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Wie seid ihr zu Linux gekommen ?
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Jascha
Gast





BeitragVerfasst am: 26. Apr 2002 14:56   Titel: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Hi !

Mich würde mal interessieren, wie ihr zu Linux gekommen seid, und was ihr vorher im Computerbereich gemacht habt.

Meine Geschichte geht so:

Bis zum Alter von etwa 16 (heute bin ich 20) habe ich mich überhaupt nicht für Computer interessiert. Ich wusste zwar in etwa, was ein 486er ist, aber das wars dann auch schon.
Es war dann mehr oder weniger ein Buch, das mich in den Computerbereich gebracht hat. Eines Tages fiel mir in der Stadtbücherei das Buch "Nach uns die Sintflut" (oder so ähnlich) vom CCC in die Hand. Darin fand ich unter anderem den Bericht, wie die ersten bundesdeutschen Hacker ins Hauptquartier der NASA eindrangen, aber auch viele andere Stories aus der Computersteinzeit (das Buch ist von 1989!). Das faszinierte mich.
Naja, im November 1998 nahm ich dann an einem VHS-Crashkurs übers Wochenende teil (PC-Grundlagen). Auf den Rechnern (Pentium 100) lief Windows 98, und die Dozentin brachte uns dann bei, was ein Betriebssystem überhaupt ist, wie man mit der Maus umgeht, wie man den Editor und wie man Paint benutzt, wie man Dateien auf eine Diskette speichert, usw. Die ganzen absoluten Grundlagen halt. Dafür schäme ich mich heute noch.
Am 6. Januar 1999 dann hat mein Vater nach langem Nörgeln meinerseits von einem Bekannten einen gebrauchten Rechner gekauft. Pentium 133, 32 MB RAM (boah!), 1 GB Festplatte, 24x-CD-Laufwerk und Grafikkarte mit 1 MB (!!!) Speicher. 600 DM hat mein Vater damals dafür gezahlt...
Einen Bildschirm (15 Zoll, Bildwiederholfrequenz 60 Hz, Baujahr 1989) bekamen wir von einer Bekannten geschenkt, die in ihrer Firma ausgemusterte Hardware kostenlos abstauben konnte.
Tja, der Rechner läuft heute noch (an ihm schreibe ich diese Zeilen gerade), und an ihm habe ich auch meine ersten Linux-Gehversuche gemacht. Zuerst habe ich an dem Rechner rumgepielt, um das System (damals Windows 95) kennenzulernen. Ausserdem habe ich das gemacht, was wohl alle mal an ihrem Rechner gemacht haben: gespielt. Mein erstes Spiel überhaupt war "Siedler 1". Tage, Wochen und Monate muss ich damit verbracht haben. Später kam dann "Age of Empires" dazu. Auch das habe ich mit Begeisterung gespielt.
Nachdem dann nach einem halben Jahr die Festplatte ihren Geist aufgegeben hatte und eine neue mit 3 GB (die bis heute läuft) eingebaut wurde, kam dann Windows 98 auf den Rechner.

Im Frühjahr 99 habe ich an der Schule dann irgendwann zum ersten Mal von Linux gehört (wir hatten, bzw. haben einen sehr engagierten Physiklehrer, der später dann auch den Computerraum eingerichtet und das Netzwerk aufgebaut hat: seit Sommer 2000 läuft dort ein 800 Mhz-Server mit SuSE 6.4, der 15 Clients ("Hardwareschrott", zwischen 100 und 166 Mhz, die Rechner wurden der Schule von Privatleuten geschenkt) bedient).
Etwas später gab es an der Schule dann auch den ersten Rechner, auf dem Linux lief (ich glaube, SuSE 6.0, oder 6.2) und dort habe ich es auch zum erstem Mal gesehen. KDE steckte damals (aus heutiger Sicht) noch in den Kinderschuhen, aber trotzdem war ich beeindruckt.
Beeindruckt hat mich vor allem auch, dass Linux frei war (das kannte ich vorher gar nicht!), und legal, ohne Lizenzkosten, kopiert werden konnte.

Im Juni 2000 habe ich dann den grossen Schritt gewagt: ich hatte mir aus der Bücherei "Jetzt lerne ich Linux" von Stefanie Teufel geholt und installierte nach diesem Buch an einem Nachmittag Linux von den beiliegenden zwei CDs (Redhat 6.0, wenn ich mich nicht täusche).
Ohne dieses Buch mit seiner detaillierten Anleitung hätte ich es allerdings nie gewagt. Nachdem ich es installiert hatte, war ich allerdings ziemlich enttäuscht: KDE war grauenhaft langsam, es ließ sich nur eine Auflösung von 640x480 einstellen, und auch sonst war es dem gewohnten Windows 98 weit unterlegen. So kam es, dass ich dann sehr lange Zeit gar nichts mehr mit Linux gemacht habe. Ausserdem kam noch Schulstress dazu (13.Klasse, Abitur). Allerdings ging es an einer anderen Front gerade weit nach vorne: Im Sommer 2000 bekamen wir endlich einen Internetanschluss - zwar nur ein normales 56k-Modem, aber ein Meilenstein war es trotzdem.

Im Herbst und Winter 2000 war meine MP3-Sammel-Phase. Napster war mein bester Freund. Und die Festplatte wurde voller und voller...

Im Februar 2001 begann dann meine Dokumentations-Sammel-Phase: ich sammelte, was ich nur kriegen konnte, an Online-Dokumentation über Linux (das verschlang vor allem nicht so viel Platz wie die MP3s .
Eines Tages, im März 2001, stiess ich dann, als ich wieder mal auf "Doku-Jagd" war, auf www.pro-linux.de. Das war ein weiterer Meilenstein. Ich speicherte fast alle News, die seit Beginn von Pro-Linux erschienen waren, und las mit wachsender Begeisterung die Diskussionen im Board. Als ich dann so die bisherige Geschichte von Pro-Linux kannte, wandte ich mich den aktuellen News zu. Einen Poster gab es, bei dem ich immer wieder denken musste: das könnte ich geschrieben haben. Sein Name war Spark. Ja, ich wurde ein grosser Bewunderer von Spark, denn seine Posts waren scharf, witzig und intelligent geschrieben. Und vor allem war einer der wenigen, die die deutsche Rechtschreibung korrekt beherrschten.

Ausserdem entdecke ich in diesem Frühjahr die Welt der Egoshooter. Ich lade mir die Demo von Quake 1 (etwas anders lief auf dem Pentium 133 ohnehin nicht!) herunter und verbringe wieder Tage vor dem Spiel. Mittlerweile kenne ich die Demo wirklich in- und auswendig und selbst in der Schwierigkeitsstufe "Hardest" habe ich keine Probleme mehr. Damals hatte ich allerdings Probleme. Zu schlafen nämlich. Wenn ich stundenlang Quake gezockt hatte, und dann am Abend schlafen wollte, kamen wieder die Bilder von Quake hoch. Nachts träumte ich nur noch von Orks, Skelette, und fliegenden Monstern. Wirklich übel. Es dauerte einige Wochen, bis das vorbei war. In der schlimmsten Zeit erwartete ich sogar manchmal tagsüber hinter jeder Strassenecke ein Monster und bemerkte erst dann meinen Irrtum, wenn ich auf meine Health-Anzeige schauen wollte...
Seit dieser Zeit bin ich absolut der Meinung dass solche Spiele nicht in die Hände von Kindern gehören.

