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ATX PowerConnector verschmort

 
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HarryBO



Anmeldungsdatum: 10.08.2001
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 20. Apr 2004 1:22   Titel: ATX PowerConnector verschmort

Moin,

Woran kann es liegen, wenn der ATX Power-Anschluss auf dem Mainboard geröstet wurde? Soweit ich dass beurteilen kann, wurden irgendwie PIN 19 und 20 verkohlt (müssten beides 5V Leitungen sein?!).

Kann soetwas passieren, wenn der Lüfter vom Netzteil ab und zu stehenbleibt (war nämlich der Fall) oder wenn die Leistung des Netzteils zu schwach ist (obwohl die 300W bisher ja gereicht haben)?
Oder kann das evtl. auch an einer defekten Graphikkarte liegen (gab da seit längerem ein paar Darstellungsprobleme ... im nachhinein betrachtet, könnten diese aber auf die fehlende Stromversorgung zurückzuführen sein)?

Es bringt ja nichts, ein neues Netzteil zu kaufen, wenn dann das gleiche wieder passiert (und evtl. sogar ein neues Mainboard - aber außer dem PowerSockel, den man umlöten kann, scheint äußerlich alles i.O. zu sein - keine geschmolzenen Leitungen erkennbar).

Hat jemand einen Tip?

Gruß
Harry
 
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heinrich



Anmeldungsdatum: 22.09.1999
Beiträge: 219
Wohnort: N49.137 E8.544

BeitragVerfasst am: 20. Apr 2004 17:14   Titel: Re: ATX PowerConnector verschmort

HarryBO hat folgendes geschrieben::

Woran kann es liegen, wenn der ATX Power-Anschluss auf dem Mainboard geröstet wurde? Soweit ich dass beurteilen kann, wurden irgendwie PIN 19 und 20 verkohlt (müssten beides 5V Leitungen sein?!).

Kann viele Ursachen haben.
Ja, Pin 19 + 20 sind beides +5 VDC.

HarryBO hat folgendes geschrieben::

Kann soetwas passieren, wenn der Lüfter vom Netzteil ab und zu stehenbleibt (war nämlich der Fall) oder wenn die Leistung des Netzteils zu schwach ist (obwohl die 300W bisher ja gereicht haben)?

Wenn der Netzteillüfter nicht läuft kann die Elektronik deines Netzteils schaden nehmen.
Wieviel Watt Leistung dein Netzteil braucht ist abhängig davon, wie viele Einbaugeräte (Festplatten, Brenner, Steckkarten, etc.) du drin hast. Die Leistungsaufnahme der CPU (ein Pentium4 verbrät schnell mal 100W) und der Grafikkarte (High-End GraKas von Nvidia mit ein/zwei zusätzlichen Molex Steckern sind hier primär zu nennen) sind auch zu berücksichtigen.

HarryBO hat folgendes geschrieben::

Oder kann das evtl. auch an einer defekten Graphikkarte liegen (gab da seit längerem ein paar Darstellungsprobleme ... im nachhinein betrachtet, könnten diese aber auf die fehlende Stromversorgung zurückzuführen sein)?

Darstellungsprobleme könnten zwar auf eine defekte GraKa hindeuten, aber eine Überlastung der 5V Leitungen halte ich für wahrscheinlicher.
Wahrscheinlich war dein Netzteil überlastet, weil die GraKa auf den beiden 5V Leitungen zu viel Leistung gezogen hat.
Hierzu solltest du ab und an mal die Spannungswerte (und vor allem die Abweichungen von der Soll-Spannung) auf den einzelnen Leitungen prüfen. Meist wird dies im Mainboard BIOS angezeigt.

HarryBO hat folgendes geschrieben::

Es bringt ja nichts, ein neues Netzteil zu kaufen, wenn dann das gleiche wieder passiert (und evtl. sogar ein neues Mainboard - aber außer dem PowerSockel, den man umlöten kann, scheint äußerlich alles i.O. zu sein - keine geschmolzenen Leitungen erkennbar).

