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Distributionen, Distributionen
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Flamer
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Dez 2001 12:17   Titel: Distributionen, Distributionen

Hi,

derzeit nutze ich hautpsächliche RedHat, überlege aber auf Debian umzusteigen, weil es cool ist. Wie seht ihr das? Hat Debian echte vorteile? MUss mann heute debian nutzen um in der Community dazuzugehören? Auf dem Linuxtag trifft man fast nur debian nutzer, alle anderen haben Mandrake oder Suse im Einsatz, RedHat scheint tod zu sein...

Bin gespannt auf Eure Replies.
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Dez 2001 16:57   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Ich fahre gerade einen Toyota. Ich überlege mir aber auf VW umzusteigen weil es cool ist. Hat VW echt Vorteile ? Muss man einen VW fahren um in der Community dazuzugehören ? Auf der Automesse treffe ich fast nur VW-Fahrer alle anderen fahren Mercedes, Ford oder Opel. Porsche scheint tod zu sein.

Es ist vollkommen egal welche Distribution einsetzt. In der Linux Community gibt es kein Markendenken ala "ich bin cool weil ich Distribution XXXXXX benutze". Was soll schon "cool" daran sein wenn ich Distribution XXXXXX benutze ?

Ich benutze Distribution XXXXXXXX weil diese von den Administrationstools und der Ausstattung an Software,CDs,DVDs,Handbücher,Support,... meine Bedürfnisse am Besten deckt.

Wer solch eine Frage stellt was er benutzen soll damit er "cool" oder "in" ist der soll sich doch bitte irgendein Betriebssystem heraussuchen das im Quellcode verfügbar ist (z.B. *BSD, Debian GNU/Hurd, Plan9, Amoebia, ...) dann hat diese Person ein Betriebssystem das ausser ihm selbst nur eine kleine Clientel benutzt. Er kann sich somit brüsten zu einer (seiner Ansicht nach) "kleinen elitären Gruppe" zählen zu dürfen die deswegen "cool" (oder "in") ist, weil es ausserhalb des Mainstream lebt. Dass diese Person dann heimlich trotzdem Windows,Linux oder MacOSX bootet um Arbeiten und Spielen zu können wird dann natürlich verheimlicht -- man möchte sich schliesslich nicht die blösse geben als "coole" Person dem Mainstream zu folgen und etwas zu verwenden das auch die überwiegende Masse der anderen Computeranwender einsetzt / einsetzen kann.

just my 2 cents
 

ytimk



Anmeldungsdatum: 07.09.2001
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 27. Dez 2001 19:21   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Da RedHat wohl immer noch die am häufigsten verwendete Disrti weltweit ist, glaube ich nicht, dass es tot ist ("tot" ist übrigens das Verb (Tu-Wort) und "Tod" das Substantiv (Namenwort), aber das nur nebenbei...)
Wie dem auch sei, in nutze sowhl RedHat 7.2, als auch Mandrake 8.1 und finde beide OK. RedHat nutze ich, weil das die einzige Distri war, von der ich mir sicher war, dass sie auf meinem Notebook (Vaio fx-101) läuft (Mandrake 8.0 z.B. läuft definitiv nicht), und Mandrake wollte ich auf dem anderen Rechner einfach mal ausprobieren, war auf einer CD, die einer Linux-Zeitschrift beilag...
Bei uns an der FH nutzen fast alle (offiziell) Suse, aber ich sehe deswegen keinen Grund, mir auch Suse draufzuspielen, ist ja mit Arbeit verbunden
Naja, lange Rede, kurzer Sinn:
Es ist eigentlich völlig egal, welche Distri man benutzt, oder welches OS, hauptsache Open Source
Du kannst natürlich auch 500 Euro für WinXP ausgeben, es gibt mit Sicherheit Leute, die dich deswegen "k3wL" finden...
 
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bap
Gast





BeitragVerfasst am: 28. Dez 2001 15:13   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

@yitimi
was meinst du mit k3wl ?????
nutze suse7.3, aber nur weil wirs im geschäft auch nutzen )
 

ytimk



Anmeldungsdatum: 07.09.2001
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 28. Dez 2001 19:52   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

@bap "k3wl" soll "cool" heissen, benutzen wohl nur die wirklich k3wlen Leute, oder solche, die sich darüber lustig machen
 
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Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 29. Dez 2001 2:34   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

@YtimK
oder Leute die sich für 313373 h4x0rz halten
 

ytimk



Anmeldungsdatum: 07.09.2001
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2001 13:14   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

*lol* genau!
 
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bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 30. Dez 2001 0:35   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Hi!

> überlege aber auf Debian umzusteigen, weil es cool ist.

