RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

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Michael

RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#1 Beitrag von Michael » 30. Okt 2001 21:34

Hallo,
ich möchte mir eine neue Distribution zulegen. Nachdem SuSE aber die Preise höher geschraubt hat, frage ich mich welche Distribution denn z.Z die beste ist ?


MfG
Michael

shadowman

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#2 Beitrag von shadowman » 30. Okt 2001 21:45

SuSE: Aufgeblähte, schwerfällige Installation und Systemadministration. Distribution fühlt sich schwer und überladen an. Hoher Bedarf an regelmäßigen Updates wg. vieler Security- und Bugfixes.

Mandrake: Verbuggter, trotz Pentium-Optimierung zähflüssig dahinkriechendes System mit vielen bösen Stolpersteinen in den Administrations-Tools. Die Distribution macht einen sehr ausgereiften Eindruck.

Red Hat: Die schlankste und flotteste Distribution von den dreien. Zuverlässige Installationsroutine und Administrationstools, letztere dafür weniger zahlreich als bei den anderen Beiden.

Fazit: Die umfangreichste Systemadministration per GUI und den größten mitgelieferten Softwareumfang mit SuSE, die ärgerlichsten Fehler, den schwerfälligsten Desktop und die niedlichsten Grafikeinstellungen mit Mandrake und die höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit bei deutlich besserer Systemperformance mit Red Hat.

Entscheiden mußt Du, drei Felder sind frei.

Leander Hanwald

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#3 Beitrag von Leander Hanwald » 30. Okt 2001 22:00

@ shadowman

Schön wenn du mit deiner wiessheit so schnell solche extremen aufstellen konntest :)

Kurzum: Keine der Distries ist schneller. Keine ist schlanker.
SuSE hat bessere Konfig Tools, Red Hat ist grundsolide. Es ist sehr klar und schnörkellos, hat dafür auch keine Auto Config Tools wie SuSE.
Mandrake liegt dazwischen. Gute Config Tools, aber nicht so gute wie SuSE, aber dafür Red Hat Kompatibel.

Ich persönlich bevorzuge SuSE, aber was du nun nimmst ist deine sache.
Eine vergleichbar Ausgestattete Mandrake oder Red Hat Version ist immer teurer als eine SuSE. Auch jetzt noch (sonderaktionen einmal ausgenommen).
Und einfach nur von deren FTP Server leechen kanns ja nicht sein. Davon können die nicht leben.

gewitter
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Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#4 Beitrag von gewitter » 30. Okt 2001 23:02

@LH:
Ich stimme dir voll und ganz zu! Einfach die Tatsache, dass SuSE sehr gut auf den deutsche Markt zugeschnitten ist ( Providerdaten, A-DSL, deutsche Hotline, usw. ), macht Sie zur ersten Wahl gerade für Leute, die nicht gleich in die Tiefen des Systems vordringen wollen, da mittlerweile doch auch sehr brauchbare grafische Konfigurationstools dabei sind. Ich kann auch keine Schwerfälligkeiten erkennen bei der 7.3, die ich zur Zeit in einer Parttion fahre. Neben meinem LFS, wo ich alles selber einstellen muss, ist die auch von der Geschwindigkeit top. Außerdem ist bei der Leistung, die in dem System steckt der Preis eigentlich noch unterbewertet.

zeoch
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Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#5 Beitrag von zeoch » 30. Okt 2001 23:41

Zumindest sind sie alle noch billiger als win xp <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">
SuSe finde ich eignet sich besonders für um- und einsteiger. nachteil ist man muss sich immer extra suse bezogene rpms suchen.
die meisten progis/tools sind "linux konforme" rpm.
das ist der vorteil von den beiden anderen, man die rpms gleich installieren.
was dsl betrifft hat rh bei mir trotz des puristischen einrichtungs tool auf anhieb geklappt. zu suse 7.0 zeiten hat ich da ziemliche probleme

MfG
Zeoch
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odauter
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Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#6 Beitrag von odauter » 31. Okt 2001 0:50

Einige Dinge sollten Dir bewußt sein, wenn Du hier solche Fragen stellst:

1. Eine objektive Meinung bekommst Du nicht.
2. Eine universelle Wahrheit gibts zu dem Thema nicht.
-------------------------------------------------------
Summe: Bei angenommenen 10 Antworten, werden 6 auf SuSE, 3 auf RedHat und 1 auf Mandrake fallen.

Weil:

1. Ein Linux-User verliebt sich zwangsläufig in sein System und kann deshalb kaum objektiv sein.
2. Eine Distribution ist zu komplex, als Sie auf gut oder schlecht reduziert werden könnte.
-------------------------------------------------------
Summe: So schätze ich mal die Verteilung der Distris unter den Lesern ein.

Fazit: Das einzige, was hilft ist ausprobieren.

PS: Wie wär's wenn Du noch nach dem besten Editor fragst?
PPS: RedHat und Vim rulen sowieso...
SCNR <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">
bye.olli
--
"Where's Oswald when we need him.."

roterHut

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#7 Beitrag von roterHut » 31. Okt 2001 9:00

Wenn du Linux bzw. Unix magst, dann gibt es nur eine Wahl !
RED HAT, weil Suse is für Mausschubser optimal hergerichtet, ideal für Neulinge(muß man auch mal sagen) aber eigentlich ist das erfolgsgeheimnis bei Suse, daß die Distri langsam zum Win-Clone wird.
Wenn ich mit Unix/Linux arbeiten will, dann muß ich mich damit auseinander setzen und nicht erwarten, daß ich einfach die autoexec.bat und config.sys editiere und es läuft alles.

