Window-Manager Prinzip-Frage

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logoft
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Window-Manager Prinzip-Frage

#1 Beitrag von logoft » 08. Apr 2013 22:44

Hallo Leute,

eine Frage quält mich seit ich eine Windows-Alternative suchte: Wie wird in Linux ein Programm zu einem Gnome oder Kde Programm? Warum kann ich ein g Programm nicht unter kde starten? Und umgekehrt. Warum muß man g suchen?
Warum ist nicht jedes Linux-Programm zu starten? Wenn ich den Window-Manager wechsel, sind alle installierten Programme "weg". Wenn ich Pakete installiere sind sie nur mit dem Window-Manager zu nutzen der den Anfangsbuchstaben trägt.

Früher hat man DOS-Programme gestartet und sie waren da.
OS/2 hatte nur eine Oberfläche PMShell oder so ähnlich. Winblöd hat auch nur eine Oberfläche.
Gibt es eine Möglichkeit Linux-Programme zu starten ohne Window-Manager? Angenommen den X-Server als Dauer-Parameter zu übergeben?

Versteht ihr was ich meine? Manche Linux-Tools die ohne X-Server laufen müßen sehen DOS-Programme aus mit 16 Farben. Gibt es sowas auch unter Linux ohne sich auf einen Window-Manager festlegen zu müssen?

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Janka
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Re: Window-Manager Prinzip-Frage

#2 Beitrag von Janka » 09. Apr 2013 9:12

logoft hat geschrieben: eine Frage quält mich seit ich eine Windows-Alternative suchte: Wie wird in Linux ein Programm zu einem Gnome oder Kde Programm? Warum kann ich ein g Programm nicht unter kde starten? Und umgekehrt. Warum muß man g suchen?
Das ist Unsinn, und das weißt du. Zumindest hab ich es dir oft genug so geantwortet. Du kannst jedes Programm unabhängig vom aktuellen UI starten. Du hast evtl. nicht die volle Funktionalität, weil bestimmte Dienste des UI nicht laufen, das kommt aber auf das UI an. KDE-Programme starten z.B. immer alle nötigen KDE-Dienste, wenn diese nicht schon durch das UI gestartet sind.

Es ist nicht bei jeder Distribution jedes installierte GUI-Programm automatisch in jedem UI-Programmmenü. Das ist aber ein Problem der Distribution, denn deren Installationswerkzeug erzeugt ja die Menüeinträge. Z.B. openSuSE erzeugt automatisch und auf Wunsch einheitliche Menüeinträge für KDE, Gnome, WindowMaker, FVWM und einige weitere UIs.

Gibt es eine Möglichkeit Linux-Programme zu starten ohne Window-Manager? Angenommen den X-Server als Dauer-Parameter zu übergeben?
Natürlich geht es auch ohne Windowmanager. Deshalb ist das ja ein Extra-Programm. Allerdings kannst du ohne Windowmanager Fenster nicht ohne Hilfe des Programms, das sie erzeugt hat verschieben, vergrößern, umstaffeln oder verstecken - und die Programme haben dafür meist keine Funktion, weil der Benutzer ja einen Windowmanager hat. Außerdem ist der Tastaturfokus dann mausabhängig, was sehr nerven kann.
[Manche Linux-Tools die ohne X-Server laufen müßen sehen DOS-Programme aus mit 16 Farben.
Meinst du etwa Programme, die die Athena-Widgets benutzen, z.B. xfig oder xfontsel, oder gar nur Xt? Das hat mit dem Windowmanager nichts zu tun. Die Fensterinhalte zeichnet jedes Programm allein für sich. Dass man als Benutzer überhaupt über Themes Einfluss darauf nehmen kann ist ja an Unix-Zeitmaßstäben gemessen eine relativ junge Entwicklung.

Gibt es sowas auch unter Linux ohne sich auf einen Window-Manager festlegen zu müssen?
Du musst dich nicht auf einen Windowmanager festlegen. Man kann den Windowmanager sogar innerhalb einer UI-Session wechseln, wenn dieser nicht der Sessionlead ist.


Janka
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
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