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Arbeits-Effizienz am Computer
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Jascha
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 0:35   Titel: Arbeits-Effizienz am Computer

Hi!

Nein, hier soll nicht die uralte Diskussion GUI vs. Konsole wieder aufgegriffen werden Vielmehr interessiert mich, was Ihr über die verschiedenen Einsatzgebiete denkt.
Dass z.B. Grafikbearbeitung auf der Konsole zwar theoretisch möglich wäre, aber in der Praxis wohl doch etwas unpraktisch ist, ist klar.
Dass das Automatisieren von Vorgängen, die immer wieder gleich ausgeführt werden, mit einer grafischen Oberfläche fast unmöglich ist, ist ebenfalls klar.
Mich interessieren mehr die Einsatzbereiche, wo die Aufteilung weniger klar ist: was ist z.B im Bereich der Textverarbeitung effizienter ? (ganz allgemein, dazu gehört sowohl das Verfassen von Texten, als auch das Schreiben von Mails, als auch das Editieren von Konfig-Dateien...)
Oder im Bereich Dateiverwaltung: Konqueror vs. Midnight Commander vs. ls, cd, mv, cp und Co.. Wo sind aus Eurer Sicht die Vor- und Nachteile ?
Wohlgemerkt: gemeint ist das effiziente Arbeiten, nicht das intuitive.

Ich habe z.B gelesen, dass Mutt wegen seiner vielen und individuell einstellbaren Shortcuts sehr effektiv sein soll. Aber was ist der Vorteil gegenüber einem grafischen Mailer (Sylpheed, Kmail, Mozilla, etc...), wo ich schliesslich auch beinahe alles über Shortcuts machen kann?

Eine weitere Frage ist: warum ist es so schwierig, Vorgänge auf einer grafischen Oberfläche zu automatisieren ?

Aus meiner Sicht ist es zu bevorzugen, alles möglichst auf der Tastatur zu machen - weil ich sonst jedesmal Zeit verliere, wenn die rechte (oder linke) Hand zur Maus gehen muss. Und das summiert sich langfristig.
Nachteil ist natürlich, dass das Arbeiten auf der Konsole (dazu zähle ich jetzt mal alles, was keine grafische Oberfläche hat, also auch vi, Mutt, etc.) nicht grafisch-selbsterklärend ist - und damit weniger intuitiv. Andererseits müsste es sich doch gerade in Firmen lohnen, den Mitarbeitern den effektiven Umgang mit dem Computer beizubringen: es kann mehr Arbeit in der gleichen Zeit erledigt werden = Kostenersparniss für die Firma.

Rechenleistung ist bei der Geschwindigkeit der heutige PCs IMHO kein Argument mehr für die Konsole, bzw. gegen speicherfressende Office-Programme wie Star Office o.ä.
Bleibt also zu klären, wie man möglichst effektiv arbeitet.

Gibt es zu diesem Thema schon Untersuchungen ?

Greets, Jascha
 

tkortkamp



Anmeldungsdatum: 08.04.2001
Beiträge: 143
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 1:01   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

Hi!

>Oder im Bereich Dateiverwaltung: Konqueror vs. Midnight Commander vs. ls, cd, mv, cp und Co.. Wo sind aus Eurer Sicht die Vor- und Nachteile ?
Mit rm kann ich dank Regular Expression usw. ganz schnell mal viele Dateien aufeinmal löschen (auch wenn anderen "dazwischen" liegen, wie es oft im Dateimanager ist)

>Ich habe z.B gelesen, dass Mutt wegen seiner vielen und individuell einstellbaren Shortcuts sehr effektiv sein soll. Aber was >ist der Vorteil gegenüber einem grafischen Mailer (Sylpheed, Kmail, Mozilla, etc...), wo ich schliesslich auch beinahe alles >über Shortcuts machen kann?
Hmm ich benutzte Pine und damit kann ich sehr viel effizienter arbeiten (2x Entertaste und schon kann ich die mal lesen und nicht erst klick, klick, doppenklick )als ich es mit Evolution je konnte. Außerdem startet es sehr viel schneller.