Wenn es in der Tat ein überlastetes Netzteil war, dann bringt es wirklich nichts, die selbe Leistungsklasse noch einmal zu kaufen.
Erst wenn du den Fehler lokalisiert hast, bringt das wirklich sinn. Eventuell war es wirklich nur das Netzteil und du müsstest dir vielleicht ein 400W Netzteil holen.
(Hint: Der brandneue Nvidia Grafikchip NV40 verlangt nach einem Netzteil mit mindestens 480W und benötigt zwei komplett eigenständige Stromstränge für sich!)

Für eine genauere Aussage wäre eine genauere Beschreibung deiner Rechnerkomponenten notwendig.
_________________
It just works.
 
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MichaelO
Gast





BeitragVerfasst am: 20. Apr 2004 21:06   Titel:

Hallo,
als wahrscheinlichste Ursache für verschmorte Pins würde ich sehen:
Der Kontakt an dieser Stelle ist unzureichend, durch den grossen Übergangswiderstand überhitzten sich die Pins. Der Fehler kann an der Mainboardseite oder am Stecker des Netzteiles liegen. Wenn es aber erst einmal geschmort hat, würde ich lieber beide Seiten erneuern.

Dass der Lüfter des Netzteiles stehenbleibt, würde mir auch zu denken geben. Aber vielleicht hat der ja auch nur eine sehr intelligente Lüftersteuerung.

Wenn Du nicht exakt bestimmen kannst, wieviel Leistung Dein System von den verschiedenen Spannungsschienen bezieht, würde ich das Netzteil lieber überdimensionieren.
 

Gast






BeitragVerfasst am: 20. Apr 2004 23:49   Titel: Re: ATX PowerConnector verschmort

Moin,

erst mal danke für die Antworten.
Das Mainboard ist wohl doch richtig hinüber. Ein Kondensator neben dem Prozessorsockel sieht ziemlich aufgebläht aus ... das ist glaube ich nicht so gut. Confused

Ich kann mir eigentlich nicht wirklich vorstellen, dass das Netzteil überlastet wurde ... von einen Tag auf den anderen, denn der Rechner lief mit folgenden Komponenten 1 1/2 Jahre Problemlos.

Epox 8K3A mit 768MB NoName DDR-RAM PC333 (DIMM1 256MB, DIMM2 512MB)
AMD Athlon XP 1600+
TEAC CD-ROM 40x
Sony Brenner CRX160-RP
Festplatte IBM IC 35L060 60GB 7200RPM
Festplatte WesterDigital ??? 13GB (etwas älteres Modell, aber wohl auch 7200RPM)
Hauppauge WinTV Bt878
Creative Audigy1 (Gamer???)
D-Link DFE-528TX
ATI 3D RagePRO AGP 2x 4MB
Netzteil Codegen 300 Watt Modell: 300X

geändert habe ich im Januar diesen Jahres die Graphikkarte auf folgendes Modell:

PowerColor ATI Radeon9600Pro EZ 256MB (enthält wohl langsamen Speicher, dafür mehr ... war günstig und ist ausreichend für mich, da ich nur gelegentlich spiele)
Richtig getestet habe ich die Graphikkarte nur ca. eine Woche lang nach dem Kauf mit diversen Ego-Shootern ... lief eigentlich Problemlos ... dann fing es vor ca. 3 Wochen mit den Darstellungsproblemen an!?!

Als ich dann unter WindowsXP, das ich ein paar Wochen nicht mehr gestartet hatte und das zuletzt vernünftig lief, auch noch eine Fehlermeldung angezeigt bekommen habe, dass eine Datei für die Graphikkarte nicht gefunden werden konnte, wurde ich stutzig und habe zum Test eine 3D-Spiel gestartet, welches aber problemlos lief...

Danach habe ich mir gesagt, egal ... mal abwarte und dann Debian neu gestartet zum weiterarbeiten. Hat dann aber nicht lange gedauert (hatte gerade mal OpenOffice gestartet), bis ich den verschmorten Kunststoff gerochen und in Panik den Netzstecker rausgerissen habe.

