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SUSE Linux schrott?

 
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Peter R.
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Jun 2001 8:20   Titel: SUSE Linux schrott?

Hallo Leute!
Muß jetzt hier mal was los werden.
Hab auf meinem Router Debian laufen. Hatte vor kurzem ein Problem damit. Dachte nun es ist schlau mal SUSE 7.1 zu versuchen, da ja DSL unterstützt wird und leicht einzubinden sei.
Kaum mit Suse CD gebootet bekomm ich die Meldung "zu wenig Speicher für grafische Installation". Yast2 ist dann mit "normaler Oberfläche" gestartet. Trotz ausgewählter minimaler Installation kam es bald zu Speicherplatz Problemen. Nach anschließender Installation wollte ich das System konfigurieren. Gleich ist mir aufgefallen, daß bereits der Wechsel zwischen einzelnen Menüpunkten sehr langsam vonstatten geht.

Nun frag ich mich ob Suse auch auf dem von Microsoft ebenfalls praktizierten Trip ist, immer neuste Hardware voraus zu setzen? Das kenn ich von Linux nicht. Hab den ganzen Mist wieder runter geschmissen und Debian installiert. Siehe da gewohnte Geschwindigkeit wieder erreicht!

Vielleicht wiedersprecht Ihr mir, aber für meine Zwecke hat der Pentium 100 mit 32 Mb Speicher als Router immer ausgereicht.

Viele Grüße

Peter
 

Michael
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Jun 2001 9:41   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

JA!

Ich erinnere mich noch an meine allererste Linuxinstallation (SuSE 6.2). Ich hatte null Ahnung von nichts, aber mal gelesen, Linux sei bescheidener in den Hardwareanforderungen.

Ich waehlte also in der Softwareauswahl "Multimediasystem" oder so aehnlich aus, denn genau das wollte ich schliesslich. Und los gings.

Nach fast einer Stunde (4fach CD-ROM) und mehrfachem Wechseln der CD´s fing ich an zu zweifeln, ob ich noch auf dem richtigen Wege sei. Irgendwann war es dann aber doch fertig und die Platte mit mehreren Gigabytes zugemuellt.

Zum Glueck hatte ich kurz vorher noch eine neue Festplatte eingebaut, sonst wuerde ich heute vielleicht immer noch mit W95 herumwerkeln.

Slackware dagegen (ja ich weiss, mit mehr Erfahrung kriegt man auch SuSE etwas kleiner hin):
-Lauffaehige Minimalinstallation 67 MB
-"Surfsystem" mit X, Blackbox WM, GMC und Netscape: 175 MB
-Komplettes System mit Entwicklungskram, KDE 2.1.1, Gimp, Staroffice usw. 900 MB, und das Booten und Runterfahren dauert hier nur 1/2 bzw. 1/3 der Zeit eines vergleichbaren SuSE 7.0.
 

hjb
Pro-Linux


Anmeldungsdatum: 15.08.1999
Beiträge: 3236
Wohnort: Bruchsal

BeitragVerfasst am: 09. Jun 2001 10:11   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

Hi,

warum installiert man eine neue Distribution, wenn man irgendwo auf ein Problem stößt? Könnte mir nicht im Traum einfallen. Letztlich steckt in jeder Distro die gleiche Software.

Die Hardwareanforderungen von Linux sind in der Tat gering. Es sind die Zusätze wie X11, Gnome, KDE, die diversen Browser usw. die den Festplatten- und Speicherplatz schlucken. Überleg dir mal, wieviel RAM deine Grafikkarte heutzutage hat. Wenn X11 mit 4 virtuellen Screens läuft, benötigt es schon mal bis zum 4-fachen dieser Menge an RAM, um das Umschalten zwischen den Screens zu verwalten. Das ist kein Fehler von X11, sondern ein Resultat der Anforderungen, die du an das System stellst. Genauso mit den anderen Applikationen. Wer eine Multimedia-Installation anfordert, bekommt auch eine. Mit einer reichen Auswahl an Software. Wem das nicht paßt, der soll mit einer Minimalinstallation anfangen und dann die Software, die ihn interessiert, schrittweise nachinstallieren.