Nach dem Abitur wollte ich mir selbst zur Belohnung endlich einen eigenen Rechner kaufen (bis dahin hatte ich nur den Pentium 133 zur Verfügung, und der war auch mehr "Familienrechner").
Tja, ich wälzte Hardware-Seiten, las Testberichte (danke an www.hardwareluxx.de und www.planet3dnow.de), schaute in die SuSE-Datenbank, ob dieses oder jenes Linux-kompatibel war, verglich Preise (www.preistrend.de lässt grüßen), und schliesslich im August bestellte ich dann die Einzelteile im Internet.
Nach zwei Tagen zusammenbauen war die Kiste dann fertig:
1333 Mhz Athlon Thunderbird, 256 MB DDR-RAM von Micron, MSI Starforce 64 (eine Geforce 2 Pro, mit 64 MB DDR-RAM und TV-Out), Elitegroup K7S5A-Mainboard mit dem damals brandneuen SiS 735-Chipsatz und 100Mbit LAN-onboard, 2x40 GB Maxtor-Platten mit 5400 U/Min und zu guter Letzt einem Belinea 101560 (15"-TFT) als Monitor.
Auf den Rechner kam dann zunächst Win ME, allerdings hatte ich die Platte gleich am Anfang so partitioniert, dass genügend Platz für Linux blieb...
Endlich erschien dann auch Mandrake 8.1, die ich mir als Erst-Distribution ausgesucht hatte...
Die wurde dann auch installiert, aber ich machte ehrlich gesagt nicht viel damit. Ich schob den Linux-Umstieg immer weiter vor mir her ("ist ja alles so ungewohnt, so anders...").

In diesem Januar kam dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ich hatte, wie jeden Monat einmal, ScanDisk in der Instensiv-Stufe über meine Datenpartition laufen lassen. Die Option "Fehler automatisch korrigieren" war aktiviert. Das war mein Verhängnis.
Als ScanDisk fertig war, hatte es 3 bis 4 GB meiner Daten in Müll verwandelt. Ein Grossteil meiner MP3-Datenbank (in der Monate von Arbeit steckten), Texte, die geschrieben hatte, E-Books, eingescannte Bilder, Linux-Dokumentation, und vieles andere verwandelte sich einfach in Dateifragmente...
Da hatte ich dann die Schnauze endgültig voll. Seit diesem Zeitpunkt verwende ich fast nur noch Linux. Zwar ging in den ersten Monaten der Sound nicht (der Onboard-Sondchip des Mainboards wird nicht erkannt, und der Mainboardhersteller bringt es nicht fertig, Linuxtreiber zur Verfügung zu stellen), aber mittlerweile habe ich bei E-Bay eine Soundlaster Live! ersteigert.

Die Installation der Karte war dann recht unterhaltsam: Also, zuerst die Karte eingebaut. Dann Windows gebootet. Erkennt zwar neue Hardware, hat aber keine Treiber dafür. Also Treiber-CD rein, durch ca 10 verschiedene Assistenten durchgeklickt, zwischendurch zweimal rebootet, und letztendlich noch in der Registry rumgefummelt, um zu verhindern, dass ein besonders dreistes Programm sich nicht immer automatisch startet. Dauer der Aktion: ca 15 Minuten.
Dann Linux gebootet (Schlimmes befürchtend, nach dem Motto "wenn es schon unter Windows so umständlich war, wie wird es dann erst unter Linux sein ?"). Linux startet, Soundkarte wird gefunden, die passenden Treiber werden automatisch geladen, und als ich mich einlogge, funktioniert der Sound. Fertig. Nix konfiguriert, keine Treiber von Hand installiert, einfach gebootet und geht. DAS nenne ich Plug&Play !!! Hat mich echt beeindruckt.

Mittlerweile boote ich nur noch sehr selten Windows. Nämlich immer dann, wenn ich Quake 3 zocken will. Ich weiss, das funktioniert auch unter Linux, aber dafür müsste ich mir die 27 MB große Patchdatei runterladen, und dazu habe ich mit nem Modem keine Lust. Und als Spiele-Betriebssystem reicht Windows ja auch. Seltsam ist, dass ich Quake 3 weniger schlimm finde als Quake 1. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Quake 3-Gegner mehr oder weniger "menschlich" sind, im Gegensatz zu den Unwesen von Quake 1.

Ja, ich habe mich gut unter Linux eingelebt. KDE 2.2.1 ist praktisch, und es gibt viele Dinge, die ich nicht mehr missen möchte (zum Beispiel, dass man Text einfach markiert und er dann automatisch in die Zwischenablage eingefügt wird, und auch das Einfügen von Text, indem ich einfach das Mausrad drücke...).
Ja, und auch mit der Shell habe ich mich angefreundet. Neulich, als ich daheim war und wieder an Windows 98 saß, wollte ich wissen, wie lange der Rechner schon läuft, also tippe ich "uptime" in die "Shell" - und wundere mich dann, als "Befehl oder Dateiname nicht gefunden" erscheint - bis mir dann wieder blitzartig klar wird: das hier ist ja Windows...

Lange hat es gedauert, aber mittlerweile liebe ich Linux, weil es klar strukturiert ist und Probleme auf LOGISCHE Art und Weise zu lösen sind.

Gerade WEIL ich nur noch Linux auf dem Desktop einsetze, kann ich auch die Entscheidung des Bundestages für Windows XP in keinster Weise nachvollziehen. Ich wüsste gerne mal, was XP kann, was Linux mit KDE nicht kann... XP ist also im Bundestag eine reine Geldvernichtungsmaschine, und dass der deutsche Bundestag ein "Betriebsystem" einsetzt, für das im Handel ganze "Windows XP-Antispy"-Pakete erhältlich sind, ist für mich unfassbar. Ein Betriebssystem, bei dem ich erst noch ein Dutzend Hilfsprogramme installieren muss, um zu verhindern, dass das System Daten, die niemand überprüfen kann, an Microsoft übermittelt, disqualifiziert sich allein schon durch das Vorhandensein dieser Spionagefunktionen - ganz egal, wie stabil es ist, ganz egal, wieviel Software es dafür gibt und ganz egal, wie benutzerfreundlich es ist.

Niemals würde ich Linux mehr gegen irgend etwas anderes eintauschen wollen (ausser vielleicht gegen Atheos - wenn es mal desktopreif ist), und nie, nie wieder will ich zu Windows zurück...


So, nun kennt ihr meine Geschichte. Ich bin gespannt, Eure zu hören.

Viele Grüße, Jascha
 

LH
Gast





BeitragVerfasst am: 26. Apr 2002 15:43   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

>Einen Poster gab es, bei dem ich immer wieder denken musste: das könnte ich geschrieben haben. Sein Name war Spark. Ja, ich wurde ein grosser Bewunderer von Spark, denn seine Posts waren scharf, witzig und intelligent geschrieben. Und vor allem war einer der wenigen, die die deutsche Rechtschreibung korrekt beherrschten.<

Irgendwie glaube ich das meine wenigkeit in deinen Gedanken ebenfalls eine Rolle gespielt hat als du das geschrieben hast Wink
Spark war schon nett, aber man konnte ihn fantastisch ärgern. Und: Ich bin heute noch SuSE User, und das lieber als je zuvor.

