bootfähiges ISO brennen

Software besorgen und anwenden
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Thomas Schmitt

#46 Beitrag von Thomas Schmitt » 02. Nov 2013 11:53

Hi,

die Neugierde liess mich nicht ruhen.

Wenn ich die beiden auesseren Anfuehrungszeichen bei
dem for-Loop wegmache, dann bootet Epidemic 4.0.2 auf
meinem Versuchsrechner.

Der Bildschirm bleibt zwischendrin einige Zeit entmutigend
dunkel, wenn man nicht mit Ctrl+Alt+F8 selbst auf die
Grafikkonsole schaltet, wo der Biohazard blinkt.

Aber das DVD Laufwerk klappert fleissig und irgendwann
taucht auch die Grafik auf.

Desligar !

Wenn ich nur wuesste, wie man regulaer die DVD aus dem
Laufwerk bekommt, bevor Epidemic den Computer abschaltet.


Have a nice day :)

Thomas

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Phoenix
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#47 Beitrag von Phoenix » 02. Nov 2013 17:00

Moin Thomas,
Phoenix:
Ist eins von Deinen DVD Laufwerken vielleicht an USB und
deshalb leicht abzuklemmen ?
Leider nein, beide sind fest installiert und verkabelt. Das einfachste wäre noch, das Stromversorgungskabel abzuziehen; das Datenkabel erfordert Fingerfertigkeit und Kraft. Das (obere) Brennlaufwerk scheint sowieso besser zu sein; vielleicht prüfe ich das mal bei Tageslicht am Sonntag mit eingelegter Scheibe im Brennerlaufwerk, herunterfahren, Rechner öffnen, Stv.- Kabel am Leselaufwerk abziehen abziehen und Neustart.

Bootet das System dann durch, sollte der Übeltäter gefunden sein. Wenn nein, dann... kommst Du. :P "Gehe ich recht in der Annahme", daß Dir das Spaß macht? :wink:

Ach ja, für alle Fälle habe ich an meinem Rechner die Stromversorgung der Hauptfestplatte abschaltbar (!) gemacht per Kippschalter. Das hat bei schwierigen Basteleien so manches mal das Leben der Hauptinstallation gerettet...

Bis später

Phoenix
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Thomas Schmitt

#48 Beitrag von Thomas Schmitt » 02. Nov 2013 17:35

Hi,

> Bootet das System dann durch, sollte der Übeltäter gefunden
> sein. Wenn nein, dann... kommst Du.

Meins bootet ja jetzt. Da fiele mir kein Grund mehr ein,
wenn sich Deins immer noch weigert.


> "Gehe ich recht in der Annahme", daß Dir das Spaß macht?

Es ist eine interessante Sache, dem Bootvorgang mal weiter
als bis zur ersten Stufe des Bootloaders zu folgen.

Die Suche nach dem Filesystem finde ich etwas suboptimal.
Da werde ich wohl versuchen, was solideres vorzuschlagen.


Have a nice day :)

Thomas

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Epidemic und 2 DVD- Laufwerke :(

#49 Beitrag von Phoenix » 02. Nov 2013 18:03

Hallo Thomas.

die Neugierde siegte...
Thomas Schmitt hat geschrieben:Hi,

> Bootet das System dann durch, sollte der Übeltäter gefunden
> sein. Wenn nein, dann... kommst Du.

Meins bootet ja jetzt. Da fiele mir kein Grund mehr ein,
wenn sich Deins immer noch weigert.
Ich hab jetzt gerade nur das 4- adrige Spannungskabel aus dem Leselaufwerk gezogen und vorher die bemeckerte DVD ins Brennerlaufwerk gelegt. Wieder einschalten, Livesystem bootet automatisch (auch vom Brenner!), keine Meckerei beim Booten. In üblicher Bootzeit war das System "voll da".

Mannomann, Mensch und Linux- Technik... :twisted:
> "Gehe ich recht in der Annahme", daß Dir das Spaß macht?

Es ist eine interessante Sache, dem Bootvorgang mal weiter
als bis zur ersten Stufe des Bootloaders zu folgen.