>Eine weitere Frage ist: warum ist es so schwierig, Vorgänge auf einer grafischen Oberfläche zu automatisieren ?
Das denk ich liegt ganz eindeutig an der Maus! Ich behaupte jetzt einfach mal, dass wenn man eine grafische Oberfläche so aufbaut, dass sie mit der Tastatur zu bedienen ist, der Konsole paroli bieten kann. Außerdem dauert es "sehr lange" von der Tastatur zur Maus zu greifen. Hmm eine Tastatur mit Trackpoint würde da schon vieles lösen...

>Nachteil ist natürlich, dass das Arbeiten auf der Konsole (dazu zähle ich jetzt mal alles, was keine grafische Oberfläche hat, >also auch vi, Mutt, etc.) nicht grafisch-selbsterklärend ist - und damit weniger intuitiv
Pine ist IMO sehr intuitiv, wenn man dann mal nicht weiter weiß ruft man mit h die hilfe auf

>Rechenleistung ist bei der Geschwindigkeit der heutige PCs IMHO kein Argument mehr für die Konsole, bzw. gegen >speicherfressende Office-Programme wie Star Office o.ä.
Nicht jeder hat Rechner über 400 Mhz und mit mehr als 32 MB RAM...

c ya,
Tobias
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Zuletzt bearbeitet von tkortkamp am 27. Jul 2002 1:01, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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marc



Anmeldungsdatum: 20.04.2001
Beiträge: 444
Wohnort: Arnsberg

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 2:41   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

Moin.

> Hmm eine Tastatur mit Trackpoint würde da schon vieles lösen...

www.fingerworks.com
Leider ein bißchen teuer, aber Tastaturbedienung a la Star Trek hat schon was.

Gruß
Marc
 
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spark



Anmeldungsdatum: 08.07.2000
Beiträge: 272
Wohnort: Solingen, NRW

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 5:32   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

Wie oft muss man wohl zur Maus greifen (dauert etwa eine halbe Sekunde) um die zusaetzlich erforderte Einarbeitungszeit fuer Text-only Programme aufzuwiegen? Dazu kommt dann noch, dass die Maus viele Aktionen nicht umstaendlicher sondern effizienter macht. Wenn man alle Shortcuts und Tastaturkommandos auswendig lernt ist man evtl. schneller mit der Tastatur, dafuer wesentlicher unflexibler. Man kann nicht mal eben die Anwendungen wechseln, ohne seine Effizienz einzubuessen. Im Grunde ist eine GUI nichts weiter als ein Superset der Konsole. Texteingabe und Ausgabe ist ja immer noch vorhanden, wenn man wollte koennte man z.B. ein grafisches Pine mit haargenau der gleichen Oberflaeche und Bedienung erstellen, nur wer will das schon. Wink
Das einzige wirkich haltebare Argument ist die Performance und das ist kein allgmeingueltiges Argument sondern trifft nur noch auf recht wenige zu.
Im uebrigen verkuerzt so eine Tastatur hier die "Mausumgreifzeiten" drastisch:
http://www.pfuca.com/products/hhkb/img_hhkb/media/lite_jpg_m/lite_compare_m.jpg (es ist die untere)
Wink
 
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Joe Koenig
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 12:38   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

@ Tobias Kortkamp
Deine Argumente fuer CLI:

| rm

Klar, wenn ich ein Verzeichnis mit 500 Dateien habe und darin alle, sagen wir
100 Dateien, loeschen moechte, die die Zeichenfolge "xyz" irgendwo im Namen
haben, ist rm schneller. Nur, wie oft musstest Du das schon machen? Ich noch
nie. Ich loesche meist weniger als 5 Dateien auf einmal. Diese markiere ich
mit Ctrl+Maus, Entf, fertig.

