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Arroganz in Linux-Foren
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tweans



Anmeldungsdatum: 10.04.2002
Beiträge: 4
Wohnort: Selm

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2002 18:59   Titel: Arroganz in Linux-Foren

Hi !

Ich möchte mal ein Thema ansprechen, das mich wirklich nervt.

Linux ist sicherlich noch nicht DAS gängige Betriebssystem, also sollte Neueinsteigern das Leben leicht gemacht werden, indem man sie unterstützt.

In meiner kurzen Zeit, in der ich mich nun mit Linux beschäftige, habe ich endlos viele Webseiten kennengelernt, auf denen Fragen von Newbies mit irgendwelchen, grottenschlechten und arroganten Antworten abgetan wurden.

Oftmals beinhalten diese "Antworten" die Intention, dass der Fragesteller sich doch gefälligst durch sämtliche Tutorials lesen sollte, die es über Linux im Internet gibt.
Im Grunde genommen kann ich solche Antworten vielleicht verstehen, aber man sollte einem Newbie dann doch schon einen Link in die Antwort mit hereinpacken.

Und überhaupt: Muss der Umgang so sein ? Was bringt das ? Anstatt Linux durch kameradschaftlichen, gegenseitigen Support nach vorne zu bringen, werden Neulinge durch Flames verschreckt. Irgendwie ein ziemlich hohles Verhalten...

Ich schwöre auf den guten, alten Spruch: "Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten !"

In diesem Sinne,
Stefan
 
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Stormbringer



Anmeldungsdatum: 11.01.2001
Beiträge: 1570
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2002 19:09   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Prinzipiell hast Du ja recht, aber ....
Viele Linux Newbies sagen ja selbst von sich, daß sie ein Distributionspaket gekauft haben, aber keine Lust haben, die Doku zu lesen .... oder wenigstens einmal einen Blick hineinwerfen.
Habe selbst einmal den Fall gehabt, daß ich jemandem helfen wollte, aber nicht den ganzen Passus aus dem Handbuch abschreiben wollte. Ergo habe ich ihn gebeten, das Handbuch Seite XX aufzuschlagen, und das Kapitel YY zu lesen, so daß man danach gemeinsam etwas tun kann.
Die Antwort war: Nö, habe ich keine Lust zu, mach' Du jetzt mal.

Seitdem bin ich generell bei Newbies ausgesprochen vorsichtig .... man investiert gerne Zeit und Mühe (und das Ganze fremden Personen gegenüber für lau in der Freizeit!), aber verarschen kann ich mich immer noch alleine.
Es gibt aber auch sehr schöne Gegenbeispiele, in denen sich die Anfänger wirklich reingekniet haben!!!!!!

Es kommt also immer auf den "Tonfall" an .... so Fragen in der Art: "Wie mache ich Port 80 auf, daß Adminkennwort habe ich!", ohne weitere Info, bzw. ohne auf Nachfragen zu antworten, ist dann halt auch nicht das Korrekte.
Und der Frager sollte sich im klaren sein, daß Dritte sein Problem durch Schrift verstehen und Nachvollziehen können! Bei so mancher Stilblüte wäre manchmal eher ein VHS Kurs zu einem anderen Thema angesagt ...

Gruß
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Bob Gomorrha
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Apr 2002 11:34   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

"Der Ton macht die Musik" - da muss ich mich der Meinung von Stormbringer anschliessen.

Was manche als Arroganz auslegen ist meiner Meinung nach nichts anderes, als eine generell andere Gesprächskultur in Linux-Foren. Ich, und wahrscheinlich auch die meisten anderen, lesen zuallerst die Dokumentation (man-pages, how-to´s), dann wird gegooglet und dann gefragt.

Stell Dir vor, Du fragst im Win-Forum: "Wo starte ich ein Programm?" "Wie beende ich ein Programm?" "Was nehme ich zum Briefe schreiben?" "Wie schalte ich meinen Computer ab?" "Was soll ich machen bei "Wollen Sie fortfahren - Ja / Nein"?"
Die Teilnehmer werden Dir wahrscheinlich genauso arrogant kommen, und dich bitten einen Computergrundkurs zu besuchen.

Genauso ist es bei Linux - und die Basics sind hier das mitgelieferte Handbuch, ein Tutorial oder irgendeine andere Dokumentation zu Linux.

Der zweite Punkt ist der, daß Du unter Linux neben der Maus noch eine Tastatur hast und - anders als bei Windows die volle! Kontrolle und Manipulationsfähigkeit über Dein System.

Eine Ansage wie: "Hilfe, mein CD-Brenner funktioniert nicht!" hilft den Beteiligten also herzlich wenig. Besser wäre "IDE-Brenner Fehler: xyz" mit Systembeschreibung und bisher erfolglos/reich eingeleiteten Massnahmen.

