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Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

 
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liquidat
Gast





BeitragVerfasst am: 08. Jan 2004 0:13   Titel: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Also,
nachdem der lange Artikel über die Zukunft von KDE einzug gehalten hatte, ist mir eine Erfahrung wieder vor Augen gekommen, bei der ich meiner recht Computer-unbedarften Schwester Win2k installieren sollte.
Obwohl sie seit 4 jahren oder so an Win95 gewohnt war, hatte sie aufgrund nur geringer Experimentierfreude und auch einer gewissen Abneigung gegen allzu technische Dinge nie wirklich die Konzepte der Benutzerführung, Programmabläufe, etc. eingesogen.

Dies merkte ich, als ich ihr bei Win2k fast alles von vorne erklären durfte (immer bei Icons doppel klicken, CDCreator ist das Brennprogramm, etc.). Daraufhin habe ich mir überlegt, dass ein Desktop nach dem Taskbar+Menüsymbol - Prinzip (wie bei fast allen größeren) eigentich der reinste Ramsch für Neuanfänger und echte Gelegenheitsnutzer ist.

Obowhl ich darauf warte, dass meine Schwester mir einen Bericht schreibt, wie sie so was machen würde, damit sich jeder zurecht finden würde, habe ich mir selbst Gedanken gemacht, und bin auf eine (sicherlich nicht neue) Variante gestoßen, die vor allen Dingen den Menübutton aus der Taskbar rausnimmt.

Hintergrundgedanken:
- wichtig: es geht hier nicht um Nutzer, die auch mal die Konsole bedienen, oder allgemein das Arbeiten mit dem Computer gewohnt sind, bzw. sich in den Menüs und Programmen besten zurecht finden! => ich schreibe das hier, damit ihr mal eure Meinung sagt, wie es wirken könnte, und wie man es realisieren könnte
- der Desktop ist groß, und das erste, was man erblickt => dort muss alles wichtige zu finden sein
- ein mensch kann problemlos 5 ähnliche Objekte überblicken (und zählen), ab 6 wird es schwieriger (so weit ich das weiss) => die Zahl aller vorhandenen Objekte sollte nicht weit über 5 gehen (!)
- Programmnamen sagen nur eingeweihten etwas, ein unbedarfter Nutzer weiss nicht, was OpenOffice oder Kmail ist, so sinnvoll die Namen auch gewählt sind (von Ximian oder Gimp ganz zu schweigen) => die Namen der Buttons müssen klar, deutlich und eineindeutig sein, ohne zu lang, zu kompliziert oder sonst wie zu wirken


Was ich mir vorstelle: man macht den Computer an, gibt vielleicht Nutzernamen und Passwort an (das können alle irgendwie problemlos, habe ich das Gefühl...), und sieht dann den Bildschirm.
Dort ist dann _keine_ Taskbar zu sehen, sondern nur 5 Symbole, die alle klar beschriftet sind (z.B.: Musik&Video, Büro&Mails, CDs Brennen, Bilder&Graphik, Verwaltung). Klickt man auf ein solches Symbol, öffnen sich um das Symbol herum weitere Symbole (z.B.: bei Musik&Video: Musik hören, Video gucken, Musik downloaden, Videos schneiden, Musik Aufnehmen). So gelangt man dann zu den Programmen.
Ist eins gestartet, läuft es eben im Fullscreen-Modus (dafür bräuchte dann aber jedes Prog einen Button, mit dem man den Desktop wieder frei machen kann, der auch klar und deutlich ist....), wird ein zweites gestartet, so entsteht eine Taskbar, in der beide Programme zu sehen sind.


Zur Verwirklichung:
Ich glaube, dass ich so was ähnliches (das mit den "Rosetten", also den Buttons auf dem Bildschirm, die auffächern), mal durch SuperKaramba unter KDE realisiert gesehen habe, weiss aber nicht mehr, wo...
Für alle Nutzer könnte man dann beim ersten Login einen netten Begrüßungsbildschirm anzeigen, der dezent im Hintergrund die Option "Advanced Look&Feel" anbietet, damit unsereins seinen Gewohnheiten fröhnen kann, ansonsten würde jeder Nutzer so starten.