>Seit dieser Zeit bin ich absolut der Meinung dass solche Spiele nicht in die Hände von Kindern gehören.<

Das kommt drauf an. Es hätte nicht in DEINE Hände gehört wenn du ein Kind gewesen wärst. Dein alter war aber doch ok für sowas. Ich habe seit ich 16 war Egoshooter gespielt. Bin weder Aggressiv noch hab ich je so reagiert. Kann man eben nicht pauschal sagen :)

Ich habe jetzt keine Lust da so ausführlich zu werden, deswegen etwas kürzer:

Mein Interesse für Linux kam wie bei vielen Usern aus dem Wunsch herraus Windows für immer von der Festplatte zu verbannen. Wer kennt es nicht: Wochenlang arbeitet man hart an etwas, sucht und sammelt, freut sich endlich fast alles zu haben was man suchte. Und auch das Gefühl eben all dieses wieder zu verlieren. Durch Windows. Ich glaube dieses Betriebssystem hat meine Festplatte öfter für mich geleert als ich GB auf ihr gespeichert hatte.
Aber ich bin ein leidensfähiger Mensch und ertrug Windows von 1994 bis 1999 an, bis ich fast völlig wechselte.
Meine PC Laufbahn begann mit dem "guten", ab vor allem auch damals schon veralteten MS-DOS. Stundenlanges Autoexec.BAT und Config.Sys anpassen gehörten zur selbstverständigkeit. Kein Spiel befand sich in meiner Sammlung das nicht mind. eine Bootdiskette, inividuell dafür erstellt, besass. Manche Spiele verfügten sogar über mehrere, um idealbedinungen für Single und Multiplayer Partien zu bieten. Insgesamt eine Zeit, in der ich mehr in edit verbracht habe als in den Spielen (etwas anderes als Spiele hatte ich nicht).
Dann brach auch für mich die Zeit von Windows an, in gestallt von Windows 3.11. Naja, darüber gibt es nicht viel zu erzählen. Es war da, ich nutze es auch häufig, aber wirklich begeistert hat es mich nicht. Mein einziger Grund für Windows war "Klick&Play", welches ein Spiele Construtor ist.
Eine ganze weile später schafte sich ein Freund von mir einen neuen PC an. Und natürlich war auf diesem auch Windows95 ausgerüstet. Aus heutiger Sicht muss ich sagen das Windows95 eines der besten Microsoft Systeme war. Es war genauso instabil und schäbig wie alles von Microsoft, aber es war auch innovativ (fast alles was heute noch bei Windows eingesetzt wird hatte damals seine Wurzeln). Ich blieb bei Windows95 sicher bis ende 1998, Windows98 also schon erhältich war.
Doch in laufe meiner Erfahrungen mit Windows musste ich eines immer wieder feststellen: Was mit meinem PC ist interessiert Microsoft nicht, und was mit meinen Daten passiert noch weniger. Ich verlor des öfteren 50% meines Festplatteninhalts, oder das System beendete seine Dienste mitten im Arbeiten, nach dem Motto "Blau mach glücklich". Das sehe ich allerdings seit meiner Windows Zeit etwas anders.
So find ich an mich für Alternativen zu interessieren. Ein erster schwenk führte zu OS/2, was aber eher desaströs endete, den nachdem ich meine halbe, damals eher kleine, Festplatte dafür opferte begrüsste es mich nach der Installation nur mit dem freundlichen Hinweiss das meine Grafikkarte nicht unterstützt werde. Damals besass ich eine ATI Mach64, eine durchauch gute Grafikkarte, die sich später unter Linux auch bewährte.
Kurze Zeit später versuchte ich mein Glück dann mit Linux. Ich hatte mit ein Spezial einer mit jetzt nicht mehr namentlich bekannten Zeitschrift besorgt. Auf der CD war ein Distribution die so weit ich weiss von Red Hat Linux abstammte. Lange rede kurzer Sinn: Die Installation schafte ich, aber schon am Root Kennwort scheiterte ich. Ohne Anleitung ist es nicht einfach von einem mässig funktionierenden Sinlge-User System (Windows9x) zu einem MultiUser System wie Linux zu wechseln. Dennoch verstand auch ich was den nun Root sei. Zum glück kannte ich bereits einige Linux User, unter anderem dem Entwickler von SimuTrans, einem Transport Tycoon Clone (ist auch auf viele Linux CDs zu finden und wirklich gut!). Er erklärte mir erstmal die Konsole. Als alter DOS User kannte ich zwar Konsolen, doch mochte ich die Unbequemlichkeit von DOS nicht und mochte deswegen auch die Linux Konsole zuerst garnicht, weil ich nicht wusste was alles möglich ist.
Nun, dennoch schlief auch dieser Versuch sehr schnell ein. Es war eben kein Arbeitssystem.
Als nächsten Schritt kaufte ich mir S.u.S.E Linux 5.3 (ja, damals noch mit Punkten Wink ). Dieses System konnte mich zum ersten mal wirklich für Linux begeistern. Doch auch das hielt nicht wirklich lange vor, was nicht zuletzt an KDE1 lag, welches für mich damals eher ein netter Gag war als den ein nutzbares System.
So dauerte es wieder eine weile. Ich nutze mein Linux zwar, aber nie wirklich stark. Das änderte sich mit SuSE Linux 6.4. Seit diesem System bin ich fast nur Linux User. Ich habe seither auch jede andere Distrie ausgetestet. SuSE ist und bleibt aber meine No. 1. Red Hat konnte mich nie richtig begeistern, Debian hat mich sogar richtig enttäuscht (ich mag Apt-Get nicht). Mandrake brauche ich nicht, das kann SuSE alles auch, nur eben ohne die Red Hat Verwandschaft (für mich Positiv).
Heute nutze ich Privat zu 90% Linux, in der Firma habe ich allerdings eine Windows2000 Workstation, und das soll auch so bleiben, zumindest vorerst. Ich administriere auch noch Linux Server (3 Stück -> je ein Red Hat, Debian und SuSE System).
Windows wird sich aber bei mir mit sicherheit noch weiter zurückdrängen. Ich brauche es einfach nicht mehr. Linux wird immer besser, Windows hingegen nur bunter.

