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AA-Fonts unter KDE

 
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cerberusger



Anmeldungsdatum: 28.12.2000
Beiträge: 348
Wohnort: Muenchen

BeitragVerfasst am: 19. Apr 2001 13:40   Titel: AA-Fonts unter KDE

so. der tipp ist auch an hjb und daemon geschickt worden. die ungeduldigen finden ihn hier schon mal:

AA-Fonts unter KDE-2.1.1:

Ich beschreibe hier nicht, wie schoen sie aussehen, das kennt jeder von
Winblows, sondern wie man sie herbeizaubert. Das ganze bezieht sich auf ein
Sourcen-basiertes System ohne RPM oder aehnliches. Warum ist ganz einfach: Ich
benutze RPM und dergleichen nicht, hab's noch nichtmal installiert. Ausserdem
muss man bei den Paketen immer drauf hoffen, dass der jeweilige Distributor an
die AA-Fonts gedacht hat. Und das tun die wenigsten ... darum also von Hand.

Das Ganze funktioniert nur bei QT-basierten Apps. GTK-Apps (wie Xchat z.B.)
oder Motif-Apps (Netscape) profitieren davon nicht!


Also:


Was braucht man?

XFree86R6.4.0.2
Davon runterladen:
  • X402src-1.tgz[/list]
  • X402src-2.tgz[/list]
  • X402src-3.tgz[/list]


    XFree86R6.4.0.3 (ist nur ein 185K grosser Patch)


    QT-2.3.0

    KDE-2.1.1

    Man braucht mindestens:

  • kdesupport-2.1.1.tar.bz2[/list]
  • kdelibs-2.1.1.tar.bz2[/list]
  • kdebase-2.1.1.tar.bz2[/list]

    Wer ein vollstaendiges KDE haben will, sollte sich ruhig alle Pakete
    runterladen, von den kde-i18n-XX-2.1.1.tar.bz2 braucht man nur das/die der
    Sprache/n die man unterstuetzt haben will. Also in den meisten Faellen
    kde-i18n-de-2.1.1.tar.bz2


    Welche Systeme sind geeignet?

    Alle, bei denen ein

    $ xdpyinfo

    ein RENDER zum Vorschein bringt. (Das sind die meisten)


    Wie wird's gemacht?
    Ich gehe davon aus, dass alle folgenden Schritte von root ausgefuehrt werden.

    1. X installieren

    Zuerst wird XFree86R6.4.0.2 entpackt


    # cd /usr/local/src
    # tar -zxvf /pfad/zu/X402src-1.tgz
    # tar -zxvf /pfad/zu/X402src-2.tgz
    # tar -zxvf /pfad/zu/X402src-3.tgz


    Das macht ein Unterverzeichnis xc in /usr/local/src.

    Jetzt der 4.0.3-Patch:


    # cp /pfad/zu/4.0.2-4.0.3.diff.gz /usr/local/src
    # gzip -d /usr/local/src/4.0.2-4.0.3.diff.gz
    # cd /usr/local/src/xc
    # patch -Np1 -i ../4.0.2-4.0.3.diff


    Damit ist der Patch auf 4.0.3 erledigt.

    Jetzt muss zur Vorbereitung die Freetype2-Engine installiert werden, die zu X
    dazu gehoert. Sie befindet sich im Verzeichnis
    /usr/local/src/xc/extras/freetype2


    # cd /usr/local/src/xc/extras/freetype2
    # make setup
    # make
    # make install


    Damit ist Freetype2 in /usr/local installiert. Nun muessen wir X noch
    mitteilen, dass wir Freetype2 installiert haben. Das geschieht, in dem wir
    diese Information in die /usr/local/src/xc/config/cf/host.def eintragen:


    # echo "#define Freetype2Dir /usr/local" >> /usr/local/src/xc/config/cf/host.def


    Jetzt koennen wir X compilieren:


    # cd /usr/local/src/xc
    # make World


    (man achte auf das grosse W) Das dauert jetzt je nach Rechner zwischen ner
    halben und einigen Stunden ... X spuckt jede Menge Warnmeldungen aus waehrend es
    compiliert. Das stoert aber nicht weiter. Wenn X fertig ist kann man es mit


    # make install


    installieren. Nun noch schnell die man-Pages von X installiert:


    # make install.man


    und fertig ist X. War net so schwer, oder? Dauert halt nur ewig.

    Nur noch einige kleine Einstellungen vornehmen:

    In der /etc/X11/XF86Config sollten folgende Zeilen stehen:


    Section "Files"
    RgbPath "/usr/X11R6/lib/X11/rgb"
    # FontPath "unix/:7100"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/100dpi:unscaled"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/75dpi:unscaled"
    # FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/truetype"
    # FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/ttf"
    # FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Type1"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/100dpi"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/75dpi"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/misc"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/local"
    FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/misc:unscaled"
    Fontpath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Speedo"
    ModulePath "/usr/X11R6/lib/modules"
    EndSection


    evtl. vorhandene andere Font-Server (hier: "unix/:7100") werden auskommentiert.
    Ebenso die Type1- und evtl. schon vorhandenen TrueType-Schriften! Zu denen
    kommen wir gleich. Nun noch darauf achten, dass folgendes geldaen wird:


    Load "type1"
    Load "freetype"


    Fertig. XF86Config speichern.

    Nun zu den Type1- und TrueType-Schriften:

    Man braucht dazu einige TTF-Fonts


    # cd /usr/X11R6/lib/X11/fonts
    # tar -zxvf /pfad/zu/truetype.tar.gz


    Das gibt ein /usr/X11R6/lib/X11/fonts/truetype Verzeichnis.