Die Suche nach dem Filesystem finde ich etwas suboptimal.
Da werde ich wohl versuchen, was solideres vorzuschlagen.
Ich hab im Dolphin ein Menü entdeckt, daß selbst ein ISO detailliert ansehen läßt ohne irgendwelche Konsolenkrücken. Rechtsklick- Aktionen- ISO durchsuchen. Für Mausschubser...

Jetzt will ich den Rechner wieder kalt machen, das Kabel anstecken, zuschrauben, neu starten mit getauschter Scheibe (beta- Version Epidemic).

Weiter viel Spaß

Phoenix
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Bequimão
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#50 Beitrag von Bequimão » 02. Nov 2013 18:08

Thomas Schmitt hat geschrieben:Hi,

die Neugierde liess mich nicht ruhen.

...
Desligar !

Wenn ich nur wuesste, wie man regulaer die DVD aus dem
Laufwerk bekommt, bevor Epidemic den Computer abschaltet.


Have a nice day :)

Thomas
So lernst Du auch ein paar Worte Portugiesisch. Aber dieser Dialog sollte auf Deutsch übersetzt sein. Das erinnert mich an meine Linux-Anfänge, wo ich mir die Finger gebrochen habe beim Versuch, die DVD aus dem Laufwerk zu kriegen.

Mir sind keine Beschwerden bekannt, und viele Benutzer sind Linux-Anfänger. Ich selbst habe bei Boot-from-iso den Kernelparameter noeject hinzugefügt (im Wiki, nicht im Code), weil beim Herunterfahren versucht wurde, eine nicht vorhandene DVD aus dem Laufwerk auszuwerfen. Ich habe, wie schon gesagt, lange keine DVD mehr gebrannt.

Zu Epidemic 4.0: Die ISO ist über ein Jahr alt, d.h. der Ausgangspunkt liegt vor dem Release von Debian Wheezy. Ich weiß nicht, ob die Version sich unfallfrei auf den aktuellen Stand bringen läßt, und habe im Augenblick keine Zeit und Lust, das zu testen. Ich empfehle, die aktuellere 4.1 alpha 1 zu verwenden. Diese Version ist trotzt des Namens ziemlich stabil.

Viele Grüße
Bequimão

Thomas Schmitt

#51 Beitrag von Thomas Schmitt » 02. Nov 2013 19:30

Hi,

Phoenix:
> In üblicher Bootzeit war das System "voll da".
> Mannomann, Mensch und Linux- Technik...

Tja. Die Shell und ihre Anfuehrungszeichen. Da tappt jeder mal
in die Pfuetze.

Ich habe mittlerweile einen Bug in Linux+udev entdeckt,
der zusammen mit den Partitioniergewohnheiten von GRUB2
verhindert, dass man das Epidemic ISO eines USB Sticks
aus /dev/disk/by-label mounten kann.

Ich habe dem ISO ein gut erkennbares Volume Id verpasst.
"epidemic-4.1-b1-1-amd64" statt "ISOIMAGE". Das taucht dann
auch als

Code: Alles auswählen

/dev/disk/by-label/epidemic-4.1-b1-1-amd64
im Linux auf (leider etwas zu spaet im Epidemic Bootvorgang).
Dooferweise zeigt dieser Softlink aber auf /dev/sdb1 anstatt
auf /dev/sdb. /dev/sdb1 kann man aber nicht mounten, weil
diese Partition einen Block hoeher beginnt als das ISO
Filesystem.

Jetzt muss ich Vladimir fragen, wie wichtig diese Verschiebung
um einen 512-Block eigentlich ist. Mal sehen, ob er Zeit hat.


Bequimão:
> So lernst Du auch ein paar Worte Portugiesisch.

"Sair" -> "Desligar".

> Aber dieser Dialog sollte auf Deutsch übersetzt sein.

Kommt immer drauf an, ob ich rechtzeitig am GRUB Menue
auf englisch oder deutsch gestellt habe.

> Ich empfehle, die aktuellere 4.1 alpha 1 zu verwenden.

Ja. Mit 4.0 wird Phoenix kaum gluecklich.


Have a nice day :)

Thomas

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#52 Beitrag von Phoenix » 02. Nov 2013 23:14

Hallo ihr beiden,
> Ich empfehle, die aktuellere 4.1 alpha 1 zu verwenden.

