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Linuxianer vs Monopolisten (M$)

 
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LBS
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Okt 2002 13:16   Titel: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

Tach Leute,

jemand den Bericht über Microsoft in der aktuellen c´t gelesen???
Ziemlich krass was hier aufgezeigt wird, wieso gibt es denoch so viele Leute die nicht einsehen was für ein Gefahr für die gesamte Welt ein Monopolist mit so einer Macht wie Bill Gates hat. Das gefährliche hier ist ja auch, dass diese Macht in der Hand eines einzigen ist. Und wenn erst alle Bereiche (auch der heimische Herd) übernommen ist läßt sich die Welt diktieren,

just to think about

cu

___________________________
Linux based System
 

bephep
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Okt 2002 13:57   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

Das in der Ct ist nichts neues, das war schon lange klar. Selbst wenn Linux schlechter wäre würde ich es benutzen den Monopole sind immer schlecht.
Was mich an den Diskussionen am meisten stört ist das kommerzielle Software unter Linux als Teufelswerk verdammt wird.Linux auf dem Desktop fehlen nur noch Programme. Es lässt sich meiner Meinung nach leichter installieren, der ganze Treibermist fällt weg, es ist stabiler und sicherer. Ob ich jetzt die Programme unter Win kaufe die ich brauche oder unter Linux spielt doch wohl keine Rolle.
Diese free und alles GPL Mentalität führt dazu das Monopol noch mehr zu stärken. Es gibt schon einiges für Linux aber vieles ist in englisch und damit nur für wenige zu gebrauchen.Also entweder die Reine Lehre und das Monopol wird grösser ,oder auch kommerzielle Programme die auch GPL Software verwenden dürfen und nach ein oder zwei Jahren, dann können die Firmen schon Geld verdient haben, das Programm unter GPL stellen.
 

nano
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Okt 2002 14:08   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

Hat dich der Artikel ernsthaft überrascht?

>wieso gibt es denoch so viele Leute die nicht einsehen was für ein Gefahr für die gesamte Welt ein Monopolist mit so einer Macht wie Bill Gates hat

Wahrscheinlich weil der größte Teil der Computer Benutzer gar nicht weiß, was Windows eigentlich genau ist, bzw. daß es Alternativen dazu gibt. Der Rechner wird eben eingeschaltet, und dann kann man im Internet surfen, Briefe Schreiben und CD's brennen.

Es ist also an denen, die mehr Hintergrundwissen haben, andere soweit es geht aufzuklären (nicht zu missionieren )

Gruß,
nano
 

LBS
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Okt 2002 14:39   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

mich hat die Nachricht eigentlich nur dahingehen überrascht, dass sie in der c´t gestanden hat.
Was mich aber an dem ganzen erschreckt, ist, dass sich die studierten möchtegern Manager und Abteilungsleiter und Entscheidungsträger nicht die Mühe machen und mal weiter in die Zukunft blicken. Da würden sie nämlich erkennen, dass sie sich am Ende in eigene Fleisch geschnitten haben. Aber so lange sie noch Beträge mit einigen Nullen (vieviel es sind kann ich nicht sagen, ich kann nicht so weit zählen) im Jahr bekommen ist es Ihnen glaube ich relativ!

Ich will hier nicht die kommerziellen Anbieter von Software verteufeln, da sie wichtig sind für Wirtschaft Arbeitsplätze usw. Ich stimme bephep da durchaus überein. Was ich ja in meinem ersten thread schon angekratzt habe, ist, dass es wichtig ist Wettbewerb zu schaffen. Ersten liegt die Macht nicht in einer Hand und zweitens schafft Wettbewerb ja bekanntermasen vielfalt und keinen Einheitsbrei, und das wichtigste es wird auf Qualität geachtet (im gegensatz zu M$, da achtet man auf das richtige Lizenzmodell)

Wieso gibt es soviele Blinde die das nicht sehen oder sehen wollen? Liegt wohl daran, dass der Mensch zu bequem ist.

