Hinweis: Das Forum wird geschlossen! Neue Registrierungen sind nicht mehr möglich!

 Zurück zu Pro-Linux   Foren-Übersicht   FAQ     Suchen    Mitgliederliste
Unterschied beim Mounten

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    Pro-Linux Foren-Übersicht -> Sonstiges
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
DocSnuggles
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Jan 2005 0:14   Titel: Unterschied beim Mounten

Hi,

ich wollte nur mal fragen, wo der genaue Unterschied beim Mounten aus der /etc/fstab und dem Readonly-Mount, den der Kernel beim Starten ausführt. Wäre nett, wenn irgendwer das mal beleuchten könnte. Ich habe das so verstanden, durch suchen bei google, dass das Mounten der fstab bewirkt, die Partitionen an bestimmten Punkten in das Dateisystem einzuhängen, um halt darauf zugreifen zu können. Das Mounten beim Booten mountet das root filesystem also das Dateisystem, welches auf der Partition verwendet wird, die in "/" eingehangen wird, um es auf evtl. Fehler zu prüfen. Was ist richtig und was falsch. Kann mit das mit dem Dateisystem im Moment schwer vorstellen, etwas abstrakt.
 

DrDolittle
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Jan 2005 2:51   Titel:

Wenn der Kernel bootet wird das / Dateisystem erst mal auf read-only gesetzt. Damit ist es möglich das System zu prüfen um feststellen zu können ob es Fehler gibt. Es macht keinen Sinn auf einem fehlerhaften Dateisystem zu arbeiten, deshalb die Prozedur, damit versucht man ein inkonsistentes System zu verhindern. Bis hierhin ist nur der Kernel aktiv der ja im Hauptspeicher residiert.
Die fstab wird ausgelesen um zu wissen welche Partitionen welches Dateisystem haben und wohin die Partitionen eingehangen werden sollen. Wohin heisst hier der Ort, also relativ zum / .
Du musst nicht alles in der fstab eingeben, ausser die Partitionen die zum ´ordentlichen´ Arbeiten mit deinem System erforderlich sind.
Wenn du im Nachhinein was einhängen willst kannst du die Partitionen direkt über die Gerätedateien ansprechen.
Code:
mount /dev/hda5 /Dateien # als Beispiel

Wenn du das in der fstab direkt einträgst kannst du deine Mountpunkte direkt über die Aliasnamen ansprechen.
Code:
mount /Dateien


Also der readonly Mount beim Booten wird deshalb gemacht damit man das System prüfen kann ohne was dabei zu zerstören. Wenn readwrite gemounted wäre ist die Gefahr etwas zu zerstören. Daten können ja dann gelesen und geschrieben werden und so ist auch keine ordentliche Prüfung möglich. Das macht der Kernel von sich aus während dem Booten.
 

DocSnuggles
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Jan 2005 16:52   Titel:

Danke für die Antwort Smile. Ich bin so ein Trottel, hatte gestern im Kernelsourcetree und in den ganzen init-Sachen rumgestöbert und die Antwort dort gefunden. Der Kernel hat eine eigene mount-Funktion in der er auch das richtige Dateisystem (ext2, ext3 etc.) durch Probieren herausfindet. Die root-Partition wird dem Kernel z.B. bei Lilo über eine Option übergeben genauso das read-only. Genau der mountet einfach erstmal das "/"-Dateisystem read-only, was danach geschiet, liegt ganz allein bei den init-Scripten. Bei Slackware z.B. wird das Dateisystem auf Fehler geprüft und dann einfach read-write remountet. Aber es ist immer gut, seine Vermutungen bestätigen zu lassen Wink.
 

Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   
     Pro-Linux Foren-Übersicht -> Sonstiges Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  

Powered by phpBB © phpBB Group
pro_linux Theme © 2004 by Mandaxy