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Konfigurationsdatein in $HOME

 
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Siggi69
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Sep 2005 22:23   Titel: Konfigurationsdatein in $HOME

kann mir mal einer sagen, warum Konfigurationsdatein immer im "etc"-Verzeichnis abgelegt werden, nur nicht die im home-Verzeichnis? Wäre doch logisch das im eigenen Verzeichnis auch zu machen, oder?

OK, es sind zwar üblicherweise versteckte Datein und Verzeichnisse, aber wehe man sucht mal eine Einstellung ... dann wirds ganz schnell unübersichtlich ... dat nervt!
 

jochen
prolinux-forum-admin


Anmeldungsdatum: 14.01.2000
Beiträge: 699
Wohnort: Jülich

BeitragVerfasst am: 13. Sep 2005 7:57   Titel:

Abgesehen von der Tatsache, dass dieses Posting eher was in "Diskussionen" zu suchen hätte, da alles, was wir hier äußern, nur eine Meinung sein kann und nicht konkretes ändern wird:

Verstehe ich Dich recht, dass Du Dir ein "$HOME/etc" wünschst, in welches dann .bash_profile, .vimrc, .kde usw. usf. hineinfallen sollten? Das wäre vielleicht gar nicht mal verkehrt, wenn man es aus der Sicht betrachtet, dass man alles, was "Konfiguration" ist, an einer Stelle zusammenhält. Auf der anderen Seite steht aber die Massgabe, dass unter $HOME der User selbst regiert. Dort darf er anlegen, was er will. Ein Verzeichnis "$HOME/etc" darf das System also nicht erzwingen, da es sonst in die Möglichkeiten des Users eingreift. Da also das einzige, was das System voraussetzen darf, die Existenz eines $HOME-Verzeichnisses ist, werden dort eben die Konfigs abgelegt - als versteckte Dateien, damit der User den Überblick behält.

Das System selbst darf in seinem eigenen Wirkungsbereich natürlich machen, was es will. Daher die Konvention mit dem /etc-Verzeichnis. Wobei hier meist auch nicht ganz sauber gearbeitet wird - man denke an /usr/local/etc beispielsweise.

Kurz und knapp: Dieses System ist eine Design-Entscheidung, die vor Urzeiten getroffen wurde und sich m.E. bewährt hat. Die Registry ist ebenfalls eine solche Design-Entscheidung - beide Lösungen haben ihre eigenen Vor- und Nachteile.

EDIT: Das Posting stammte aus "Allegemeines", daher die Einleitung... Einer der Admins wird's verschoben haben.

Jochen
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Die grösste Lüge der EDV? "Mal eben..."
 
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Siggi69
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Sep 2005 19:52   Titel:

aha, da is er ja ... hatte ich wohl das falsche Forum für meine Frage gewählt ...

Ja, das meinte ich damit. Ich würde mir ein $HOME/etc wünschen. Es ist zwar richtig und verständlich, wenn man sagt, unter $HOME regiert der User, aber wenn man mal ehrlich ist, dann hat man mit dem größten Teil der Konfigurationsdatein kaum etwas zu tun, denn sie werden durch die entsprechenden Programme angelegt und verwaltet. Der User hat auch keinen wirklichen einfluss darauf, wohin die Konfiguration gespeichert wird. Könnte ich mir das aussuchen, hätte ich mir wohl schon ein etc-Verzeichnis angelegt.

Für meinen Geschmack sollten in einem persönlichen Verzeichnis auch wirklich nur die persönlichen Dokumente, Projekte, Bilder, Lieder, etc. zu finden sein und alles andere sollte sich so "klein" wie möglich machen, wenn es denn schon mal notwendig ist, das es existiert. Aber natürlich sollte es trotzdem leicht zugänglich sein, ohne dabei die Übersichlichkeit einzubüßen. Und das ist aber gerade nicht gegeben, finde ich. Je nach Dateimanager ist es mehr oder weniger umständlich die versteckten Datein anzuzeigen und die Übersicht geht in allen verloren, sobald die Konfigurationsdatein eingeblendet werden.

Und ständig eingeschaltet lassen, dass die versteckten Datein sichtbar sind, kann man nicht, weil es dann unmöglich ist, Datein zu managen und ständig ausgeschaltet lassen kann man das auch nicht, weil man immer wieder irgendwie an die Konfigurationsdatein ran muss ... ich zumindest.

Naja ... irgendwie scheint immer wieder mal das letzte Quäntchen Konsequenz bei der Entscheidung Ergonomie - Komplexität/Quantität zu fehlen ... nicht nur in PC-Bereich ...

Siggi
 

Lateralus
prolinux-forum-admin


Anmeldungsdatum: 05.05.2004
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 15. Sep 2005 7:11   Titel:

Ich finde die Idee mit dem ~/etc nicht so schlecht. War aber wahrscheinlich so, dass man's früher einfach nicht gebraucht hat, weil es nicht so viele configs gab. Ich persönlich benutze meist 'ne Shell und da ist es recht einfach, mit den versteckten Dateien... Vielleicht gibt es für Konqueror / Nautilus eine Option, mit der du die versteckten Dateien einblenden kannst, dann legst du dir einfach ein zweites Symbol für einen Konqueror an, der diese anzeigt.

Wenn du weißt, welches Datei du willst, kannst du sie ja auch in der Addresszeile angeben.
 
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kanonenfutter



Anmeldungsdatum: 10.09.2004
Beiträge: 266

BeitragVerfasst am: 15. Sep 2005 19:08   Titel:

nervig ist das doch vor allem bei programmen, die im filedialog die dotfiles anzeigen (vor allem ältere x-programme wie "xv", aber auch einige gtk-sachen).
ich habe mir schon seit langem so ein ~/etc angelegt, aber es ist etwas frustrierend, weil man wie gesagt nur bei wenigen programmen selber wählen kann, wo die datei hinsoll. fetchmail ist so ein beispiel.
das thema wurde vor einiger zeit (ich glaube im debian-projekt) diskutiert. damals war man sich einig, dass das eben eine lästige altlast ist, und "beim nächsten mal" würde man das besser machen.
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ohmann
Gast





BeitragVerfasst am: 16. Sep 2005 14:07   Titel:

kann man sehen wie man will.
wenn die programme von anfang es so machen würden, wie zb. kde, das sie ein eigenes verzeichnis anlegen dann ist es nicht sooo schlimm. dann muss man nur noch die verzeichnisse suchen.

aber an sich ist ein /home/etc schon besser. die übersicht, nicht nur bei gui-basierten programmen, ist schon besser. selbst mit den verzeichnissen ist zuviel drin was ja eigentlich nur dann gesehen werden muss wenn man was einstellt.

nie gedanken drüber gemacht, aber schon häufig darüber geärgert.
wäre schön wenn man das ändern würde. muss ja nicht /etc heissen, hauptsache ein unterverzeichnis.
 

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