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PC-Banking

 
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Steffen+Pfeifer
Gast





BeitragVerfasst am: 26. Apr 2000 10:16   Titel: PC-Banking

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Electronic Banking Berater einer großen überregionalen Bank. Sei ca. 1 Jahr
beschäftige ich mich mit Linux. Ich bin begeisterter Anhänger der Linuxbewegung.
Nur leider in dem Bereich PC-Banking gibt
es noch kein mir bekanntes Programm.

Es gibt nur Ansätze über gesicherte Inter-
netverbindungen, die zum Teil leider nicht
nutzbar sind, da Buchstaben nicht richtig
dargestellt werden.

Der beste Kanidat wäre Starfinanz mit Star-
Money. Starfinanz ist eine Tochter von
Stardivision mit StarOffice. StarMoney kommt
auch mit AOL zum Einsatz.

Ich würde mich freuen, wenn Sie eine Umfrage und Unterschriftensammlung ins Leben rufen und lange Zeit auf Ihren Seiten erhalten. Ich hoffe, daß damit die Hersteller von Zahlungsverkehrsprogrammen einmal die Tragweite bzw. Nutzerzahl von Linux erkennen und endlich ein Programm auf Linux portieren.

Omikron wäre der richtige Kanidat für den
Firmenbereich. Von Omikron gibt es ein Programm, daß fast ein Standard ist. Es
heist Genocash und wird unter verschiedenen Namen weltweit von ca. 100 Banken
eingesetzt. Es ist modular aufgebaut
und kann fast alle gängigen Verfahren ausführen.

Eine Umfrage für AOL-Zugänge unter
Linux ist sicher auch wünschenswert.

MfG

Steffen Pfeifer
 

psychozapp



Anmeldungsdatum: 24.01.2000
Beiträge: 85
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2000 19:40   Titel: Re: PC-Banking

Hallo,

was halten sie von der Lösung der Sparkasse?
Internetbanking komplett per Browser;
man braucht nur einen mit Java-Unterstützung.
https://spk-ihb.izb-hb.de/SSPK_Nuernberg/index.html
Ich nutze diese Möglichkeit gerne, und
das Java scheint sehr stabil programmiert zu
sein, da sich nicht mal mein unstabiler NS
aufgehängt hat.
Zu der Software für Linux: Wenn es
ordentliche dokumentierte feste Standarts
gibt dauert es für gewöhnlich nicht lange,
bis eine Linuxversion für irgendwelche Zwecke
entsteht.

mfg
 
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demon
Pro-Linux


Anmeldungsdatum: 24.11.1999
Beiträge: 389
Wohnort: Wörth am Rhein

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2000 20:09   Titel: Re: PC-Banking

Hallo,

es gibt freie Projekte, die eine Software für Internetbanking in Visier haben.
Leider sind diese Projekte noch noch allzu Fortgeschritten, so dass ein Einsatz dieser fuer produktive Zwecke mehr als bedenklich sei.
Ihre Idee, eine Umfrage ins Leben zu rufen halten wir für gut.
Diese sollte aber nicht in Form einer Umfrage, sondern als Petition stattfinden, damit sie an Seriosität gewinnt.
Bereits naechste Woche wird ein entsprechendes Dokument auf unseren Seiten erscheinen.

Gruss

Mirko Lindner (demon)
 
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Steffen Pfeifer
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Apr 2000 10:42   Titel: Re: PC-Banking

Nach Rückfrage bei StarFinanz wurde schon mal eine Anfrage an die Banken gestellt. Daraus ergab sich ein Bedarf von ca. 10.000 Nutzern.
StarFinanz sagt natürlich zu recht bei 10.000
Abnehmern loht sich eine Portierung nicht. Damit ist ja dann auch Softwarepflege, Support, Schulungen von Mitarbeitern verbunden. Der finanzielle Aufwand steht nicht im Verhältnis zum Ertrag. Das Programm muß dann auch von Banken oder den Kunden mit einem Betrag X bezahlt werden.
Zur Zeit kostet StarMoney 69,00 DM. Bei AOL
ist es schon dabei. Manche Banken verschenken die Programme auch oder beteiligen sich an den Kosten.

Wir müssen beweisen, daß der Bedarf bei 100.000, 200.000 oder 300.000 mindestens liegt, dann wird StarFinanz die entsprechenden Entwicklungen einleiten.

Das Hauptproblem ist aber, daß bisher nur
wenige Banken den HBCI-Standard eingeführt haben. Viele Nutzer können so nur auf Javatools im Browser zurückgreifen, die oft auch nicht funktionieren, da Buchstaben und Zahlen oft nicht richtig dargestellt werden.

Mit dem BTX-(ZKA)Standard braucht man nicht mehr anzufangen, da die Sicherheit in Zukunft nicht ausreichend gewährleistet ist (Trojanische Pferde....). und nicht jeder
T-Online nutzen möchte.

Packen wir es an......
 

Jochen
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Apr 2000 10:56   Titel: Re: PC-Banking

> Eine Umfrage für AOL-Zugänge unter
> Linux ist sicher auch wünschenswert.

