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Was bringt die Kommerzialisierung von Linux mit sich?

 
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Lateralus
prolinux-forum-admin


Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 07. Mai 2004 9:41   Titel: Was bringt die Kommerzialisierung von Linux mit sich?

Gruß

Ich hätte gerne mal die öffentliche Meinung zu folgendenden Fragen:

Was haltet ihr von Kommerzialisierung von Linux (durch SuSE hier und durch Red Hat auf der anderen Seite des Atlantik)?

Und: Seht ihr den Open-Source-Gedanken (so will ich es bezeichnen), eine Brücke zwischen Programmierern und Anwendern zu schaffen, genau so stark gefährdet, wie es bei Closed-Source-Produkten (wir wissen alle, welcher Konzern gemeint ist Wink ) der Fall ist?
 
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Bephep



Anmeldungsdatum: 13.04.2004
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 07. Mai 2004 22:30   Titel: Bephep

Ich denke das Linux open und frei und auch kommerziell und binary sein kann.
Kommerziell sollten aber nur Anwendungsprogramme sein. Beispiel Buchhaltung ,da sich die Vorschriften ständig ändern muss das Programm schnell geändert werden. da kann man nicht warten bis der Programmierer Zeit hat das Programm zu ändern.
Bei Kommerziellen Programme muss aber sicher sein das die Schnitstellen offen und die Programme kein Eigenleben führen.
Ausserdem,es gibt ja auch die Modelle wie RH ein kostenloses Fedora und kostenflichtiges RH.Oder OO und Staroffice usw. wo angestellte Programmierer Linux weiter entwickeln.Linus ist auch bei einer Firma angestellt und entwickelt den Kernel weiter.
OT ist ein weiteres open und kommerzielles Beispiel.
Ohne kommerziellen Einflüsse ist also Linux auch heute schon nicht.
 
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kapeka



Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 99
Wohnort: Giessen

BeitragVerfasst am: 15. Mai 2004 18:57   Titel:

Gegen Kommerzialisierung ist ersteinmal nichts einzuwenden. Auch RMS hat da nichts gegen. Wenn Leute Geld mit Linux verdienen ist das O.K. und gut. Ja, Linux bietet für mehr Möglichkeiten für Kommerzialisierung, als das übliche Closed-Source Big business, weil dort immer stärker nur große Firmen zum Zug kommen. Linux (als stellvertreter für FS) ermöglicht auch dem Hobbybastler die Möglichkeit durch kreative Ideen Geld zu verdienen. Hier ist echte kreativität angesagt.

Fakt ist:
Von einem gewissen Maße an braucht man immer mehr Geld, um ein System voran zu bringen. Das bekannte 80/20 Problem. Das Geld muss irgendwo herkommen. Spenden alleine reichen nicht, weil das Ego des Menschen darauf ausgerichtet ist, zu nehmen, und nicht zu geben. Ist nun mal so. Und wenn nun Firmen Geld verdienen, für die Arbeit, die sie sich machen, dann ist das O.K., solange sie damit das Gesamtsystem voranbringen und nicht nur in die eigenen Taschen wirtschaften. Die Frage ist also nicht, ob jemand Geld verdient, sondern wie und mit welchen Mitteln. Wenn eine Firma ihr Geld mit einem Monopol und Juristen verdient, und weniger durch gute Software, dann läuft was schief. Deshalb ist FS so cool. Die Firmen können ruhig Geld verdienen, aber es wird sehr schwer, dieses Feld zu monopolisieren. Es kann ja jeder die Software auf eigene Faust weiterentwickeln. Wer also bei FS mitverdienen will, der muss gut sein. Stillstand ist Tod.

GFS
Karl
 
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Entfernt



Anmeldungsdatum: 22.07.1999
Beiträge: 149

BeitragVerfasst am: 15. Mai 2004 20:00   Titel:

Also was mir nicht unbedingt gefällt, ist, daß immer mehr Firmen auf die Entwicklung von Linux einfluss nehmen und Open Source somit etwas an Eigendynamik verliert.
 