So, das war ja jetzt doch ein ganzes Ende, auch wenn trotzdem sehr oberflächlich. Ich weiss nichtmal ob das überhaupt wen interesiert, aber wer bis hierer gelesen hat muss ja zumindest ein kleines Interesse daran gehabt haben Wink
 

Stormbringer



Anmeldungsdatum: 11.01.2001
Beiträge: 1570
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2002 17:12   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Wie alles angefangen hat?
1983 haben wir in der Schule einen der ersten Technikkurse (so richtig als Fach) bekommen, und dort fing es dann u. a. mit Dampfmaschinen and, und schließlich sind wir dann an einfache, elektrischen UND-ODER-... Schalttafeln hängen geblieben. Ich weiß, daß machen Elektriker heute noch, um eine Wechselschaltung installieren zu können ..
1984 kam dann der erste Informatikkurs in die Schule .... naja, und da war's dann vorbei.
VC20 und später C64, und ganz kurz war da noch ein Sinclair ZX80. Kurz darauf gab es dann den ersten 8088 mit Monitor, und zwei Diskettenlaufwerken - das Ganze unter Dos 2.irgendwas.
Als die 386er raus kamen, gab ich 3997,- DM für einen nagelneuen Intel386DX25 mit 2MB Ram, und einer ST-251-1 nebst 5 1/4" Laufwerk aus. Plus 999,- DM für einen Philips VGA Schwarz/Weiß Monitor!
Naja, dann kamen später einer zweite ST-251-1 und 4 MB (für 400,-DM!!!) rein, und ein 3 1/2" Laufwerk.
(Und immer noch alles OHNE Windows - dafür aber mit GemWorks und der Dosshell.
Und so ging es weiter, bis die Preise in den Keller fielen, und kaum noch jemand wußte, wie so ein Gerät eigentlich funktioniert. Nebenher dann mal ein Turbo Prologue in des USA direkt bestellt, und andere "Orientierungsprobleme" durchlebt.
Etwa 1994/95 habe ich dann das erste Mal etwas von Linux gehört, und mir natürlich glatt das falsche Buch gekauft - handelte von System V, also wieder zum Buchhändler, und erneut ein falsches erworben, da ging es um NextStep (btw: ein gutes Konzept!!!).
Naja, nebenher noch engeren Kontakt zu DR-DOS (später Novell DOS) und OS/2 gehabt ....
Und so unstetig bin ich geblieben ... Linux, Windows, Dos, DiskWorld, IBM, Solaris, .... alles noch lauffähig vorhanden (dank eines SyJet Laufwerks und den entsprechenden Medien).

Gruß
_________________
Continuum Hierarchy Supervisor:
You have already been assimilated.
(Rechtschreibungsreformverweigerer!)
 
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linkfinger
Gast





BeitragVerfasst am: 26. Apr 2002 19:56   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

zu Fuß.

Linkfinger
 

Descartes
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Apr 2002 8:40   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Descartes die frühen Jahre ?

Computermässig angefangen hat alles 1984 mit einem Atari 400. Zwei Jahre später wurden in der Schule dann Schneider CPC64128 (3-Zoll Diskettenlaufwerk !) angeschafft.

Gegen 1988/89 wurde dann privat der Atari durch einen Commodore Amiga 500 ersetzt. Etwa vier Jahre später ist Descartes dann in der Firma erstmals mit einem 80386 mit MS-DOS und Windows 3.0 in Berührung gekommen.

Im Sommer 1993 wurde dann auch privat der schon etwas in die Jahre gekommene Amiga durch einen 80486 mit MS-DOS 6 und Windows 3.11 ersetzt. In den folgenden Jahren wurde die Hardware weiter ergänzt (grössere Festplatte, mehr RAM, CD-ROM, Scanner, Drucker, ...) und auf die verschiedenen Windowsversionen geupdated (Win 3.11, Win95, Win98, Win98SE, Win2000). Der Rechner existiert noch heute und ist der Router und die Firewall für den Internetzugang über den dieser Text hier ins Internet gestellt wurde.

Erstmal mit Unix in Berührung kam Descartes Mitte der 90ger während seines Studiums da das dortige Rechenzentrum ausschliesslich AIX auf IBM AS/400 einsetzt. Da hiess es dann zu lernen wie man vi bediehnt, was Email ist und wie man diese mit pine versendet/empfängt. Um diese Zeit herum erfuhr Descartes auch erstmalig real was von diesem "Linux" das angeblich vollkommen legal kopiert werden kann (was mir aber damals gelinde gesagt egal war, da Studenten-Versionen von Borland/MS nicht besonders teuer waren im Vergleich zum regulären Preis).

Trotzdem hat sich Descartes in der nächsten Uni-Bibliothek mit einer SuSE 5.2 eingedeckt und erste Erfahrungen mit Linux, XFree86 und Fvwm2 gesammelt. Als vollständiger Ersatz für seine Windows-Umgebung war
Linux zu diesem Zeitpunkt allerdings noch viel zu ungewohnt. Es gab ja kein KDE, KDevelop, OpenOffice, XMMS, ...

Während eines Praktikums in 1998 kam Descartes dann mit dem DEMON in Berührung was bleibende Schäden nach sich ziehen sollte da in das das Interesse an Linux weiter verstärkt wurde sodass sich Descartes
erneut verstärkt mit Linux befasste.

Im November 1998 half Descartes bei der Erstellung der 4Linux Webseite die etwa in einem halben Jahr später in Pro-Linux umbenannt wurde. Der Rest dürfte bekannt sein.

Vorzüge von Linux:
Erst letzten habe ich unter Win2000 mit WinAmp meine OggVorbis Dateien angehört, im Web gesurft und ein paar Daten von einem Parallelport ZIP Drive kopiert.

Ergebnis:
solange auf das ZIP zugegriffen wird ist sinnvolles Arbeiten am PC unmöglich. Abhilfe könnte ein Dual-CPU System schaffen damit auch in solchen Situationen sinnvolles ruckfreies Arbeiten möglich ist.

Zum Test habe ich auf dem selben PC das ganze auch mal unter Linux nachgestellt. Also auch dort die OggVorbis Dateien abgespielt (XMMS) im Internet gesurft (Konqueror) und ein paar Daten vom/zum ZIP Drive (Parallelport) kopiert. Als erschwerender Faktor wurde noch der GCC 3.0.4 mit "make -j 4 bootstrap" kompiliert. Xosview zeigte ein nicht gerade schlechte Auslastung meiner CPU an.

Ergebnis: Kein ruckler, kein aussetzer kein nix. So sollte arbeiten an einem PC sein.
 

marcus1978



Anmeldungsdatum: 14.02.2002
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 01. Mai 2002 11:16   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Also ich fass mich mal ganz kurz!
Ich hatte schon immer eine Hass auf M$. Zuerst hatte ich den C128D, dann einen Amiga 1200.
Als Windows 95 mit Multitasking und allem rauskam, konnte ich nur müde lächeln. Gibts auf dem Amiga doch schon seit 1985!

Naja, dann habe ich angefangen IT zu studieren und ein PC war wegen des Programmierunterricht unausweichlich.
Sicherlich hätte sich auch für den Amiga Pascal und C/C++ Compiler gefunden, aber ich brauchte auch die gleiche Umgebung.

Also habe ich einen PC mit Windoof als OEM gekauft. Irgendwann hatte ich auch schon mal von Linux gehört und hatte es auch mal gesehen, bzw. sogar auf einem PC installiert. Damals hatte ich aber den Eindruck das Linux einfach noch für mch zu kompliziert ist.
Aber ich hatte schon fest vor eines Tages umzusteigen! EHRLICH!
Irgendwann haben wir dann auch mal in einer Vorlesung Mandrake installiert. Ab dann hatte ich meine Scheu verloren
und auf meinem Heim PC gabs ab sofort auch Linux!

Inzwischen bin ich fast komplett umgestiegen. Mein Handy (Siemens S45) und seine PC Anbindung hält mich noch an einer Win-Installation
auf meinem Zweitrechner. Auf meinem Haupt-PC wirds bald kein Win mehr geben!
 