Ich verspreche mir davon, dass es erstens mal was wirklich "neues" (und wirklich mal nutzerfreundliches) wäre, dass keinesfalls von MS abgekupfert worden ist, dass zweitens dann auch Neulinge problemlos Zugriff auf die für sie wichtigen Daten haben, und drittens denke ich mir, dass das derzeitige Desktop-Taskleisten Prinzip irgendwann überflüssig wird, wenn man so was wie Videorecorder, Hauscomputer oder sonst was eingebettetes steuern will.

Was denkt ihr? Realisierbar? Wenn ja, wie (ich würds gerne mal ausprobieren)?
Oder sehe ich das alles zu streng, und meine Schwester ist da Mitglied einer verschwindend kleinen Gruppe von Menschen, die bald ganz weg sind, da alle mit Computern aufwachsen?
Oder habt ihr gänzlich andere Ideen?

Wäre für eininge Gedanken und konstruktive Vorschläge sehr dankbar!
 

Leander Hanwald
Gast





BeitragVerfasst am: 09. Jan 2004 12:00   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Ich denke das unser Desktop Prinzip für viele User garnicht nötig ist, da viele kein oder kaum Multitastik wirklich betreiben.

Viele gelegenheitsuser nutzen nur eine oder zwei Anwendungen nach meiner Erfahrung zur selbern Zeit. Würde sich die Bedienung darauf konzentrieren wäre für viele einiges einfacher.

Allerdings sollten auch die Tastaturen optimiert werden. Das Design ist inzwischen viele Jahre alt und die meisten Knöpfe so nicht mehr mit Ihrer original Funktion oder generell ja frei zu belegen. Viele Knöpfe werden auch mit dutzenden Tastenkombination belegt, was es generell sehr schwer macht für die Anfänger.
Leider habe ich auch keinen Vorschlag wie man das wirklich verbessern, also klarer gestalten könnte.

Ich wäre schon sehr froh wenn mein PC auf Sprachkommandos richtig hören würde, und auch damit antwortet. Star Trek mögen manche belächeln, aber ich habe nie sonst eine so intuitive steuerung wie dort gesehen:
"Computer: Jazzmusik, etwas lauter, licht dimmen" ist eigentlich Ideal wenn man schon Profile im System hat.

Vieles wäre viel leichter, wenn man es auf das für den Menschen wichtige einfach mal reduzieren würde Smile
 

ratte
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Jan 2004 14:49   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Geht doch alles viel einfacher.

Die Maus in den Mund nehmen, sollte ein Trackball angeschlossen sein, vorsichtig daraufsetzen.
Daran denken, was man machen will und beachten, dass in dieser Zeit nichts gegessen wird, sonst kocht der Computer unaufgefordert Kaffee.
Nach kurzer Zeit haben die Koerperfluessigkeiten elektrischen Kontakt zu dem Eingabegeraet hergestellt, die Gehirnstroeme werden uebertragen und die gewuenschte Applikation wird ausgefuehrt.

SCNR,
ratte
 

Marc R.
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Jan 2004 14:25   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Hi.

Als ich Deine Beschreibung gelesen habe, mußte ich sofort an Windowmaker denken. Mit etwas Anpassung bezüglich der Icons, etc. könnte man dem von Dir vorgeschlagenen Konzept damit IMHO sehr nahe kommen.

Gruß
Marc
 

pincky
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Jan 2004 20:14   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Ich habe auch schon ähnliche Erfahrungen geacht.
Ich bin immer wieder wirklich überrascht wie wenig Ahnung ein 0815-user (nicht negativ gemeint) wirklich von dem Ding hat das er bediehnt, da wird es selbst zur Herausforderung den Doppelclick und seine Bedeutung zu erklären.

