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Thema: Medienkompetenz - Kreativität vs. Konsum

9 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Klaus Wowereit am Do, 26. September 2019 um 15:16 #

Stattdessen glaubt der Mensch nun an das Geld, die großen Marken und die sogenannte »Innovation«.

Und das ist auch gut so

mehr ACK
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Von Josef Hahn am Do, 26. September 2019 um 18:28 #

> Stattdessen glaubt der Mensch nun an das Geld

Das wäre imho nicht der Knackpunkt - leider nimmt er als Konsument aber die Steuerungsrolle, die er haben könnte/sollte/müsste nicht gut wahr. Er ist naiv und lässt sich unkompliziert alles unterjubeln. Maskulinität spielt dabei auch eine Rolle (denn zuviel Nachdenken und Abwägen wirkt schnell 'unmaskulin' - um nicht andere Wörter zu nutzen).

> , die großen Marken

Das ist schon eher ein Problem, weil genau die großen Marken inzwischen sehr gut verstehen - und auch tagtäglich weiter ausbauen - wie man Max Mustermann den Mist unterjubelt. Diese Alexa-Wanzen hätte er nämlich früher nicht gekauft. Die Bereitschaft mussten die Amazons dieser Welt erstmal erzeugen.

Aber im Großen und Ganzen: Jep, Full ACK...

> Die Masse der Menschen versteht Geld - Öl ein wenig - Daten nicht.

Das scheint so zu sein. Bezüglich Geld könnte man auch schon in der Kindheit/Schule ein bisschen Vernunft entwickeln. Bei den Daten ist das Problem, dass es ja die Eltern und Lehrer selbst überhaupt nicht checken. Da werden dann "youtube-Projekte" gemacht. Um bei der Digitalisierung mit dabei zu sein. Hehe; von der Google-Bindung abgesehen hätte ich so damals auch gern den Schultag verbracht... :D

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    Von kirche am Fr, 27. September 2019 um 08:37 #

    (ACK) ist ein 1948 im Zusammenhang mit der Gründung und ersten Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen und zunächst aus diesem angehörenden Kirchen gebildeter Zusammenschluss christlicher Kirchen in Deutschland zum Zweck der Förderung ökumenischer Zusammenarbeit und der Einheit der Kirchen.

    mehr beten stat daddeln?

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      Von Josef Hahn am Fr, 27. September 2019 um 09:44 #

      > mehr beten stat daddeln?

      Wenn's der Rechtschreibung dienlich ist... :)

      Warum hast du genau das aus der Wikipedia-Übersichtsseite rausgefischt, und nicht bspw. das "Assumption College" in Kilmore?

      Ben Dixon war etwa dort, der wiederum auch Kommentator bei "Fox Footy" war!!

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    Von hmpf am So, 29. September 2019 um 17:49 #

    "Das scheint so zu sein."
    Leider Mittlerweile. Dass war auch schon mal anders. Gerade im Zusammenhang mit der Massenüberwachung und Zensus wurde zurecht auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus den 80ern verwiesen.
    Es waren vor allem wirtschaftliche Interessen auf Grund derer die Nutzer von IT-Systemen dazu "erzogen" (manipuliert) wurden, sich keine weiteren Gedanken machen zu müssen (sollen), um produktiver zu sein. Schöne Grüße an die DAU's. Was dann angesichts der daraus entstandenen Möglichkeiten entsprechende Begehrlichkeiten in Politik/Justiz/Polizei nach sich gezogen hat. Institutionen die formal zum Schutz der Bürger und ihrer Rechte verpflichtet sind.
    Institutionen, welche willfährig die wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen durchboxen wenn ein "kleiner" Lehrer sich mal gegen entsprechende Datensammlung ausspricht. Wohl wissend ob der Folgen für die Datensammlung der Behörden. Welcher Lehrer legt sich schon mit einem übermächtigen Arbeitgeber an, wenn selbst die Eltern die Aushöhlung der Rechte ihrer Kinder fordern. (Eine andere Form von Kinderschändern - die Eltern)
    Eine Resignation der Lehrer finde ich da nur verständlich.

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Von Tut nichts zur Sache am Di, 1. Oktober 2019 um 09:32 #

Wie endet der Artikel so schön? "Wer seinen eigenen Weg gestaltet, hat mehr Kontrolle - und ist kreativ".
Wahr, wahr. Allerdings muss auch bei dieser Feststellung wie bei allen Gemeinplätzen (und Wahrheiten in Bezug auf die Menschen sind in der Regel Gemeinplätze) darauf geachtet werden, dass sie nicht trivial oder falsch verstanden werden.

