lfs, das schnellere linux

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otto

lfs, das schnellere linux

#1 Beitrag von otto » 05. Jul 2001 17:32

bringt es mir einen großen vorteil, wenn ich mir ein linux from scratch mit angepassten optionen für meinen duron 700 compiliere?
(welche optionen müssten das sein?)

mfg otto

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hjb
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Re: lfs, das schnellere linux

#2 Beitrag von hjb » 05. Jul 2001 21:37

Hi,

was soll es bringen? Die bessere Optimierung bringt unterm Strich keinen Vorteil, der spürbar wäre (außer dem Lerneffekt vielleicht <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">

Gruß,
hjb
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hugenay

Re: lfs, das schnellere linux

#3 Beitrag von hugenay » 05. Jul 2001 22:44

seh ich genauso. Und man 'mag' sein lfs-system aufgrund des arbeitsaufwands umso mehr.
Ich depperter hab die meisten tarballs mit dem gcc parameter march=k6 compiled, hab aber nen k7 tja zaehlen muss man koennen. Ueber nen performance vergleich kann ich auch wenig sagen. Mein debian woody ist aber wohl aufgrund von gnome als Desktop rechner weitaus schneller als lfs mit kde2.
gruss hug.

Rossi

Re: lfs, das schnellere linux

#4 Beitrag von Rossi » 06. Jul 2001 15:11

Solltest Du aber trotzdem lfs mit optimierungen verwenden wollen: export CFLAGS="-O2 -march=i686 -mcpu=i686"; export CXXFLAGS=$CFLAGS

P.S. Optimierung auf Pentium (i586) macht die Ausführung auf einem P6 (PII/III, Celeron, Athlon/Duron) langsamer als wenn auf i386 "optimiert" ! Sprich, auf i686 optimieren oder gar nicht.

Allerdings, wie schon gesagt, Optimierungen bringen nicht wirklich viel, verlängern das Übersetzten deutlich und die Wahrscheinlichkeit, kaputten Code zu bekommen, wächst. Nicht alle Software mag z.B.: -O2. Von -03 ist abzuraten - zumindest beim Basissystem und bei X. KDE/GNOME scheinen -O3 "abzukönnen", aber das variiert (hab auch schon komplette -O3 Systeme laufen sehen; und wirkliche Last haben eh die wenigsten zu Hause).

Aber mach am besten selber den Test und dann weißt Du, was Du davon zu halten hast, wenn Dir jemand wegen "Pentiumoptimierung" ein 30% schnelleres Linux verkaufen will. Und wer weiß, vielleicht kommst Du ja auf ganz andere Ergebnisse. Lasse es und wissen.

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Re: lfs, das schnellere linux

#5 Beitrag von cerberusger » 06. Jul 2001 17:23

kauf dir mehr ram ... das bringt am meisten und is sowieso grad schweine billig.

dev0
Zuletzt geändert von cerberusger am 06. Jul 2001 17:23, insgesamt 1-mal geändert.
Linux is a wigwam - no windows, no gates, apache inside <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Happy.gif" border="0" align="middle">

ratte

Re: lfs, das schnellere linux

#6 Beitrag von ratte » 06. Jul 2001 18:28

bei den heutigen rechnern ist *immer* die platte der flaschenhals, also, wo wir grad beim kaufen sind, kauf' dir ne schnelle festplatte! bei den heutigen preisen <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">

BTW: Reisefs ist laut IBM-Posting, siehe Startseite, ca. 6% schneller als ext2.

ratte

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Re: lfs, das schnellere linux

#7 Beitrag von hjb » 06. Jul 2001 21:28

Hi,

Festplatten haben ca. 10 ms Zugriffszeit, RAM ca. 10 ns. RAM ist also eine Million mal schneller! Am besten ist es daher, man hat soviel RAM, daß die Platte nur noch als Backup für die Sachen genutzt wird, die gerade im RAM keinen Platz haben <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">

Gruß,
hjb
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hugenay

Re: lfs, das schnellere linux

#8 Beitrag von hugenay » 08. Jul 2001 11:25

@ratte:

woher hast du die 6%? Das waere fuer Hans Reiser wohl ne Enttaeuschung, wenn das nur 6 waeren. Der Artikel erzaehlt was von 8-15 mal schneller als ext2 ( bei kleinen Dateien, also genial fuer grosse newsserver) und durch das "tail" Prinzip ein moegliche Platzeinsparung von 6%.
Aber im normalen Betrieb .... Habe gerade mal die komplette /usr auf reiserfs kopiert und mal verglichen mit ext2. Der Vergleich hinkt natuerlich, da die reiserfs partition weiter innen auf der plattte liegt. Ich dachte mir aber, so intuitiv muesste man ja was merken. Interessanterweise verbraucht die /usr auf der reiserfs viel mehr platz als auf der ext2, liegt aber auch auf meinen Verzicht auf die "tail" option.
Geschwindigkeitsmaessig bin ich enttaeuscht! Der bootprozess ist genauso langsam/schnell und bei groesseren Anwendungen, netscape, konqueror, kword, spuert man keine unterschiede und lassen ich mit digitaluhr auch nicht feststellen.
Der groesste Vorteil liegt dann wohl in den kurzen Filessystem-checks, aber das spielt ja auch nur ne rolle, wenn man oefter mal bootet.
Achja, um halbwegs im Thema zu bleiben: RAM kaufen, ist ja im moment geschenkt (256MB fuer 140 Mark, ich erinner mich an meinen ersten 486er, den ich auf 8MB aufruestern wollte, lol)!
gruss hug.

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