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 Betreff des Beitrags: Plattenauslastung
BeitragVerfasst: 12. Jan 2006 14:04 
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Registriert: 09. Sep 2004 15:00
Beiträge: 176
Hallo,

ich spiele gerade eine Datenbankdump in eine Db ein , welche sich auf einem "PC" mit 4 IDE Platten befindet. Die Geschichte dauert nun schon 48 Stunden und es ist kein Ende ab zu sehen. CPU -Auslastung bewegt sich zwischen 0,3 und 10% .

Kann man unter Linux sehen, wie stark gerade welche Festplatte beansprucht wird?
Ist der Datendurchsatz (Schreiben/Lesen) einer der Platten mein Flaschenhals?
danke
ottto


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 Betreff des Beitrags: Re: Plattenauslastung
BeitragVerfasst: 12. Jan 2006 18:33 
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prolinux-forum-admin
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Registriert: 14. Jan 2000 15:37
Beiträge: 699
Wohnort: Jülich
Hi,
Zitat:
ich spiele gerade eine Datenbankdump in eine Db ein , welche sich auf einem "PC" mit 4 IDE Platten befindet. Die Geschichte dauert nun schon 48 Stunden und es ist kein Ende ab zu sehen. CPU -Auslastung bewegt sich zwischen 0,3 und 10% .
Was liegt dort für ein Dateisystem? Welche Mount-Optionen wurden verwendet? Ein einfaches "mount" sollte Bescheid geben. Nach meiner Erfahrung kooperieren ext3 und MySQL nicht sehr gut (unter SLES8 festgestellt). Unter reiserfs zuckte das System viel besser, wenn ich das auch lange Zeit nicht verwenden wollte.

Ist mit der CPU-Auslastung die gesamte gemeint oder nur der User-Anteil? Beachte mal speziell den System-Anteil bzw. unter top den "%wa"-Anteil (waiting I/O).
Zitat:
Kann man unter Linux sehen, wie stark gerade welche Festplatte beansprucht wird?
Ist der Datendurchsatz (Schreiben/Lesen) einer der Platten mein Flaschenhals?
Möglich wäre das schon. Installier mal das Paket sysstat (falls es nicht sowieso schon installiert ist) und schau Dir dann mal "sar -b 5 10" an. Wenn sar installiert und richtig eingestellt ist, hat es bereits Logs geschrieben; ein einfaches "sar -b" zeigt Dir die Aus-/Belastung der Platten des laufendes Tags an.

Jochen

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Die grösste Lüge der EDV? "Mal eben..."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13. Jan 2006 7:49 
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Registriert: 09. Sep 2004 15:00
Beiträge: 176
Hallo jochen,
alle Partitionen haben reiserfs als Dateisystem.
mount --> ... type reiserfs (rw)

der Systemanteil der CPU unter top geht nicht über 5%. Bei idle stehen immer mindestens 90%.
Ich kann bei top leider keinen "%wa" -Eintrag finden.

sar -b 5 10 funktioniert.
Sorry, was kann ich aus den Daten lesen? ich bekomme dort tbs, rtbs, wtbs, bread/s bwrtn/s.
Danke.
ottto


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13. Jan 2006 8:59 
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prolinux-forum-admin
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Registriert: 14. Jan 2000 15:37
Beiträge: 699
Wohnort: Jülich
Auszug aus "man sar":
Zitat:
-b Report I/O and transfer rate statistics. The fol­
lowing values are displayed:

tps
Total number of transfers per second that
were issued to the physical disk. A trans­
fer is an I/O request to the physical disk.
Multiple logical requests can be combined
into a single I/O request to the disk. A
transfer is of indeterminate size.

rtps
Total number of read requests per second
issued to the physical disk.

wtps
Total number of write requests per second
issued to the physical disk.

bread/s
Total amount of data read from the drive in
blocks per second. A block is of indetermi­
nate size.

bwrtn/s
Total amount of data written to the drive in
blocks per second.
Die Schwierigkeit, solche Daten zu interpretieren, liegt darin, dass man eigentlich erst mal Normal-Werte benötigt, gegen die man die aktuellen Werte vergleichen kann. Allerdings kannst Du schon mal vergleichen, ob die Platte, auf der die DB liegt, gegenüber den anderen Platten im System belastet aussieht oder nicht.

Was mir noch so in den Sinn gekommen ist: Jedes mal, wenn ein Datensatz eingefügt wird, müssen die zugehörigen Indizes aktualisiert werden. Das kann dauern. Wenn ich mich recht entsinne, schalten unsere DBAs die Aktualisierung der Indizes aus und erstellen sie nach erfolgtem Restore einmalig neu. Nur frag mich jetzt bitte nicht, wie man das macht - über Datenbanken & DBMS weiss ich gerade genug, um die Finger davon zu lassen...

Jochen

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Die grösste Lüge der EDV? "Mal eben..."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13. Jan 2006 10:07 
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Registriert: 09. Sep 2004 15:00
Beiträge: 176
Hallo jochen,
die Geschichte mit den Indizes ist ein interessanter Ansatz.
Danke.
Steffen


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