Besonders die umfangreichen Dateioperationen gehen im Konqueror/Explorer
leichter von der Hand. Bspw. mal eben schnell den Desktop aufraeumen. Im
Explorer habe ich da die komplette Verzeichnisstruktur und kann von einem
Quellordner in beliebige Zielordner Drag & Droppen. Wie sieht das im mc aus? Da
wechsle ich in Zielordner A, schiebe ein paar Dateien hinein wechsle zu Ordner
B, um dort festzustellen, dass ich eine Datei uebersehen habe, die auch noch
nach A gehoert. Also wieder zurueck ...


| Pine

Ist nicht dein Ernst, oder? Wir sprechen ueber Effizienz und er kommt mit pine
Surprised) Ist nicht boese gemeint. Ich benutze pine auch. Mir wuerde es jedoch
nicht in den Sinn kommen das als effizientes Tool zu bezeichnen. Ich benutze es,
weil ich
a) auf der Arbeit durch diese Outlook/HTML/Spam/ActiveX - Kacke genervt bin. Da
ist Pine sehr recovery
b) zu Hause fuer die paar Mails oft keine Lust habe mir ein komplettes
Unix-Mailsystem zu installieren. Statt mutt+postfix+procmail+fetchmail
nehme ich einfch pine und gut ist.
Du siehst: das ist nur Bequemlichkeit. Wirklich effizient ist das nicht. Was
wirklich laestig bei Pine ist: kein Multitasking. Bsp: Ich schreibe eine
laengere email. Zwischendurch kommt eine mail rein, die ich schnell mit Ja/Nein
beantworten koennte. Ich koennte ... wenn ich nicht Pine benutzen wuerde,
sondern einen anstaendigen Mailclient. Also mache ich ":w! ~/scratch" "Ctrl-c y"
...

| Nicht jeder hat Rechner über 400 Mhz und mit mehr als 32 MB RAM..

Hat Niemand behauptet. Die Frage GUI vs. CLI stellt sich natuerlich nur, wenn
man eine GUI fahren kann. Wenn ich schon mein Geld fuer die neuste "Ey Aller,
2 Gig" Maschine rauswerfe, will ich auch die beste Software haben.


@ Spark:

Wie geht das so, ganz ohne Pfeiltasten?


Gruesse

Joe
 

tkortkamp



Anmeldungsdatum: 08.04.2001
Beiträge: 143
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 13:20   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

Nochmal zu Pine Smile
Du kannst deine Mail zurückstellen während du sie schreibst (CTRL+o), und dann kurz antworten und mit C dann weiter machen.

|rm
Ich konnte schon immer mit rm schneller dateien löschen, aber das ist letztlich wohl nur eine Frage der Gewöhnung.

|Nicht jeder hat Rechner über 400 Mhz und mit mehr als 32 MB RAM..
Stimmt nen ziemlich doofes Argumment, geb ich zu...

Spark:
|erforderte Einarbeitungszeit fuer Text-only Programme aufzuwiegen?
Hmm... In GUI-Programme muss man sich auf erstmal einarbeiten, und da kann man dann auch nicht mal so die Anwendung wechseln ohne seine Effizienz einzubüßen.

Hmm, eine Tastatur ohne Pfeiltasten?

|grafisches Pine mit haargenau der gleichen Oberflaeche und Bedienung erstellen, nur wer will das schon. Wink
Niemand, weil das unötig wäre; es gibt ja schon ein Pine. Very Happy


Zuletzt bearbeitet von tkortkamp am 27. Jul 2002 13:20, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Joe Koenig
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 16:23   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

    | Mail zurückstellen während du sie schreibst (CTRL+o), und dann kurz antworten

Du hast recht. Da steht ganz klar:

"Continue postponed composition (answering "No" won't erase it)?"

Bei meinen Vorurteilen gegen Pine habe ich immer gelesen: " WILL erase it". Soviel zu Verblendung.

Dennoch: ein Mailclient ohne Multitasking ist doof. Ein alltaegliches Beispiel: Ich bekomme
bugreports. Oft werden darin emails geforwarded (d.h.: im mail-body stehen auch noch Adressen drin,
die ich beachten muss). Oft stehen weder der Sender noch der Geforwardete in meinem addressbook (und
sollen da auch nicht rein). Oft sind das verschiedene Subjects zu einem Thema/Bug. Nun will ich eine
mail an all diese Leute schreiben. Be einem GUI Mailclient macht man das so: Neue Mail (neues
Fenster) und dann im Hauptfenster die relevanten mails durchgehen, Adressen per copy & paste in die
neue mail einfuegen.