Natürlich propagiere ich in meiner Bekanntschaft Linux, aber sollange es einigermasen mit ihren Kisten läuft wollen die auch nicht wechseln. Und wenn mal was nicht funzt hilft ja meistens ein reboot. Tja ich bemüh mich ja aber alle kann ich (und ich denke die ganzen Linuxianer nicht 'bekehren')

so long
 

Stormbringer



Anmeldungsdatum: 11.01.2001
Beiträge: 1570
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 22. Okt 2002 15:27   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

Wettbewerb zu schaffen??? Kein schlechter Witz!

Ich kann mich noch wirklich sehr gut daran erinnern, als man als Käufer von PCs die Wahl hatte zwischen:
- MS Dos & MS Windows
- DR Dos & MS Windows
- OS/2 2.0 bzw. 2.1

MS Dos & MS Windows war schon damals die schlechteste Wahl, und teilweise auch teuerer (!!!) als bspw. DR Dos & MS Windows. DR war 32bittig, hatte die Netzwerkfunktionalität integriert, etc., während OS/2 halt OS/2 war (stabil, integrierte GUI, etc.). MS Dos war nichts, und hatte nichts - wurde aber am häufigsten verkauft!
Nahezu jede Software war auch unter DR Dos lauffähig (so etwa 98%), oftmals sogar schneller, aber Nein, der Markt wollte es nicht. Und damals bestand der PC Markt eigentlich nur aus Privatleuten.
Es heute einfach nur auf die Entscheidungsträger der Unternehmen zu schieben, ist etwas sehr banal .... tretet lieber eure Eltern, oder älteren Geschwister in die Ärsche!
Zur damaligen Zeit war MS ein kleiner Krauter, welcher versuchte, Marktanteile zu bekommen .... Officeprogramme á la Wordstar, Paradox u. a. waren die Meßlatten. Nur wurden diese halt nicht gekauft. Es zog ein ums andere mal der nette Verkäuferspruch: "Software aus dem gleichen Hause paßt nun einmal am besten zueinander ...."
Was wurde also gekauft? Richtig, die Produkte der einzigen Firma, die für alle Bereiche SW anboten = MS

Aber anstatt das aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wird .... Nein, da muß ja jedes nicht absolut perfekte Produkt bereits vor der Markteinführung in der Luft zerrissen werden .... nur um dann im Nachsatz zu erläutern, wie traurig es doch ist, keine echte Alternative zu MS zu haben ....
Und das ist es eigentlich, was mich weit stärker aufregt.
Hinzu kommt dann halt noch, daß ein großer Softwareanbieter auch hergehen kann, um kleinere Marktsegmente durch seine Präsenz zu dominieren - ohne ernsthaft Gewinnabsichten zu haben.

Ich bin vor etwa 7 Monaten von der Elternschaft einer Realschule hier in der Nähe darauf angesprochen worden, den Computerraum der Schule mit aufzubauen.
Habe mir also die Rahmenparameter geben lassen, mit einem Lehrer über den Lehrplan gesprochen, und dann eine Vorplanung zu Papier gebracht. Als ich dann bei einer Sitzung der Elternschaft erst einmal von diversen Erfordernissen sprach (Sicherheitskonzepte, Zugriffskonzepte, Leistungen im Netzwerk, Überwachungsmethoden, etc.) waren alle interessiert, und machten Notizen, es kamen Zwischenfragen.
Nachdem dies erst einmal angesprochen war, sprach ich von der Umsetzbarkeit dieser Parameter, und verdeutlichte dies anhand eines Schaubilds - das Grundprinzip war ähnlich zu jenem von "Bernd Reimann, Kickstartinstallation ... " (ldap Verzeichnisdienst, servergestützte Installation identischer Rechner, etc., evtl. auch auf Basis einer Terminal Serverumgebung).
Nur leider war niemand der Elternschaft gewillt, dies anzunehmen!! Lediglich eine Frau sprach davon, daß sie in irgendeinem Blättchen etwas von den "Gefahren" der MS Dominanz gelesen hatte. Alle anderen lehnten Linux kategorisch ab. Gut, habe mich umgedreht und bin gegangen ..... mittlerweile hat das gesamte Projekt erst knappe €18,000,- gekostet: für leistungsstarke PC bzw. die Aufrüstung eben jener, plus ein paar Lizenzen.
Aber: jene Eltern waren zum Teil auch vor 15-20 Jahren bereits PC Nutzer, und haben nichts (!!!) gelernt.