Gruß,
hjb
_________________
Pro-Linux - warum durch Fenster steigen, wenn es eine Tür gibt?
 
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Michael
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Jun 2001 10:49   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

Ich wollte ein Multimediasystem, ja. Aber es wurden (nur als Beispiel) gleich fuenf oder sechs verschiedene grafische Frontends zum CD-Brennen installiert, damals fast alle noch unbrauchbar und natuerlich "Out of the box" unfaehig, mehr als Fehlermeldungen zu produzieren.
Vielleicht waere es sinnvoller, wenn die Distributoren fuer eine lauffaehige Basis sorgen, also z.B. endlich mal Cdrecord & Co ohne manuelle Nacharbeit auf die Platte bekommen und einen IDE-Brenner bitteschoen gleich mit SCSI-Emulation. Das passende Frontend soll sich dann jeder selber aussuchen.

Und was war dann noch alles dabei? Apache, Inetd, dutzende Daemonen defaultmaessig aktiviert: Man haette ohne auch nur ein einziges Paket extra zu installieren einen kompletten Internetserver mit allem drum und dran aufziehen koennen. Ich wollte aber doch bloss etwas surfen, Audio-CD´s abspielen, Briefe schreiben und vielleicht Bilder betrachten und bearbeiten...
 

bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 10. Jun 2001 14:04   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

Hi!

SuSE hat offensichtlich eine andere Zielgruppe als Debian. Ist das schlimm?

Cheers,
Wolfgang
 
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heinrich



Anmeldungsdatum: 22.09.1999
Beiträge: 219
Wohnort: N49.137 E8.544

BeitragVerfasst am: 10. Jun 2001 14:38   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

> ... damals [SuSE 6.2] fast alle noch unbrauchbar ...
Als SuSE 6.2 rausgekommen ist, war halt noch nicht jede KDE Applikation 100%ig brauchbar.
Wenn du *jetzt* eine SuSE installieren möchtest, würde ich nicht eine alte Version sondern die aktuelle SuSE 7.1 oder (ab morgen) SuSE 7.2 nehmen.
Die SuSE 7.2 LiveEval wird bestimmt wie auch SuSE 7.1 bestimmt einigen Zeitschriften für ~4 EURO beiliegen.
Für einen Server dürfte auch eine LiveEval ausreichen.

BTW: Ich habe hier zwar nicht "Multimedia-System" ausgewählt sondern "Standard PC mit Office und KDE" und dann noch in YaST die Paketauswahl per Hand nachgearbeitet und voila.

Mein IDE Brenner wurde erfolgreich mit EIDE-SCSI-Emulation eingebunden und funktioniert.

> Und was war dann noch alles dabei? Apache, Inetd, dutzende Daemonen defaultmaessig aktiviert:
Der Apache wird AFAIK dazu benutzt, die SuSE Hilfeseiten im HTML Format anzuzeigen.

> Man haette ohne auch nur ein einziges Paket extra zu installieren einen kompletten
> Internetserver mit allem drum und dran aufziehen koennen.
Den Server würde ich *so* aber nicht ins Internet gestellt. So ganz ohne Sicherheitsvorkehrungen.

Für einen Server installiert man SuSE (gilt aber für jede andere Distribution auch) als "Minimalsystem" und fügt dann die Pakete hinzu die man benötigt. In /etc/inetd.conf wird dann nur aktiviert, was man auch wirklich braucht. Statt Telnet und FTP setzt man dann halt SSH und SFTP und SCP ein. Dann noch ein paar gescheite IPCHAINS Regeln und die Sache kann anlaufen.
 