Du siehst, alle die hier schreiben haben Recht. Sogar ich bin parteiisch. <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">

Laß Dir nix vorlabern, probiers aus, aber überleg im Vorfeld was Du willst.
Hauptsächlich graphisch = Suse
Hauptsächlich Konsole = Red Hat
Mandrake wurde bewußt unterschlagen.

Solltet Ihr anderer Meinung sein wie ich, dann ignoriert die message einfach.

Gruß

ein RedHat'er (weil beste distri von Welt)

Leander Hanwald

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#8 Beitrag von Leander Hanwald » 31. Okt 2001 9:13

>SuSe finde ich eignet sich besonders für um- und einsteiger. nachteil ist man muss sich immer extra suse bezogene rpms suchen. die meisten progis/tools sind "linux konforme" rpm.<

HÄ? Nö
Ich nutze SuSE auf vielen Rechnern und kann das nicht bestätigen. Früher (7.0 und früher) war das MANCHMAL der fall das eine RPM nicht lief, aber seit SuSE 7.1 passiert das im grunde nie. Wenn es nicht um sachen geht die mit dem Kernel zu tun haben (LibC, Kernel selber, Kernel erweiterungen) ist ein austausch Problemlos. Kernel bezogene Dinge liefert SuSE selbst immer in aktuellen versionen, also auch kein Verlust.
Zumal es von allen wichtigen hauptsystemen eh extra auf SuSE geprüft Versionen gibt. Aber diese sind nicht nötig, ist nur fürs gute gewissen.

Bitte grabt jetzt nicht wieder die ganzen alten geschichten aus, ich wiederlege sie doch eh alle :)

Andy E

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#9 Beitrag von Andy E » 31. Okt 2001 18:15

Hi.
Bei Red Hat & Mandrake:
Nimm einfach ne freie Parition (oder mach eine), besorg dir die ISO's (download oder bestellen) und probier es aus.
Bei Suse ist das halt nicht so einfach, aber wenn dir RH oder MD nicht gefallen, kannst du Suse immer noch kaufen.

Da mein Suse 7.0 auch nicht mehr so aktuell ist, bin ich im Moment auch dabei mir zu überlegen, welche Distri ich als nächstes installierten soll. Und zu einer Erkenntnis bin ich gekommen:
Alle Dirstributionen haben für mich Schwächen.

Bei den 3, die du zur Auswhl gestellt hast, kommen für <b>mich</b> eingendlich nur RH oder Suse in Frage. MD ist viel zu bunt und träge.
Ich teste im Moment RH 7.2. Bin eigendlich zufrieden und es kann gut sein, dass ich dabei bleibe. Aber bei Dir kann es ja ganz anders aussehen.
Der Vorteil von RH ist halt, dass man es günstig testen kann.

Andy

Oliver

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#10 Beitrag von Oliver » 31. Okt 2001 20:47

Hey Leander,

wie geht's dem SuSE-Bericht?

Leander Hanwald

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#11 Beitrag von Leander Hanwald » 31. Okt 2001 21:09

Hi Oliver

Liegt schon dne Pro-Linuxern vor. Eigentlich schon seit 2 Tagen. Eben habe ich aber erst erfahren das Demon probleme mit seinen Mails hat. Er und der rest des Teams überarbeiten ihn gerade
(Besseres Layout, RECHTSCHREIBUNG KORRIGIEREN ;) )

Oliver

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#12 Beitrag von Oliver » 31. Okt 2001 23:08

Wo kann man sich das (unkorrigierte) Original runterladen? *gg*

BTW Redhat 7.2 erforderte auch ein wenig Handarbeit (pppoe.conf fehlte - mußte ich selber schreiben).

Oli

Leander Hanwald

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#13 Beitrag von Leander Hanwald » 31. Okt 2001 23:37

>BTW Redhat 7.2 erforderte auch ein wenig Handarbeit (pppoe.conf fehlte - mußte ich selber schreiben).<

?
Warum nutzt du keine aktuelle Version von Roaring Pinguin. Das regelt alles in ein paar einfachen Schritten. Egal welche Distrie

Oliver

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#14 Beitrag von Oliver » 31. Okt 2001 23:57

[oliver@amarna oliver]$ rpm -q rp-pppoe
rp-pppoe-3.2-3
[oliver@amarna oliver]$ rpm -ql rp-pppoe
/etc/ppp/firewall-masq
/etc/ppp/firewall-standalone
/etc/ppp/pppoe-server-options
/usr/sbin/adsl-connect
/usr/sbin/adsl-start
/usr/sbin/adsl-status
/usr/sbin/adsl-stop
/usr/sbin/pppoe
/usr/sbin/pppoe-relay
/usr/sbin/pppoe-server
/usr/sbin/pppoe-sniff

Ich weiß nicht, das Paket scheint unvollständig zu sein (adsl-setup fehlt auch). Ich denke, das sind Anpassungen an die Distribution.

Mit 7.1 hat die Einrichtung von dsl problemlos mit dem Gtk-Tool von Redhat geklappt.

Naja, wie Du siehst bin ich jetzt drin.
Zum Glück hatte ich die alte pppoe.conf auswendig gelernt, so daß ich es eben runterhacken konnte. <img src="http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Wilk.gif" border="0" align="middle">

Leander Hanwald

Re: RedHat, Mandrake oder doch SuSE ?

#15 Beitrag von Leander Hanwald » 01. Nov 2001 9:46

mhh, ein fehlende adsl-setup ist nicht so klasse. Aber wenn du sie eh auswendig kennst :)

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