feral-Shop erhält man dasselbe, unterstützt den Entwickler jedoch am meisten, da hier keine Zwischenhändler mitverdienen.

Fazit

Total War: Warhammer II ist ein guter und ergänzender Nachfolger. Die Portierung von Feral Interactive funktioniert problemlos sogar unter der offiziell nicht unterstützten OpenSUSE Leap 15. Wer die Fantasy-Welt um Warhammer mag, dürfte hier gutes Futter finden. Die strategischen Möglichkeiten und die vielen Optionen wie Helden und Riten ermöglichen viel Spielspaß in den Kampagnen.

Hinweis

Dieser Artikel stammt von Holarse Linux Gaming und wurde mit freundlicher Genehmigung übernommen. Der Originalartikel befindet sich hier.

  • Das Werk darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes sind erlaubt. Der Name des Autors/Rechteinhabers muss in der von ihm festgelegten Weise genannt werden. Dieses Werk bzw. dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.

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