Ja. Mit 4.0 wird Phoenix kaum gluecklich.
Mir geht es ja garnicht darum, so eine fremde Distri als Dauerlösung für mich zu verwenden. Zunächst war mir wichtig, die unterschiedlichen Bootverfahren kennenzulernen, die über den Rahmen "gewöhnlicher" Distris hinausgehen; zum anderen reizt mich auch der Blick über den Tellerrand.
Schuld hat ja lediglich Bequimao, wei der mich auf das Epidemic hingewiesen hat.... :lol: Von selbst hätte ich das nie entdeckt.
Ich hatte die 4.0 ja bereits dem Müll anvertraut; jetzt weiß ich dank eurer Hilfe, was das Problem verursacht hat und das weder meine Hardware noch das gebrannte ISO an dem Problem Schuld hat, sondern eine fehlerhafte Konfiguration der Zusammenstellung.

Ich betrachte Linux zum einen als Arbeitsmittel, zum anderen als Experimentierfeld. Bei sehr interessanten neuen Erkenntnissen überlege ich immer, ob mich das dazu bringen könnte, zumindest auf meinem Reservesystem einen Umstieg zu wagen. Aber Mageia hat sich immer noch als zählebig gezeigt...
Und das openSUSE hat mich trotz vieler Querelen damit immer noch nicht so geärgert, daß ich es in die Tonne treten würde. Im Prinzip ist das der "ruhende Pol" bei mir. Die Sticksysteme sind da gute Testobjekte, weil ich die bei Bedarf mal mitnehmen könnte, zum anderen leicht in Reserve halten kann.

Das Thema ISO & Co. hat mich insofern geärgert, als ich da bislang keine verständlichen Erklärungen zu Umgang und Hintergrund fand. Klar, Installationsanleitungen...

Ich hab noch keine Vorstellung, ob ich diesen Riesen- Thread noch ausarbeite im Sinne von Leerinfo- Entfernung und Weitterverlinkung; sowas dauert bei mir oft lange. Dennoch interessiert mich das sehr, weil es mir Infos liefert, nach denen ich wohl selbst nie gesucht hätte, die es mir vielleicht aber auch mal erlauben, selbst einfache Hilfe anzubieten.

ihr seid mir aber doch nicht böse, wenn ich so lange mitmische, bis das Thema beendet ist? Freuen würde ich mich auf jeden Fall, wenn noch weitere Interessenten mit auf den Zug springen würden. Es soll ja auch Nutzer geben, die ebenso gerne basteln wie ich.

Ach so, ich lese natürlich oft die News hier in der anderen Abteilung mit; da kommen oft Meldungen, daß verschiedene Länder die Vorteile freier Software entdeckt haben und teilweise generell darauf umsteigen. Dieses Land kann das nicht wagen, weil es dann politische Querelen mit dem riesengroßen Bruder gäbe. Wäre D. nicht MS- hörig, könnte MS nicht das US- System so gut unterstützen... :twisted: Aber Brasilien gehört zumindest zu den Positiv- Kandidaten. :wink:

Wieder ganz ernst

Phoenix
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Thomas Schmitt

#53 Beitrag von Thomas Schmitt » 03. Nov 2013 10:30

Hi Phoenix,

wenn Du einen Artikel oder ein Wiki zum Themenkomplex
ISO 9660, Brennen, oder Booten machst, wuerde ich das
gerne in technischer Hinsicht korrekturlesen.

Auf deutsch gibt es sowas meines Wissens noch nicht.
Da koenntest Du erheblichen Einfluss auf die nachwachsenden
Linuxer ausueben.

Schubsmail bitte an scdbackup@gmx.net

-----------------------------------------

Was diesen Thread angeht: James hat geantwortet, Vladimir hat
geantwortet, Linux wird immer wackeliger.

James moechte ISO USB Sticks als DVD-artig erkennen. Guter Plan.

Vladimir sagt, GRUB2 MBR Partition 1 muss bei einer LBA
groesser als 0 anfangen. Er ist der Experte. (So schnell
kann man vom Antwortengeber zum unbedarften Frager mutieren.)

Linux (oder das @#$%^!* udev) linkt stur auf /dev/sdb1, auch
wenn die Partition 32 kB nach dem Anfang des ISO Filesystems
beginnt. Sowas von bescheuert !