Fazit: Es mag oft arrogant klingen, ist es aber nicht - zumindest nicht ohne einen Grund dafür zu haben. Ich, für meinen Teil, habe aber oft auch keine Lust zu helfen, wenn ich sehe, daß der Betroffene einfach zu faul ist, sich mit der Materie auseinannderusetzen.
 

bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 23. Apr 2002 12:57   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Hi!

> Ich schwöre auf den guten, alten Spruch: "Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten !"

Richtig, es gibt keine dummen Fragen. Aber es gibt faule Fragen. Rechtfertigt natürlich keine Beleidigungen.

Übrigens wundere ich mich, warum ich eigentlich nie eine unfreundliche Antwort bekommen habe. Irgendwas habe ich da wohl falsch^Wrichtig gemacht...

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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Neuromancer
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Apr 2002 21:39   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Also ich bin immer sehr freundlich behandelt worden, wenn ich irgendwelche Fragen gestellt habe. Allerdings habe ich auch vorher immer in meinen Handbüchern und in der "suchen"-Funktion nachgesehen. Damit habe ich dann ca. 95 % !!! meiner Probleme gelöst.
Im Gegenteil: gerade der Linuxer erscheint mir als sehr hilfsbereit.
 

Muto
Gast





BeitragVerfasst am: 24. Apr 2002 11:04   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Arroganz?
Halte ich in einigen Fällen durchaus für gerechtfertigt. Das Problem ist klar: rtfm, rtfm, rtfm.
Wie oft liest man am Tag solche Fragen: "Ich hab' jez die rpm-datei runtergeladen, was mache ich damit?" Nun ja, dem Ersten gebe ich noch eine freundliche Antwort, aber dem Zehnten? Bei der permanenten Weigerung das beiligende Handbuch zu lesen, geht mir schonmal die Galle hoch. (Auch wenn ich mich normalerweise dann einfach _nichts_ sage, und solche weiteren Fragen wie "Weiß keiner?" ignoriere).

Jeder war mal Anfänger, doch zumindest etwas Lernbereitschaft sollte man bei Linux mitbringen.
 

Stormbringer



Anmeldungsdatum: 11.01.2001
Beiträge: 1570
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 24. Apr 2002 11:27   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Bevor die Frage nach rtfm kommt: read the fucking manual

Gruß

btw: sind durch die Pisastudio eigentlich auch massive Leseschwächen aufgedeckt worden?
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bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 24. Apr 2002 11:43   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Hi!

> Jeder war mal Anfänger

Ich befürchte, ich muss hier in gewisser Weise widersprechen. Ich habe bereits bevor ich GNU/Linux installiert habe zunächst einmal ein komplettes Buch durchgearbeitet und mir dabei die Shell-Befehle herausgeschrieben, die ich für die Wichtigsten hielt. Die ersten beiden Wochen habe ich dann ganz ohne X gearbeitet mittels der Konsole das System erkundet.

Aber dass die Leute die Dokumentation nicht lesen, scheint recht normal zu sein. Zumindest wird selbst auf den Hurd-Mailinglisten (wo man ja eher fortgeschrittene Benutzer erwarten würde) alle paar Tage eine Frage gestellt, die im FAQ beantwortet wird. Aber da - wie die hier wohl objektive Kerneltrap-Website feststellte - Hurd-Leute "tolerant, freundlich und humorvoll" sind (KernelTrap.com Artikel) hat da noch keiner ein RTFM bekommen. ;*>

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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Neuromancer
Gast





BeitragVerfasst am: 24. Apr 2002 18:04   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Okay ist ja richtig. Ich hab auch erst ein Buch komplett gelesen, dann eine "Probe"-installation geamacht (Suse 6.3) und getestet und gelesen, gelesen, gelesen. Mich nervt das auch, wenn jemand nicht in der Lage ist, sich vorher einzuarbeiten.

Aber: die meisten Linuxer bleiben freundlich dabei. Aktuelles Beispiel: geht mal in das Forum "Allgemeine Fragen" und schaut euch mal die Anfrage von jab "linux ist installiert" an. Das ist so köstlich, dass das fast schon in "Fun und Humor" gehören würde. Das ist der typische Newbie, der sich vorher nicht informiert hat. Aber: alle bleiben freundlich. Keiner zeigt sich arrogant. Und das finde ich toll.
 

ytimk



Anmeldungsdatum: 07.09.2001
Beiträge: 341

BeitragVerfasst am: 25. Apr 2002 13:13   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Tach allerseits,

Ich hab' jetzt wirklich 'ne dumme Frage:
Ist das von euch besprochene Thema der Grund dafür, warum ich auf postings wie http://www.pl-forum.de/cgi-bin/UltraBoard/UltraBoard.pl?Action=ShowPost&Board=011&Post=1082&Idle=10&Sort=0&Order=Descend&Page=0&Session= keine Antwort bekomme?

Soll keine Kritik sein, vielmehr will ich selber dazulernen, was das posten betrifft.