Von daher: es gibt viele Wege zum Ziel, einige sind holperiger als andere, und auf einigen fährt auch ein Bus ..

Gruß
_________________
Continuum Hierarchy Supervisor:
You have already been assimilated.
(Rechtschreibungsreformverweigerer!)
 
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bephep
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Okt 2002 21:20   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

@LBS
Wenn es Dich wundert das es in der Ct steht hast Du noch nicht viele Ct gelesen.
@ Stormbringer.
Da gebe ich Dir Recht, aber so schlecht das Produkt ist ( Win) so gut ist das Marketing.
DR.Dos und später Novell waren besser, bei OS/2 hat der Gründer von Vobis gesagt das M$ Ihn vor der Alternative gestellt hat, entweder OS/2 oder keine OEM Versionen von Win.

>Aber anstatt das aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wird .... Nein, da muß ja jedes nicht absolut perfekte Produkt bereits vor der Markteinführung in der Luft zerrissen werden .... nur um dann im Nachsatz zu erläutern, wie traurig es doch ist, keine echte Alternative zu MS zu haben ....
Und das ist es eigentlich, was mich weit stärker aufregt.<
Da stimme ich Dir voll zu.Und das kann man auch jeden Tag hier auf PL lesen, meine Distri ist die beste und alles andere ist Schrott.Dazu kommt noch das Credo nur deb gentoo und lfs Benutzer dürfen sich Linuxer nennen, als KDE Benutzer darf man sich nicht dazu zählen.
 

LBS
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Okt 2002 11:46   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

und wenn ich jetzt noch das ganze gezeder um TCPA-Alliance (Palladium usw.) lese (siehe auch den Artikel hier bei pro-linux, dann könnt ich nur noch ko... (sorry aber das ist so)

Wieso ist es nicht möglich eine Kampagne ins leben zu rufen, die open-source (oder einfach Wettbewerb) probagiert. Dazu müßten aber alle anti M$ties sich mal zusammentun. Was allerdings glaube ich auch wieder schwierig wird, da sie sich ja (zumindest verbal) teilweise ja schon selber bekriegen (siehe meine Distri ist die bessere)

Ich weiß, ich schreib da so naiv vor mich hin aber solche sichtweisen schärfen meiner meinung den Blick auf das wessentliche, und das ist nunmal M$ ist eine Gefahr für die Menschheit (geworden)

bleibt nur noch zu warten und zu hoffen,

Es lebe die Revulotion

so long
 

bephep
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Okt 2002 14:13   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

@LBS
Solange hier Leute auf PL schreiben die Anfänger sollten erst einmal den Kofler lesen und ansonsten die Anfänger wegbeissen, solange wird das nichts mit der Verbreitung von Linux.Einem Anfänger auf eine Frage mit "schau mal unter etc/ oder usr/????? nach grenzt schon an Gemeinheit. Der Prügelt sich noch mit der Installation rum, Konsole , keine Ahnung,Editor was ist das!!!!!
An sich lässt sich jede Distri, Suse Mandrake Red Hat einfach installieren. Das Aha Erlebnis hatte ich gestern Abend. Ich habe Knoppix von CD gestartet. Und dann vor dem Computer gesessen und überlegt was falsch gelaufen ist. Den Knoppix basiert auf deb und das dauert. Dann auf KDE Einstellungen geklickt weil ich das nicht glaubte das war schon installiert.Zu Knoppix noch ein Handbuch und es ist DIE Anfänger Distri.
 

ROLUX
Gast





BeitragVerfasst am: 30. Okt 2002 19:06   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

@bephep
Ich kann Dir auch nur zustimmen. Wenn es an's Eingemachte geht, also Server ohne GUI aufsetzen, dann stehste alleine da. Weder die Handbücher noch die (teure) Fachliteratur hilft einem da weiter. Ich habe nach einer Woche erfolgloser Versuche eine ein einfaches Gateway unter RedHat 8.0 aufzusetzen entnervt aufgegeben. Auch der "60-Tage-Telephonservice" entpuppte sich als Lüge. Egal, ob SuSE, RedHat oder yx-Linux, sie alle zocken nur ab und lassen den user im Regen stehen. Ich habe traurig wieder NT installiert und den Jana-Proxy samt Kerio-Firewall installiert - ein Nachmittag und ich bin wieder online. Wie gerne wäre ich umgestiegen

