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Dateisysteme

 
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ruby



Anmeldungsdatum: 05.04.2004
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05. Apr 2004 10:39   Titel: Dateisysteme

Nun ich plane zurzeit ein Fileserver.
Der Server hat eine 160 GB und 4 GB große Festplatte
Auf der 4 GB festplatte ist ein Debian System mit 2.6.4 Kernel bereits installiert.

Ich plane die große Festplatte wie folgt auzubauen:

60 GB Download's
10 GB /home
8 GB Installationsarchiv/ Debian mirror
50 GB Filmarchiv
30 GB Musikarchiv
1 GB Http Server root
1 GB MySQL Server Daten

das Film und Musikarchiv ist mir seeehr wichtig und darf unter keinen umständen verlohren gehen. Deshalb sollte ein seehr sicheres Dateisystem(dachte schon an xfs) eingesetzt werden. Auch Stromausfälle sollten ihm nichts anhaben können(keine USV). Er ist relativ schnell: 500 Mhz/ 512 Mb RAM

Ich benutze selten auch den X-Server. Wichtig ist mir auch der Apache und MySQL Server da ich ihn als Entwicklungsserver für meine Website Projekte verwenden will.

Habe schon an Raiser oder eben xfs(noch nicht im kernel) gedacht.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen !
 
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Jochen
Gast





BeitragVerfasst am: 05. Apr 2004 12:05   Titel: Re: Dateisysteme

> das Film und Musikarchiv ist mir seeehr wichtig und darf unter keinen umständen verlohren gehen.

Dann würde ich mir weniger über's Dateisystem als über die Festplatte Sorgen machen. Wenn die abraucht (was recht plötzlich geschehen kann), sind alle Daten, die nicht extern gesichert wurden, futsch... Dagegen hilft eigentlich nur ein RAID1 (Spiegelplatten), was dich allerdings eine weitere 160GB-Platte kostet, ohne dass der verfügbare Speicherplatz dadurch grösser wird. Wenn Du das tun solltest, würde ich auf dem RAID1-Device LVM aufsetzen und die einzelnen Logical Volumes mit sinnvollen Minimalgrössen erstellen. Der übrige Platz kann dann später ganz nach Bedarf zugeordnet werden. reiserfs lässt sich online problemlos vergrössern (eigene Erfahrung), zu ext2 gibt es da auch ein Tool, aber ob es das auch mit ext3 tut, weiss ich nicht. XFS kann ebenfalls online vergrössert werden. reiserfs soll sich diversen Benchmarks nach besser für viele, kleine Dateien eignen, aber mit eigener Erfahrung kann ich das nicht belegen.

Gegen ein unbeabsichtiges "rm -r" hilft natürlich auch ein RAID1-Device nicht, weswegen ich externe Backups für unverzichtbar halte. Aber das musst Du mit Deinem eigenen Gewissen abmachen!

Jochen
 

ruby



Anmeldungsdatum: 05.04.2004
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05. Apr 2004 12:16   Titel: Re: Dateisysteme

mhh naja ich nehm halt die Platte weil sie Testsieger ist. Raid oder Backup Systeme kann ich mir nicht leisten. Ich denke die Wahl fällt entweder Raiser oder XFS. Welche der beiden hat die bessere ausfall sicherheit. Habe mit ext3 schlechte erfahrungen gemacht. Nach einem Stromausfall wollte er nach fehlern suchen und er hat letztendlich meine Daten unlesbar gemacht. Und dies ist doch vielmehr ein Software als ein Hardware Problem.

Welches Dateisystem ist ausfallsicherste vorallem nach einem Stromausfall ?

und noch was: Wie soll ich die Festplatte anhängen ? Habe nur ein CD Rom laufwerk. Soll ich die 4 GB(System) und CD ROm an einem IDE Kanal hängen ?
 
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Jochen
Gast





BeitragVerfasst am: 05. Apr 2004 12:51   Titel: Re: Dateisysteme

Persönlich habe ich noch mit keinem Dateisystem schlechte Erfahrungen gemacht. *klopft schnell dreimal auf Holz*
Allerdings setze ich zum wesentlich grösseren Teil ext3 ein. Schon aus dem schlichten Grund, dass es da ein vernünftiges fsck zu gibt. Mein letzter Stand bei reiserfs ist, dass das reiserfsck zwar das Log zurückspielen kann, aber keinen "full forced"-Check machen kann, also so wie es bei ext2 immer ablaufen muss.

Deine Erfahrungen mit ext3 sind nun allerdings genau entgegengesetzt; da meine reiserfs-Infos auch schon was älter sind, würde ich (an Deiner Stelle) dahin tendieren. Aber auch das musst Du Dir selber ausmachen, denn wahrscheinlich wirst Du sehr viel widersprüchliche Informationen erhalten. Jedes Dateisystem hat schon mal Probleme gemacht, aber ob die Ursache dann ein Bug oder die darunter liegende Hardware war, kann man aus den Postings meistens nicht mehr beurteilen.

> mhh naja ich nehm halt die Platte weil sie Testsieger ist.

