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AVM und usability?

 
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elenion



Anmeldungsdatum: 06.06.2004
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 29. Jun 2004 21:34   Titel: AVM und usability?

Hallo !

Ich hab vor einiger Zeit einem Freund mit der Einrichtung eines DSL Modem von AVM unter SuSE Linux 9.0 helfen muessen und hab in meiner Wut auf diese Firma folgende Mail geschrieben, die meinen ganzen Frust und vor allem die Probleme der vermeindlichen Linux Unterstuetzun ausdrueckt.

Zitat:

Ich will zuerst anmerken, dass diese Nachricht keinenfalls beleidigend oder verletztend gemeint ist, sondern nur meine reine Meinung widergibt:
Also:
AVM, eine Firma die Linux unterstuetzt. Sowas liest sich auf prolinux und aehnlichen Seiten gut und poliert in einem gewissen Kreise auch das Image einer Firma deutlich auf, was auch der Grund dafuer sein wird, dass AVM sich entschlossen hat Linux offiziell zu unterstuetzen.
[weitere Beispiele beziehen sich auf die Installation von fritz! card dsl sl usb]
Aber mit gutem Wille alleine ist es eben nicht getan. Die Probleme scheinen keineswegs Kinderkrankheiten zu sein, nein, meiner Meinung nach schlimmer: sie sind fundamental.
Man kauft sich das Produkt, denn es wird ja 100% (!?!) unterstzuetzt und man verwendet auch noch SuSE 9.0, nicht die neuste Version. Diese Distribution ist extra aufgelistet, extra hervorgegeben, damit geht es. Soll es gehen. Man laedt sich die Treiber herunter von der AVM Seite alles ohne Probleme. Doch dann kommt die erste Ernnuechterung: ./install sagt, dass der Kernel nicht unterstuetzt wird, obwohl es doch der selbe ist, wie in der README gefordert? Nach genauem hinschauen faellt dem geschulten Auge dann doch auf, dass es der Athlonkernel ist,der Probleme bereitet. Eigentlich komisch - immerhin benutzt SuSE (ja, das wurde doch expilizit unterstuetzt!?!) standardmaessig fuer AMD diesen Kernel. Also beginnt eine Odysee in den vielen Foren, die sich zum Auftrag gemacht haben, Hilfesuchenden unter die Arme zu greifen. Die Antwort findet sich nicht gleich, also bedient man sich zum Griff nach dem Hoerer und will sich von der Supporthotline helfen lassen - in den READMEs steht naemlich auch nichts wirklich hilfreiches (seltsam, das Problem sollte doch bekannt sein...). Weitere Ernuechterung: der support ist dafuer nicht Zustaendig (Support=Unterstuetzung, also wofuer soll er sonst da sein?), nur fuer Windows Probleme (hmm, bisschen diskriminierend...). Na gut, Mail getippt und die Antwort flattert "Fast in Echtzeit" (sagte der Mann am Telefon) ins Brieffach. Das tat er dann auch, leider erst ueber 24h spaeter (Nachricht um 12:30 abgeschickt) an. Naja, egal, hauptsache Hilfe. Die Informationen waren ueberschaubar (das Wort 'minimalistisch' trifft es auch). Man rat mir den Intelkernel zu installieren und hat mir empfohlen den Kernel selbstzukompilieren (und hat auf eine README fuer andere Distributionen verwiesen). Naja, das konnte es nicht sein, dann fand sich aber die Antwort doch noch in einem Forum (auf AVM Seiten kann man das Suchen fuer solche Probleme vergessen). Also, Kernel (von der SuSE DVD) installiert mit einer gewissen Portion Wut im Bauch. Immerhin darf man die Optimierungen des Athlon-Kernels fuer die eigene Hardware jetzt aufgeben. Es ist wohl kein Zufall, dass SuSE diesen standardmaessig benutzt. Und AVM muesste das eigentlich wissen. Eigentlich.
Nun gut, Installation klappt und die Treiber sind nun (endlich) in richtiger Version am richtigen Platze.
Funktionieren tut es mittlerweile, aber generell sind das Krankheiten, die ich von einer Firma wie AVM nicht erwarte. SuSE nimmt fuer AMD eben einen dafuer kompilierten Kernel, den kann man unterstuetzen oder man muss es zumindest in den READMEs erwaehnen. Da steht es aber nicht. Und dass man per Hotline keine Linuxhilfe bekommt ist wohl ein perfektes Beispiel fuer die Linuxunterstuetzung - alles sehr, sehr oberflaechlich.
Der Kunde wird mit seinen Problemen grossenteils im Regen stehen gelassen.

Und damit macht diese Firma in gewissen Maßen das kaputt, was andere Projekte (u.a.: KDE) durch intesive Arbeit vermeiden wollen: Das dank miserabler Usability (die meissten haetten wohl die Flinte ins Korn geworfen) User verscheucht werden.

Ich bin mittlerweile ehrlichgesagt etwas sauer, schreibe dies aber in der Hoffnung, dass man daraus lernt.

Gruss

--------------


Habt ihr aehnliche Erfahrungen gemacht mit Support oder "Unterstuetzung"?

Traurig finde ich, dass man alleine gelassen wird. Ein "Umsteiger" haette das nie geschafft und die Loesung fand sich auch nur zufaellig in einem freenet (!!!) forum.
 
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popel
Gast





BeitragVerfasst am: 01. Jul 2004 21:12   Titel: AVM ist traurig!

Leider bin ich auf dens scheiss auch reigefallen. Das Problem ist, dass AVM leider immer noch keine OpenSource Treiber zu verfügung stellt. Damit ist man mit jeder spezialität die man haben möchte aufgeschmissen.

cU popel
 

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