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Kompletten Linux Server auf neue Hardware umziehen

 
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mazias
Gast





BeitragVerfasst am: 21. Sep 2004 10:51   Titel: Kompletten Linux Server auf neue Hardware umziehen

Hallo alle zusammen,

ich möchte gerne meinen Linux Server umziehen, da die alte Hardware langsam den Geist aufgibt.
Die Software soll am besten 1 zu 1 übernommen werden (auch gleiches OS).
Deshalb dachte ich mir, dass es dafür vielleicht eine relativ einfache und schnelle Methode gibt, da sich ja nur die Hardware ändert, sonst aber alles gleich bleibt.
Kann ich einfach eine Bytegenaue Kopie der alten Platte machen und Linux erkennt dann die neue Hardware?
Oder kann ich erst das OS auf den neuen Server machen und dann alle Einstellungen irgendwie übernehmen?

Ich hoffe jemand hat eine Idee, dann könnte ich viel viel Zeit sparen.

Vielen Dank!
-Matthias
 

hjb
Pro-Linux


Anmeldungsdatum: 15.08.1999
Beiträge: 3236
Wohnort: Bruchsal

BeitragVerfasst am: 21. Sep 2004 11:10   Titel:

Hi!

Das Thema war schon oft da, aber heutzutage hat man mehr Möglichkeiten als je zuvor. Zum Beispiel kann man von jeder Partition eine Kopie ziehen (mit dd), diese auf dem neuen Rechner in die neuen Partitionen einspielen und dann mit parted die Größen anpassen, falls nötig. Sinnvoll ist es, schon vorher den neuen Rechner so zu partitionieren, wie die Partitionen sein sollen, denn das Verschieben von Partitionen mit parted ist nur nicht- überlappend möglich und sehr langsam.

Auf dem neuen System kann man mit einer Rescue-CD booten und damit die Partitionen anlegen. Neben dd sind auch andere Methoden wie rsync oder cpio denkbar.

Möglicherweise muß man einige Konfigurationsdateien auf dem neuen Rechner anpassen, wenn man einen eigenen Kernel compiliert hat, muß man möglicherweise einen neuen bauen, der der alte nicht unbedingt auf dem neuen Rechner läuft.

Gruß,
hjb
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maZias
Gast





BeitragVerfasst am: 21. Sep 2004 14:05   Titel:

Vielen Dank für deine Tips, das sind sehr gute Anhaltspunkte.

Der dd Befehl hört sich sehr interessant an. Das Problem ist, dass ich die Platte am liebsten gar nicht ausbauen möchte (80 Gb sind schlecht auf externen Datenträgern unterzubringen), am besten wäre eine Kopie während des Betriebs.

Was schätzt du wie hoch der Aufwand für das Anpassen der Konfigurationsdatein ist?
Den Kernel hab ich nicht selber kompiliert, einfach nur ein ganz normales Mandrake 10 installiert.

Könnte denn folgendes funktionieren?:
-vom alten Server ein Backup mit" tar czpf alles.tar.gz /" machen
-das OS frisch und mit den selben Parametern wie beim alten Server installieren, oder mit dem dd Befehl die Boot Partition kopieren
-mit Knoppix booten und die tar Datei im Root wieder entpacken (vorher alles löschen?)

Nochmals Danke,
-Matthias
 

hjb
Pro-Linux


Anmeldungsdatum: 15.08.1999
Beiträge: 3236
Wohnort: Bruchsal

BeitragVerfasst am: 22. Sep 2004 11:31   Titel:

Hi!

maZias hat folgendes geschrieben::

am besten wäre eine Kopie während des Betriebs.


Ist nicht ganz unmöglich, wenn du mit kleinen Inkonsistenzen leben kannst. Am besten wäre es, alle Services vorher abzuschießen oder ein Rescue-System zu booten.

maZias hat folgendes geschrieben::

Was schätzt du wie hoch der Aufwand für das Anpassen der Konfigurationsdatein ist?
Den Kernel hab ich nicht selber kompiliert, einfach nur ein ganz normales Mandrake 10 installiert.


Eigentlich ist nicht viel mehr zu tun als die Module und Modulparameter an die neue Hardware anzupassen (falls überhaupt manuell etwas eingestellt werden muß). Während des Kopierens brauchen die beiden Recher außerdem verschiedene IP-Adressen (nehme an, du willst direkt übers Netz kopieren).

maZias hat folgendes geschrieben::

-vom alten Server ein Backup mit" tar czpf alles.tar.gz /" machen


Wenn der Server läuft, ist das nicht unproblematisch. Zumindest müßtest du /proc und /sys ausschließen.

maZias hat folgendes geschrieben::

-das OS frisch und mit den selben Parametern wie beim alten Server installieren, oder mit dem dd Befehl die Boot Partition kopieren


Unnötiger Aufwand. Du könntest gleich Knoppix booten, die Partitionen anlegen und mit mkfs(ext3? XFS? ...) initialisieren, dann mounten und alles entpacken.

Wenn du das vorher schon vorbereitest, dann könntest du das tar-Archiv ohne Zwischenspeicherung direkt übers Netz schieben. Frag mich nicht nach dem genauen Befehl, ich vermute, mit SSH würde es u.a. gehen. Und statt tar ist es sicherer, cpio zu verwenden.

Die größte Hürde ist dann noch die korrekte Einrichtung des Bootmanagers zum Schluß.

SystemImager/SystemInstaller machen im Großen und Ganzen das alles automatisch. Du brauchst nur (auf einem weiteren Server) genug Platz für das Image.

Gruß,
hjb
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maZias
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Okt 2004 11:41   Titel:

hi,

danke für deine letzte Antwort, die war echt Gold wert.
Nach vielem Rumprobieren, hab ich mich für das ServerImager Tool entschieden, welches sehr gute Arbeit leistet.
Nach einer Nachtschicht läuft jetzt eigentlich alles, bis auf die Netzwerkkarte die er nicht erkennen will, aber ich glaube das sollte nicht allzu schwer hinzubekommen sein.

Also noch mal vielen Dank für deine Mühe, ich werde das Forum weiterempfehlen!

Gruß,
Matze
 

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