Wollen wir mal hoffen, dass dem Händler die Platte, die Du kaufst, nicht mal aus Versehen hingefallen ist... Du verstehst, was ich meine? Testsieger hin oder her, es kommt immer auf das Einzelstück an. Ich wünsche Dir viele problemlose Jahre mit der Platte!

> Raid oder Backup Systeme kann ich mir nicht leisten.

Das Problem kenne ich auch. Aber man sollte schon mal versuchen, einen eventuellen Totalverlust seiner Daten zu beziffern. Das multipliziere man dann mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit; ich persönlich würde abschätzen, dass innerhalb eines Jahres 0,1% aller Platten ausfallen. Wenn der Betrag, der dann rauskommt, merklich grösser als der Preis einer 16GB-Platte ist, würde ich schnell anfangen zu sparen... Ach ja, der Wert von Eigenproduktionen ist meistens ideell, sprich "unbezahlbar".

Schade, dass ich Dir nichts konkreteres zum Thema Dateisysteme sagen kann. Viel Spass mit Deinem Fileserver!

Jochen
 

max



Anmeldungsdatum: 14.05.2000
Beiträge: 806
Wohnort: Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 05. Apr 2004 14:37   Titel: Re: Dateisysteme

Habe mit EXT3 gute Erfahrungen und mit Reiser sehr schlechte gemacht.
Aber da war Reiser frisch "releast", also kann das mittlerweile überholt sein.

Also wenn die Daten _sehr_ wichtig sind, wäre mir ein Backup schon was wert....
 
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hjb
Pro-Linux


Anmeldungsdatum: 15.08.1999
Beiträge: 3236
Wohnort: Bruchsal

BeitragVerfasst am: 06. Apr 2004 11:06   Titel: Re: Dateisysteme

Hi!

"Wichtige Daten" ohne Backup? Lächerlich. Zumindest würde ich die mit rsync auf einen anderen Rechner spiegeln, oder ein RAID 1 aufbauen. Oder einen DVD-Brenner einbauen.

ReiserFS und ext3 sind beide nach meinen Erfahrunen sehr gut. Ext3 soll etwas höhere Performance bieten. Da ext3 seinen Dienst so gut tut, besteht IMO kein Grund, etwas anderes einzusetzen.

Von XFS würde ich die Finger lassen. Wenn du dir das Changelog von Kernel 2.4.26rc2 ansiehst, siehst du darin etliche Bugfixes für XFS. Das läßt darauf schließen, daß darin noch etliche weitere Bugs schlummern. Und wenn das mit Kernel 2.4 so ist, könnte es mit 2.6 genauso sein.

Gruß,
hjb
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Pro-Linux - warum durch Fenster steigen, wenn es eine Tür gibt?
 
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arno
Gast





BeitragVerfasst am: 06. Apr 2004 11:34   Titel: Re: Dateisysteme

"Backup is for whimps. Real programmers upload and let the world mirror it." -Linus, nach dem die Platte mit seinem gesamten Code K.O. gegangen war

mfg
arno
 

max



Anmeldungsdatum: 14.05.2000
Beiträge: 806
Wohnort: Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 06. Apr 2004 11:37   Titel: Re: Dateisysteme

Seit wann ist Raid $IRGENDWAS ansatzweise ein Ersatz für ein Backup?
Mit rsync, ok, das mag für manche Zwecke reichen.
 
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Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 06. Apr 2004 20:44   Titel: Re: Dateisysteme

hjb schrieb:
>
> ReiserFS und ext3 sind beide nach meinen Erfahrunen sehr gut.
> Ext3 soll etwas höhere Performance bieten.
> [...Bedenken gegenüber XFS wegen umfangreicher XFS Bugfixes in Kernel 2.4.26rc2...]
>
ok, ext3 ist als der journaling fähige Nachfolger von ext2 ebenso rock-solid.
IIRC hat ReiserFs Vorteile, wenn auf einem Filesystem sehr viele kleine Dateien vorhanden sind und XFS soll insbesondere sich für Dateisysteme eignen, wo sehr grosse bis extrem grosse Dateien zu handeln sind.
Meine Oracle und mein Fileserver laufen auf einem XFS Filesystem (in Summe 0,5 TB RAID) unter Kernel 2.6.x jedenfalls ohne zu klagen.


Max schrieb:
>
> Seit wann ist Raid $IRGENDWAS ansatzweise ein Ersatz für ein Backup?
>
RAID-0 ist sicherlich kein Ersatz für ein Backup, weil bei einem Hardware-Ausfall einer der RAID-Platten automatisch der Datenbestand des kompletten RAID gefährdet ist.
Hier hilft dann der Einsatz von z.B. RAID-1 oder RAID-5. Bei diesen beiden ist es nicht so kritisch, wenn eine RAID-Platte abraucht. Einfach defekte Platte durch ein baugleiches Modell ersetzen und das RAID neu syncen.

Das sicherste RAID System nützt allerdings nichts, wenn der Schussel vor dem Monitor aus versehen seine wichtigsten Dateien schrottet oder löscht. Hier hilft in der Tat nur ein funktionierendes Backupkonzept, damit man eine eventuell gelöschte oder sonst wie verunstaltete Datei wieder aus der Backup Sicherung einspielen kann.
 

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