Frueher war alles besser. Vor allem ich selbst.


Have a nice day :)

Thomas

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#54 Beitrag von Phoenix » 03. Nov 2013 17:50

Hallo zusammen,
> wenn Du einen Artikel oder ein Wiki zum Themenkomplex
> ISO 9660, Brennen, oder Booten machst, wuerde ich das
> gerne in technischer Hinsicht korrekturlesen.

> Auf deutsch gibt es sowas meines Wissens noch nicht.
> Da koenntest Du erheblichen Einfluss auf die nachwachsenden
> Linuxer ausueben.
Ja, ich habe bereits eine 9- (11)- seitige Datei zusammen, die auch vor nicht allzu langer Zeit von einem Forenteilnehmer im Linux-Foren.de gelesen wurde. Nur haben sich danach schon einige Ergänzungen ergeben. Deshalb wäre das garnicht schlecht...

Die Ausarbeitung soll lediglich Hintergrundwissen liefern, kein HowTo werden. Selbstredend sollen die Begriffe auch bei Unklarheiten zum Weitersuchen animieren. Dabei habe ich allerdings schon viele Begriffe mit Links angefügt; alles geht natürlich nicht.

Die andere Idee wäre, diesen Thread selbst auch anders nachzuarbeiten, wobei in etwa sowas herauskommen könnte wie ein HowTo, aus dem heraus man Möglichkeiten aufzeigt, wie Bootprobleme bei ISOs entstehen und mit welchen Werkzeugen und Methoden man die lösen könnte. Nur bin ich konsolentechnisch nicht so beschlagen, daß ich mir das vornehmen könnte.
> Was diesen Thread angeht: James hat geantwortet, Vladimir hat
> geantwortet, Linux wird immer wackeliger.
Wieso wackeliger? Vielleicht ergeben sich durch solche Diskussionen ja Lösungen, an die vorher niemand gedacht hatte. Immer unter dem Gesichtspunkt, den Umgang mit den Distris für Endanwender zu verbessern. Denn Hardware ändert sich schneller als man das mitverfolgen kann.
> James moechte ISO USB Sticks als DVD-artig erkennen. Guter Plan.
Ich meine, ich hätte sowas schon mal bei irgendeiner Distri gehabt, zu der Zeit aber nicht beachtet.
> Vladimir sagt, GRUB2 MBR Partition 1 muss bei einer LBA
> groesser als 0 anfangen. Er ist der Experte. (So schnell
> kann man vom Antwortengeber zum unbedarften Frager mutieren.)
LBA? Dazu gibt es auch genügend Diskussionen in Foren. Spontan fiele mir ein, ein script zu entwickeln, welches die Entscheidung LBA ja oder nein in eine geänderte Notation umsetzt.
> Linux (oder das @#$%^!* udev) linkt stur auf /dev/sdb1, auch
> wenn die Partition 32 kB nach dem Anfang des ISO Filesystems
> beginnt. Sowas von bescheuert !
Wäre da ggfs. so eine Art Koppler ergänzbar, welcher bei udev eine erkannte sdb einfach in eine sdb1 verwandelt, damit das System zufrieden ist? Sonst müßte man ja auf ein wenig Rabatz hoffen, damit udev die Fehler ausmerzt. Gehen sollte das, die Frage ist nur wie?
> Frueher war alles besser. Vor allem ich selbst.
Naja, Belege dazu dürftest Du schuldig bleiben. :D Und Du gehst Probleme heute mit der Weisheit des Alters an, nicht mit jugendlichem Ungestüm. Was besser ist?