Jetzt was zu deiner Idee:
Ich finde an vieles kommt gnome von RedHat/Fedora schon sehr gut ran.
Wenn man den Desktop so anordnet das beispielsweise unten eine Leiste ist auf der sich nur die gestarteten Programme versammeln (Taskleiste) und oben die schmale Befehlszeile von gnome hat man eigentlich alles.
Der user hat dann zwei eindeutig beschriftete Menüs Anwendungen und Actions(ich weiß gerade nicht was da im deutschen steht). Unter Anwendungen findet er wie der Name schon sagt Anwendungen, die bei RedHat/Fedora auch mit Browser, email, Textverarbeitung, beschriftet sind (Sachen die einen etwas erfahrenen user nerven, weil man wissen will welches Programm man startet wenn man z.B. auf email clickt aber die genau das für den leihen machen was du beschreibst). Bei Actions kann man z.B. den Bildschirm loggen oder den PC herunterfahren.
 

ratte
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Jan 2004 14:49   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Hi,

die Vereinfachung des Desktops ist ja ein interessantes und ehrenwertes Ziel.
Anzunehmen, dass damit erreicht wuerde, selbst Computerdummies versetze man dann in die Lage, einen Computer zu bedienen, sind IMHO falsch.
Was daraus entstaende, waere lediglich ein Expertensystem mit einem intensiv eingeschraenkten Funktionsumfang des omnipotenten Computers.
- Vielleicht ueberdenkt ihr das unter diesem Aspekt noch einmal und aendert eure Wortwahl.

Es wird immer Leute geben, die etwas von Computern verstehen und ihn bedienen koennen und welche die dies nicht tun. So wie es z.B. Leute gibt, die Auto fahren koennen und welche, die koennen es nicht.
Sobald die Bedienung einer Maschine oder die Ausfuehrung eines Vorgangs (z.B. Kochen) mehr als einen einzigen Arbeitsschritt bedeutet, muss man dies lernen. Manche tun's, manche nicht. Leute die nicht kochen koennen, es aber trotzdem tun, lassen z.B. Nudeln beim Kochen im Wasser anbrennen und verwuerzen die Sosse. Alternativ koennen sie ein Fertiggericht in der Microwelle aufwaermen, aber dadurch koennen sie nicht automatisch kochen. Und genau so verhaelt es sich mit Computern.

Wer etwas mit dem Computer machen will, soll es lernen. Schliesslich ist es zwingend notwendig, einen Fuehrerschein zu machen, wenn man autofahren moechte. Nur bei der Bedienung eines Computers soll es einem geschenkt werden, wieso eigentlich? - Wenn ich im privaten Umfeld Computerhelpdesk mache, gebe ich Hilfe zur Selbsthilfe und bin damit auch erfolgreich. Wenn sich herausstellt, dass der Hilfesuchende lernunwillig ist und es gemacht bekommen will, dann bin ich ganz hart und lehne diese Art der "Hilfe" ab, auch sehr erfolgreich Schliesslich habe ich keinen eingebauten Samariter fuer Computerprobleme Lernunwilliger.

Das Leben belohnt den Fleissigen!

