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TERM u. Konsorten

 
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MachtNix
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Nov 2003 6:57   Titel: TERM u. Konsorten

Grüß Euch!

Folgendes geht nicht in meinen Kopf: Also da wäre eine Anwendung die unter Linux ausgeführt wird. Diese Anwendung ist für at386-Terminals geschrieben und hört auf die entsprechenden Kodes, auch die Bildschirmausgaben sind für at386.
Von einem Windows-Rechner aus logge ich mich mit Putty und ssh ein, danach startet die Anwendung automatisch. Da ich Putty so angepasst habe, daß er mit den daherkommenden Ausgaben zurecht kommt. Bildschirmdarstellung und Tastatur gehen einwandfrei.

Soweit so gut. Nun soll die Anwendung auch auf der Textkonsole laufen. Da sieht es natürlich katastrophal aus, da sich die Konsole wie ein vt100 bzw. Linux-Terminal aufführt, entsprechend sieht der Bildschirm aus, von der Tastatur ganz zu schweigen. Wie bringe ich nun die bash (vermutlich muß ich dort ansetzen) dazu, daß sie mit at386 zurecht kommt.

Wie ich verstanden habe, rennt ein Getty und wartet, bis sich einer an der Konsole einloggt. Hat alles gestimmt, startet getty eine shell, ist es jetzt die bash die sich wie vt100 verhält oder ist es der getty? . Was aber passiert, wenn sich jemand via ssh einloggt ?

Eine andere Möglichkeit wäre, sich von der Textkonsole aus mit den SSH-Client nochmals einzuloggen und dann die Anwendung zu starten, doch kann ich den SSH-Client nicht wie Putty so anpassen, daß alles stimmt.

Ich habe versucht ein Script zu schreiben, welches nach dem einloggen die TERM-Variable setzt, mit terminfo, mit termcap, mit ttytype ect. alles blieb irgendwie ohne Wirkung. Ist es einfacher sich eine Art von Putty für die Konsole zu beschaffen (gibts das überhaupt) und den dann entsprechend einzustellen?
Mit Google hab ich viele Manpages gefunden die sich mit seriellen Terminals beschäftigen, die hab ich auch weitgehend gelesen um herauszufinden, wie es sich überhaupt mit der Einloggerei geht, aber geholfen hat es mir irgendwie nix. Zu SSH hab ich garnix in der Richtung gefunden.

Das Ganze basiert auf SuSE 8.2 ....eine Menge an Fragen ich weiß, aber irgendwie konnte ich es nicht kürzer beschreiben, möglicherweise hab ich mich auch verrannt.

Danke für etwaige Mühen und Gruß

MachtNix
 

Jochen
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Nov 2003 8:43   Titel: Re: TERM u. Konsorten

Das Problem ist eher eines der Anwendung...

Die ganze Problematik ergibt sich aus der Tatsache, dass Terminal nicht gleich Terminal ist. Ob nun ein DEC VT, eines von Honeywell, ein 97801 von Siemens/Nixdorf (sorry - FSC) - um ein und dieselbe Funktion auszuführen, erwarten sie unterschiedliche Steuerbefehle. Von unterschiedlicher Leistungsfähigkeit mal ganz zu schweigen! Daher schreibt man vernünftigerweise Fullscreen-Konsolenprogramme mit Hilfe der terminfo-Library (low-level) oder der curses-Library (high-level, für hinreichend kleine Werte von "high"). Unter Linux ist das alles im ncurses-Paket gesammelt.

Dein Problem: Deine Anwendung ist für ein at386-Terminal geschrieben (Konsole UNIXWare, richtig?). Und zwar scheinbar leider auf die falsche Art: Mit fest kodierten Steuerbefehlen, die in dieser Art nur ein at386-Terminal richtig interpretieren kann. Die Konsole von Linux lehnt sich aber nun mal an vt100 an und kann daher die Steuerbefehle nicht korrekt interpretieren. Das Problem liegt nicht im getty und nicht in der Shell, sondern im Treiber der Linux-Konsole! Ein Programm wie putty bietet dir lediglich die Auswahl, sich wie eines von mehreren möglichen Terminals zu verhalten - glücklicherweise ist da auch ein at386-kompatibles drunter. Aber die Linux-Konsole bietet diese Möglichkeit nicht. Die einzige Alternative, die ich sehe, wäre unter X ein Terminal-Programm, welches auch eine at386-Emulation bietet. Frag mich nicht, welches Programm so was kann (oder ob es sowas überhaupt gibt)...

Jochen
 

MachtNix
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Nov 2003 9:03   Titel: Re: TERM u. Konsorten

Hallo Jochen,
vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Da sehe ich dann auch nur die Möglichkeit, mir für X ein hoffentlich existierendes Programm zu suchen, bei dem ich wie im Putty die Anpassungen machen kann.

Du hast Recht, die Anwendung wurde ursprünglich für UnixWare entwickelt.

Also vielen Dank nochmals daß Du meine Wirrungen geklärt hast.

Gruß
MachtNix
 

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