Nachdem ich das Problem mit den DVD erkannt hatte, wollte ich wieder umsteigen und den ISO- Start mit dem Grub 2 versuchen. Allein, so wie es in der Epidemic- Beschreibung steht, geht das bei mir nicht.
Die Beschreibung ist insofern unzulänglich, als nicht punktgenau erklärt wird, mit welchem System man das machen soll. Höchstwahrscheinlich mit einer Vollinstallation eines Systems, welches einen Grub 2 hat. Denn dies:
die ISO als Loopback device über grub2 zu starten:
http://www.epidemiclinux.org/mediawiki- ... m_ohne_DVD
enthält den Hinweis:
In früheren Epidemic-Versionen oder in anderen Distributionen mit GRUB2 als Bootmanager muß man einen Eintrag für das ISO-Abbild in der Datei /etc/grub.d/40_custom einfügen.
Bloß: mit einem solitären GRUB 2 gibt es keine grub.d- Dateien, noch nicht einmal ein /etc- Verzeichnis...
Ein weiteres Übel ist, daß zwar Epidemic eine Option bootfrom hat, die aber ohne laufendes Fremdsystem nicht per Konsole absetzbar wäre. Denn nur mit Grub 2 allein sehe ich keine Chance, den Befehl # egrub update irgendwo einzugeben. Wenn die Epidemiker aber davon ausgehen, bereits ein installiertes System (klar, über DVD...) ihrer Distri zu haben: weshalb sollte ich dann noch ohne DVD installieren wollen?
Hier soll eine Konfigurationsdatei /boot/grub/grub.cfg angelegt werden. Eine zusätzliche /boot/iso/ enthält die ISO- Images. Wenn man nicht weiß, was für Parameter für eine bestimmte LiveCD in den Menüeintrag kommen, hilft oft ein Blick in die original Konfigurationsdateien der Images. Dazu kann man das entsprechende Image einfach mounten und sich die syslinux.cfg und/oder isolinux.cfg Dateien anschauen
. -> Beide Dateien gibt's aber nicht im ISO.

epidemic-4.1-b1-1-amd64 -> grub.cfg editiert aus dem iso (!)

Code: Alles auswählen

insmod vbe
insmod vga
insmod video_bochs
insmod video_cirrus
insmod gettext
insmod png
insmod gfxmenu

loadfont /boot/grub/themes/epidemic/unicode.pf2
loadfont /boot/grub/themes/epidemic/dejavu_sans_10.pf2
loadfont /boot/grub/themes/epidemic/dejavu_sans_12.pf2
loadfont /boot/grub/themes/epidemic/dejavu_sans_bold_14.pf2

set gfxmode=1024x768,800x600
set gfxpayload=keep
set theme=/boot/grub/themes/epidemic/theme.txt
set default="0"
set timeout="9"

terminal_output gfxterm


menuentry 'Epidemic GNU/Linux [ DE ]' --class de {
	echo 'Loading Linux Kernel ...'
        linux /boot/vmlinuz locale=de_DE quiet splash
	echo 'Loading initial ramdisk ...'
        initrd /boot/initrd.img
}
Sollte ich das versuchsweise mal in die ergänzte grub.cfg im separaten Grub 2 eintragen?

Erkennen konnte ich bislang nicht, weshalb das Einbinden oder Installieren in die VBox nicht geht. Immerhin empfehlenswert wäre, das ISO soweit zu "verbessern", daß zumindest ein Installieren des Livesystems per dd, UNetbootin oder einem anderen USB- Installer möglich würde. Denn so, wie die Epidemic- Anleitung das vorsieht, beißt sich Katze in den Schwanz...

Genug für jetzt

Phoenix
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Thomas Schmitt

#55 Beitrag von Thomas Schmitt » 03. Nov 2013 21:34

Hi,

> LBA?

Logical Block Address. Eine lineare Zaehlung der Datenblocks.
Im Gegensatz zu C/H/S Cylinder/Head/Sector.

Das ist also nichts, was was man haben oder nicht haben kann.
Es geht vielmehr darum, wo die Partition anfaengt. Das Geraet
faengt bei LBA 0 an. GRUB2 moechten diesen Block fuer seinen
Master Boot Record reservieren. Deswegen faengt die Partition,
die das ISO Filesystem umschliesst, erst bei LBA 1 an.
Weil aber die Blockzaehlung innerhalb einer Partition wieder
bei 0 anfaengt, stimmen alle Blockzeiger des ISO Image innerhalb
der Partition nicht mehr.

Soweit, so beabsichtigt. Nur sollte udev diese Partition dann
nicht als Ort eines Filesystems mit Label ankuendigen.


> Wäre da ggfs. so eine Art Koppler ergänzbar, welcher bei udev
> eine erkannte sdb einfach in eine sdb1 verwandelt, damit das
> System zufrieden ist?

