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Sind Linuxer arrogant ?
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Neuromancer
Gast





BeitragVerfasst am: 08. Feb 2002 17:58   Titel: Sind Linuxer arrogant ?

Aus dem anderen Thread, wo es um Hilfestellung geht, hat sich für mich die Frage entwickelt:

"Sind Linuxer arrogant ?".

Versetzt euch mal in die Lage eines normalen Windows-Jüngers. Also einem, der meint, etwas Ahnung zu haben, respektive sich einbildet, etwas mehr Ahnung als andere zu haben. (Das tun ca. 70 % aller Windows-User, sogar mein Schwager, der Super-Duper-Dau.) So, diesem Windows-Jünger kackt jetzt irgendwie die Kiste ab, irgendetwas geht nicht usw. Er kriegt's nicht selber hin. Also muss er jemanden fragen, der mehr Ahnung hat. Das fällt schon sauer. Es besteht aber immerhin noch die Möglichkeit, diesem (weil man ja auch Ahnung hat) mißtrauisch zu begegnen und ihn spüren zu lassen, dass man ja auch viel Ahnung hat. Sprich: hinterher kann mandenjenigen, der geholfen hat, auch noch prima kritisieren, weil er ja doch nicht so toll war. Am besten ist natürlich, wenn er den Fehler nicht lösen kann, weil das dann für den Windows-User bedeutet, dass auch er nicht ganz so dumm war.

Wenn jetzt aber dieser Windows-User an einen Linuxer gerät, hat er in der Regel jemanden vor sich, der über gute Kenntnisse von Windows zu Linux gewechselt ist. (frei nach der Evolutionstheorie). Keinen Homo sapiens windowensis, sondern einen homo superior linuxem. Der ihm aber nicht helfen will, weil er entweder zu wenig Zeit für so einen "Sch..." hat oder aus Vernunftsgründen nicht will (wieso soll man auch jemanden bei etwas helfen, was man für mich selbst ablehnt ?). Da knackt der Windows-User dran, weil die üblichen Mechanismen nicht greifen. Also bleiben nur zwei Möglichkeiten, das eigene Ego zu beruhigen: "Für Linux gibt's doch kaum Anwendungen" oder "die Linuxer sind alle arrogant".

So, jetzt wisst ihr warum Linuxer arrogant sind. Aber wisst ihr auch, wie man sich als Linuxer selbst beweisst, dass man nicht arrogant ist ? Ganz einfach. man postet Gleichgesinnten solche Gedanken, wie ich sie hier gerade äußere

Gruß vom Neuromancer
 

peterm



Anmeldungsdatum: 16.09.2000
Beiträge: 287

BeitragVerfasst am: 08. Feb 2002 18:39   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Hi,

<<... Windows-Jünger...>

Kein Kommentar


<< homo sapiens windowensis ... homo superior linuxis>>

rofl, wie war das mit der Arroganz?

zum Thema:

Wenn jemand, dem du hilfst, aber leider das Ziel nicht ganz erreichst, dich quasi für blöd verkaufen will,
weil du es nicht geschafft hast, und er aber selber der Nullchecker ist, würde ich an deiner Stelle diesem
jemand mal so ganz nebenbei mitteilen, dass so ein Verhalten nicht nur von dir, sondern auch von anderen überhaupt
nicht geschätzt wird und er, wenn er sich noch einmal so benimmt, sich in Zukunft selber helfen soll.
Das ganze natürlich in einem freundlichen Ton

Du musst ja dem Windows-User nicht sofort sagen, dass du normalerweise Linux benutzt, dass ja ach so toll und stabil ist
(und auch noch frei).

In so einem Fall am besten ganz freundlich sein, die Sache ruhig angehen, dem anderen freundlich helfen, also ihn nicht selber als
den DAU hinstellen, sondern so tun, als wäre das gar nicht so schlimm, dass er selbst es nicht checkt, und keine Überheblichkeit zeigen.

Dann später, wenn der "DAU" von dir eine gute Meinung hat, ihn vielleicht mal zu dir einladen, im Linux langsam zeigen, erklären.
Vielleicht ihm deine Distribution, sofern du sie auf CD hast, mal geben, der installiert GNU/Linux dann bei sich zu Hause, wenn er verärgert ist, besänftigend wirken, im schön alles erklären. Wie gesagt, am wichtigsten ist, dass du es nicht `raushängen lässt, wer sich von euch beiden besser auskennt.

