OpenOffice - Access?

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Bürotante

OpenOffice - Access?

#1 Beitrag von Bürotante » 14. Feb 2006 10:14

Hi,

wie sieht es eigentlich mit einem Access-kompatiblen Ersatz aus? So weit ich weiß ist in OpenOffice ja alles drin wie in MS-Office außer eben Access?

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Janka
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Re: OpenOffice - Access?

#2 Beitrag von Janka » 14. Feb 2006 10:57

Bürotante hat geschrieben:Hi,

wie sieht es eigentlich mit einem Access-kompatiblen Ersatz aus? So weit ich weiß ist in OpenOffice ja alles drin wie in MS-Office außer eben Access?
MS-Access ist eine IDE für "visuelles Programmieren" (aka Zusammenklicken) für Visual Basic und ActiveX. Da die beiden Komponenten nicht portiert sind (und das wird vermutlich auch so bleiben) kann es keinen 100%-Ersatz von MS-Access geben.

Es gibt jedoch ebenfalls IDEs für "visuelles Programmieren" unter Linux. Inwieweit die einem passen muss man durch Ausprobieren feststellen.
Ansonsten ist es unter Linux eine gute Idee, eine Skriptsprache zu lernen (python ist da ein besonders vielseitiger Kandidat), dann werden die selbstgemachten Programme auch gleich viel brauchbarer.

Janka

Alex.MH

#3 Beitrag von Alex.MH » 14. Feb 2006 11:29

So weit ich weiß ist in OpenOffice ja alles drin wie in MS-Office außer eben Access?
Seit OpenOffice 2.0 gibt es "Base" als Access Ersatz. Damit kann man Datenbankfrontends zusammenklicken.

Gruss,
Alex

petameta
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#4 Beitrag von petameta » 14. Feb 2006 12:43

Man kann wie schon erwähnt Base benutzen. Allerdings sollte man denke ich nicht allzuviel erwarten. Base ist das jüngste Modul von OpenOffice und vom Funktionsumfang noch nicht sehr ausgereift, zumindest ist das mein Eindruck. Für einfache Sachen reicht es aber.

Bürotante

#5 Beitrag von Bürotante » 14. Feb 2006 14:43

Base scheint nur leider mit bestehenden .mdb-Files nicht klar zu kommen - zumindest erhalte ich immer eine Fehlermeldung über einen fehlgeschlagenen Verbindungsversuch.

Alex.MH

#6 Beitrag von Alex.MH » 14. Feb 2006 15:49

Base scheint nur leider mit bestehenden .mdb-Files nicht klar zu kommen - zumindest erhalte ich immer eine Fehlermeldung über einen fehlgeschlagenen Verbindungsversuch.
Viel Ahnung hab ich nicht von Base, aber einfach doppelklicken und loslegen geht auf keinen Fall. Das Problem ist, dass Access ja eine eigene "Datenbank" ist, OpenOffice Base dagegen nur eine Oberflaeche fuer beliebige Datenbanken. Du muesstest also deine Access Datenbank auf einem Windows Rechner per ODBC freigeben und dann diese Datenquelle in OpenOffice eintragen.

Ob und wie gut OpenOffice dann mit mdb Dateien zurecht kommt weiss ich nicht.

Gruss,
Alex

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Janka
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#7 Beitrag von Janka » 14. Feb 2006 16:25

Bürotante hat geschrieben:Base scheint nur leider mit bestehenden .mdb-Files nicht klar zu kommen - zumindest erhalte ich immer eine Fehlermeldung über einen fehlgeschlagenen Verbindungsversuch.
Ach, es geht um das Dateiformat! mdb-Dateien haben nicht viel mit dem Zusammenklicken von Access zu tun. Das mdb-Datenformat ist eine Self-Contained-Datenbank wie z.B. SQLite, die kommt ohne Datenbankserver aus, sondern macht halt alles per Library-Aufrufen. Das ist aber nur eine Möglichkeit unter vielen für Access. Du kannst im Prinzip alle Datenbanken benutzen, die einen ODBC-Treiber haben.

Wenn du nur eine bestehende Datenbank nach Linux protieren musst, dann exportier das mdb auf einem MS-Windowsrechner in einen Haufen CSV-Dateien und importiere die in eine Datenbank auf der Linuxseite. CSV (comma separated values) sind der kleinste Nenner, klappt immer.

Wenn man gleichzeitig von MS-Windows und von Linux auf die Datenbank zugreifen muss, sollte man die mdb-Dateien ganz vergessen und vorzugsweise auf der Linuxseite einen richtigen SQL-Datenbankserver aufbauen.

Auf der MS-Windows-Seite kann man dann immer noch per Access und ODBC auf diesen Datenbankserver zugreifen, von der Linuxseite her geht es mit OOorg.base und ähnlichen Tools.