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Matze
Gast





BeitragVerfasst am: 11. Jun 2001 22:24   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

SuSE ist meiner Meinung nach i.O. Ich denke, jede Distri hat ihre Macken.
Eine Sache, die mir bei SuSE besonders negativ aufgefallen ist - wieso krieg ich KDE und Staroffice etc., wenn ich nur Netzwerkserver auswähle ? brauch ich das zum "serven" ??? NEIN ! Aber ansonsten finde ich das Handling von SuSE schon ganz i.O. - wie bei anderen Distributionen halt auch...
Fazit:
M$, zieht Euch warm an, Linux kommt ! ;)

Matze
 

zio
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Jun 2001 16:01   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

Das ist dasselbe mit Microsoft: das, was für den user am einfachsten ist, wird genommen. Und bei allerLiebe zu Linux (ich nutze zu Hause nichts anderes:) als linuxerfahrener User habe ich meinen Leute im Betrieb zu Windows geraten (400 Normal-User kommen damit besser zurecht) und für die Schule meiner Kinder (bin dort Vorsitzender Förderverein) habe ich ebenfalls Windows 2000 angeraten, dort aber mit Linux parallel.

Was also über Suse ärgern ? Läuft einfach prima und Klasse support. Noch ist Linux nicht soweit, Windows richtig Ärger zu machen. Von der Professionalität trau ich das aber im Moment nur Suse und RedHat zu.

Gruß zio
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Jun 2001 17:12   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

> habe ich meinen Leute im Betrieb zu Windows geraten
> für die Schule meiner Kinder ... habe ich ebenfalls Windows 2000 angeraten
Wenn du damit meinst dass spezialisierte Software noch nicht für Linux verfügbar ist, dann stimme ich dir zu.
In Betrieben ist es dann meist auch noch so, dass Legacy-Applications auf MS-Access-Basis vorhanden sind die nicht auf nicht-Windows Betriebssystemen laufen.

Was aber allgemein die Benutzung von Betriebssystemen angeht, so ist es egal ob ich einem 6-jährigen ein Windows95, Windows 2000, MacOS oder Linux vorsetze.

Die Administration wird ja nicht durch die Anwender erledigt, sondern in beiden Fällen durch speziell geschultes Personal.
Und mit Gnome oder KDE2 kann nun wirklich jeder der Windows auch nur aus der Ferne gesehen hat unter Linux arbeiten (Startmenü, Button, viele Fenster, farbig und bunt)

Wenn alles eingerichtet ist, hat jeder Anwender was er benötigt:
Windows:
Benutzeroberfläche: Windows (gibts eh nur eine)
Office: StarOffice oder MS-Office
Email: Outlook
Web: Internet Explorer

Linux:
Benutzeroberfläche: Gnome oder KDE2
Office: StarOffice *
Email: KMail oder Mozilla **
Web: Konqueror oder Mozilla **

* KOffice habe ich absichtlich _nicht_ erwähnt, weil es nur auf Linux beschränkt ist
wogegen StarOffice auch auf Macintosh, Solaris und Windows läuft.
** nicht flamen, wenn ich hier nicht alle möglichen aufgezählt habe
 

Phoenix
Gast





BeitragVerfasst am: 17. Jun 2001 12:00   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

Dann solltest du fairer weise auch M$-Office weglassen weil es ja auch nur auf Windoze beschränkt ist....
 

feldsee



Anmeldungsdatum: 12.02.2001
Beiträge: 100
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 20. Jun 2001 8:57   Titel: Re: SUSE Linux schrott?

Das SuSE immer so viele Programme mit dem gleichen Zweck parallel installiert, liegt natürlich auch an der Flamewarsucht der ach so streitbaren Linuxgemeinde. Wenn SuSE von drei möglichen Alternativen eine auswählt, schmeißen die Anhänger der beiden anderen doch erst einmal sämtliche Diskussionsboards der Welt mit Beschimpfungen zu, bevor sie auf die Idee kommen, sich selber zu installieren, was sie haben wollen.

feldsee
 
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