    Nun benennt man die /usr/X11R6/lib/X11/XftConfig um nach
    /usr/X11R6/lib/X11/XftConfig.old


    # mv /usr/X11R6/lib/X11/XftConfig /usr/X11R6/lib/X11/XftConfig.old


    und ersetzt sie durch diese:


    #
    # XftConfig
    #
    # Use with Type1 and TrueType fonts
    #
    dir "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/Type1"
    dir "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/truetype"
    # Wer schon mal den TTF-Tipp von PL umgesetzt hat kommentiert noch
    # dir "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/ttf"
    # aus.
    #
    # alias 'fixed' for 'mono'
    #
    match any family == "fixed" edit family =+ "mono";
    #
    #Check users config file
    #
    includeif "~/.xftconfig"
    #
    # Substitute TrueType fonts for Type1 versions
    #
    match any family == "Times" edit family += "Times New Roman";
    match any family == "Helvetica" edit family += "Verdana";
    match any family == "Courier" edit family += "Courier New";
    #
    # Use TrueType fonts for defaults
    #
    match any family == "serif" edit family += "Times New Roman";
    match any family == "sans" edit family += "Verdana";
    #
    # Use monotype.com (andale) face where possible
    #
    match
    any family == "mono"
    all slant == roman
    all weight < bold
    edit
    family += "monotype.com";
    #
    # otherwise, use courier
    #
    match any family == "mono" edit family += "Courier New";
    #
    # Alias between XLFD families and font file family name, prefer local fonts
    #
    match any family == "Charter" edit family += "Bitstream Charter";
    match any family == "Bitstream Charter" edit family =+ "Charter";
    match any family == "Lucidux Serif" edit family += "LuciduxSerif";
    match any family == "LuciduxSerif" edit family =+ "Lucidux Serif";
    match any family == "Lucidux Sans" edit family += "LuciduxSans";
    match any family == "LuciduxSans" edit family =+ "Lucidux Sans";
    match any family == "Lucidux Mono" edit family += "LuciduxMono";
    match any family == "LuciduxMono" edit family =+ "Lucidux Mono";
    #
    # TrueType font aliases
    #
    match any family == "Comic Sans" edit family += "Comic Sans MS";
    match any family == "Comic Sans MS" edit family =+ "Comic Sans";
    match any family == "Trebuchet" edit family += "Trebuchet MS";
    match any family == "Trebuchet MS" edit family =+ "Trebuchet";
    match any family == "Monotype" edit family =+ "Monotype.com";
    match any family == "Andale Mono" edit family += "Monotype.com";
    match any family == "Monotype.com" edit family =+ "Andale Mono";
    # Ende XftConfig


    Fertig.


    2. QT installieren:

    Das dauert net ganz so lange wie X ...

    QT soll in /usr/qt Platz finden. Dort entpacken wir es auch gleich:


    # cd /usr
    # tar -zxvf /pfad/zu/qt-x11-2.3.0.tar.gz


    Das gibt ein Unterverzeichniss /usr/qt-x11-2.3.0 das wir mit


    # mv /usr/qt-x11-2.3.0 /usr/qt


    in qt umbenennen. Jetzt geht's ans qt compilieren. Wer schon ein installiertes
    KDE hat, kann das QT mitteilen, dann werden die entsprechnenden Widgets fuer den
    QT-Designer erstellt. Das kann man aber getrost weglassen, es sei denn, man
    moechte Anwendungen fuer KDE entwickeln.


    # cd /usr/qt
    # export QTDIR=/usr/qt
    # export KDEDIR=/pfad/zu/kde (meist: /usr)
    # ./configure -gif -thread -system-jpeg -kde -xft


  • -gif ist fuer den gif-support[/list]
  • -thread bildet eine threaded qt (macht am meisten Sinn auf SMP-Maschinen)[/list]
  • -system-jpeg verwendet die System-eigene libjpeg[/list]
  • -kde sagt ihm die o.g. Widgets mit zu erstellen[/list]
  • -xft Das ist unsere Option! Sie ist fuer das AA zustaendig.[/list]

    Wenn das ./configure fertig ist, kann man QT mit


    # make


    compilieren. Danach ist's auch schon fertig. wir belassen die Sourcen auch im
    Verzeichnis, weil sie fuer das compilieren von KDE noetig sind.


    3. KDE installieren:

    Dabei geht man genauso vor, wie mit allen anderen Programmen:

    Man entpackt die Sourcen nach /usr/local/src/<subdir> und waehlt seine
    jeweiligen ./configure-optionen aus und installiert das Ganze dann mit


    # make && make install


    Beim KDE ist dabei auf folgende Reihenfolge zu achten:


  • kdesupport[/list]
  • kdelibs[/list]
  • kdebase[/list]


    Der Rest kann beliebig hinterher geschoben werden. Nur diese drei MUESSEN in
    dieser Reihenfolge compiliert werden.


    Wer schon KDE-2.1.1 auf seinem System hat, kann sich das erneute compilieren
    sparen. Setze einfach eine Umgebungsvariable in die /etc/X11/xinit/xinitrc


    export QT_XFT=1


    Damit funktioniert das AA auch.

    Nach einen anschliessenden Start von KDE kann man im Kontrollzentrum unter

    Erscheinungsbild -> Stil

    die kleine Checkbox "Anti-Aliasing fuer Schriften und Symbole" aktivieren. Nach
    einen nun folgenden Neustart von KDE kann man die AA-Schriften in vollen Zuegen
    geniessen.

    Viel Spass damit.
    _________________
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    Zuletzt bearbeitet von cerberusger am 19. Apr 2001 13:40, insgesamt 3-mal bearbeitet
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