Und dann, evtl., versteht der Windows-User vielleicht einmal so viel von Computern und Linux, dass er darauf zumindest teilweise umsteigt.

Am wichtigsten: Das ganze nicht zu schnell machen, dann wird der "DAU" nämlich überfordert (hört sich jetzt arrogant an, soll es aber nicht sein). Das kann auch bei der neueren Generation der Distributionen, also wo alles sofort eingerichtet ist, passieren.

OK, vielleicht willst du deinen Schwager ja gar nicht "bekehren", aber das kann ja auch ein Beispiel für viele andere sein.

P.S.: Die Idee von der Masche der "Überzeugung" ist rein theoretisch, habe ich mir gerade ausgedacht, also nicht hauen, falls das jetzt absoluter Kaas ist

P.P.S: Der Text hat eigentlich recht wenig mit dem Thema zu tun, aber da du ja von dem "Helfen oder nicht - das ist hier die Frage!" - Thread sprichst, hat das evtl. auch hier Platz.

cu all
 
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Neuromancer
Gast





BeitragVerfasst am: 08. Feb 2002 20:15   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Hört sich gut an. Kostet aber viel Zeit. Zeit ist bei mir leider knapp, d.h. meine drei Kinder sind mir wichtiger als der "kostenlose" Supporter für andere zu sein (im August hatte ich von Kollegen 7 Anfragen, ob ich mal eben ...).
Aber: ich hab's mal probiert. Ein guter Freund von mir ist Pastor (nicht in meiner Gemeinde), und absolut kein DAU. Dem war die Kiste abgeschmiert, Preditarbeit von 3 Stunden drohte dahinzugehen. Ich konnte die Sache gerade noch retten. Dann habe ich ihm mein Linux gezeigt. Und: "ja, ja, aber das ist doch nicht kompatibel mit ...). Das war's. Das gibt's auch: dass jemand meint soviel Ahnung zu haben, dass er sich gar nicht mit Linux beschäftigen muss, er weiss auch so alles drüber.

Ich glaube deshalb an die Evolutionstheorie bei der Anwendung von Betriebssystemen. Wenn jemand so fit mit Windows ist, dass er es echt durchblickt, wird er in der Regel irgendwann auf Linux umsteigen. Oder wenn jemand mal so richtig auf die Fr.... mit Windows gefallen ist.
Aber zum Ausgangspunkt nochmal: mein Beitrag gehört eigentlich eher unter fun/joke, weil nicht ganz so ernst gemeint, z.B.homo superior ). Wobei ein wahrer Kern schon dabei ist.
 

jensemann
Gast





BeitragVerfasst am: 08. Feb 2002 21:31   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Hi
Meine Meinung zum Thema "Sind Linuxer arrogant?" ist, das es unter allen Betriebssystem Nutzern (bah ist das ein Scheiss wort) arrogante Leute gibt, ich glaube nicht das die unter Linux mehr sind als unter Windows, MacOS bzw. MacOSX oder sonst nem OS. Wenn ich jemandem bei Windows Problemen nicht helfen will, das heisst das zumindest bei mir nicht das arrogant bin, sondern einfach das ich keinen Bock habe, Probleme zu lösen, wo keine Chance besteht den wirklichen Grund des Problems zu erkennen (mangels Dokumentation zu Windoof, oder mangels offenem Source Code) und weil ich schon länger nicht mehr mit Windows gearbeitet (geht das überhaupt damit???) habe, ca. 1 Jahr. Ich habe einfach keine Lust, mich in die kranke Arbeitsweise eines noch krankeren OS reinzudenken, das von der kränksten Firma programmiert wurde. So, alles an diesem Text ist ernst gemeint, wenn ich jetzt jemand für arrogant hält, kann er es mir gerne sagen (dann werde ich ihn gerne ignorieren )
Mfg jensemann
 

jensemann
Gast





BeitragVerfasst am: 08. Feb 2002 21:34   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Achso, hab noch was wichtiges vergessen, bei Linux Problemen helfe ich natürlich gerne, sowohl im Forum als auch privat. (Bin also nur Windows hilfs faul [ sollte im Duden aufgenommen werden ]).
Mfg jensemann
(gut das so viele Arten von klammern gibt )
 

Andreasw
Gast





BeitragVerfasst am: 08. Feb 2002 23:10   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Mangelnde Dokumentation unter Windows? Naja könnte man eher bei Linux sagen.
Und was nützt der ganze Open Source, wenn selbst ein Programmierer ne Zeitlang braucht bis er den Code überhaupt versteht und dann auch noch fehler finden hmm?
Mal ehrlich, konntest du scho mal nen Fehler in nem Programm beheben, indem du den Source Code geändert hast?