Das Verhältnis von Aufklärung, Vernunft und Kreativität ist in dem Artikel verdacht. Um die Begriffe aufzugreifen und neu aufeinander zu beziehen: Kreativität *ist* "Basteln", Vernunft *ist* auch "Basteln" und Aufklärung *ist* die Einsicht, dass beides nicht mehr sein *kann* als "Basteln".

Kontrolle im Sinne der Aufklärung ist ein Illusion. Menschen haben keine Kontrolle über das, was sie tun. Hatten nie und werden nie haben. Widerspruch? Richtig! Aber eben nur partielle und temporäre Kontrolle. Basteln eben. Ein Problem wird gelöst und andere werden dafür geschaffen.

Dass Philosophen die Welt nicht erklären, sondern verändern sollen, hat Marx postuliert und Lenin & co, umgesetzt. Ergebnis? Fail!

Meine Behauptung ist, dass es nicht allein an Marx lag und an Lenin (der bekanntlich die Theorie von Marx außerhalb ihres Geltungsbereichs, nämlich im wenig indurstrialisierten zaristischen Russland zur Anwendung brachte - was übrigens für Mao und Pol Pot z.B. auch gilt). Klar, die Theorie war, in weiten Teilen fehldesigned. Nein, es deutet, denke ich, alles darauf hin, dass es sich um ein systemisches Problem handelt. Die Illusion, dass Menschen die Kontrolle über sich und die Geschichte übenehmen könnten. Kontrolle heißt hier: an Zielen der Vernunft und Aufklärung orientiertes kreatives Handeln in der Erwartung, dass die Ziele erreicht werden.

Es wird nicht funktionieren, auch dieses Mal nicht. Die Kosten solcher Versuche sind immens und sprechen den ursprünglichen Intenionen Hohn. Menschen sind endliche und sterbliche Wesen. Ich möchte ein Plädoyer für das Basteln aussprechen. Und für die Bescheidenheit der Ziele.

Trotzdem Danke für den Artikel.

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    Von Anonymous am Do, 3. Oktober 2019 um 10:15 #

    Kürzer gefasst:

    Der Mensch mag zwar vernunftbegabt sein (Kant, Hegel), aber nicht vernünftig, sondern triebgesteuert und so gar nicht von Natur aus gut (wie Rousseau und seine Jünger in naiver Weise annahmen).

    Auf diese Annahmen haben auch Marx und seine Jünger aufgesetzt, darum waren seine Prognosen falsch, während seine Analysen auch im heutigen real existierenden Kapitalismus noch erstaunlich gut zutreffen.

    Der Mensch ist halt nur ein Schimpanse 2.0 - etwas intelligenter, aber noch aggressiver.

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Von mosu am So, 13. Oktober 2019 um 15:20 #

Danke für den guten, hilfreichen Artikel. Ein grundsätzliches Problem besteht meines Erachtens darin, dass eine Verhaltensänderung enorme Konsequenzen nach sich ziehen würde. In der Konsequenz ist sie mit dem kapitalistischen Wirtschaftsmodell nicht vereinbar, genauso wenig wie die Rettung der Bienen und die Rettung des Weltklimas. Das ist hart, aber es wird so oder so Konsequenzen nach sich ziehen.
Zu den letzten Kommentaren: Einfach zu resignieren und den Menschen für unfähig zu erklären, sein Schicksal selbst zu gestalten, geht an der Realität vorbei. Einerseits weil eine Veränderung dringlich ist, keinen Aufschub duldet und keine Larmoyanz und andererseits, weil es natürlich genügend Beispiele in der Geschichte gibt, dass Menschen, selbst Gesellschaften, ihr Schicksal selbst gestaltend in die Hand genommen haben, und wenn das Katastrophen im weiteren Verlauf auch nicht verhindern konnte, so können wir doch annehmen, dass schlimmere Katastrophen so verhindert wurden. Wer will denn heute noch als Leibeigener in einem absolutistischen Herrschaftssystem leben (was viele allerdings bis heute müssen viele aber auch nicht mehr). Dass andere, vermeintlich smarte Unterdrückungsmethoden an die Stelle treten, kann nicht überraschen, aber man sollte nach meiner Überzeugung Wohl und Wehe menschlichen Handelns dennoch nicht vom paradiesischen Endzustand her bewerten.

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