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Do, 21. November 2019, 15:00

Fedora 31

Desktop des KDE-Live-Images

Hans-Joachim Baader

Desktop des KDE-Live-Images

KDE

KDE mit Plasma 5 ist im KDE-Spin von Fedora (und natürlich in den Repositorien) in Version 5.16, nicht dem gerade erschienenen 5.17, enthalten, mit den KDE Frameworks 5.61 als Grundlage. Die KDE Applications liegen in Version 19.08 vor. Der Speicherbedarf liegt aus noch unbekannten Gründen dieses Mal bei mindestens 715 MB, damit ist auch KDE keineswegs eine schlanke oder sparsame Umgebung. Unter Ubuntu waren es allerdings nur gut 400 MB.

Plasma 5.16 bringt gegenüber der zuvor eingesetzten Version 5.15 zahlreiche Verbesserungen mit. Im Mittelpunkt stand die weitere Politur der Umgebung mit konsistenterem Verhalten. Zugleich wurden aber auch neue Funktionen eingebaut. So wurde das Benachrichtigungssystem noch einmal neu geschrieben. Mit dem neuen »Nicht stören«-Modus kann man Benachrichtigungen unterdrücken, um nicht abgelenkt zu werden, und die Benachrichtigungen sind nach Anwendung gruppiert. Kritische Benachrichtigungen werden auch dann gezeigt, wenn die Anwendung im Vollbildmodus ist. Ein Icon in der Systemleiste zeigt an, dass eine Anwendung Audio aufnimmt.

Fehler in den KDE-Einstellungen

Hans-Joachim Baader

Fehler in den KDE-Einstellungen

Wenn man ein neues Theme wählt, wird es auch korrekt auf die Panels angewandt, und das Aussehen der Login-, Logout- und Sperrbildschirme wurde verbessert. Die Sichtbarkeit vieler Elemente wurde verbessert, indem die Schatten von Fenstern und Menüs standardmäßig wieder schwarz sind. Viele Änderungen gab es bei den Einstellungen, wo alle Seiten poliert wurden und die Einstellungen zum Aussehen der Oberfläche speziell überarbeitet wurden.

Die Wayland-Unterstützung wurde weiter verbessert und ermöglicht nun auch Drag & Drop zwischen Wayland- und XWayland-Fenstern. Auch in Fedora kann eine Wayland-Sitzung getestet werden, allerdings muss man dazu zuerst das Paket plasma-workspace-wayland installieren.

KDE Discover

Hans-Joachim Baader

KDE Discover

Taucht man in die KDE-Einstellungen ein, kann man schon einmal den einen oder anderen Fehler entdecken. Wählt man beispielsweise die Energieverwaltung an, erhält man die Mitteilung, dass das entsprechende Modul nicht installiert sei. Diese Mitteilung bleibt stehen, auch wenn man eine andere Einstellungsseite ansteuert. Ein Weiterarbeiten ist erst möglich, wenn man das Programm beendet und neu aufruft. Ein weiteres Problem war die Änderung der Bildschirmauflösung. Wenn ich eine höhere Auflösung wählte, wurde das Fenster der virtuellen Maschine zwar kurzzeitig auf die gewünschte Größe vergrößert, doch wurde das sofort rückgängig gemacht. Unter Gnome war dies problemlos möglich.

Unter KDE kommt Plasma Discover zum Einsatz. Es übernimmt die komplette Software-Verwaltung und ermöglicht auch, nach Erweiterungen für Plasma und viele Programme zu suchen. Aber auch hier gilt: Will man Bibliotheken installieren, die nicht automatisch über eine Abhängigkeit installiert werden, muss man das auf der Kommandozeile tun. Bis auf das Versagen beim Installieren der RPM Fusion-Repositorien (s. nächster Abschnitt) arbeitet das Programm aber recht ordentlich. Auch Discover startet wie »Gnome Software« mit Programmempfehlungen. Neu ist dieses Mal nur, dass Discover auf der Update-Seite das Herunterladen und Installieren voneinander trennt, wobei beides parallel ablaufen kann.

Auch unter KDE ist Firefox als Webbrowser der Standard. Konqueror (nicht mehr zu empfehlen) und Falkon, der Nachfolger von Qupzilla, sind als zusätzliche Browser vorhanden. Als Office-Suite ist die Calligra-Suite 3.1.0 vorinstalliert. Calligra lädt etwas schneller als LibreOffice. Auf kleinen Bildschirmen nimmt aber zunächst das geöffnete Dock fast den ganzen Platz ein, ein Arbeiten ist so nicht möglich. Erst wenn man das Dock geschlossen hat, wird das Programm nutzbar.

Vorinstalliert sind desweiteren nur die wichtigsten KDE-Anwendungen. Selbst populärere, aber größere KDE-Programme wie Marble, Digikam oder Krita sind nicht standardmäßig vorhanden.

Der KDE-Spin nutzt wie bisher auch schon zwar Journald von Systemd für das Loggen, installiert und startet aber weiterhin rsyslog, so dass das Log immer noch in Stereo vorhanden ist.

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