Wie machst Du das mit pine? Wie kopierst Du ueberhaupt mehere Textfragmente aus verschiedenen mails
in eine mail? Im PC-Pine unter Windows gibt es sogar einen GUI-Ansatz: Kontextmenues. Da kann ich
Text markieren und im Kontext habe ich dann "Copy" und "Copy Append". Da klatscht er dann zwar die
Textfragmente aneinander, jedoch besser als nichts. Beim Unix/CLI-Pine hat man das nicht (BTW: Wieso
sind Unix Apps mit GUI unter Windows immer besser als unter Unix? Siehe: pine, vim, emacs).

Ein besonderes Manko bei Pine: Er kann nicht Threaden. mutt und slrn machen das sehr schoen.




    | Ich konnte schon immer mit rm schneller dateien löschen

Ach komm, wie soll das denn gehen? Gut, wenn man schon am Prompt ist und der Dateiname eindeutig,
dann mag das ja angehen. Aber wir alle kennen das doch:

rm test TAB
PIEP
"huch, ach so. Falscher Ordner"
cd ..
rm test TAB
PIEP
TAB
test1.c test2.c
" *seufz* ... na gut ..."
rm test1.c

Weiterhin: Komplexe Operationen lassen sich fast ebenso elegant im Explorer loesen wie auf der
Kommandozeile. Im Explorer kann ich ebenso mit RegExp nach Dateien suchen und diese anschliessend
loeschen oder sonstwie bearbeiten. Letztere Variante wuerde ich immer vorziehen, da ich kein RegExp
Experte bin und mir sicherlich regelmaessig in den Fuss schiessen wuerde. Im Explorer sehe ich
jedoch das Resultat der RegExp bevor ich etwas damit mache. Bspw. wuesste ich nicht wie man sowas
macht:
Suche alle Dateien mit der Zeichenfolge "XYZ" im Dateinamen und aendere diese in "ABC". Aendere
dabei nicht die (Windows) Dateiendung. Falls jedoch die Dateiendung uppercase ist, aendere diese in
lowercase.
Das muesste dann so funktionieren:

aaaXYZ -> aaaABC
aXYZaa -> aABCaa
aaa.XYZ -> aaa.xyz

Das klingt fuer mich sehr komplex. Ich braeuchte bestimmt mind. einen Tag um herauszufinden wie das
geht. Und wenn ich es mal weiss, wuerde ich nicht versuchen das ganze aus dem Kopf zu reproduzieren.
Im Explorer jedoch, suche ich einfach nach "XYZ" und aendere das manuell. Wenn ich sowas oefter
machen muesste, wuerde ich das verscripten.
 

tkortkamp



Anmeldungsdatum: 08.04.2001
Beiträge: 143
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 16:44   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

|Wie kopierst Du ueberhaupt mehere Textfragmente aus verschiedenen mails in eine mail?
Kommt sehr selten vor und wenn ich das mache, dann mit der Maus (markieren, und mit mittlerer Maustaste einfügen) :p
Hast aber recht, dass das mit einem GUI-Client besser geht.
|Komplexe Operationen lassen sich fast ebenso elegant im Explorer loesen wie auf der Kommandozeile.
Ok, das ist aber Ansichts- bzw. Übungssache.
|aaaXYZ -> aaaABC
Guck dir mal mmv an.

c ya,
Tobias
 
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Joe Koenig
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 17:38   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

    |   dann mit der Maus (markieren, und mit mittlerer Maustaste einfügen) :p

Du Schelm Knapp daneben ist auch vorbei.

    |   Guck dir mal mmv an

Haste mal ne URL? Bei mir ist das nicht drauf. Slack 8.1. google sagt, dass das vor ca. 12-14 Jahren mal geschrieben wurde. Scheint nicht sonderlich verbreitet zu sein.
 