Nein, Debian ist nicht cool. Wer etwas cooles will, soll Slackware oder Rock Linux nehmen, oder eben gleich LFS. Aber Debian ist nicht zum coolsein, sondern für diejenigen, die Wert auf Freie Software und bedingungslose Zuverlässigkeit legen. Bei Debian geht vieles recht langsam voran. Um mal nur ein typisches Beispiel herauszugreifen, gibt es immer noch nicht die Möglichkeit, als Architektur eines Paketes nur GNU/Linux anzugeben (auf allen Plattformen), aber GNU/Hurd auszuschließen. Bis solche notwendigen Dinge in Debian mal gemacht werden, vergeht viel Zeit. Eine langsame, durchdachte Entwicklung finde ich zwar gut, aber cool ist das sicher nicht.

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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flama 2
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Jan 2002 0:43   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Wenn du
-Spass daran hast config files mit dem Texteditor zu beackern
-Programme mit einem Befehl installieren willst
-Selbstaendig denken kannst
-Englisch kannst
-dich mit den elemantaren GNU Programmen auskennst

ist Debian das richtige fuer dich.
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Jan 2002 18:19   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Nur mal so nebenbei.
Nachdem ich hier (auf Pro-Linux) jetzt schon wiederholt "Debian" und "apt-get" gehört habe wollte ich diese Distribution auch einmal ausprobieren. Als alteingesessener SuSE Benutzer ist man ja eigentlich durch YaST schon einiges an Bequemlichkeit gewöhnt. Ob man als solcher dann überhaupt ein Debian eingerichtet bekommt ?

Na auf jeden Fall habe ich mir die Debian 2.2-r4 "Potato" (3 CDs) besorgt und gestern Nacht angefangen zu installieren. Die Installation selbst war eigentlich selbsterklärend und schnell durchgeführt.
Eine spezielle Debian-Dokumentation habe ich mir im Vorfeld nicht besorgt -- vielleicht ein Fehler. Zumindest das Debian-Handbuch habe ich mir vorher im Web angeschaut.
Die einzigen zwei Stolpersteine waren:
* Netzwerkkonfiguration:
eth0 sollte als DHCP-Client konfiguriert werden
dummerweise lief zur Installationszeit mein DHCP-Server nicht sodass nach der
Installation in der Datei /etc/network/interfaces die Zeile "iface eth0 inet dhcp"
von Hand eingetragen werden musste. Die Schwierigkeit hierbei war eher zu wissen
in _welcher_ Konfigurationsdatei dies einzutragen ist. Bei SuSE wäre es in /etc/rc.config
einzutragen gewesen...
* XFree86 einrichten:
Die Grafikkarte (nvidia GeForce 2 MX) wurde während der Installation nicht erkannt was bei
XFree86 v3.3.6 auch nicht weiter verwundert. Der XServer funktionierte zwar (lies sich starten)
aber mit einer Auflösung von 320x204 wollte einfach keine Freude aufkommen.
Also die /etc/X11/XF86Config mit Hilfe von XF86Setup und xf86config erstellt. Da hierbei aber
nicht der Eintrag Chipset "GeForce DDR" sondern Chipset "generic" eingetragen wurde konnte trotz
aller bemühen keine sinnvolle Auflösung entlockt werden. Erst durch manuelle Änderungen an
XF86Config liessen mich heute morgen um 7:30 eine sinnvolle Auflösung von 1024x768 mit
funktionierender Maus erblicken. Das einzige was noch blieb war mit "xvidtune" noch kleinere
Feineinstellungen an der Auflösung vorzunehmen.

Als Resumee bleibt zu sagen dass die aufgetretenen Probleme im wesentlichen mit nicht erkannter Hardware zusammenhängen. Dieses Problem hätte man auch bei SuSE gehabt wenn man dort den XFree86 v3.x.y einsetzt. Im Gegensatz dazu hat man aber bei SuSE "sax" das einem etwas unter die Arme greift und man somit nicht direkt mit den XFree86 eigenen Tools (XF86Setup,xf86config,xvidtune) in Kontakt gerät.

Während ich dies hier schreibe sitze ich vor meinem neu installierten Debian mit Mozilla M18 und GNUstep als Windowmanager.

Ob ich jetzt "cool" bin wie es Flamer gerne wäre ? Ich denke nicht. Aber die Neugierde hat mich auch einmal Debian ausprobieren lassen. Somit kann ich jetzt ein Bild davon machen wie unterschiedlich (oder auch nicht) einige Distributionen sind. Bisher hatte ich schon einen Ausflug zu RedHat 7.2 gemacht war aber immer wieder zu SuSE (nutze ich seit 5.2 -- davor temporär Slackware) zurückgekehrt.

Demnächst wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe werde ich mir mal OpenBSD anschauen -- die CDs liegen schon hier rum...
 