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marc



Anmeldungsdatum: 20.04.2001
Beiträge: 444
Wohnort: Arnsberg

BeitragVerfasst am: 01. Mai 2002 11:44   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Tach

@Marcus
Das hier hilft Dir vielleicht mit Deinem S45 weiter: www.hendrik-sattler.de/scmxx

Gruß
Marc
 
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bakunin



Anmeldungsdatum: 16.08.1999
Beiträge: 597
Wohnort: Lorsch (Südhessen)

BeitragVerfasst am: 01. Mai 2002 14:41   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Hi!

Der erste Rechner, den wir hier hatten, war ein C64, der damals natürlich hauptsächlich zum Spielen verwendet wurde. Irgendwann hatten wir dann auch einen 386er, der Anfangs nicht mir gehörte, später dann schon. Von einem Schulfreund hatte ich ein paar QBASIC-Programme auf einer Diskette bekommen, jene er aus einem Buch abgetippt hatte. Ich habe versucht, den Code nachzuvollziehen und durch Änderungen bestimmte Modifikationen herbeizurufen. Auf diese Weise hatte ich mir QBASIC komplett selbst beigebracht. Mit einem neuen Rechner (P166/40MB) kam Windows 95 ein Wechsel zu Delphi, aber irgendwann musste ich dann doch mal C lernen, wozu ich den GCC verwendete. Ach ja, Assembler hatte ich auch irgendwann ein wenig gelernt. Und mit Visual Basic habe ich mir etwas Geld verdient...

Ich las damals gerne das PC Magazin, da diese den 1024er-Wettbewerb in jeder Ausgabe hatten. Dort wurden in beliebigen Programmiersprachen (meist BASCIC, Pascal, C, Assembler und später dann auch Java) geschriebene Programme mit einer maximalen Länge von 1024 Byte Quellcode veröffentlicht. Als der Wettbewerb entfallen war, habe ich dann aufgehört, diese Zeitschrift zu lesen, schließlich war sie zu diesem Zeitpunkt für mich auch zu windowslastig. Durch das PC Magazin war ich allerdings ursprünglich auf GNU/Linux aufmerksam geworden.

Ende 1998 hatte ich mir ein Buch über GNU/Linux gekauft, es durchgelesen und mir die Kommandos herausgeschrieben, die mir wichtig erschienen. Dann habe ich dem Autor des Buches eine Liste der Fehler, die ich in seinen Shellprogrammen gefunden habe, geschickt. Er hatte offensichtlich seinen Code nicht getestet. Aber dafür war das Buch unterhaltsam und verständlich, und man kann eben nicht alles haben.

Von meinem Wing Tsun Trainer bekam ich dann nach einer Weile die SuSE 6.0 Distribution, die ich im Februar 1999 installierte. Ich arbeitete etwa zwei Wochen lang nur auf der Konsole, um das System kennenzulernen. Insbesondere schrieb ich kleinere C-Programme, verwendete allerdings den Editor pico dazu. Daher war ich sehr froh, als ich später einmal den freien Klon nano entdeckte, der ja inzwischen zu GNU nano geworden ist, Version 1.0 erreicht hat und von der Debian-Distribution als Ersatz für ae im Minimalsystem verwendet wird. Ach, nebenbei: Ich verwende auch heute noch den P166/40MB.

Doch wie bin ich von GNU/Linux weggekommen? Entdeckt habe ich GNU/Hurd zwar schon 1999, doch da war es nur reine Neugierde und ich war nicht wirklich motiviert, mich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Geändert hat sich das relativ schlagartig am 20. Juli 2001. Innerhalb von einer Woche produzierte ich dann die erste Version des "Hurd Hacking Guide". Und vor einiger Zeit fragte mich Marcus Brinkmann, ob ich nicht einen Vortrag über Hurd auf dem LinuxTag halten wolle. Inzwischen habe ich Gefallen am Korrekturlesen von Patches gefunden, diverse Patches für unterschiedlichste Sachen (Ruby, gconf, ShadowFS, ...) geschrieben und tue mein Bestes, damit Freie Betriebssysteme nicht nur eine kurze Blüte haben, sondern auch in 15 Jahren noch eine Rolle spielen.

(rant-mode 1)

Bei Hurd geht es um Freie Software. Bei Linux ging es darum nie. Linus Torvalds hat klar gemacht, dass er Linux nur als Freie Software veröffentlicht hat, um mehr Feedback und Verbesserungen zu erhalten und er beleidigt alle, die seine Ansicht nicht teilen ("thinking with their gonads instead of their brains"). Und natürlich beleidigt er auch alle Hurd-Entwickler persönlich ("In short: just say NO TO DRUGS, and maybe you won't end up like the Hurd people"). Naja, ich bin da lieber Teil einer toleranten, freundlichen und humorvollen Gemeinschaft.

(rant-mode 0)

So, und jetzt versuche ich, emacs21 auf meinem libio-Hurd zum Laufen zu kriegen...

"Keep your kids off monolithic kernels, tell them to just say no! Keep monolithic kernels out of our schools, libraries, and other public institutions! Write your congressman!"

Cheers,
GNU/Wolfgang
 
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Leander Hanwald
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Mai 2002 11:05   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Hurd? Ver braucht das schon? Smile
Ich hab jetzt einen Sharp Zaurus und da läuft Linux drauf, und das soll auch so bleiben :D

hey Wolfgang, mach doch den Linus nicht so runter. Er ist doch auch nur ein Mensch. Ich glaube ich wäre an seiner stelle genauso Wink
 

kapeka



Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 99
Wohnort: Giessen

BeitragVerfasst am: 03. Mai 2002 14:23   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Uf,schwelgen in Erinnerungen

