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Thema: Fedora 31

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Von msi am Sa, 23. November 2019 um 20:14 #

Textpad versus kate/gedit seit 20jahren (grosse dateien 500mb etc pp) (crashes unter kate, gedit fehlende funktionalitäten)

Gut, mögen Kate ebenso wie Gedit mehr Bugs und weniger Funktionen haben als Textpad. Aber:

Erstens ist Textpad proprietäre Software, die jeder, der sie legal benutzen will, kaufen muss. Kate und Gedit hingegen sind beide GPL- bzw. LGPL-lizenzierte freie Software. Damit ist kein moralisches Urteil über die Entwickler von Textpad oder das (Ver-)Kaufen von Software intendiert. Ich versuche nur, den Unterschied deutlich zu machen.

Zweitens gibt es möglicherweise im Linux-Bereich andere Texteditoren, die an den Funktionsumfang von Textpad rankommen und stabil laufen. Vim scheint mir da ein Kandidat zu sein. Ansonsten findet sich evtl. bei texteditors.org eine gängige Alternative.

Drittens könnte man ja, wenn einem so viel daran liegt, genau diesen Editor zu benutzen, zwei Dinge tun:
1. Versuchen, das Programm mit Wine zum Laufen zu bringen.
2. Die Entwickler fragen, ob sie nicht vielleicht auch eine Linuxversion erstellen wollen.

WinRAR (verschlüsselte, geplttitet archive) - seit 20jahren via GUI

Ich packe und komprimiere Dateien zumeist auf der Kommandozeile, weshalb ich zum Stand der GUIs in diesem Bereich nichts sagen kann. Aber:

Unter Linux lassen sich prinzipiell weit mehr (und teils bessere) Kompressoren nutzen als mit WinRAR (bspw. bzip2, gzip, lzip, xz, zip). Ebenso kann man auf der Kommandozeile Dateien zerteilen (siehe split) und verschlüsseln, z. B. mit gpg (Dazu braucht es kein Schlüsselpaar.). All diese Komponenten sind gut getestete freie Software, während WinRAR ebenso wie das RAR-Format keine freie Software sind.

Und wo wir gerade bei verschlüsselten Archiven waren: Die Entwickler von WinRAR bieten offenbar weder Prüfsummen noch Signaturen für die EXE-Dateien an, die man von ihrer Website herunterladen kann, um sie dann auf dem eigenen System zu installieren. Programme hingegen, die man sich über den Paketmanager einer Linuxdistribution installiert, sind üblicherweise digital signiert – und sei es nur vom Paketbetreuer der Distribution, der gute Gründe hat, sich den Quelltext des betreffenden Programms vorher mal genauer anzusehen.

Ich belasse es mal bei diesen beiden Beispielen, aus einem einfachen Grund: Die Liste, mit der du hier auf die Frage geantwortet hast, was denn Beispiele für konkrete Anwendungen wären, für die es unter Linux keine „guten Programme“ gibt, ist zum Großteil eine Aufzählung proprietärer Windows- und Mac-Software, von der man aus naheliegenden Gründen nicht erwarten kann, dass sie auch unter Linux läuft. Das heißt allerdings mitnichten, dass es unter Linux keine gangbaren Alternativen gibt.

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