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Do, 2. Mai 2019, 15:00

Streifzug durch Ubuntu 19.04

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Hans-Joachim Baader

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Gnome

Ubuntu enthält standardmäßig Gnome 3.32 als Desktop-Umgebung. Beim ersten Start wird die übliche Willkommen-Anwendung gestartet, in der man die Möglichkeit hat, Online-Konten und ein paar weitere Dinge einzurichten.

Das neue Gnome enthält viele kleinere Verbesserungen, die nicht alle aufgezählt werden können. Die Oberfläche soll etwas beschleunigt worden sein. Die Icons wurden überarbeitet und das Adwaita-Theme erhielt kräftigere Farben. Das App-Menü in der oberen Bedienleiste wurde entfernt, Programme müssen nun wieder ihr eigenes Menü mitbringen.

Anwendungseinstellungen

Hans-Joachim Baader

Anwendungseinstellungen

Die Gnome-Einstellungen geben im neuen Abschnitt Anwendungen Kontrolle über die Berechtigungen sowie die verwendeten Ressourcen und Funktionen einer Anwendung. Tiefergehende Informationen findet man hier nicht, die Liste erinnert eher an die App-Einstellungen von Android. Auch die Sound-Konfiguration wurde verbessert. Eine stufenlose Skalierung soll die Darstellung auf großen Displays auf die optimale Größe bringen. So lässt sich die Darstellungsgröße zwischen 100 und 200 Prozent in Schritten von 25% variieren. Die noch als experimentell bezeichnete Funktion lässt sich derzeit nur in einer Wayland-Sitzung anwenden und muss erst aktiviert werden.

Ubuntu hat weitere Neuerungen zum Desktop hinzugefügt und die Desktop-Suchmaschine Tracker wieder eingeschaltet. Das Theme »Yaru«, das mit der letzten Version zum Standard-Theme wurde, wurde weiter verbessert. Eine Installation unter VMware installiert automatisch die open-vm-tools. Außerdem wurde ein »abgesicherter« Grafikmodus zum Boot-Manager hinzugefügt, der das Umschalten des Grafikmodus im Kernel abschaltet, das bei manchen Chips zu Problemen führen kann. Außerdem soll er das Installieren von proprietären Treibern erleichtern.

Erster Start von Firefox 66

Hans-Joachim Baader

Erster Start von Firefox 66

Abgesehen von Firefox, Thunderbird, LibreOffice und etlichen Gnome-Programmen, die aufgrund ihrer mangelnden Fähigkeiten für mich überhaupt keinen Sinn ergeben, sind kaum Anwendungen vorinstalliert. Verbessern kann man das über »Ubuntu Software«, die grafische Paketverwaltung für normale Benutzer. »Ubuntu Software« hieß in der letzten Version noch »Gnome Software«, und die Umbenennung dürfte die einzige nennenswerte Neuerung im letzten halben Jahr sein. Mit dem Programm kann man Anwenderprogramme und Erweiterungen installieren, unter anderem auch Gnome-Shell-Erweiterungen, GStreamer-Plugins und Schriftarten.

Erfreulich ist an Ubuntu Software, dass es auf der Hauptseite Software aus verschiedenen Bereichen empfiehlt, darunter auch solche, von denen selbst erfahrene Benutzer vielleicht noch nie gehört haben. Unerfreulich ist dagegen, dass ganz prominent proprietäre Software wie Skype empfohlen wird. Die vorgestellten Anwendungen sind überwiegend Snaps, was mit einem Download von um die 100 MB Umfang verbunden ist.

Leider ist es auch weiterhin nicht möglich, mehrere Pakete gleichzeitig zu installieren. So ist auch Ubuntu Software kein Programm, das höhere Ansprüche befriedigt. Doch macht das Stöbern in den Archiven recht viel Spaß. Um aber Bibliotheken und andere spezielle Pakete zu installieren, muss man andere Werkzeuge oder die Kommandozeile benutzen.

Auch unter Ubuntu lässt sich natürlich das gnome-tweak-tool, auf Deutsch Optimierungswerkzeug genannt, nutzen. Es ermöglicht, eine Menge Dinge einzustellen, die die Gnome-Entwickler nicht in der GUI konfigurierbar gemacht haben. Doch leider ist es nicht standardmäßig installiert.

Kommentare (Insgesamt: 32 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: unattended-upgrades (Moinsen, Do, 9. Mai 2019)
Re: unattended-upgrades (Tamaskan, Do, 9. Mai 2019)
Re[2]: Sodbrennen (Tamaskan, Do, 9. Mai 2019)
Re[7]: Sodbrennen (Moinsen, Di, 7. Mai 2019)
Re[6]: Sodbrennen (Funker Hornsby, Mo, 6. Mai 2019)
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