tkortkamp



Anmeldungsdatum: 08.04.2001
Beiträge: 143
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BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 19:13   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

Ne sorry, hab keine URL. Hab das mit apt-get install mmv installiert Wink mmv sollte aber auch bei Slackware dabei sein.
Kann sein, dass mmv nicht sonderlich verbreitet ist. Auf jeden Fall kannst du hiermit: mmv "*.php3" "#1.php" damit z.B. alle Datein mit der Endung .php3 in Dateien mit der Endung php in einem Rutsch umbennen ohne sich dafür ein Skript zu basteln. 12-14 Jahre hmmm, in der Manpage steht ein Datum: November 20, 2001 (v1.0lfs) kA ob es sich dabei nur um das Erstellungsdatum für die Doku geht oder ob das auch das Erscheinungsdatum für die letzte Version ist.

c ya,
Tobias
 
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Joe Koenig
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 21:58   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

  |   mmv "*.php3" "#1.php"

Das ist dein Argument fuer die Effizienz der Konsole? Ist "#1" in irgendeiner Weise intuitiv? Ist
das in irgendeiner Weise applikations-uebergreifend konform? In GUI-DE's/IDE's (KDE/Gnome habe ich
schon laenger nicht mehr getestet) laeuft das anders:
Ctrl-F : Suchen
In 95% (mir faellt jetzt gerade nichts ein wo das anders laeuft) aller Anwendungen ist das so.
Zusaetzlich habe ich "right-click -> Suchen" und "Bearbeiten -> Suchen". Das nenne ich effizient.
Ob ich nun eine der mir vertrauten Anwendungen starte oder ein voellig unbekanntes Programm erkunde:
Ctrl-F heisst "Suchen". Bei den eigenbroedlerischen CLI-Anwendungen kocht jeder sein eigenes
Sueppchen. Da heisst es mal "/" mal "Ctrl-s" und dann wieder anders.

Neulich habe ich mein Slack neu installiert. Ich habe einfach mal den defaultmaessigen VIM
installiert. Pustekuchen. Ploetzlich kann ich nicht mehr mit der mittleren Maustatste das clipboard
des X-Servers einfuegen. Liegt eindeutig an meinem VIM. Andere Apps tun. Ich habe das nicht weiter
untersucht. Nach einer Vim-Installation from-source ging wieder alles. Was will ich damit sagen?
Diese tolle Flexibilitaet geht oft auf Kosten der Effizienz.

  |   Hab das mit apt-get install mmv installiert Wink

Angeber Habe natuerlich auch mal dieses tolle Debian probiert, von dem alle schwaermen. 2.2 r2
war das. Ein paar Wochen ging das auch gut. Dann kam das erste online-update. Ich wollte einfach nur
mal den alten Vim (5.4 ? ) updaten. Katastrophe. Er behauptete auf irgendeine *libc6* Sache zu
dependen, wollte dies aber nicht selbst aufloesen. IIRC musste ich damals erst auf den Vim von
testing upgraden und danach auf den aus Sid. Fubar.

Bevor ich jetzt noch mehr OT ablasse, verabschiede ich mich fuer Heute. Bis Morgen.

Joe
 

tkortkamp



Anmeldungsdatum: 08.04.2001
Beiträge: 143
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 22:25   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

|Ist "#1" in irgendeiner Weise intuitiv
Nö, hab ja auch nie behauptet, dass die Konsolenanwendungen intuitiv wären Very Happy
Außerdem wollt ich dir ja auch bloß ein Beispiel für mmv geben Smile
Ich möchte jetzt auch nochmal klarstellen, dass ich auf der Konsole schneller als mit Hilfe einer GUI-Anwendung arbeiten kann, ob das andere Leute auch können kann ich nicht beantworten und das möcht ich auch nicht behaupten. Falls das in meinen bisherigen Antworten so klang, dann ist das hiermit richtig gestellt.

c ya,
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Zuletzt bearbeitet von tkortkamp am 27. Jul 2002 22:25, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Joe Koenig
Gast





BeitragVerfasst am: 27. Jul 2002 22:39   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