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kapeka



Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 99
Wohnort: Giessen

BeitragVerfasst am: 16. Mai 2004 15:57   Titel:

O.K., in diesem Spannungsfeld steht man dann immer. Das ist klar. Damit muss man dann umgehen lernen. Aber die Firmen können auch nur so viel Einfluss auf Linux nehmen, wei man ihnen gibt. Wenn Torvalds deren Vorschläge nicht annimmt, dann können die höchstens einen eigenen Zweig aufmachen usw.
Natürlich müssen dann die Hobby Programmierer (Hobby hier ganz positiv verstanden!) ein gegengewicht bilden und sich nicht sagen: das machen die anderen schon.

GFS
Karl
 
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Gast






BeitragVerfasst am: 21. Mai 2004 15:57   Titel: finde ich OK

generell habe ich nichts gegen Firmen, die mit LINUX Geld verdienen.
Ich denke, dass eine gewisse Vermarktung so wie durch Suse und Redhat für mehr Akzeptanz unter den WIN-Usern sorgt.
 

Stormbringer



Anmeldungsdatum: 11.01.2001
Beiträge: 1570
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2004 13:09   Titel:

Ohne Kommerz kein Linux .... viel mehr gibt es da eigengtlich nicht dazu zu sagen.
All jene Programmierer müssen auch zwangsläufig von etwas leben, sei es, daß ihr Arbeitgeber sie bezahlt, oder aber sie selbst geschäftlich tätig werden.
Das worst-case Szenario wäre doch: es gibt nur noch Linuxsysteme, und keinen Kommerz dabei - wovon soll alles finanziert werden? Wink
Es kommt halt nur auf den Rahmen des Ganzen an.

Gruß
_________________
Continuum Hierarchy Supervisor:
You have already been assimilated.
(Rechtschreibungsreformverweigerer!)
 
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chris78



Anmeldungsdatum: 07.06.2004
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 07. Jun 2004 11:17   Titel:

Stormbringer hat folgendes geschrieben::
Ohne Kommerz kein Linux .... viel mehr gibt es da eigengtlich nicht dazu zu sagen.
All jene Programmierer müssen auch zwangsläufig von etwas leben, sei es, daß ihr Arbeitgeber sie bezahlt, oder aber sie selbst geschäftlich tätig werden.
Das worst-case Szenario wäre doch: es gibt nur noch Linuxsysteme, und keinen Kommerz dabei - wovon soll alles finanziert werden?


Die erste Aussage ist schlichtweg falsch. Linux bzw. eigentlich GNU/linux gibts es NUR deshalb WEIL damit kein Kommerz gemacht wird. Es ist ja nicht etwa so dass sich da ne Firma gedacht hat "Das is aber schlecht was da mit den Softwarelizenzen laeuft, dass den source keiner einsehen kann ist auch unschoen, da tun wir mal was fuer freie software". Sondern da haben Leute aus der Ueberzeugung das das System der Lizensierten Monopol-Massen-Software falsch ist ihre Zeit investiert. Ich mache das genauso. Ich "opfere" (mir machts natuerlich auch Spass) meine Zeit nachdem ich die Arbeit in einer Firma beendet habe.

Es sagt niemand dass alle Software frei sein muss. Es geht bei dem Prinzip der freien Software nur um Massenvermarktete Software. Wen interessierts ob die Software in deiner Mikrowelle frei ist. Die Firma die die Mikrowelle baut hat den source sicher vom Zulieferer als Teil des Vertrags bekommen. Klar schoen waers aber es untergraebt nicht dein Recht darauf die Mikrowelle so zu verwenden wie du es willst. Zumindest nicht so aggressiv und penetrant das mit Software-Werkzeugen der Fall ist.

Zur letzten Frage gibts eine ganz einfache Antwort. Es kann von den Einnahmen finanziert werden die ohnehin bei den meisten IT-Firmen die groesste Einnahmequelle darstellen, naemlich Service- und Wartungsvertraege, Kundenspezifische Loesungen sowie Schulungen und Hardwarehandel. Dann hoert vielleicht auch endlich dieser Unsinn der Spyware, Adware und anderen Trojanischen Datenhaendlern auf.

Chris
 
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