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Linux im Bundestag

 
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wolfgang
Gast





BeitragVerfasst am: 03. März 2002 19:45   Titel: Linux im Bundestag

Hi.

Linux ist ja jetzt im Bundestag als Servermodell. Windows XP als Desktopsystem.
Ich habe so das Gefühl, daß Linux zum Serversytem mutiert um die kaputten fucking
Viren von Windoof abzuwehren.

Bill braucht sich dann nicht mehr um seine 1000 Sicherheitslöcher zu kümmern,
er hat ja Linux dafür und kann auch wegen OS alles abkupfern, es liegt ja alles
offfen. Er kassiert die Knete und wir müssen weiter seine dummen Sprüche gegen Linx.
ertragen,

Mich macht das irgenwie wütend.
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 03. März 2002 20:20   Titel: Re: Linux im Bundestag

> um die kaputten fucking Viren von Windoof abzuwehren.
kein Problem damit

> Bill braucht sich dann nicht mehr um seine 1000 Sicherheitslöcher zu kümmern,
nur weil der Bundestag jetzt auf Serverseite Linux einsetzt, heisst das nicht dass über Nacht weltweit alle Windows Rechner mit Internet-Information-Server (kurz: IIS) abgeschaltet und durch Linux ersetzt werden. Auch bedeutet das nicht, dass der Webauftritt der Bundesregierung nicht weiterhin auf Windows Rechnern gehostet wird (ist schliesslich Entscheidung des jeweiligen ISP und nicht des BT).

> er [Bill Gates bzw. Microsoft] hat ja Linux dafür und kann auch wegen OS alles abkupfern, es liegt ja alles
OS = OpenSource ?
Nein, kann er nicht. Schliesslich verbietet Ihm die GPL, dass er unter der GPL stehenden Quellcode in seiner proprietären Software verwendet ohne den Quellcode der Software gemäß GPL Offen zu legen. "Shared Source" zieht hier nicht, da MS nur einer bestimmten Klientel Einblick in den Quellcode erlaubt. Ich als Endanwender habe noch nicht das Angebot erhalten, bei Bedarf Einblick in den Windows- (oder Word- oder Excel- oder ...) Quellcode nehmen zu dürfen. Nicht dass mir das vielleicht viel bringen würde -- aber die GPL erlaubt es mir. Auch dürfte ich dann den Quellcode z.B. auf meiner Homepage frei zum Download anbieten. ...
Zurück zum Thema.
Freilich kann sich Microsoft an unter GPL stehendem Quellcode bedienen. Klar auch, dass sich Microsoft dann einer Lizenz- und Urheberrechtsverletzung strafbar macht. Nur: Wer will (und kann) das denn beweisen ? Schliesslich hat ja niemand Einblick in den kompletten Quellcode der Microsoft Produkte ? Aus dem Binärcode kann kein Mensch mehr 100%ig vorhersagen ob Teile des Quellcode nicht doch von GPL-Programmen "ausgeborgt" wurden.

> Er kassiert die Knete und wir müssen weiter seine dummen Sprüche gegen Linux.
LAW #7
GET OTHERS TO DO THE WORK FOR YOU, BUT ALWAYS TAKE THE CREDIT

aus
Robert Greene
48 Laws of Power
http://www.iwan.com/elffers/low/start/index2.html

Nebenbei bemerkt passen viele Punkte der "48 Laws of Power" zu Microsoft
 

bephep
Gast





BeitragVerfasst am: 03. März 2002 21:43   Titel: Re: Linux im Bundestag

Wenn man Realist ist kann man mit dieser Entscheidung leben. Es ist nur ein Einstieg, aber Linux auf dem Server und Netscape als IE Ersatz ist doch schon ganz gut.
Ich denke auch das sich IBM für Linux auf dem Server ausgesprochen hat sonst wäre bestimmt kein Linux im Bundestag. Ausserdem werden auch noch andere Programme unter Win laufen die nicht von M$ sind die hätten dann auch ersetzt werden müssen. Aber die gibt es noch nicht unter Linux oder sie sind noch nicht ausgereift.Und wenn ich daran denke wieviel Lobbyarbeit von M$ bestimmt in den Fachausschüssen der Parteien und Fraktionen gemacht hat dann ist diese Entscheidung ein kleines Wunder.Also, lieber den Fuss in der Tür als ganz draussen.
PS.@ Wolfgang . Gib mir mal einen Tip wie ich mit KDE/Kmail russischen Text nicht nur angezeigt bekomme sondern ihn auch mit Cups ausdrucken kann.
 

Stormbringer



Anmeldungsdatum: 11.01.2001
Beiträge: 1570
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 04. März 2002 8:08   Titel: Re: Linux im Bundestag

Jep ... kann Bephep nur zustimmen: es ist ein Einstieg.

Die Clientseite ist mir zwar nicht ganz klar (warum WindowsXP Professional, und nicht bspw. W2K), aber das muß ich auch nicht.
Gerade in Bezug auf den interessanten Bericht des Rechnungshofes bzgl. der Onlinezeiten von niedersächsischen Beamten muß es doch nicht ein eigentlich permanent onlinegehendes Betriebssystem sein ....
Aber, sind halt nur so meine Gedanken .. ist doch schön, wenn Herr Thierse evtl. aufgrund eines Vertrages mit MS in die Lage versetzt wird, nachzuvollziehen, welcher Abgeordnete sich welche Streams per MediaPlayer angeschaut hat. Hehehehe ..... da war "des Dickens" Kofferaffäre doch nur ein harmloser Scherz dagegen. Ich freue mich schon heute auf die kommenden Skandale!

Gruß
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(Rechtschreibungsreformverweigerer!)
 
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linkfinger
Gast





BeitragVerfasst am: 04. März 2002 14:58   Titel: Re: Linux im Bundestag

@wolfgang
das mit dem abkupfern kann ich mir nicht nur in meinen tiefsten träumen vorstellen.

@Descartes
Was die GPL angeht, zieht das nur, wenn es jemand nachprüfen kann. Kann jemand den Code von MS nachprüfen? Wo kein Kläger, da kein Richter!

@stormbringer
Den Fuß in der Tür haben ist ziemlich prima. Ich denke, dass es eine gute "Schlacht" auf dem Weg zum Sieg war.

Was die Desktop-Linux-Zukunft bringt, hängt von den besseren (als MS) Programmen ab. Ob das so wird, werden wir sehen.

Auf jeden Fall gilt Murphys Gesetz auch für MS.

Linkfinger

P.S. Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her
 

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