Ich finde Linux im Moment nur noch frustrierend und verwende deshalb hauptsächlich wieder Windows.
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Feb 2002 0:25   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

> Mangelnde Dokumentation unter Windows?
Ja.
Oder kennst du eine Quelle wo man bei Microsoft eine Spezifikation für die Office-Formate, die Programmierschnittstellen zum ActiveDirectory oder des NTFS Dateiformates (die aktuelle Version NTFS5 die auch in WinXP drin ist) herbekommt ?

Ok. Unter Linux ist manches (noch) nicht ausreichend Dokumentiert aber zumindest sind die Quellen offen und jeder mit ausreichend Zeit und Eignung kann seinen Teil dazu beitragen die Dokumentation zu vervollständigen. Es ist somit nur eine Frage der Zeit bis auch jedes Stück Quellcode für Linux ausreichend Dokumentiert ist.
Bei Microsoft hingegen sind fehlende Dokumentationen nicht zu bekommen obwohl ich doch stark annehmen (hoffe !) dass Firmenintern eine Dokumentation existiert.

> Mal ehrlich, konntest du scho mal nen Fehler in nem Programm beheben, indem du den Source Code geändert hast?
Ja.
Während des Weihnachtsurlaubs habe ich eine Software auf Linux portiert. Ok. Es ist noch keine perfekte Portierung und es sind noch einige wenige Bugs vorhanden aber immerhin kompiliert es und es ist in Grenzen spielbar. Sobald ich wieder Urlaub habe, werde ich mich der restlichen Bugs annehmen und eine Portierung auf Solaris/SPARC in Angriff nehmen.

Wenn jemand helfen möchte: mailto:mail_Descartes@gmx.net
Es ist ein etwa 20 Jahre altes Spiel mit Konsolengrafik (ASCII-Zeichen) und ist im Quellcode auf Amiga, AtariST, "IBM PC", Mac, Unix und VMS verfügbar. Ob es auf all den genannten Plattformen sich allerdings noch kompilieren lässt kann ich mangels Hardware nicht verifizieren.
 

bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 09. Feb 2002 1:03   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Hi!

> Mangelnde Dokumentation unter Windows? Naja könnte man eher bei Linux sagen.

Ah, du hast gute Dokumentation für MS-Windows? Prima, dann kannst du für mich mal schnell nachschauen, was diese Meldungen bedeuten (es war das letzte, was ich von MS-Windows damals auf meinem Recher sah, bevor sich FAT in ext2 verwandelte), und das meine ich jetzt ganz unpolemisch, mich interessiert es wirklich:

"HRESULT unbekannt (800b010bh)"

"Der schwere Ausnahmefehler 0E ist an Adresse 0028:C0274950 in der VXD-Datei VMM(06)+00002950 aufgetreten"

"Beim Initialisieren des Gerätes IFSMGR: Windows-Schutzfehler"

Nun gut, aber wenn du meinst, dass GNU/Linux kaum dokumentiert ist (was mir aber in den letzten drei Jahren nie so recht aufgefallen ist), dann gilt: Nicht beschweren, sondern mitmachen. Gute Freie Dokumentation ist immer willkommen.

> Mal ehrlich, konntest du scho mal nen Fehler in nem Programm beheben, indem du den Source Code geändert hast?

Habe ich schon öfter.

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Feb 2002 1:41   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

@GNU/Wolfgang

> es war das letzte, was ich von MS-Windows damals auf meinem Recher sah,
> bevor sich FAT in ext2 verwandelte
Ich dachte du hast schon immer einen PowerPC ?

> das meine ich jetzt ganz unpolemisch, mich interessiert es wirklich:
http://support.microsoft.com/support/windows/topics/errormsg/emresctr.asp

> "HRESULT unbekannt (800b010bh)"
bzw. "Unknown HRESULT (800b010bh)"

Cannot Use Java Controls on Web Pages (Q183411)
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;Q183411

This error message can occur if the Wintrust.dll file is missing or damaged. To resolve this behavior, extract a new copy of the Wintrust.dll file from the Ie4_s5.cab cabinet file to the Windows\System folder.



