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Do, 21. November 2019, 15:00

Fedora 31

Installation

Fedora Workstation kann von Live-Images (für DVD oder USB-Stick) oder minimalen Bootmedien installiert werden. Die primäre Download-Option ist der Media Writer für USB-Sticks. Er ermöglicht die Auswahl des passenden Images, lädt es herunter und schreibt es auf einen bootfähigen USB-Stick. Für diesen Artikel war der Media Writer nicht relevant, da die virtuellen Maschinen einfach über das ISO-Image zu starten sind.

Für die Installation werden mindestens 1 GB RAM empfohlen. Mit weniger als 768 MB ist die Installation noch mit Einschränkungen möglich, man muss aber unter Umständen auf die textbasierte Installation, VNC oder Kickstart ausweichen. Für den Betrieb werden mehr als 1 GB empfohlen. Das ist klar, da bereits mit einem Webbrowser und der einen oder anderen Anwendung schnell einmal 4 GB Speicherbedarf erreicht werden, bei anspruchsvollen Anwendungen auch noch mehr.

Äußerlich hat sich die Installation gegenüber Fedora 30 kaum geändert. Sie beginnt wie immer mit der Sprachauswahl. Danach gelangt man zur Übersichtsseite. Hier ermittelt das Installationsprogramm im Hintergrund bereits einige Dinge, es steht einem aber frei, diese abzuändern, und zwar weitgehend in beliebiger Reihenfolge. Alle Punkte, die vom Benutzer zwingend noch bearbeitet werden müssen, sind mit einem gelben »Warndreieck« markiert. Zu beachten ist aber, dass der Installer manchmal einen Moment braucht, um die Anzeige neu zu berechnen. Die einzige zwingende Aktion ist die Auswahl des Installationsziels. Die erkannten Festplatten werden durch ein Icon angezeigt.

Übersicht

Hans-Joachim Baader

Übersicht

Laufende Installation

Hans-Joachim Baader

Laufende Installation

Bei der Partitionierung sind die gewohnten Optionen wie die Verschlüsselung der gesamten Festplatte oder einzelner Partitionen, RAID, LVM und LVM Thin Provisioning vorhanden. Bei der LUKS-Verschlüsselung kann man die LUKS-Version wählen. Auch das Dateisystem Btrfs wird unterstützt, einschließlich seiner spezifischen Funktionen wie Subvolumes. Btrfs ist eine der möglichen Optionen, wenn man die automatische Partitionierung wählt. Außer Btrfs sind auch »normale« Partitionen und eine LVM-Installation möglich, letztere ist die Standardeinstellung. LVM- und Btrfs-Installation legen eine 1000 MB große /boot-Partition mit dem Dateisystem ext4 an. Bei LVM wird der Rest zu zwei Dritteln als Root-Partition verwendet, zu einem Drittel für /home. Hier wird ext4 als Dateisystem verwendet. Meines Erachtens sind mehr als 10 GB für die Root-Partition übertrieben. Man hätte lieber den größten Teil des Volumes frei lassen sollen, denn das ermöglicht eine Vergrößerung der Partitionen nach Bedarf im laufenden Betrieb. Mit Btrfs wird eine separate /home-Partition angelegt, die sich aber aufgrund der besonderen Eigenschaften von Btrfs den Plattenplatz mit der Root-Partition teilt. Im Endeffekt ist die Btrfs-Lösung noch flexibler als LVM.

Die eigentliche Installation läuft dann ohne weiteres Zutun und ist sehr schnell vollendet. Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich, mit dem man einmalig in die Fedora-Willkommens-Anwendung gelangt. Diese ermöglicht Einstellungen zum Datenschutz, Online-Konten und das Anlegen eines Benutzers. Es wird kein Passwort für Root gesetzt oder verlangt. Der Root-Account kann nur über sudo erreicht werden. Wer weiterhin den direkten Root-Login benötigt, kann natürlich ein Passwort für Root vergeben (einfachste Variante: sudo passwd). Beim KDE-Spin und möglicherweise auch bei anderen legt man aber nach wie Vor ein Root-Passwort fest und kann auch Benutzer anlegen.

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