Janka

Bürotante

#8 Beitrag von Bürotante » 15. Feb 2006 7:48

Das .mdb konvertieren geht nicht, dieses format muss leider beibehalten werden.
Alex.MH hat geschrieben:Du muesstest also deine Access Datenbank auf einem Windows Rechner per ODBC freigeben und dann diese Datenquelle in OpenOffice eintragen.
Äh ja und wie geht das?

Alex.MH

#9 Beitrag von Alex.MH » 15. Feb 2006 12:48

Hi,

wie man unter Windows eine Access Datenbank per ODBC freigibt weiss ich auch nicht aus dem stegreif (hab hier kein Windows). Unter Systemsteuerung->ODBC kann man auf jedenfall Datenquellen definieren. Ich denke mal, man muss nur das mdb file angeben. Sollte aber alles in der Hilfe von Access drinstehen.

Wie man eine ODBC Datenquelle in OpenOffice einbindet ist hier beschrieben:
http://de.openoffice.org/doc/howto_2_0/ ... mysql.html

Das ganze ist am Beispiel fuer MySQL erklaert. Im wesentlichen musst du die ODBC Datenquelle im unixODBC Config file eintragen und kannst dann mit OpenOffice darauf zugreifen.

Gruss,
Alex

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#10 Beitrag von Scory » 15. Feb 2006 14:09

>Das .mdb konvertieren geht nicht, dieses format muss leider beibehalten werden

Dann frag doch einfach bei Bill Gates nach, was eine Access-Portierung nach Linux kostet. Wenn es so wichtig ist dann ist das die einzige Lösung.

joergm2706

#11 Beitrag von joergm2706 » 16. Feb 2006 10:04

Hallo Bürotante,
oder einfach noch etwas warten bis das neue MS Office draussen ist. Es gibt allerdings meines Wissens nach zur Zeit einen öffentlichen Test bei Microsoft, einfach mal googlen.
Das neue Microsoft Office soll angeblich in der Lage sein die entsprechenden Datenbankobjekte im XML-Format zu speichern. Dieses Format ist kann OpenOffice 2.0 auf jeden Fall auch verarbeiten. Das mit MS Office kann ich allerdings nicht ausprobieren weil ich das nicht besitze (wer gibt schon teures Geld für eine Leistung aus die er anderswo auch umsonst bekommt?), diese Möglichkeit sollte aber funktionieren.
Es gibt aber noch eine zweite, meiner Meinung nach ungleich bessere Möglichkeit. Beide Datenbanken MySQL und PostgreSQL besitzen meines Wissens nach ODBC-Treiber für das MS-Format .mdb. Es wäre also eine zweite Möglichkeit Dir z.B. MySQL zusammen mit einem Frontend dafür auf Deinem Rechner zu installieren (für den KDE-Desktop bietet sich dafür z.B. Kexi an) und die Daten von Linux aus in die MySQL-Datenbank zu importieren. Dort kannst Du sie dann auch lassen, denn OpenOffice besitzt einen Treiber für MySQL. Schau Dir unter diesem Link hier http://www.mysql.de/products/tools/migration-toolkit/ mal das "Access Migration" an.
Grüße
Jörg

Bürotante

#12 Beitrag von Bürotante » 21. Feb 2006 11:38

Scory hat geschrieben:Dann frag doch einfach bei Bill Gates nach, was eine Access-Portierung nach Linux kostet. Wenn es so wichtig ist dann ist das die einzige Lösung.
Das ist doch mal eine "freundliche" Antwort. OK, bevor ich mich hier weiter anpampen lasse bleibts wohl doch bei Windows und MS-Office :-(

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#13 Beitrag von Janka » 21. Feb 2006 12:19

Bürotante hat geschrieben:
Scory hat geschrieben:Dann frag doch einfach bei Bill Gates nach, was eine Access-Portierung nach Linux kostet. Wenn es so wichtig ist dann ist das die einzige Lösung.
Das ist doch mal eine "freundliche" Antwort. OK, bevor ich mich hier weiter anpampen lasse bleibts wohl doch bei Windows und MS-Office :-(
Ja, solltest du wohl tun :roll: Ist zumindest mir egal. :|

Janka

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#14 Beitrag von Scory » 21. Feb 2006 17:50

>OK, bevor ich mich hier weiter anpampen lasse bleibts wohl doch bei Windows und MS-Office

Aber gerne - ist doch Deine Kohle, nicht meine!

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#15 Beitrag von Janka » 21. Feb 2006 17:55

Scory hat geschrieben:>OK, bevor ich mich hier weiter anpampen lasse bleibts wohl doch bei Windows und MS-Office

Aber gerne - ist doch Deine Kohle, nicht meine!
Scory, wenn man Arroganz mit Arroganz beantwortet, muss man den Stil wahren... Mehr Stil bitte. :D

Janka

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