Uii. Machbar ist vieles. Aber das wuerde alle anderen verwirren.

Nee. Entweder bekommt man das in udev repariert, oder man faehrt
exotisch schweres Geschuetz auf. Ich habe da noch einen Workaround,
den ich erfolgreich getestet habe und nun Vladimir und James zur
Begutachtung vorgelegt habe. Vladimir (GRUB2) ist natuerlich ein
bisschen skeptisch. Vor allem weil die Partition dann erst bei
32 KB starten kann. Ein paar seiner Lieblingsfeindautomaten
koennten auf die Idee kommen, sich in seine Daten zu setzen.
(Man muss sie halt nicht ranlassen, an den USB Stick.)


> "In früheren Epidemic-Versionen [...] /etc/grub.d/40_custom"
> mit einem solitären GRUB 2 gibt es keine grub.d- Dateien,
> noch nicht einmal ein /etc- Verzeichnis...

Ich glaube da ist die Rede von dem System, von dem aus GRUB2
installiert wird.
Man sammelt dort in einzelnen Files die Stuecke aus denen dann
der grub.cfg hergestellt wird. Den soll man ja nicht von Hand
editieren.


> Sollte ich das versuchsweise mal in die ergänzte grub.cfg im separaten Grub 2 eintragen?

Code: Alles auswählen

menuentry 'Epidemic GNU/Linux [ DE ]' --class de {
   echo 'Loading Linux Kernel ...'
        linux /boot/vmlinuz locale=de_DE quiet splash
   echo 'Loading initial ramdisk ...'
        initrd /boot/initrd.img
} 
Soviel ich weiss, hat GRUB2 hartcodiert, wo sein Rootfilesystem
ist. Typischerweise die Root von dem System, aus dem heraus er
installiert wurde.

Das bedeutet, Du muesstest aus dem ISO die Files /boot/vmlinuz
und /boot/initrd.img in das /boot vom Chefsystem kopieren.
Natuerlich mit erkennbaren Namen wie vmlinuz-epidemic-4.1 und
initrd-epidemic-4.1.img.
Diese muesstest Du dann von den Befehlen linux und initrd laden
lassen. Ich wuerde bei linux die Option quiet und splash erstmal
weglassen, damit was gemeldet wird und der plymouthd nicht alle
Meldungen wegfrisst.

Dann muesste Epidemic aus der initrd heraus noch die Files vom ISO
in der Partition des Sticks finden. Das muesste die Funktion
findpendrive() eigentlich hinkriegen, wenn Du das ISO in ein
bis dahin leeres ext2 Filesystem in der Partition auspackst.

Wenn Du einfach das ISO in die Partition kopieren willst, musst
Du wohl /scripts/epd in der initrd modifizieren. So wie ich es
getan habe. In der Summe nicht ganz einfach.


Hast Du schon diese Anleitung durchprobiert ?
http://www.epidemiclinux.org/mediawiki- ... endrive.29
Wenn ich sie recht verstehe, bereitest Du den Stick mit mindestens
einer leeren 1.5 - 2 GB Partition mit ext2 vor. In die installierst
das Tool dann Epeidemic. Dabei wird es wohl auch GRUB2 Chefsystem.


Have a nice day :)

Thomas

Thomas Schmitt

#56 Beitrag von Thomas Schmitt » 08. Nov 2013 18:25

Hi,

Janka schrieb vor ner Weile:
> Naja, eigentlich ist das Thema "optische Speichermedien" ja
> auch gegessen. Die Tools funzen leidlich, Neuentwicklungen bei
> der Hardware gibt es allenfalls noch bei den BD-ROMs

Die Zukunft kommt schneller als erwartet.

Ich habe mir einen neuen Brenner gekauft: LG BH16NS40.
Vorne auf der Klappe steht was seltsames: "M(wirbel)DISC".
Ich habe mal gegoogelt: Das sind neue Medien.

Angeblich extrem haltbar. M steht fuer 1000 Jahre. Kein Witz.
Die Erfinder behaupten, die Medien nach Industriestandards
bewittert und gequaelt zu haben. 85 Grad Celsius. 85 Prozent
Luftfeuchtigkeit.
Es handelt sich offenbar um einen mineralischen Reflektor, der
vom Laserstrahl umgeschmolzen wird.