Ich bin ja immer noch da. Joe, GET A FUCKING LIFE.

  |   Ich möchte jetzt auch nochmal klarstellen, dass ich auf der Konsole schneller als mit Hilfe einer
  |   GUI-Anwendung arbeiten kann,

Wir talken doch nur. Vertell mich doch endlich mal ein Beispiel.
 

spark



Anmeldungsdatum: 08.07.2000
Beiträge: 272
Wohnort: Solingen, NRW

BeitragVerfasst am: 29. Jul 2002 12:24   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

"@ Spark:

Wie geht das so, ganz ohne Pfeiltasten?"

Das Ding hat Pfeiltasten, hier sieht man das ganz gut:
http://www.pfuca.com/products/hhkb/img_hhkb/media/lite_jpg/lite_marb.jpg

Man verwendet diese indem man dabei mit dem kleinen Finger die "Fn" Taste betaetigt (genauso wie auch F-Tasten, etc).
Dadurch muss man nicht staendig umgreifen fuer die Pfeiltasten, das ist z.B. in einem GUI Texteditor extrem bequem. Aehnlich wie vi, nur dass man nicht staendig mit ESC zwischen den Modi umschalten muss. Smile Aber auch das ist mit dem HHKB sehr bequem, da die ESC Taste in Reichtweite liegt (direkt neben der Eins).
Der einzige Nachteil ist bei Spielen, da man nicht mehr drei Finger auf den Pfeiltasten hat und damit nicht nach rechts und nach oben gleichzeitig gehen kann (auf bequeme Weise). Das ist aber nur ein Problem bei Spielen wo das hardcoded ist (sehr wenige), ansonsten bevorzuge ich dafuer eh "esdf".
Es gibt auch schon ein HHKB Lite 2 (ich habe das Lite 1 in Schwarz), das hat unten Links noch richtige Pfeiltasten eingebettet, siehe hier: http://www.pfuca.com/products/hhkb/img_hhkb/media/lite2_jpg/lite2_ang.jpg


"Hmm... In GUI-Programme muss man sich auf erstmal einarbeiten, und da kann man dann auch nicht mal so die Anwendung wechseln ohne seine Effizienz einzubüßen."

Dafuer gibt es Usability Studien, um diese Einarbeitungszeit zu verkuerzen. Wenn ich mit einer gut designten GUI ein Problem zum ersten Mal loesen muss, ist das meist nur eine Frage von ein bisschen logischem Denken und in den seltesten Faellen mal schnell die integrierte Hilfe aufrufen. Auf der Konsole muss ich dafuer erstmal Manuals lesen, fuer jeden Scheiss... Ich war auch einmal davon ueberzeugt, dass sich das lohnt (eine Weile habe ich fast alles mit cp-rm-etc, Mutt, vim und Co gemacht), aber letztendlich wechsele ich zu oft meine Interessen und Aufgaben um davon wirklich zu profitieren. Wenn man immer nur das Gleiche macht, dann ist ein(e) CLI sicher in vielen Faellen ueberlegen, sobald man alle fuer sich wichtigen Aufgaben intus hat.
 
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Joe Koenig
Gast





BeitragVerfasst am: 30. Jul 2002 2:38   Titel: Re: Arbeits-Effizienz am Computer

  |   Dadurch muss man nicht staendig umgreifen fuer die Pfeiltasten,

Ach komm, erzaehl doch nichts. Du hast Dir das Teil doch aus dem gleichen Grund geholt, der mich auch reizt: Es sieht kewl aus Surprised)

Im Ernst: "Fn" liegt bei dir auch nur *schaetz* 1-2 cm naeher am Zentrum der Tastatur als meine Pfeiltasten. Du musst jedoch Fn+Pfeil druecken.

  |   das ist z.B. in einem GUI Texteditor extrem bequem.

Beweis erbracht. Du hast noch nie einen GUI-Editor benutzt. Du bist doch auch so einer der alles mit ed+vi macht und dann behauptet dass er gerne mit kdevelop arbeitet.

      sorry, ich bin albern
 

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