Meine ersten Computererfahrungen machte ich auf einem Atari, zumindest glaube, das war ein Atari. Ich war erst 6-7 Jahre alt und habe am liebsten den ganzen Bildschirm weiß gemacht. Wieviel Spass man doch mit kleinigkeiten hat!
Danach hat sich mein ältester Bruder einen 286er mit 640kb RAM (mehr braucht man nicht ) und 40MB Festplatte geholt. Ich habe gestaunt wie Otze. Ich durfte da nur SimCity spielen, und habe aber nebenebei mit meinen anderen Brüdern versucht das Passwort seiner geheimen Partition zu knacken. Da habe ich auch DOS mit seiner DOS-Shell kennen gelernt.
Später kam dann ein 386 mit Windows 3.x. Ich habe trotzdem immer DOS verwendet. Da liefen halt die Spiele, Commander Keen und so
Windows war nur zum rumspielen und paint benutzen da.
Der PC wurde immer weiter aufgebohrt und steht noch heute unter meinem Schreibtisch. Das einzig Orginale Teil ist aber nur noch die Festplatte, und die ist auch abgeklemmt. Mit 120 MB kann man nicht viel, und die Bremst sonst nur.
Als wir den 386er zu einem 486er gewandelt haben, dann kam irgendwann auch WIndows95. Ich war begeistert. Was ist DOS?
Aber mit der Begeisterung kam auch die Erfahrung mit dem instabilen System. Ich glaube, im Laufe meines Lebens ist dieses WIndows kaum länger als ein 3/4 Jahr gelaufen. Manchmal nur einen Tag, bevor es neuinstalliert wurde. Bei neuer Hardware habe ich immer Panik bekommen. Der Drucker hat sich den IRQ mit der Soundkarte geteilt. Das CD-Rom hat auch immer PRobleme gemacht und und und. Es ist erstaunlich, wie sehr man sich an so etwas gewöhnt.
Von Linux habe ich nur nebenbei etwas gehört. Ein Bekannter hat erzählt, er wolle es mal ausprobieren. Ich habe nur gehört, es sei komliziert und resourcenfressend. Später habe ich dann ein Magazin mit Linux gesehen, SuSE 6.2 glaube ich. Fast gleichzeitig hat mein Bruder SuSE 6.3 von der CEbit mitgebracht, Ich habe mich zuerst nicht getraut das zu installieren. Mein Windows lief annähernd stabil. Aber meine Neugier war doch größer. Die Instalation war in Ordnung. Doch ich habe es nicht einmal geschafft ins Internet zu kommen.
So habe ich es deinstalliert. Doch die Linuxpartition war verschwunden, denn ich wusste nicht, wie ich sie wieder Windows übergeben kann, Windows ist ein blindes Huhn.
Ich habe Linux dann mehrmals erneut installiert, da die Partition eh nur Linux zur Verfügung stand.
Dann habe ich mir SuSE 7.0 installiert. So lief Linux parallel zu Windows, obwohl ich es immer noch nicht geschafft habe, ins Internet zu kommen, das war aber das wichtigste. Ich habe mir Linux immer wieder angeschaut. Aber KDE 1 ist nicht gerade majestätisch. So war Linux eher Spielewiese.
Eines Tages dann aber hat WIndows quasi den Geist aufgegeben. Es stürzte mir alle 10 Min. ab. Dann habe ich mir vorgenommen endgültig auf Linux umzusteigen. So habe ich unter WIndows im Internet in verschiedenen Foren um Hilfe gebeten und all so was. Gar nicht leicht, wenn man dauernd neu starten muss. Zumindest braucht WIndows 95 nicht so lange zum Booten.
Irgendwann war das geschafft. Ich habe fast nur Linux verwendet. Irgendwann kam dann SuSE 7.1. Das hat gut gehalten. Vor einigen Monaten habe ich dann Windows ganz von der Platte geputzt. Ich spiele eh kaum, und mein PC ist sowieso zu schwach für die ganzen neuen Spiele.
Jetzt habe ich SuSE 8.0 und bin glücklich, auch wenn es ein paar Macken hat.

Linux hat mir auch den Spass am PC zurückgegeben. Unter Windows konnte ich kaum was machen. Es wurde langweilig. Unter linux gibt es immer etwas zu tun. Ob man nur lernt zu kompilieren, KDE updaten, NFS, Samba, Apache. Und mit Linux habe ich auch etwas über Freie Software gelernt. Das ist vielleicht das interessanteste. Und der Fortschritt, der sichtbar ist. Windows ist immer nur dasselbe, auch Xp. Die Oberfläche ist nur bunter. Aber der Unterschied zwischen KDE 1.1 und KDE 3 ist riesig. Auch SuSE mti YaST hat einen riesen Sprung seit 6.3 gemacht.
 
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demon
Pro-Linux


Anmeldungsdatum: 24.11.1999
Beiträge: 389
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BeitragVerfasst am: 03. Mai 2002 18:27   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Oje, das waren noch Zeiten...

Ich fing mit Atari an. Erst 400, dann 1024ST, später STE und zum Schluss nun Falcon. Während alle über PC sprachen, habe ich immer noch meine alte Hardware gequält und Applikationen dafür geschrieben (oh, wie ich mich schäme, wenn ich mir heute die Applikationen anschaue). Ja, bis heute läuft bei mir unter Linux ein Atari-Emulator

Irgendwann habe ich MiNT auf meiner 40MByte großen und fast 1000DM teueren SCSI-Platte installiert (war ja sowieso leer - wer hat schon so viel Daten) und war begeistert. Wie auch andere in der Maus-Box fing ich damit herum zu experimentieren. Es war ein Atari ST mit satten 8MHz Takt und einer qualitativ hochwertigen 640x400 Monochrom- und 320x200 gigantischer 16 Farben-Grafik. Wenn man schon so eine gute Hardware hat, so liegt es nicht fern auch gleich X zu installieren. Ich installierte es und bekam einen Weinkrampf. Selten habe ich so ein lahmes System gesehen. Im Vergleich zu GEM schien das BS Kaffee zu kochen während der Ausführung eines Prozesses. Das war so im 1993 und ich wechselte wieder auf die Console. Die Jahre vergingen und ich wusste immer noch nichts über Linux - Schließlich hatte ich keinen Internet-Browser (ich war aber in bester Gesellschaft - nicht nur ich habe das Internet verpennt). Der Falcon kam und der Milan wurde angekündigt.

Nun ja, nachdem der Milan nicht kommen wollte und Atari sich quasi selbst in der Luft auflöste musste ein PC her. Ich kaufte mir einen Pentium (ja, es sind in der Tat ein paar Jahre vergangen). Wir schrieben das Jahr 1996 und ich installierte Windows95 und bekam einen Weinkrampf. Das System schien alles zu machen, sogar Kaffee zu kochen, während ich arbeitete, nur nicht das, was ich gerade im Sinn hatte. Da war ich bei Atari etwas anderes gewöhnt... Es muste eine Alternative her und ich fand... genau, GEM für 86er... Das wars auch nicht und ich versuchte Linux mit Kernel 1.2.13. Da das System fast wie MiNT war lies ich es. Sogar X lies sich starten und eine Arbeit damit machte wirklich Spaß. Ich benutzte fort an Linux neben Windows, bis ich ca. ein Jahr später Windows komplett verbannt habe, nachdem sich das System zum Xten mal in die Daten-Nirvana befördert hat.

Der Rest dürfte bekannt sein.

Gruss

demon

@Thomas: Ja, das habe ich schon immer behauptet, dass der Umgang mit mir zu psychischen Schäden führen kann. Frag mal meine Ex. Vorausgesetzt, sie wacht aus dem Koma auf, wenn sie die Frage gehört hat. Oder meine jetzige Freundin. Vorausgesetzt, auch sie wacht aus dem Koma auf, wenn sie die Frage gehört hat.
 
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Jochen
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Mai 2002 18:41   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

OK, also ein Rückgriff in die Geschichte...

Der erste Rechner war ein "Colour Genie" - Z80 Prozessor, gigantische 32KB RAM, Kasettenlaufwerk als Massenspeicher, Kleinfernseher als "Monitor". War schon witzig - stundenlang BASIC-Listings (Spiele natürlich) abgetippt, dann versucht zu verstehen, wie es funktioniert, weil meist etwas nicht klappte... Und wenn es denn geklappt hat, abspeichern und hinterher trotzdem jede Menge Schwierigkeiten haben, das Programm wieder laden zu können - argh! Hat mich aber in die Richtung Programmieren gebracht.

Irgendwann ist es aber ein wenig eingeschlafen: Alle anderen hatten mittlerweile einen C64er, mit dem man viiieeeel besser daddeln konnte! Bei einem guten Freund habe ich dann Kontakt mit einem Amiga 1000 (zuerst noch mit 256KB RAM!) gehabt. Wahnsinn! Die Hammer-Kiste an und für sich! Also ging dann (etwas später) das Selbstersparte für einen A500 drauf, der sich wiederum etwas später zu einem A2000 mit 20MB-Platte wandelte. Ja ja, 20MB, nicht GB... Da wurde nun - na ja - gedaddelt, aber auch durch den Informatikunterricht in der Schule beeinflusst in Modula2 programmiert (besser als das damalige Turbo-Pascal auf Apple-][-Klonen mit CP/M-Karte), C war mir etwas zu... unübersichtlich, wenn es auch die Muttersprache des Amigas war. Ein 24-Nadler von NEC (P2200) für DM 1000,- brachte mir den Neid sämtlicher NLQ-Geschadigten ein. Die Textverarbeitung war von Data Becker - ich schäme mich heute noch dafür. Aber auch hier war das Interesse irgendwann abgeschlafft, wie so mein Studium auch...

"Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!" So brach ich denn mein Studium ab und machte zur Überbrückung eine AIP mit: "Ausbildung in Programmierung". Jackson-Diagramme, Siemens-Mainframe mit BS2000 und COBOL, ein klein wenig UNIX und PCs. Mittlerweile sind diese Kurse etwas aktueller! Da ich den Kurs sehr erfolgreich beendete, bekam ich auch gleich eine Anstellung dort. Und wie im richtigen Leben musste ich nun erst mal lernen, was ich wirklich brauchte: UNIX von A-Z (Shellprogrammierung, weitere Tools, Systemprogrammierung) und damit natürlich auch C und C++. Kein Problem, ich war motiviert. Bekanntschaft schloss ich damals mit TOS 4.x (Nixdorf, eine Targon 35), SINIX (5.21 auf NSC-Prozessoren, ein Graus), SCO OpenServer (am Arbeitsplatz, auf 386er und 486er!), HP/UX und AIX3 (nur von ferne). Daher auch der Gedanke, einen PC unter UNIX zuhause zu haben. Zuerst war Coherent geplant, aber dann erfuhr ich von Linux und lud mir ca. 50 Floppies der SLS (mit Kernel 0.99pl8 ) im RZ der Uni Düsseldorf über den Account eines Freundes herunter. Nach einem zweiten Trip, da natürlich 3-5 Floppies hinüber waren, konnte ich endlich auf meinem frisch erworbenen 485DX50, 8MB RAM, 250MB Platte und TSENG4000-ISA-GraKa Linux installieren. Erster Eindruck: Wow! Besser als SCO OpenServer/OpenDesktop, für das man damals richtig Knete abdrücken musste, ohne einen Compiler dazu zu bekommen. (Ich habe die Floppies teilweise heute noch, zumindest die Serien A, B, C.)

DOS/Windows-Kontakte waren dazwischen natürlich auch verstreut, aber eben ziemlich nebenläufig. Hauptsächlich wegen Word 5.5 für DOS . Leider wurde das UNIX am Arbeitsplatz bald durch NT verdrängt - na ja, wir müssen halt alle so unsere Lasten tragen. Aber der Wechsel in die Systemadministration war eigentlich zwangsläufig. Zwar sind auch einige NT/2000-Server zu betreuen, aber die Hauptlast liegt auf diversen UNIX-Derivaten: Mittlerweile Solaris und Reliant Unix (das frühere SINIX - ist aber besser geworden!), Red Hat auf PC-Servern und SuSE unter zVM, der virtuellen Maschine auf unserer neuen z900-Mainframe von IBM. Eine ganz andere Welt - bis das Linux läuft, dann könnte man es mit einem PC verwechseln . Ach ja, und ein "cat /proc/cpuinfo" gibt auch was anderes aus...

Zu Hause ist ein Hobby-Keller im mein privates Rechenzentrum verwandelt worden, mit 4-6 Kisten (mal mehr, mal weniger) vom P100 bis zum 800er Duron. Natürlich unter Linux. Mal schauen, was noch so alles passiert!

Jochen
 

marc



Anmeldungsdatum: 20.04.2001
Beiträge: 444
Wohnort: Arnsberg

BeitragVerfasst am: 05. Mai 2002 1:50   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Moin.
Dann will ich auch mal schauen, was mir aus meiner Vergangenheit noch so einfällt:
Das erste woran ich mich erinnern kann, war ein Z80 Microprofessor (sic!), der meinem Vater gehörte. Er hatte das Ding etwas umgebaut und man konnte Lauflichter programmieren, die durch Leuchtdioden realisiert wurden. Man konnte auch einen Kassettenrecorder dort anschließen und die programmierten Sachen dann auf Kassette aufnehmen.
Sonderlich erfolgreich war mein Vater allerdings nicht mit dem Versuch, mir an diesem Ding etwas beizubringen, da ich schätzungsweise erst 4 Jahre alt war . Den Z80 haben wir übrigens immer noch.
Ca. 1- 2 Jahre später machte ich dann Bekanntschaft mit einem Commodore 128 *sigh*. Ja, ich gebe zu, ich war mit 5 Jahren schon computersüchtig Wink.
Hauptsächlich wurde an der Kiste gezockt (Werner 2, Barbarian, Thai Boxing, Frogger,...). Auch der zweite Versuch meines Vaters, mir etwas konstruktives beizubringen (GW-Basic) schlug fehl, da Games doch viel interessanter waren.
Nach einigen Jahren ging bei dem Commodore leider das Diskettenlaufwerk kaputt, aber irgendwie habe ich es geschafft darüber hinwegzukommen *schnief*.

So um 1992-93 rum (ich war 12) bekam ich einen gebrauchten 286 mit 20MB-Festplatte. Kurze Zeit später einen 386. Durch einen Freund wurde ich auf die Qbasic-Games (Gorilla, Nibbles) aufmerksam, die wir tagelang gezockt haben.
Durch Zufall fand ich in einer Bücherei ein Buch über Qbasic und machte den ersten Schritt in die Programmierwelt.
Ich machte die PC-Entwicklung weiter mit über Win 3.1, WfW 3.11, Win95 und Win98. Hardwäremäßig ging es weiter über einen 486-DX40, Cyrix166, K6-2 350 und bin seit einiger Zeit bei einem Duron 700.

Meine erste Bekanntschaft mit GNU/Linux machte ich ca 1995-96, als mir ein Klassenkamerad zwei CDs auslieh, die bei irgendwelchen Zeitschriften dabei waren.
Das eine war eine Slackware-CD und das andere eine RedHat-CD.
Irgendwie habe ich es geschafft die RedHat-CD zu installieren. Ich hatte keine Ahnung von nichts. Ich hatte zu der Zeit noch kein Internet, wo ich Infos hätte herkriegen können, noch sonstetwas.
Der Klassenkamerad hatte einen Din-A4 Zettel, wo ein paar kurze Stichpunkte zu diversen Befehlen drauf standen sonst nichts. Nach ca. 1-2 Wochen Bastelei und Rumprobiererei hatte ich es geschafft einen X-Server zu starten. So groß die Freude im ersten Moment war, so schnell wich sie wieder, da es kaum Programme gab, die man hätte nutzen können, bzw. mit denen ich etwas hätte anfangen können. Das einzig sinnvolle schien mir Xeyes zu sein.
Also löschte ich die Partition wieder und beschäftigte mich weiter mit Win95. (Ein schwerwiegender Fehler, der mir aber erst Jahre später bewußt werden sollte...)
Ungefähr 1-2 Jahre später startete ich noch einen Versuch und probierte die zu der Zeit aktuelle Suse-Version aus. Ich war zwar überrascht über die Fortschritte, aber ließ es nach kurzer Zeit doch wieder sein.