Es gibt sie offenbar als DVD+R und als BD-R. Noch ziemlich
teuer, aber LG bringt schon mal ungefragt die noetigen Brenner
unters Volk.

Wenn sich das als Langzeitspeicher etabliert, dann bleiben uns
optische Leselaufwerke solange erhalten wie Buecherregale.


Have a nice day :)

Thomas

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#57 Beitrag von Janka » 08. Nov 2013 18:34

Das Problem wird eher sein, dass in 1000 Jahren kein funktionsfähiges Laufwerk mehr existiert und die Pläne irgendwo auf MDISC archiviert wurden.

Janka
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.

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#58 Beitrag von Phoenix » 09. Nov 2013 0:00

Janka hat geschrieben:Das Problem wird eher sein, dass in 1000 Jahren kein funktionsfähiges Laufwerk mehr existiert und die Pläne irgendwo auf MDISC archiviert wurden.
Hallo Janka,

für den Privatbereich sind 10- 20 Jahre ja schon ausreichend. Man stelle sich mal vor, wer denn die Unmassen an privaten Daten eines Verstorbenen weiternutzen will...Allenfalls der Partner noch, die Kinder schon nicht mehr. Und Altertumsforscher in 3.000? Schon Runen und Keilschrift kann kaum noch jemand entziffern... Der Informationsüberfluß heute stellt ja schon Aufgaben, Datenfilter zu erfinden, die nur wirklich zeitlich wichtige Informationen sichern; der Restmüll kann spurlos weg.

Man müßte mal die NSA fragen, was die für sicherungswert hält...

Nicht ganz ernst

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#59 Beitrag von Thomas Schmitt » 09. Nov 2013 10:01

Hi,

> Das Problem wird eher sein, dass in 1000 Jahren kein
> funktionsfähiges Laufwerk mehr existiert

Genau an der Stelle wuerde die Existenz grosser Archive von
lange haltbaren Medien einen erheblichen Einfluss haben.
Solange diese Daten von Interesse sind, und sei es nur fuer
Historiker und Amateure, wird man auch dafuer sorgen, dass
ein paar Lesegeraete einsatzbereit sind.

Ich weiss zur Zeit kein Medium, das eine aehnliche Datendichte
fuer lange Zeit speichern kann und dabei in Massen bezahlbar
ist. Wikipedia auch nicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Langzeitarchivierung

Die Frage ist nur, ob die Werbeversprechen auch stimmen,
und ob die Archivbetreiber das Angebot annehmen.
Schaumermal.


Have a nice day :)

Thomas

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#60 Beitrag von Phoenix » 15. Nov 2013 21:22

Hallo hier,

ich war nicht untätig am Thema, hab mir aber dennoch Zeit gelassen. Inzwischen hab ich mich in ein WIKI einarbeiten müssen, weil dort "alles- mal- soeben- und ganz- einfach" nicht ging.

Die Essenz aus dem Thread hier und der Vorarbeit in anderen Foren ist schon recht mächtig geworden. Selbstverständlich kann man das ganze auch zerreißen und beschimpfen; freuen würde ich mich aber, wenn das mal zu etwas nutze wäre.

Ein überhitztes Thema ist ja Crossposting- wie sähe das mit WIKI- Beiträgen aus? Hier gibt es ja kein richtiges WIKI, wohl aber eine Beitrags- und Informationssammlung. Ist nur schwierig, damit umzugehen...

Wenn ihr (hjb) den WIKI- Artikel a.a.O. auch in eure Sammlung aufnehmen könnt/ dürft -> hier http://www.linux-forum.de/wiki/index.php/IsoInfo ist der Link dorthin. Hoffentlich ergeben sich noch Richtigstellungen und Verbesserungen. Ich hab mich bislang sehr geärgert, daß es zu diesem eigentlich grundlegenden Thema keine verständliche deutsche Ausarbeitung gibt.

Nette Grüße zum Wochenende

Phoenix

P.s.: ich hab das ganze auch als WIKI- Textdatei und als PDF, selbstverständlich auch als .odt- Dokument.
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