ratte
 

Bephep
Gast





BeitragVerfasst am: 17. Jan 2004 0:32   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Da stimme ich ratte mit Einschränkungen zu. Die Bedienung eines Computers muss man lernen aber er muss auch logisch zu bedienen sein.
Ich schreib das mit Kongueror und da sind oben rechts 4 Vierecke. Das erste ist klar, ein Fragezeichen.Ich klicke darauf, hinter dem Cursor ein Fragezeichen das nach 3 Sekunden verschwindet. Sonstige Ereignisse ,keine.
Im zweiten Viereck ist ein Punkt ,mit dem Cursor auf den Punkt, aha minimieren. Wenn ich anklicke wird das nicht kleiner sondern wird in die untere Leiste ( bei mir) verschoben. Logisch ?? Bei dritten Viereck sind zwei kleine Vierecke, beim anfahren mit Cursor sagt mir dieses" Wiederherstellen."Was wieder herstellen ? Einfach draufklicken und dann, es verkleinert sich auf halben Bildschirm. Was habe ich jetzt wieder hergestellt oder angestellt??. Um es wieder Schirm füllend zu bekommen, das ist das einzige Logische, auf Maximiern klicken.Beim letzten Viereck steht dann schliessen, nein nein klicke ich nicht an sonst muss ich nochmal alles neu schreiben, denn schliessen heisst schlicht das Programm, also den Kong zu beenden.
Klar man muss alles lernen, kleines Kind und heisse Platte, Finger drauf, Finger verbrannt, tut weh, learning by doing, nie wieder Platte anfassen. Das gleiche bei Computer, drei Stunden Brief geschrieben, an die Freundin, falsch geklickt, Brief weg, Freundin weg, learning by doing, Sch.....Programm (oder System).
Der Desktop sollte so gestaltet werden das ein Mensch in normaler Zeit die Bedienung lernen kann.Um ein Auto zu fahren muss man ja auch nicht Autoschlosser lernen, also muss sich ein Computer auch ohne Informatik Studium bedienen lassen.Und KDE und die Einrichtung des Computers ist unter RH, MDK und SuSE schon sehr verschieden, und ein neues Programm zu installieren bekommt ein normaler User schon garnicht hin. Es ist also noch viel zu tun auch wenn sich schon viel getan hat.
 

Michael
Gast





BeitragVerfasst am: 17. Jan 2004 12:58   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Ich finde, die heute gebräuchlichen Benutzeroberflächen lehnen sich stark an die klassische Bedienkonsole mit Knöpfen, Schaltern, Dreh- und Schiebereglern, Kontrolllampen, Anzeigeelementen usw. an. Auch die Art, wie die Daten auf den Massenspeichern organisiert sind, ähnelt doch noch sehr stark dem klassischen Aktenschrank mit verschiedenen Schubladen, Registern, Ordnern usw.. Das alles stellt also kein völlig neues Konzept dar, das die Leute überfordern würde.

Und auch die Bedienung einer klassischen Bedienkonsole erschliesst sich nicht von selber. Wenn ich zum Beispiel noch nie einen Kassettenrecorder oder CD-Player gesehen hätte, erschlössen sich mir die vielen Symbole auf den Bedienelementen auch nicht von selber. Wenn ich mir so ein Teil kaufe, dass ich noch nicht kenne, überfliege ich halt zuerst die Betriebsanleitung.

Warum also sollen Computer einfacher sein als andere technische Apparate?? Ich denke, jeder normal begabte Mensch kann in sehr kurzer Zeit die notwendigen grundlegenden Kenntnisse über seinen Computer lernen.

Damit wollte ich aber natürlich nicht sagen, dass die vorhandenen Lösungen nicht noch verbessert werden könnten Smile.
 

Bephep
Gast





BeitragVerfasst am: 17. Jan 2004 21:56   Titel: Re: Alternative Arten, einen Desktop zu gestalten

Michael.
In jedem Haushalt sammelt sich der technisache Fortschritt an. Das geht los mit der Zeitprogrammierten Kaffemaschine. Weiter mit den Telefonen, Satelliten Receiver,Recorder , Heizungsteuerung und so weiter und so weiter. Alles, aber auch wirklich alles verschieden und unlogisch.
Über den Computer stelle ich schon die ISDN Anlage ein und ich denke das wird in Zukunft immer mehr werden.Und dann muss Otto Normaluser mit dem Computer klar kommen. Der Computer ist auch schon zu einem Haushaltsgerät geworden wie der Fernseher oder Waschmaschine und so einfach muss er sich auch benutzen lassen.
 

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