> "Der schwere Ausnahmefehler 0E ist an Adresse 0028:C0274950 in der VXD-Datei VMM(06)+00002950 aufgetreten"
bzw. "A fatal exception 0E has occurred at 0028:C0274950 IN VXD VMM(06)+00002950"

What are Fatal Exception Errors (Q150314)
http://support.microsoft.com/support/kb/articles/q150/3/14.asp

14 (0Eh): Page Fault
The Page Fault interrupt allows the operating system to implement virtual memory on a demand-paged basis. An interrupt 14 usually is issued when an access to a page directory entry or page table with the present bit set to 0 (Not present) occurs. The operating system makes the page present (usually retrieves the page from virtual memory) and re-issues the faulting instruction, which then can access the segment. A page fault also occurs when a paging protection rule is violated (when the retrieve fails, or data retrieved is invalid, or the code that issued the fault broke the protection rule for the processor). In these cases the operating system takes over for the appropriate action.

Tritt oft auch bei Interrupt Problemen auf wenn ein oder mehrere Geräte (onboard oder als PCI-Steckkarte) den selben Interrupt verwenden und die betroffenen Geräte das ganz und gar nicht mögen.



> "Beim Initialisieren des Gerätes IFSMGR: Windows-Schutzfehler"
IFSMGR ist der InstallableFileSystemManaGeR.
Könnte eine volle Festplatte oder ein zu strenges BIOS Speichertiming sein.
 

bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 09. Feb 2002 2:27   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

(Disclaimer: Mir ist Windows normalerweise völlig egal, aber jetzt muss ich einfach mal darüber reden.)

Hi Descartes.

ROTFL, wie schön zu sehen, dass ich mit Hilfe eines Web-Browsers die Informationen zur Fehlerbehebung hätte finden können. Dumm nur, dass das Problem durch die Installation des IE entstand. Mein Netscape hatte sich damals selbst zerbröselt und ich musste von einer CD einen alternativen Browser installieren. Ich hatte damals nunmal nur noch den IE zur Hand, dem ich sonst immer aus dem Weg gegangen war. MS-Windows bootete nach dem obligatorischen Reboot nicht mehr. Da hatte ich es endgültig satt.

Unter GNU/Linux habe ich dann die Windows-Partition gemountet und Verzeichnis für Verzeichnis gelöscht. Natürlich hätte ich es gleich komplett platt machen können, aber ich wollte Windows lieber langsam zu Tode quälen. Das _musste_ einfach sein! Es war einfach _wundervoll_, das zu tun. Es war die Rache für die Zeit, die ich wegen Windows verschwendet habe, womit ich eigentlich nicht die Abstürze meine, da ich diese quasi als den Normalfall ansah. Wie viel ich jedoch Dank GNU/Linux gelernt habe, ist einfach Wahnsinn im Vergleich zu Windows. Dafür hasste ich Microsoft, was am Anfang eine hervorragende Motivation war, sich durch alle GNU/Linux-Probleme durchzubeißen. Inzwischen ist meine Motivation ja eine andere, nur noch teilweise extern bedingte.

Ich bevorzuge es übrigens, die zur Rettung des Systems nötigen Informationen in Büchern bereit zu haben, notfalls auch mal auf der Platte oder einer CD. ;)

> Ich dachte du hast schon immer einen PowerPC ?

So lange gibt es PowerPCs doch noch gar nicht, oder? Zumindest Macs waren die meiste Zeit ja m68k-basiert.

Zuerst hatte ich einen Rechner mit Z80-ähnlichem Prozessor, der leider nicht so ohne weiteres programmiert werden konnte (GameBoy *g*). Dann kam der C64. Aber der diente damals denn doch auch mehr zum Spielen als zum Programmieren, insbesondere weil er eigentlich nicht mir selbst gehörte, sondern meinem großen Bruder und man zum Programmieren nunmal viel Zeit am Gerät verbringen muss. Dann kam ein i386, der auch erst später mir gehörte. Dort verwendete ich DOS und wehrte mich so lange wie möglich gegen Windows. Irgendwann kam dann eben der P166, an dem ich auch diesen Text hier noch schreibe. Da ich aber auch auf dem i386 unter DOS in Assembler programmiert habe, wusste ich, dass es etwas Besseres geben muss. Daher habe ich seit 2000 ein iBook, aber ich hatte bisher leider nur wenig Zeit, PowerPC-Assembler zu programmieren. Im Vergleich zu x86 ist es aber ein Genuss, von den nicht vorhandenen guten Büchern einmal abgesehen.