Flamer 3
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Jan 2002 19:11   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Tja, wie weiter oben schon gesagt wurde, mit Debian bist Du wirklich absolut uncool. Das installiert meine Tante Else ja mittlerweile zwischen Kaffeekraenzchen und Abendessen. Ueberhaupt stehst Du mit Linux, egal welche Distribution, seit einiger Zeit nicht mehr so gut da. Mit Ach und Krach kannst Du vielleicht mit LFS noch etwas Eindruck schinden.

Wenn schon Debian, dann Debian/Hurd. Damit zaehlst Du zu einer ultracoolen handverlesenen Elite. Was auch noch halbwegs durchgeht, waeren NetBSD und OpenBSD (FreeBSD hat Tante Else auch schon mal installiert).

Aber die Wahl des richtigen Betriebssystems ist nur der erste Schritt, um cool zu werden. Die richtige Benutzerschnittstelle ist auch von groesster Bedeutung. Um ganz vorne mitzumischen, verzichtest Du auf die Installation eines X-Servers. Die harten Burschen erledigen alles besser und schneller auf der Konsole. Sollte sich das nicht vermeiden lassen, auf gar keinen Fall KDE oder Gnome installieren, damit bist Du wieder voll im Mainstream drin. Empfehlenswert sind z.B. Blackbox, Windowmaker oder fvwm2. Diese duerfen jedoch ausschliesslich von der Konsole gestartet werden, niemals grafische Logins verwenden.

Wenn Du dann richtig cool geworden bist, brauchst Du natuerlich noch die richtige Insidersprache, um das in verschiedenen Foren richtig rueberzubringen. Sowas wie Dein Posting oben kannst Du echt vergessen, da riecht man den Red Hat DAU ja meilenweit gegen den Wind.

Und nicht vergessen, niemals, niemals darf jemand rauskriegen, dass Du heimlich Windows bootest. Also alle Unterlagen, Handbuecher, CD's die darauf hinweisen sind einzuschliessen. Der Bootmanager ist mit Passwort abzusichern und der Windowseintrag mit einem coolen, harmlos klingenden Label zu versehen, z.B. Hurd/CVS oder so.

Viel Erfolg!
 

marc



Anmeldungsdatum: 20.04.2001
Beiträge: 444
Wohnort: Arnsberg

BeitragVerfasst am: 04. Jan 2002 19:14   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

@Descartes
Nur der Vollständigkeit halber. Das SaX-Äquivalent bei Debian nennt sich anXious. Hat nur leider ein paar Probleme mit GForce-Karten...
Solltest Du Dich noch etwas mehr mit Debian beschäftigen, bevor Du OpenBSD antestest, empfiehlt sich u.a. dieses Buch

Gruß
Marc
 
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bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 04. Jan 2002 19:23   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Hi!

> Debian/Hurd

So etwas existiert nicht, es gibt nur Debian GNU/Hurd. Und das ist genauso zu installieren wie Debian GNU/Linux und hat die gleiche bequeme Paketverwaltung etc., ist also für jemanden, der cool sein will nicht zu empfehlen. Aber eine clevere Alternative wäre das Debian GNU/Win32 Projekt, denn da kann man Windows benutzen _und_ zu einer kleinen Elite gehören. =)

Wer's nicht glaubt: http://lists.debian.org/debian-win32/

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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Flamer 3
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Jan 2002 20:53   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

>es gibt nur Debian GNU/Hurd. Und das ist genauso zu installieren wie Debian GNU/Linux und hat die gleiche bequeme
Paketverwaltung etc.,

Das ist doch egal, Hauptsache die Leute GLAUBEN es sei schwierig. Damit waere es ja sogar noch besser fuer Anfaenger-Coole geeignet, dann muessen die nicht staendig in Foren fragen "Wie geht das, bitte genaue Schritt fuer Schritt Anleitung".
 

flama 2
Gast





BeitragVerfasst am: 05. Jan 2002 14:37   Titel: Re: Distributionen, Distributionen

Also... Mein(e) ultimative Methode(n) (lies: Tutoriallz) l33t, k3wl, und wasweissichnochalles zu werden
Um richtig k3wl l33t und wasweissichnochalles zu sein empfehle ich:

Das Linux ganz selber bauen (die noetigsten dinge vorher auf einem anderem System Kompilieren)

KEIN X oder sonstnochwas grafisches. Am besten n monochrom Bildschirm.

vi (aber kein vim, das ist lame, nvi oder elvis ist l33t)

Brainfuck & Dylan als Programmiersprache

bsh als Shell - Die Shell der Underdogs

Surfen mit nc <host> 80

Nicht nur einen Computer, viele. Moeglichst alt. Du solltest aber auch noch einige vedammt schnelle haben. Die musst du wahnsinnig hochtackten.

Staendig esr, rms oder Thorvalds zitieren
 

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