...und um ehrlich zu sein: in dem Fall hab' ich' inzwischen selber herausgefunden. *vorschamimbodenversink*
 
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Bob Gomorrha
Gast





BeitragVerfasst am: 25. Apr 2002 15:02   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

@YtimK

Also für mich was das eine korrekte Anfrage - hat wahrscheinlich keiner gewusst.
Und letztendlich bist Du ja, wie so viele, nicht um das zuvor erwähnte "rtfm" herumgekommen.
 

Neuromancer
Gast





BeitragVerfasst am: 25. Apr 2002 20:50   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

@YtimK

Das ist aber doch keine Anfänger-Frage ! Ich hätt's dir beantworten können, wenn ich's gelesen hätte. Dazu hätte ich aber selber in einem Handbuch nachschlagen müssen.
 

linkfinger
Gast





BeitragVerfasst am: 26. Apr 2002 20:05   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

Hi,

irgendwie wird mir klar, warum ich zu Beginn mehr Antworten bekommen habe als später. Ich glaube Ihr erwartet einfach, dass ein Newbie es schnallt, dass er allein weiterkommen muß und sich nicht allein aufs Fragen verlegen darf.

Das mit den Handbüchern sehe ich so. Ich lese mir selten ein Handbuch durch, bevor ich mit dem passenden Problem konfrontiert werde. Ist eine "probier es einfach mal" und schau, wie weit Du kommst Methode.

Eins steht aber fest, wenn Ich fest im Linux-Sattel sitzen will, dann muß ich grundlegendes Verständnis entwickeln, was nur durch eigene Lese-Arbeit geschehen kann. (Eigentor, juchhuuuuu)

Nun denn. Da mir das jetzt klar geworden ist, werde ich mein (vor kurzem in Allgemeines aber auch Netzwerk) gepostetes Modem Problem wohl allein lösen müssen, ohne je erfahren zu haben, ob es einfach nur eine blöde Frage war, oder niemand gewußt hat. Letzteres wäre natürlich fürs Ego prima, wenn ich es denn lösen werde.

Der Linkfinger
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Apr 2002 14:00   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

> irgendwie wird mir klar, warum ich zu Beginn mehr Antworten bekommen habe als später.
> Ich glaube Ihr erwartet einfach, dass ein Newbie es schnallt, dass er allein weiterkommen
> muß und sich nicht allein aufs Fragen verlegen darf.
Das ist wie bei der Kindererziehung. Es gibt eine Zeit, da wird einem alles erklärt. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt werden die Antworten auf Fragen immer seltener. Der Zeitpunkt des Erwachsenwerdens sollte dann eigentlich erreicht sein.
In gewisser Weise verhält es sich auch mit Computernutzern (egal welches Betriebssystem). Ab einem gewissen Zeitpunkt sollte man so selbständig sein, dass man weiss wo man welche Information findet sodass man nur noch dann nachfragen muss wenn man _wirklich_ keinen Schimmer mehr hat wo man suchen muss. Das ist meist auch schon der Zeitpunkt wo ein "Newbie" zu einem der "Older Ones" geworden ist und selbst in den Foren die Fragen der "Newbies" beantwortet....

> Das mit den Handbüchern sehe ich so. Ich lese mir selten ein Handbuch durch, bevor
> ich mit dem passenden Problem konfrontiert werde. Ist eine "probier es einfach mal"
> und schau, wie weit Du kommst Methode.
Leider weit verbreitet. Das Manual sollte man aber wenigstens dann lesen wenn man selbst nicht mehr weiterkommt -- es könnt' ja sein dass genau das Problem dort drin beschrieben wird. Erst nach dem Manual bzw. FAQ sollte man die Foren und Newsgroups quälen.

> Eins steht aber fest, wenn Ich fest im Linux-Sattel sitzen will, dann muß ich
> grundlegendes Verständnis entwickeln, was nur durch eigene Lese-Arbeit geschehen
> kann. (Eigentor, juchhuuuuu)
ACK

> Nun denn. Da mir das jetzt klar geworden ist, werde ich mein (vor kurzem in
> Allgemeines aber auch Netzwerk) gepostetes Modem Problem wohl allein lösen müssen,
> ohne je erfahren zu haben, ob es einfach nur eine blöde Frage war, oder niemand
> gewußt hat. Letzteres wäre natürlich fürs Ego prima, wenn ich es denn lösen werde.

Portadressen
% cat /proc/ioports | grep serial

Interrupts
% cat /proc/interrupts | grep serial

oder auch

% man 8 setserial
% info setserial

% setserial -g /dev/ttyS1
/dev/ttyS1, UART: 16550A, Port: 0x02f8, IRQ: 3
 

linkfinger
Gast





BeitragVerfasst am: 29. Apr 2002 15:39   Titel: Re: Arroganz in Linux-Foren

@descartes

danke für die message. ich bemühe mich das auszuprobieren. allerdings weiß ich nicht, wie ich den senkrechten strich hinbekommen. das werde ich aber austesten und was das Prozentzeichen soll kann ich auch (noch) nicht deuten.

Gibst du mir einen tipp oder einen hinweis auf`s Handbuch?

bis demnächst mal

linkfinger
 

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