Der nächste Rechner wird kein PowerPC, weil ich einen ordentlichen Rechner für Hurd brauche. Jaja, Hurd läuft an sich schon auf PowerPC, aber wenn ein Hacker ein Unikatsystem teilweise zum Laufen bekommen hat, ist man von einem brauchbaren System zum Entwickeln von Erweiterungen wohl noch etwas entfernt. Da die Hardware dieses Rechnerns hier langsam abstirbt (mein CD-ROM-Laufwerk ist schon lange defekt, eine der beiden Festplatten dürfte kurz vor ihrem Ende sein, der Monitor macht gelegentlich Probleme), werde ich wohl bald sogar dazu gezwungen sein, einen schnelleren Rechner zu verwenden. Andererseits... Ich habe ja auch noch einen P133 und einen 15"-Monitor hier rumstehen, den ich mal kostenlos bekommen habe...

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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ytimk



Anmeldungsdatum: 07.09.2001
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 09. Feb 2002 13:46   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Nochmal direkt zur Fragestellung, ob Linuxer arrogant sind:

Ich finde nicht!
Einige User sind vielleicht nur von Windows auf Linux umgestiegen, weil sie die "typischen Windows-Probleme" leid waren und keine Lust hatten, sich weiterhin damit auseinanderzusetzen. Zumindest ging es mir so, ich hatte echt die Fr**** voll!
Was ich damit sagen will: Man gibt sich wirklich Mühe, den Problemen aus dem Weg zu gehen, und immer dann, wenn man glaubt, man habe es geschafft, kommt das vielzitierte: "Kannste grad mal...? Ich hab' mein Windows...!" Ist doch nur verständlich, dass man keine Lust hat, bei sowas zu helfen.
Ich finde, ich habe hier im Forum schon wirklich einige blöde Fragen gestellt, und mir ist eigentlich immer geholfen worden, ohne dass man mich gleich als DAU beschimpft.
Also von Arroganz keine Spur!

Im Gegensatz dazu konnte ich eine gewisse Arroganz bzw. Ignoranz gegenüber Linux feststellen. Es gibt Leute, die überhaupt keine Ahnung haben, was Linux überhaupt ist, aber dennoch eine gewisse Klischee-Vorstellung von Linuxern haben. Ich bin in meinem Freundeskreis auch schon schief angeguckt worden...
 
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jensemann
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Feb 2002 20:44   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Hi YtimK
Ich glaube da haben wir die selben erfahrungen mit den Klisches gemacht. Das kenne ich aus der eigenen Familie, mein Cousin ist nämlich auch so ne Sorte, benutzt Windows, kann kaum nen Treiber installieren aber hält sich für den absoluten King, und Linux hat der noch nichtmal probiert und sagt dann es scheisse wäre. Ohne vernünftige Argumente zu haben. Er meint einfach das alles Linuxer arrogant und voll die hardcore Coder sein müssen, um es bedienen zu können. Und das meint er anscheinend nur, weil er damals einen Klassen kameraden hatte, der sich für den absoluten Linux King hält, grundsätzlich ohne X arbeitet und einen Klassen kameraden fast vor den Zug geschmissen hat, weil der einen Linux witz erzählt hat. Also ich glaube du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es wird einfach viel zu schnell von einem auf alles geschlossen. Wie arrogant Windows Nutzer sein können findet man im Internet in diversen Foren oft genug. Und ich glaube hier werde ich mal gleich einen Beweis mit URL anbringen. Man schaue sich nur mal die Windows Foren und das Linux Forum bei nickles.de an, da sind es eher die Windowser die arrogant sind und andere bei der kleinsten Anfängerfrage zur Sau machen, im Linux Forum geht es dagegen eher sachlich und freundlich zu (zwar lange nicht so freundlich wie hier ...). Die selben Erfahrungen habe ich in anderen Foren auch gemacht. Ich schliesse hierbei also nicht von einem auf alle.