So, und jetzt bin ich natürlich am rätseln, ob jetzt das Mainboard nach 1 1/2 Jahren geschwächelt hat oder ob die neue Graphikkarte doch nicht ganz i.O. ist und einen Kurzen hat oder doch evtl. das Netzteil schuld ist.

Auf Mainboard und GraKa hab ich ja noch Garantie, auf's Netzteil nich ...
Neues Mainboard und Netzteil brauch ich auf jeden Fall, aber macht es Sinn die GraKa testen zu lassen (kostet Geld, wenn kein Fehler gefunden wird, dass ich nicht habe) oder könnte man diese nach obiger Beschreibung ausschließen?
Obwohl, GraKa testen lassen dürfte günstiger sein als zwei mal Mainboad und Netzteil kaufen Smile

Also auf welche Komponente tippt Ihr? Bin gespannt auf die Antworten!

Gruß
Harry
 

HarryBO



Anmeldungsdatum: 10.08.2001
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 20. Apr 2004 23:55   Titel:

huch, da hab ich wohl zu lange die komponenten zusammengesucht ... nun steht da "Autor: Gast" und nich "Autor: HarryBO" ... is ja ärgerlich Very Happy
 
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jochen
prolinux-forum-admin


Anmeldungsdatum: 14.01.2000
Beiträge: 699
Wohnort: Jülich

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2004 7:57   Titel:

Zitat:
Also auf welche Komponente tippt Ihr? Bin gespannt auf die Antworten!

Das Problem hier dürfte sein, dass hier wirklich jeder nur tippen kann... Hardwarefehler haben so die Eigenheit, sich nicht an Mehrheitsbeschlüsse eines Forums zu halten! Smile
Ich persönlich würde ja sagen, dass das Netzteil als es zu schwächeln anfing, erst die GraKa nicht mehr korrekt versorgen konnte (Darstellungsfehler) und dann durchgeschmort ist. Wenn der Lüfter des Netzteils vorher stehenblieb und der nicht temperaturgeregelt war, ist das m.E. wahrscheinlich. Ich an Deiner Stelle würde Netzteil & Board auswechseln und die GraKa behalten, aber defensiv vorgehen:

  • Leih oder kauf für wenig €€€ eine alte GraKa, PCI tut's auch, AGP wäre aber besser. Setz die zuerst in die Kiste ein.
  • Lass dann zuerst mal memtest86 für mindestens eine Nacht durchlaufen - könnte ja sein, dass die Speicherriegel auch 'nen kleinen Blitz abgekriegt haben...
  • Dann KNOPPIX booten. Dort hast Du auch die CPU-Tools wie cpuburn in der Hand, mit denen ich den Rechner ein zweites Mal über Nacht stressen würde. Alternativ kannst Du Dir ja auch mal stress-linux ausprobieren.
  • Wenn also alle Komponenten klar sind, dann die GraKa einbauen und ebenfalls ein bisschen stressen, allerdings kenne ich mich da nicht so aus, welche Tools/3D-Demos da empfehlenswert sind. glxgears wird nicht ganz ausreichen... Smile

Alles gilt natürlich ohne Gewähr. Viel Erfolg!

Jochen
_________________
Die grösste Lüge der EDV? "Mal eben..."
 
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Gast






BeitragVerfasst am: 24. Apr 2004 20:11   Titel:

Wenn ein Stecker verschmort ist gibt es zwei Möglichkeiten.Entweder war der Stecker nicht richtig aufgesteckt und zu locker oder überlastet.
Wenn ein Elko geplatzt ist dann kann der auch den Kurzschluss verursacht haben.
Der Fehler bei Netzteilen ist das sie keine Sicherung für die einzelnen Ausgangsspannungen haben.

PS. Jochen. Falls Du eine Nachricht von mir bekommen hast Entschuldigung. hawp....
 

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