Zwischenzeitlich begannen wir im Informatikunterricht mit der Pascalprogrammierung unter MS-DOS (im Jahre '98!).
Andere Betriebssysteme wie BeOS oder V2_OS wurden von mir auch ausprobiert. Mit letzterem konnte ich mich kurzzeitig für die x86-Assemblerprogrammierung begeistern, ließ das aber schnell wieder sein, da ich mich mit der Speichersegmentierung nicht anfreunden konnte.
1999 startete ich einen dritten Versuch mit Suse und war von da an Dual-Booter.
Irgendwann bin ich dann auch auf Pro-Linux gestoßen, und zwar zu der Zeit, als die Seite noch das vorletzte Design hatte (dieses dunkle unübersichtliche...Wink.
Durch die Kommentare von einigen Leuten (hier darf sich u.a. Wolfgang angesprochen fühlen...) bin ich dann erst auf das GNU-Projekt aufmerksam geworden und merkte, daß da doch mehr dahintersteckt, als nur eine Alternative zu Win.
Auf der Windows-Schiene bin ich nie über Win98 hinausgekommen, und bin seit einiger Zeit auch windowsfrei.

Allerdings halte ich Linux auch nicht für das Nonplusultra. Es ist zwar derzeit für meine Zwecke am besten geeignet und ich werde es auch weiterhin nutzen, aber es gibt auch so viele andere interessante (und freie) Betriebssysteme, die darauf warten ausprobiert zu werden und da rede ich jetzt nicht nur von GNU/Hurd.

Gruß
Marc
 
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panthera
Gast





BeitragVerfasst am: 10. Mai 2002 1:40   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

spaet wie die alte fastnacht sagt panthera auch noch was dazu, wie seinereiner zu linux gekommen ist.

sein vater kaufte 1990 ein sharp notebook mit 8mhz, 640kb ram, zwei 3.5" floppies und keiner hd. panthera sah mit 8 jahren erstmals, was man einen computer nannte. vorinstalliert war ms-dos 3.0. pantheras lieblingsprogramme waren edlin und gw-basic. 1993 besorgte sich sein vater einen computer, damit er windows 3.11 auch zuhause hatte. an den neuen computer durfte panthera nur ab und an, dafuer erhielt er aber das notebook zur dauerhaften benuetzung ueberlassen.

zwei jahre spaeter wolle panthera seinem vater etwas gutes tun und ihm die hd ein bisschen aufraeumen. dazumal hatte sein vater bereits eine neuere zweit hd eingebaut, die per ez-drive angesprochen wurde. weil panthera es gut machen wollte, war sein vater auch damit einverstanden, dass er das system neu installierte. dummerweise erwischte die ms-dos setup (version 6.22) die falsche festplatte, die es eigentlich gar nicht haette erkennen sollen (weil kein drivemanager geladen wurde) und loeschte somit vaters gesammte daten. familienkrise! klein panthera war enttaeuscht ueber ms-dos, sein vater weinte wegen dem datenverlust und seine mutter verlangte sanktionen und massnahmen: von nun an durfte klein panthera nicht mehr an vaters computer, auch nicht in die naehe davon.

das alte notebook war schon laenger defekt (nur noch ein floppie, keine hintergrundbeleuchtung des lcd) und schlussendlich gab es den geist komplett auf. panthera verbrachte seine zeit gelangweilt in der schule und in seiner freizeit schrieb er seine basic programme auf papier und imitierte einen computer.

ab 1997 waren die vorbehalte der eltern gegenueber panthera und computern etwas gemildert, so dass er wieder zu speziellen anlaessen an vaters maschine durfte. 1998 wechselte panthera ins gymnasium und viel durch besondere begabung fuer windows im informatikunterricht auf. der damalige lehrer mochte ihn und verschaffte ihm einen kleinen job: er durfte 12 notebooks der schule (300mhz k6-2) "administrieren", wobei er einen zu hause staendig zur verfuegung hatte, damit er "wusste, wie die dinger funktionieren". also kaempfte er sich durch windows95. spaeter wechselte er nach einer kurzen zeit windows98 auf nt4, da ein freund ihm von dessen qualitaeten berichtete.

panthera tat nun nicht mehr viel, im wurde langweilig. ein anderer "freak" im schulhaus, etwa drei oder mehr klassen ueber ihm erwaehnte ploetzlich einmal linux und gab ihm eine kopie (redhat 5.4). panthera war fasziniert von der maechtigkeit der shell, sie gefiel ihm einfach besser als die von windows und so loeschte er es und benutze von nun an linux. panthera kaufte brav alle rh boxen bis 6.2 (ausser die 6.0, und wenn die jetzt noch wer hat, soll er sich bitte bei ihm melden, da er sie gerne aus nostalgischen gruenden abkaufen wuerde). in einschlaegigen zeitschriften fand panthera dann heraus, dass debian "gleich wie der linux kernel selbst" entwickelt wird, also organisierte er sich eine slink. kurz darauf kamm schon die potato und panthera war wunschlos gluecklich: ein system wie fuer ihn gemacht.

weil der lehrer, der ihm das notebook beschafft hatte, pensioniert wurde, musste er es wieder abgeben und hatte nun wieder keinen computer mehr. von nun an folgte eine lange odysee, in welcher panthera sich von ueberall her hardware zusammenbettelte. nach ueber drei langen monaten ohne computer war es soweit und panthera hatte seinen ersten, eigenen computer (pentium 100mhz). seine eltern wollten sein hobby nie unterstuetzen.

2001: februar 2001, panthera kriegt internet anschluss. ab jetzt liest er pro-linux und bewundert vorallem sparks charisma (btw, wo ist eigentlich spark jetzt?? ploetzlich war er einfach 'nicht mehr da'...).

2002: panthera benutzt immer noch potato, nur der rechner hat inzwischen zweimal gewechselt (k6 200, pentium iii 600), auch alles muehsam zusammengebettelt. panthera hat in den letzten jahren viele buecher rund um linux gelesen und kann jetzt verschiedene dinge damit anstellen. an einem schrecklichen tag im maerz geht seinem bildschirm (ein ibm 17x aus dem jahre 1995, von irgendwoher bekommen) das lichtlein aus. panthera bestellt sich sogleich ein notebook, welches er aber auch selber bezahlen muss. seine eltern unterstuezen ihn ueberhautp nicht, in jeder hinsicht.

im april 2002 installiert sich panthera dann woody anstatt potato und muss sich neu einarbeiten in die ganze neue software. vorallem muehe bereitet ihm kernel 2.4.x, den er bis heute nicht mag, weil er ihn unuebersichtlich und zu gross findet. wenn nicht die neuere hardware waere, haette er immer noch potato.

jetzt ist gerade may geworden und panthera steht immer noch fuer konsequente kleinschreibung sowie vermeidung von umlauten zugunsten der ausschreibung in einzelvokale ein und hat sein woody einigermassen im griff.
 

Andreas B.
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Mai 2002 16:55   Titel: Re: Wie seid ihr zu Linux gekommen ?

Wie bin ich zu Linux gekommen ?

ueber "Michael Kofflers installation ...." und mit Hilfe eines
Menschen der es mir empfohlen hatte Very Happy das war 1994 mit Slackware 2.2
und Kernel (1.2."6?")
 

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