@AndreasW
Ich habe schon öfter Probleme im Source beheben, waren zwar meisten nur Compiler Komprobleme, sind aber auch Bugs. Und das mit der fehlenden Doku unter Windows war mein voller Ernst. Für Windows gibt es kein Dokumentations Projekt wie bei Linux linuxdoc.org, wo das meiste sehr ausführlich behandelt wird. Man darf unter Linux nur nicht lese und such faul sein, sonst kommt man nämlich eher schwer weiter. Und ich finde, das gute Dokumentation besser zu Produkten geschrieben werden kann, die OpenSource sind, so kann nämlich jeder mit den entsprechenden Kenntnissen im Code nachlesen wie etwas funktioniert und es nachher in allgemein verständlicher Form niederschreiben. Bei Closed Source Produkten wissen nur die Programmierer selber wie etwas genau funktioniert, und da die meisten Coder Doku-schreib-faul sind, ist das ein echtes Problem.
Mfg jensemann
 

trinity



Anmeldungsdatum: 12.10.2001
Beiträge: 821

BeitragVerfasst am: 10. Feb 2002 14:37   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

@AndreasW
>Mangelnde Dokumentation unter Windows?
Ja. Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber das "mitgelieferte" Windows-Handbuch *ROTFL* hilft dir bei Problemlösungen wirklich weiter
Da Windows ja so einfach ist, konnte das Handbuch auf das nötigste reduziert werden. Das fing schon mit Win95 an, perfektioniert wurde es endgültig mit Windows XP. Da Windos XP kinderleicht zu bedienen ist, und auch keine Fehler mehr erhält, konnte auf das Handbuch komplett verzichtet werden
*SCNR*

Wann hast du das letzte mal (privat) den Windows-Support angerufen? (Ist man dazu _ohne_ zusätzliche Kosten überhaupt berechtigt?)

>Naja könnte man eher bei Linux sagen.
Mangelnde Dokumentation unter Linux? Die meisten Distributionen liefern IMHO recht gute Dokumentationen mit. Diese ermöglichen es sogar einem "Anfänger" Windows zu installieren, ohne dass er seine Windows-Installation gefährdet. Das an sich finde ich schon toll.
Aus diesem Grund ärgere ich mich auch immer über "usability" Test in Zeitschriften: Einem unbedarften Anwender wird zugemutet Windows zu installieren, mit der Prämisse Windows unverändert auf der Festplatte zu lassen. Ich würde doch gern mal sehen, was passiert wenn ich der gelichen Person einen Linux-Rechner hinstelle und sage:
Installier Windows, aber wehe die Linux-Partition(en) gehen verloren.

Von den zahlreichen Angeboten im Web oder in einem Buchhandel deiner Wahl ganz abgesehen.

>Und was nützt der ganze Open Source, wenn selbst ein Programmierer ne Zeitlang braucht bis er
>den Code überhaupt versteht und dann auch noch fehler finden hmm?
Das hängt doch durchaus vom aufgetretenen Fehler ab. Zudem bedeutet Open Source nicht, _dass_ man den Fehler korrigiert. Es bedeutet, dass man es (Porgrammierkenntnisse vorausgesetzt) die Möglichkeit und das Recht hat, solche Änderungen vornehmen zu dürfen.

>Mal ehrlich, konntest du scho mal nen Fehler in nem Programm beheben, indem du den Source Code geändert hast?
Nein, versucht habe ich es auch nicht. Bugreports, sind aber auch eine Unterstützung für den Programmierer (wobei natürlich Patches bestimmt lieber gesehen würden).

Gegenfrage: Aber wann hast du das letzte mal einen Windows-Fehler an Microsoft gemeldet?
_________________
"Korrekt, Freundlich, Kostenfrei", wähle genau zwei. (Lutz Donnerhacke in dcsf)
 
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AndreasW
Gast





BeitragVerfasst am: 10. Feb 2002 15:09   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

>Für Windows gibt es kein Dokumentations Projekt wie bei Linux linuxdoc.org

Ist so ein Projekt für Windows nötig? Unter Windows gibts halt hlp files, die auch gleichzeitig ne integrierte Suche bieten. Aber geschmäcker sind halt verschieden, wenn du lieber die ganze man file durchließt, bitte, ist deine Entscheidung.