Gruss vom Niederrhein,
ein trauriger rolux
 

linkfinger
Gast





BeitragVerfasst am: 07. Nov 2002 16:19   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

Ich will mich mal erdreisten, auch ein paar Worte zu verlieren.
1. Ich bin zufrieden, wie die Entwicklung momentan läuft. Grund: Es gibt nur wenige Menschen, die sich für Linux entscheiden können aufgrund ihres Wissens und Fähigkeiten. Diese tun es im großen und ganzen. Wichtige Gebiete werden gerade von Linux erobert (Bundestagsserver, Behörden international und ein Teil der Experten und Firmen). Das alles dauert sicher seine Zeit, aber eine IT-Gesellschaft kann nur so schnell etwas neues aufnehmen, wie sie in der Lage ist neues als gut und wirkungsvoll zu erkennen.
2. Ich sehe eine sehr interessante Zukunft für Linux auf dem weltweiten Markt und es braucht keine Prophetie mehr um zu sehen, welche beachtlichen Streiche Linux gegen MS ausführt. Noch weniger bedarf es eines Gejammers, dass es nicht vorwärts ginge. Es geht vorwärts. Sicher langsamer als ich (ihr) mir das wünsche aber es geht. Das Ihr, die Ihr ein Insiderwissen über dieses System habt, ungeduldig seid, ist ok. Andere wie mich, die sich über jeden Pups, der nicht unter Linux funzt ist das gerade schnell genug.
3. Anwendungsbreite. Ich finde, dass Linux eine sehr gute Basis geschaffen hat, auf der auch aufgesetzt wird:

a) Desktop
a) OpenOffice
b) Multimedia (CDs, DVDs, mp3)
c) Spiele (zumindest die man kaufen kann )

Ich meine: Freut Euch doch mal, dass es schon soweit ist. Eigentlich müssten wir jeden Abend eine Pulle Sekt killen, dass es Linux in diesem doch gewaltigen Umfang gibt. Ich finde, dass es Zeit ist, Linux mal groß zu reden. Mit den oben aufgeführten Programmen lassen sich schon 90% der Office User zufrieden stellen. Leider nur 10% der Gamer. Das ist ganz klar. Hier liegt ein enormes Defizit.

4. To Do List: Windows Games Kompatibilität. Kompatibilität zu MS Office! (Wenigstens mal 100% rtf-kompatibel)

5. Nicht vergessen: 90% der user sind Klickbuntis wie ich (noch) einer bin. Die interessieren sich für technische oder monopolistische Hintergründe nicht. Die nehmen alles in Kauf und haben ihr Gehirn irgendwo im Kindergarten vergessen .

6. Abschließend: Der Weg ist das Ziel. Ich finde, dass die Linuxuser einen richtigen Weg eingeschlagen haben. Ich habe nichts gegen kommerzieller Software unter Linux. Die Idee, dass Firmen freiwillig Software unter GPL stellen ist eine super Idee, auch wenn der Kommerzialismus den Ideengeber abstrafen wird. Linux ist meines Erachtens die Idee, an das Wachstum anderer zu denken. Ein Gedankenwandel, der in unserer Gesellschaft noch überhaupt nicht da ist, aber kommen kann.

Ok. Das war es dazu.

linkfinger
 

Albert
Gast





BeitragVerfasst am: 07. Nov 2002 20:38   Titel: Re: Linuxianer vs Monopolisten (M$)

Mein Vorredner hat zwar recht,aber übersieht etwas...

Beipiele : TCPA,M$-Anti-Trust-Verfahren..

Zum zweiten--> Anti Trust Verfahren denke ich,daß M$ sich ins Fäustchen lachen wird,da kaum,eine "kleine"Strafe gekommen ist.Für M$ ist das Peanuts.Also,daraus zu schließen ist : M$ macht viiieel weiter Druck um die Konkurrenz winzigklein zu machen..Denn mit TCPA ist nicht zu scherzen...

So schwarz will ich aber auch wieder nicht sehen,weil mir Linux ans Herz gewachsen ist -)

Albert
 

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