Abgesehen davon, dass auch für AOL zutrifft, dass

> nicht jeder T-Online nutzen möchte

(jetzt auf AOL übertragen, aber halt Dein Argument), bestehen da grössere Schwierigkeiten, auf technischen wie auch auf anderen Gebieten.

Rein technisch ist der Zugang zu AOL nicht über TCP et al. gelöst, sondern über ein proprietäres Protokoll, welches meines Wissens nicht offengelegt wurde. Hier müsste zuerst einmal AOL tätig werden. Der Umfang der notwendigen Arbeiten (eigener Browser/eigener "ppp"-Dämon/eigenes Kernelmodul) ist dabei schlecht abzuschätzen.

Sollten die Änderungen nicht als Open Source Software offengelegt werden, wird die Akzeptanz m.E. stark abnehmen, ganz davon abgesehen, dass die meisten Linux-User bereits über einen funktionierenden und preiswerten Internet-Zugang verfügen - ohne AOL. Es würde sich also nur darum drehen, auf die Zusatzangebote von AOL zugreifen zu können.´

Übrigens betrifft das OSS-Argument auch (gerade!) Finanz-/Homebankingsoftware.
 

Maax^
Gast





BeitragVerfasst am: 25. Jun 2006 12:20   Titel: Onlinebanking im Browser mit HBCI

Hi,
ich interessiere mich ebenfalls für Onlinebanking unter Linux ohne eine fremde Software sondern direkt im Browser.
Allerdings möchte ich kein Onlinebanking ohne HBCI nutzen, da ich das für zu unsicher halte.
Desshalb meine Frage: Gibt es da irgend eine Lösung (für Sparkassenkunden) oder heißt HBCI sozusagen automatisch, dass man eine zusätzliche Software benötigt (deren Hersteller man nicht kennt und der theoretisch die Daten an sich selber senden könnte, was ich beim Firefox eigentlich nicht glaube).

Danke für eure Antworten,
Maax^
 

Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3569

BeitragVerfasst am: 25. Jun 2006 16:21   Titel:

Meines Erachtens ist die potentielle Benutzerbasis bei den Linuxnutzern *sehr groß*, da hier eine große Technikaffinität besteht. Das große Problem der Banken mit diesem Benutzerkreis ist aber auch deren begründeter Verdacht, dass in den Banken vor allem technisches Halbwissen vorliegt.

Dies wird unter anderem dadurch genährt, dass die Banken immer noch behaupten, die PIN der EC-Karten könne per nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 3/10000 geraten werden (3 Versuche, 10000 Zahlenkombinationen). Das war nie der Fall, das schon zu Anfang nur 9000 Zahlenwerte (also 1/3000 Erfolgsquote) genutzt wurden -- durch Kryptanalyse gelangt es in den vergangenen Jahren zudem, den Rateerfolg auf ca. 1/150 zu verbessern. D.h. bei 150 gestohlenen EC-Karten kann im Durchschnitt ein Konto restlos leergeräumt und zudem der Kreditrahmen voll ausgeschöpft werden. Trotzdem behaupten die Banken regelmäßig, der Kunde sei selbst schuld -- Was insofern eine Frechheit ist, als die Banken, nicht die Kunden, die Einführung einer zeitgemäßen EC-Karten-Absicherung über 10 Jahre verschlafen haben.

Im Internetbereich sieht es nicht besser aus. Erst als die ersten Fälle von gut gemachtem Phishing die Öffentlichkiet aufgeschreckt hatten, sahen sich die betroffenen Banken genötigt, ihre Kunden zu informieren und vor allem ihren Internetauftritt durch Zertifikate entsprechend abzusichern. Wie es bei *bisher nicht* betroffenen Banken aussieht möchte ich da gar nicht wissen!

Weiterhin bringen es die Banken nicht zustande, ein internetbasiertes, international anerkanntes Zahlungssystem auf die Reihe zu bringen -- hier ist das Problem keinesfalls die Technik, eine Winzfirma namens "Paypal" hat es vorgemacht. Das Problem ist einfach, dass mit der vorhandenen Geldmacht Druck gemacht werden muss (vor allem in den USA), sich auf *ein* Zahlungssystem zu einigen.

Aus demselben Grund halte ich auch das Argument, 10000 Nutzer seien *zu wenige* für eher lächerlich. Ich erwarte natürlich als Onlinekunde meiner Bank, dass die Kontoführung per Internet mir keine Zusatzkosten verursacht. Browserbasierte Lösungen sind also die erste Wahl. Die Zusatzfunktionen von StarMoney etc. lassen sich mit einer geeigneten Vorlage für die Tabellenkalkulation (z.B. OO.org Calc wegen der Interoperabilität) auch kostenlos erreichen.

Fazit: Die Banken agieren halbherzig, sind nicht bereit, Geld in die Hand zu nehmen, behandeln ihre Kunden als Bittsteller. Dieses Problem sollte zuerst gelöst werden.

Janka
_________________
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.
 
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Maax^
Gast





BeitragVerfasst am: 29. Jun 2006 21:06   Titel: D.h. nein?

Hi,
danke für das ausfürliche Posting, dem ich nahezu uneingeschränkt zustimmen kann.

Aber heißt, dass es ein HBCI-Verfahren für Browser-Onlinebanking (vergleichbar mit Elster Online) noch nicht gibt?

Danke,
Maax^
 

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