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Do, 31. Januar 2019, 15:00

Remotedesktop mit Apache Guacamole

Servernutzung

Die relativ unscheinbare Oberfläche von Guacamole gestaltet sich aufgeräumt und bietet diverse Einstell- und Konfigurationsmöglichkeiten. Unter dem Menüpunkt »Settings« im Menü auf der rechten Seite können dazu nicht nur ein paar der Systemparameter eingestellt, sondern vor allem die Verbindungen verwaltet werden. Hier findet beispielsweise unter »Users« eine Liste der Nutzer, die auf den Server zugreifen dürfen, deren Zugriffsrechte und Rollen. Neue Nutzer können im Menüpunkt »New User« zudem mit Restriktionen, wie beispielsweise einem zeitlich begrenzten Zugang, belegt werden.

Erstellung einer neuen Verbindung in Guacamole

Mirko Lindner

Erstellung einer neuen Verbindung in Guacamole

SSH-Session innerhalb Guacamole

Mirko Lindner

SSH-Session innerhalb Guacamole

Zugriff auf eine grafische Oberfläche

Mirko Lindner

Zugriff auf eine grafische Oberfläche

Der zweite wichtige Punkt innerhalb der Menüstruktur ist »Connections«. Hier lassen sich neue Systeme und Gruppen einstellen, die Protokolle festlegen, Load-Balancing konfigurieren oder die Authentifizierung einschränken. Gruppen können dabei Limitierungen hinsichtlich der Anzahl der Verbindungen zugewiesen werden und die Verbindungen selbst können durch um diverse Funktionen ergänzt werden.

Verbindungen

Die Intention hinter Guacamole ist es, über eine einzelne Plattform verschiedene Zugänge zu verwalten. Die Oberfläche ist dementsprechend in der Lage, eine Vielzahl an Systemen zu definieren, die später mit nur noch einem Klick angesteuert werden können. Für einen VNC-Zugang über einen Webbrowser reicht es beispielsweise, die IP-Adresse und den Port des Systems in die Maske einzutragen, »VNC« als Protokoll zu wählen und die Login-Daten einzutragen. Wer Dateien zwischen Systemen tauschen will, kann zudem SFTP aktivieren.

Nach einem Klick auf eine neu erstellte Verbindung im Hauptmenü »Home« startet der Client eine entfernte Session und verbindet sich mit dem System. Alte Verbindungen und zuvor definierte Verbindungen listet der Server auf der Startseite. Das hat den Vorteil, dass oft genutzte Dienste schnell angesteuert werden können und nicht erstmals mühevoll gesucht werden müssen.

Das Menü

Das Menü des Systems ist ein integraler Bestandteil des Systems. Es verschwindet nach einer erfolgreich initiieren Verbindung, kann aber durch die Tastenkombination Shift+Strg+Alt eingeblendet werden – was auch nötig ist, denn es bietet Zugriff auf diverse Funktionen, die während einer Sitzung notwendig sind.

Zu aller erst wäre es der Zwischenspeicher (Clipboard). Guacamole ist nicht in der Lage, den Inhalt des Clipboards zwischen dem Host und dem entfernten Server ohne einen weiteren Zwischenspeicher zu verwalten. Wer also etwas von seinem Host auf den Gast umkopieren will, muss es zuerst in das Menü einfügen. Als einfaches Hilfsmittel bringt Guacamole zudem im Menü eine Bildschirmtastatur. Diese erweist sich als ungemein praktisch, wenn spezielle Tastenkombinationen oder Sondertasten genutzt werden, die auf dem Ausgangssystem nicht vorhanden sind.

Fazit

Guacamole ist ein hilfreiches Werkzeug, das Nutzern einen einfachen Weg aufzeigt, über eine gesicherte Browserverbindung auf entfernte Systeme zuzugreifen und sie zu steuern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei den Systemen um grafische Komponenten oder SSH-Verbindungen handelt. Guacamole kommt mit den gängigsten Protokollen klar. Das macht Guacamole relativ universell einsetzbar und auch für einen Heimgebrauch durchaus interessant. Denn, einmal eingerichtet kann es auf die Serverinfrastruktur eines lokalen Netzwerks zugreifen, ohne dass spezielle Ports vorhanden sein müssen.

Kommentare (Insgesamt: 6 || Alle anzeigen || Kommentieren )
noch bessere Alternative: anyterm (borwinius, Mo, 22. Juli 2019)
Externe Techniker (Thomas Hooge, So, 10. Februar 2019)
Oder auf Ubuntu-Basis (green2018, Fr, 1. Februar 2019)
HomeOffice (boba, Fr, 1. Februar 2019)
Re: bessere Alternative:novnc (anonymous, Do, 31. Januar 2019)
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