>Ja. Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber das "mitgelieferte" Windows-Handbuch *ROTFL* hilft dir bei Problemlösungen >wirklich weiter <http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Happy.gif>
>Da Windows ja so einfach ist, konnte das Handbuch auf das nötigste reduziert werden. Das fing schon mit Win95 an, perfektioniert wurde >es endgültig mit Windows XP. Da Windos XP kinderleicht zu bedienen ist, und auch keine Fehler mehr erhält, konnte auf das Handbuch >komplett verzichtet werden <http://www.pl-forum.de/UltraBoard/Images/Happy.gif>
>*SCNR*

Wozu brauch ich denn ein Windows Handbuch? Die Online Hilfe ist hervorragend und führt meinst zum Ziel. Ich hab schon öfters Probleme mit der Windows Hilfe gelöst, als mit den man pages unter Linux. Die man pages bieten ja net mal ne gescheite Suchfunktion und sind eher eine Gesamtdokumentation als eine Hilfe. Außerdem hab ich ja auch bei Linux kein geschriebenes Handbuch, schließlich solls ja umsonst sein und habs mir also runtergeladen. Das Online Mandrake Handbuch, welches im übrigen genau seinem gedrucktem Derivaten entspricht, hat mir auch noch nicht bei Fehlermeldungen, oder bei der konfiguration der falsch eingerichteten TV Karte geholfen.

>Wann hast du das letzte mal (privat) den Windows-Support angerufen? (Ist man dazu _ohne_ zusätzliche Kosten überhaupt berechtigt?)

Gar nicht, ich hab ihn bis jetzt noch nie benötigt; zusatzkosten werden wahrscheinlich trotzdem anfallen. Ich glaub auch kaum, dass der Linux support ne 0130er oder ne 0800er Nummer ist.

>Ich würde doch gern mal sehen, was passiert wenn ich der gelichen Person einen Linux-Rechner hinstelle und sage:
>Installier Windows, aber wehe die Linux-Partition(en) gehen verloren.

Die geht ja nicht verloren, zumindest ist es mir noch nicht passiert, dass Windows bei der Installation die Partitionen gelöscht hat. Das einzige, was passiert ist, dass der LILO Bootmanager rausgeschmissen wird. Aber man kann ja mal nen Test machen, Linux zu deinstallieren und zwar so, dass man dannach sofort wieder Windows benutzen kann, ohne neuschreiben des MBRs. Kommt halt ungefähr aufs selbe raus, ob ich jetzt die Winstartdiskette einmal benutze, oder die Linux ist ja im Prinzip egal.

>Von den zahlreichen Angeboten im Web oder in einem Buchhandel deiner Wahl ganz abgesehen.

Kein wirkliches Argument, für Windows gibts ne genausograoße, wenn nicht größere Auswahl.

>Es bedeutet, dass man es (Porgrammierkenntnisse vorausgesetzt) die Möglichkeit und das Recht hat, solche Änderungen vornehmen zu >dürfen.

Immer wenn ein Problem auftritt, werd ich sagen: "Jaaaaaaa, ich darf das Problem im Code finden und ändern, bloß ich bin halt nicht fähig dazu" Vielleicht hört das das Problem und es kriegt angst und verschwindet.

>Gegenfrage: Aber wann hast du das letzte mal einen Windows-Fehler an Microsoft gemeldet?

In letzter Zeit kaum noch, aber nachdem Winxp rauswar, wars noch etwas buggy und es stürzten Programme öfter mal ab, dann hab kommt so ein schönes Fenster und man kann nen crash report an Microsoft schicken, wer angst um seine Daten hat, kann auch auf die Microsoft hp gehen und dort die Fehlermeldung melden, allerdings wird dann der Speicherauszug des Programms nicht mitgesendet. Microsoft hat in den ersten Monaten dann einige updates rausgebracht und seitdem stürzen Programme kaum noch ab. Obs an meinen Meldungen lag, kann ich nichit beurteilen, aber auf jedenfall hat sich was getan.
 

marc



Anmeldungsdatum: 20.04.2001
Beiträge: 444
Wohnort: Arnsberg

BeitragVerfasst am: 10. Feb 2002 16:26   Titel: Re: Sind Linuxer arrogant ?

Tach.

> Die man pages bieten ja net mal ne gescheite Suchfunktion

Zum Suchen gebe man ein:
/Suchbegriff
Mit 'n' wird das Dokument weiter nach dem Suchbegriff durchsucht. (Das klappt übrigens auch bei anderen Text-Anzeige-Befehlen wie less)

Gruß
Marc
 
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